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Über Ex hinwegkommen

Dieses Thema im Forum "Beziehung & Partnerschaft" wurde erstellt von isoo, 22 März 2010.

  1. isoo
    isoo (26)
    Sorgt für Gesprächsstoff
    2
    26
    0
    nicht angegeben
    Hallo,
    kurz zur Vorgeschichte: Ich hatte meine erste Beziehung die 3 1/2 Jahre ging. War immer ein starkes auf und ab. Am Ende betrog sie mich (auch emotional) und war zu feige selbst Schluss zu machen.

    So, das ist jetzt ca. 5 Monate her, seitdem haben wir keinen Kontakt mehr.
    Ich komm Gefühlsmäßig nicht davon los.

    Klar hab ich immer viel mit Freunden unternommen, gefeiert, mich auf Hobbys konzentriert.
    Aber immer wenn ich denke, ja so langsam gehts mir gut, ich bin ausgeglichen, hab ich nachts einen Traum von meiner Ex.
    In den Träumen wiederholen sich entweder dagewesene Szenarien oder es handelt davon, dass wir wieder zusammen kommen und/oder Sex haben. Bei letzteren hab ich dann im Traum dennoch immer das Schockgefühl, dass ich das ja eigentlich gar nicht mehr wollte und wieder wo stehe wo ich nicht mehr hinwollte.
    Am nächsten Morgen fühl ich mich dann immer total scheiße und bin die ganze Woche wieder damit beschäftigt.
    Hab dann auch oft die totale Paranoia, schaue auf den Straßen nach den Autos, denn es könnte ja ihres dabei sein.

    Auch ausnahmlos immer seitdem, wenn ich zuviel Alkohol trinke, breche ich in Tränen aus Trauer und Wut wegen ihr aus, murmel vor mich hin "ich hab sie so geliebt". Vollkommen zusammenhangslos, ohne am Tag vorher überhaupt an sie gedacht zu haben.

    Ich habe auch Rachegefühle und Hassgedanken wenn ich an sie denke und manchmal auch das Verlangen, aber ganz sicher nicht den rationalen Wunsch, sie wieder bei mir zu haben.

    Was kann ich tun?
    Ich will das endlich loswerden! Es kann so nicht weitergehen.
     
    #1
    isoo, 22 März 2010
  2. User 78196
    Meistens hier zu finden
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    189
    nicht angegeben
    Was du tun kannst?
    Nunja, ich persönlich hatte nach meiner letzten Beziehung keinen Liebeskummer, weil ich WUSSTE, dass die Trennung richtig und unumgänglich gewesen ist.
    Du musst dir dessen auch bewusst sein. Du schreibst, sie hat dich betrogen. Sie hat dir sehr wehgetan und war dann sogar zu feige, um Schluss zu machen. Dass du sie "so geliebt" hast, tut nichts zur Sache, denn das macht ihr Fehlverhalten weder gut noch rückgängig.
    Es hat nicht gepasst zwischen euch. Es wird auch nie wieder passen. Du willst nicht, dass sie dir nochmal so wehtut.
    Also: Gute Gründe, um sie zu vergessen. :smile:
     
    #2
    User 78196, 22 März 2010
  3. nutella87
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    0
    Single
    Hallo!

    Ich denke, das braucht einfach Zeit. Mein Ex-Freund hat nun vor mittlerweile 8 Monaten nach 4,5 Jahren Beziehung mit mir Schluss gemacht. Und ich bin noch nicht komplett darüber hinweg. Es gibt immer wieder Phasen, in denen ich nur an ihn denken muss, wütend bin und ihn hasse, ihn vermisse, weinen muss... Das mit den Träumen kenne ich auch sehr gut, immer wenn man denkt, es geht einem super, träumt man plötzlich vom Ex und die gute Laune ist dahin... Mir geht das auch sehr auf die Nerven, weil das jetzt schon Monate so geht...

    Also gehts mir so wie dir :zwinker: Aber irgendwann wird es besser werden. Konzentriere dich weiterhin auf dich und deine Hobbies und geh mit Freunden fort, irgendwann wirst du nicht mehr so oft an sie denken müssen. Schlechte Phasen gibt es leider immer wieder, aber mit der Zeit werden sie weniger werden.
     
    #3
    nutella87, 22 März 2010
  4. isoo
    isoo (26)
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
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    26
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    nicht angegeben
    @Kuroi
    Wäre das Leben so rational, wäre es oftmal um einiges einfacher, ja.


    Zeit klar, aber es ist schon so viel vergangen...
     
    #4
    isoo, 23 März 2010
  5. User 78196
    Meistens hier zu finden
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    189
    nicht angegeben
    Meiner Meinung nach kann man es sich so einfach machen.
    Wenn ich hier im Forum von Liebeskummer lese, fällt mir oft auf, dass die Trauernden sich sehr an die "guten Zeiten" klammern. "Früher wars doch so schön", "wir waren das Traumpaar schlechthin" usw. Anstatt dass man sich "einfach" (sorry, ich weiß, das klingt wie Hohn) auf die Dinge konzentriert, die letztendlich zur Trennung geführt haben. Und das sind oft unschöne Dinge. Dann muss man sich bewusst machen, dass man sowas nie mehr will. Es ist scheißegal, wie toll es früher war. Das ist Vergangenheit und die Gegenwart ist scheiße und die Zukunft wär noch viel beschissener.
    Und selbst wenns ne friedliche, einvernehmliche Trennung gewesen ist, gibts auch dafür einen triftigen Grund, den man sich vor Augen halten sollte.
    Worauf ich hinaus will:
    Die echte Erkenntnis, dass da ein unüberwindbares Problem ist, dass zur Trennung geführt hat, hilft bei deren Akzeptanz und das führt letztendlich dazu, dass man damit abschließen kann.

    Ich sag ja nicht, dass es leicht ist.
    Ich sag nur, dass man es sich nicht unnötig schwer machen soll. :zwinker:

    Und was deine Ex sich da geleistet hat... Man man. Eine Freundin von mir hat für solche Fälle einen passenden Spruch: "Ab in die Bio-Tonne".
     
    #5
    User 78196, 23 März 2010
  6. lightkiss
    Sorgt für Gesprächsstoff
    51
    33
    1
    Single
    Hey isoo

    Nein das Leben ist nicht rational, die Liebe und verlassen zu werden noch weniger!

    Ende November letzten Jahres hat mein Ex mich ebenfalls verlassen, inkluse Betrügen und alles. Ich war am Boden zerstört und brauchte sage und schreibe 3 Monate bis ich nur auch annähernd über ihn hinweg bin - und nein ich bin es immer noch nicht.
    Glaub mir, 5 Monate nach 3 1/2 Jahren Beziehung ist nicht viel! Ist ja in etwa auch das selbe, wenn du eine offene Wunde nähen musst - die Narbe verheilt nicht innerhalb von 2, 3 Tagen.
    (Im übertragenen Sinn) - Die Narbe in deinem Herzen wird, egal wie viel Schmerz sie dir zugefügt hat und egal wie sehr du sie in gewissen Momenten hasst, nicht von heute auf Morgen verheilen..