Ein Fremdwort für "Gleichgeschlechtlichkeit" Es bedeutet, eine sexuelle Vorliebe für Menschen des gleichen Geschlechts zu haben. Bei Frauen nennt man es lesbisch sein, bei Männer
schwul. Im Gegensatz dazu bezeichnet man Menschen, die vom anderen Geschlecht sexuell angezogen werden als heterosexuell. Es gibt immer noch viele Menschen, die
Homosexualität für unnatürlich, krank oder pervers halten. Wissenschaftlich ist aber längst bewiesen, dass sexuelle Orientierungen angeboren sind. Man geht davon aus, dass ungefähr acht bis zehn Prozent aller Menschen nur homosexuelle
Gefühle haben.
Sex mit einem Menschen des gleichen Geschlechts haben aber viel mehr Leute. Im Kinsey-Report, einem berühmten amerikanischen Buch aus den fünfziger Jahren, steht z.B. dass 30 bis 40 Prozent der Befragten schon einmal homosexuelle Erfahrungen gemacht haben. In der
Pubertät probieren viele Jugendliche auch gleichgeschlechtlichen
Sex aus. Für die meisten ist es nur eine einmalige Sache, einige merken in dieser Zeit jedoch, dass es ihre Art zu lieben ist. Weil es immer noch viel Vorurteile und Diskriminierungen gegen Schwule und Lesben gibt, trauen sich viele anfangs nicht, zu ihren Gefühlen zu stehen. Zum Glück gibt es mitlerweile aber viele Hilfsangebote, z.B. rosa Telefone und coming out-Gruppen, damit niemand mit seinem anders-sein alleine bleiben muß.