Alle Menschen spüren in ihrem Leben immer wieder
Angst, deshalb ist es auch völlig normal im Zusammenhang mit
Sexualität manchmal ängstlich zu sein. Dafür gibt es eine Menge verschiedene Gründe. Das erste Mal kann
Angst machen, und beim
Sex gibt es immer wieder erste Male. Alles Neue und Spannende macht immer auch ein bisschen
Angst. Man kann befürchten, sich zu blamieren, weil man nicht weiß, wie man sich verhalten soll. Oder man traut sich nicht, Fragen zu stellen und zuzugeben, dass man etwas nicht kennt. Viele Mädchen haben
Angst vor Schmerzen, weil beim ersten Mal das
Jungfernhäutchen reißt. Es muss aber gar nicht weh tun. Oft sind die Befürchtungen viel schlimmer und verderben die Lust. Jungen und Männer machen sich oft Sorgen, beim
Sex zu "versagen". Sie haben entweder
Angst, keinen Steifen zu kriegen oder befürchten, dass sie zu schnell kommen. Beides kommt bei jedem Mann manchmal vor und ist nicht schlimm. Je mehr Gedanken man sich darüber macht, desto eher passiert es auch.
Angst kann eine Warnung sein, beim
Sex nicht weiter zu gehen als einem gut tut. Zuviel
Angst macht aber die Lust kaputt. Für seine Ängste braucht man deshalb jemanden, dem man sie erzählen kann. Sich dem besten Freund oder der besten Freundin anzuvertrauen nimmt den Druck und macht manchmal Mut, sich trotzdem zu trauen. Für Ängste, mit denen man sich zu niemandem trauen mag oder kann, gibt es verschiedene Hilfeangebote. Für die
Angst,
schwul oder lesbisch und allein auf der Welt zu sein gibt es Rosa Telefone, für die
Angst vor ungewollter Schwangerschaft gibt es Beratungsstellen für Familienplanung, für die
Angst vor
AIDS die
AIDS-Hilfen, für die
Angst vor sexueller
Gewalt oder sexuellem Missbrauch gibt es (Frauen-)Notruftelefone, den Kinderschutzbund und andere Beratungsstellen.