Jobs
Info
Impressum
98 Besucher sind online

Message-Box


Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen Delicious

Künstliche Befruchtung

Bei einer künstlichen Befruchtung erfolgt die Befruchtung der Eizelle mit Sperma auf künstlichem Weg. Das erforderliche Sperma wird durch Masturbation (Partner oder Samenspende) oder (bei funktioneller Impotenz) durch Entnahme aus dem Hoden gewonnen. Es gibt vier verschiedene Methoden der künstlichen Befruchtung:

Künstliche Befruchtung - Insemination

Bei der Insemination werden vom Mediziner über eine Spritze die Samenzellen in den Körper der Frau gegeben. Am häufigsten geschieht dies direkt in die Gebärmutter (intrauterine Insemination), seltener werden die Spermien in den Gebärmutterhals (intrazervikale Insemination), die Scheide (intravaginale Insemination) und am seltensten in die Eileiter oder in die Bauchhöhle gegeben. Diese Methode wird auch als künstliche Besamung oder Samenübertragung bezeichnet.

Die Risiken bei der Insemination sind eher gering. Im Vergleich zu einer Befruchtung im Reagenzglas wie IVF oder ICSI belastet eine intrauterine Insemination den Körper weniger, weil der Arzt keine Eizellen entnimmt. Die Behandlung ist weniger zeitaufwendig und kostet vor allem weniger. Ein Risiko für Mehrlingsschwangerschaften und Überstimulationssyndrom besteht dann, wenn die Frau Hormone einnimmt, um die Eizellen zu stimulieren. Bei der Insemination gibt es nur durch die Medikamente, die eine Frau zur Eisprungstimulation nimmt, Nebenwirkungen.

Die Wahrscheinlichkeit, mit einer intrauterinen Insemination schwanger zu werden, liegt zwischen 5 und 10 Prozent. Nach mehreren Versuchen ist die Methode bei 10 und 30 Prozent der Frauen erfolgreich. Eine Hormonbehandlung bei der Frau erhöht die Chance auf ein Kind ebenfalls. Der Erfolg der Insemination hängt darüber hinaus von der Qualität des Spermas, der Art der Fruchtbarkeitsstörung und dem Alter der Frau ab.

Künstliche Befruchtung - In-vitro-Fertilisation (IVF)

Bei der IVF findet die Befruchtung der Eizelle durch den Samen im Reagenzglas statt.

Dieses Verfahren wird meist mit einer Hormonbehandlung kombiniert, damit mehrere Eibläschen in einem Behandlungszyklus gleichzeitig heranreifen. Wenn der Zeitpunkt optimal ist, werden die Eizellen aus den Eierstöcken entnommen und im Labor mit dem Samen des Mannes zusammengebracht. Die Befruchtung findet im Reagenzglas statt. Die befruchtete Eizelle (Embryo) wird etwa drei Tage später in die Gebärmutter eingebracht. Manchmal werden zwei, maximal aber drei Embryonen übertragen.

Die Chancen auf eine Schwangerschaft liegen bei der IVF bei ca. 27 %. Die Wahrscheinlichkeit für eine Zwillings-, Drillings- oder gar Mehrlingschwangerschaft liegt bei 4 %, dabei kommt es jedoch darauf an, wie viele Eibläschen in die Gebärmutter eingebracht werden und wie viele davon sich einnisten.

Künstliche Befruchtung - Intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI)

Die Intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI), oder auch Mikroinjektion genannt, ist eine Methode, die zusätzlich zur In-Vitro-Fertilisation (IVF) angewendet wird.

Damit es überhaupt zur Befruchtung einer Eizelle kommen kann, muss das Spermium die äußere Hülle der Eizelle durchdringen. Manchmal schafft eine Samenzelle dies nicht und es muss nachgeholfen werden. Mit Hilfe einer sehr feinen Nadel wird eine Samenzelle direkt in eine Eizelle eingebracht. Die Eizelle reift zuvor im weiblichen Körper und wird dann aus den Eierstöcken entnommen. Anschließend wird die befruchtete Eizelle in den Körper der Frau eingesetzt.

Mit einer ICSI werden zwischen 50 und 70 Prozent der gereiften und gewonnenen Eizellen befruchtet. Pro Embryo-Übertragung hat die Frau eine Chance von etwa 28 %, schwanger zu werden und von etwa 23 %, ein Kind zu bekommen. Ob eine ICSI Erfolg hat oder nicht, hängt sehr von der Kompetenz des Arztes ab, der die ICSI durchführt. Außerdem spielt eine Rolle, wie alt die Frau ist, wie lange die Fruchtbarkeitsstörung schon besteht und wie viele Embryonen übertragen werden.

Zu bedenken ist jedoch Folgendes: Manche Experten vermuten, dass Kinder, die durch eine ICSI gezeugt werden, häufiger genetische Störungen oder Fehlbildungen haben. Dies liegt aber vermutlich nicht an der Technik, sondern daran, dass genetische Störungen zu der Unfruchtbarkeit beim Mann geführt haben und er die Störungen an sein Kind vererbt hat. Bevor sich ein Paar zu einer ICSI entschließt, bietet sich – wie bei allen Kinderwunschbehandlungen – eine ausführliche Beratung mit den Ärzten in einem Kinderwunschzentrum an.

Künstliche Befruchtung - In-vitro-Maturation (IVM)

Die IVM ist eine sehr neue Methode und wird auch noch nicht in jedem Kinderwunschzentrum bzw. Kliniken angeboten. Bei der In-vitro-Maturation (IVM) werden unreife Eizellen aus den Eierstöcken entnommen. Manchmal erfolgt zuvor eine Hormonbehandlung bei der Frau. Die Eizellen reifen im Labor in einem Reagenzglas in einer speziellen Nährlösung heran. Dann werden sie durch eine Samenzelle befruchtet: Entweder - wie bei einer IVF - im Reagenzglas oder wie bei der ICSI durch direktes Einspritzen der Samenzelle in die Eizelle. Nach der Befruchtung bringt der Arzt den Embryo in die Gebärmutter ein.

Die IVM soll weniger häufig zu einem Überstimulationssyndrom führen als die IVF.

Mit einer IVM werden pro Zyklus je nach Studie zwischen 3 und 27 Prozent der Frauen schwanger.