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«Sexarbeit» - Lebenswelten von Prostituierten

Dieses Thema im Forum "News zu Liebe, Erotik und Sexualität" wurde erstellt von Hens, 15 November 2005.

  1. Hens
    Hens (28)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Verheiratet
    Hamburg (dpa) - Im roten Salon hängt das abgenutzte Lackmieder einer Domina - hinter Glas im goldenen Rahmen. «Das ist unsere Erotik-Schleuse zur Straße der Möglichkeiten. Alles was Sie hier sehen ist authentisch.

    Der Lack ist ab, das zerschlissene Mieder ist damit auch symbolisch zu verstehen», sagt Elisabeth von Dücker. Die Kunsthistorikerin ist Kuratorin von Deutschlands erster Ausstellung über «Sexarbeit» im Hamburger Museum der Arbeit. Gut zwei Jahre lang haben Dücker und ihre Helfer in Bordellen, auf dem Straßenstrich und in Beratungsstellen für die Ausstellung recherchiert. Die «Ausbeute» ist auf einer Fläche von 700 Quadratmetern bis zum 26. März 2006 zu sehen.

    «Es geht um Lebens- und Arbeitsbedingungen von Frauen und Männern im sexuellen Dienstleistungsgewerbe. Wo passt das besser hin als ins Arbeits-Museum», meint Dücker. Der Rundgang durch die Ausstellung fängt «Heute» an und geht zurück in die Vergangenheit. Dokumentiert werden der Wandel von Sexarbeit, Gesundheitsrisiken für Freier und Prostituierte, Menschenhandel, Drogenprostitution, Recht und Sitte sowie den Kampf der Huren um Respekt.

    Seit 2002 ist Prostitution in Deutschland ein legales Gewerbe. Prostituierte können sich kranken- und rentenversichern, Arbeitsverträge abschließen, ihren Lohn einklagen. «Aber die gesellschaftliche Anerkennung lässt auf sich warten. Tabuisierung und Scheinheiligkeit sind weiter weit verbreitet», weiß Dücker. Für die Ausstellung sei sehr bewusst der Titel «Sexarbeit» gewählt worden, der auf die amerikanische Prostituiertenbewegung und ihre Forderung nach rechtlicher und sozialer Gleichstellung zurück geht.

    Rund 200 000 Frauen arbeiten allein in Deutschland im Sexgewerbe für rund eine Million Kunden täglich. Der Jahresumsatz liegt bei geschätzten 14 Milliarden Euro. Das reicht fast an den Umsatz der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie heran. Hamburg gilt weiter als «Hauptstadt der Sexarbeit» mit rund 4000 weiblichen und 1000 männlichen Prostituierten. Ihr Tages-Umsatz liegt nach Angaben von Detlev Ubben vom Landeskriminalamt (LKA) bei insgesamt 500 000 Euro. Nur ein Zehntel davon erhalten die Prostituierten selbst, den Löwenanteil die Zuhälter. «Das ist kriminelle Ausbeutung, die bekämpfen wir», sagt der LKA-Mann.

    In der Ausstellung sind rund 400 Exponate aus der Zeit von 1850 bis 2005 zu sehen. Hinter jedem Stück steckten «geschichten von Licht- und Schattenseiten der Prostitution», sagt Dücker. Ausgestellt werden benutzte Bordell-Handtücher und echte «Ackerschuhe», Highheels mit 20 Zentimeter hohen Absätzen oder wattierte Winterstiefel für den Straßenstrich. Daneben gibt es Installationen zur «Körperarbeit» wie den «gefallenen Engel» oder «Erotische Speisekarten» mit detaillierten Preisen für sexuelle Dienstleistungen. «Wir wollen aber keinen Voyeurismus bedienen, sondern Lebenswelten zeigen und Mythen entzaubern», betont Dücker.

    Sex als Arbeit zu erklären, sei Verdient der Hurenbewegung der 70er Jahre in den USA gewesen. Sie habe den Begriff «sexwork» geprägt». Gut gefällt Dücker auch, dass sich französische Huren im Kampf gegen Ächtung und für Achtung «Sozialarbeiterinnen der Libido» nannten. Das sei die Zielrichtung. «Wir wollen Klischees ankratzen, ohne den moralischen Zeigefinger zu erheben. Kennen lernen kann Vorurteile abbauen, vielleicht wird Respektieren daraus», wünscht sich die Ausstellungs-Macherin.

    Quelle: Yahoo
     
    #1
    Hens, 15 November 2005
  2. Ramalam
    Ramalam (29)
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    Is ja ma interessant, würde ick mir gerne angucken.
     
    #2
    Ramalam, 23 November 2005
  3. popperpink
    popperpink (36)
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    vergeben und glücklich
    :eek4: Ach du Scheisse! Naja, für mich ists und bleibts eben keine "normale" Arbeit"- [scheinheiligkeits-on]auch wenn ich es gut finde, dass es inzwischen legal ist [scheinheiligkeits-off]

    Off-Topic:
    Steinigungen sind in einer Demokratie ja nur schwer wieder einführbar :grin:
     
    #3
    popperpink, 23 November 2005
  4. Kenshin_01
    Kenshin_01 (33)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Verliebt
    Das stimmt, ein eher ungewöhnlicher Beruf...

    Aber die Ausstellung wäre sicher interessant.
     
    #4
    Kenshin_01, 23 November 2005
  5. popperpink
    popperpink (36)
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Hm, weiss nich, was is interessanter an so einer Ausstellung, also zB zu wissen dass "Sexarbeiterinnen" früher rote Hüte tragen mussten, als zB an der Hygiene-Museums Ausstellung, in der man sehen konnte, wie die ersten OP-Maschinen aussahen oder wie man früher mit psychisch Kranken "verfuhr"?

    Einzig das "sex" in der Headline reissts. :hmm:
     
    #5
    popperpink, 23 November 2005
  6. unbekannte
    unbekannte (33)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    popper das ist dann wohl wie das beate use museum ;o)
     
    #6
    unbekannte, 23 November 2005
  7. Ramalam
    Ramalam (29)
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    Single
    Also für mich liegt dat Interessante daran darin begründet, dat ick über den Job einer Nutte (ja sorry, Prost. is so n langes Wort :zwinker: ) nichts weiß bis auf dat, wat man im Fernsehen sieht. Und dat dat nich immer der Wahrheit entspricht is ja allseits bekannt.
    Zusätzlich is Nutte zu sein nunmal n sehr ungewöhnlicher Beruf, um den sich nich grad wenige geschichten und "Mythen" ranken. Dat alles interessiert mich einfach. Mich interessiert ja auch, wie sich Riesenkalmare vermehren, nur weil noch niemand sie dabei gesehen hat und ick keine Vorstellung davon hab, wie die dat machen. So is dat mit den Nutten für mich auch.
     
    #7
    Ramalam, 23 November 2005
  8. lonestar
    Gast
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    *Stellt sich den Lohn seines Chefs vor*

    Manchmal komm ich mir hier auf der Arbeit auch bissel wie ne Nutte vor... :zwinker:
     
    #8
    lonestar, 23 November 2005
  9. popperpink
    popperpink (36)
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    vergeben und glücklich
    gut, rami, Beweggrund ist genehmigt :bandit:

    Off-Topic:
    Soll ich dir n Kalmar-Link schicken? :grin:
     
    #9
    popperpink, 24 November 2005
  10. Ramalam
    Ramalam (29)
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    Single
    Na hab ick ich doch vortrefflich aus der Affaire gezogen :zwinker:
    Her mit dem Kalmar Link!
     
    #10
    Ramalam, 24 November 2005
  11. popperpink
    popperpink (36)
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Off-Topic:
    link 1

    Bisexuelle Kalmare

    Mhm...Sexvideos gibts leider nich, dreh eins und werd reich :link:


    Ja, naja im sexmusueum war ich auch noch nich
     
    #11
    popperpink, 25 November 2005
  12. Ramalam
    Ramalam (29)
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    Single
    Boaa, dat les ick mir ma durch, wenn ick nüchtern bin. :link:
    Ansonsten: Ick will ins Nuttenmuseum.
     
    #12
    Ramalam, 25 November 2005

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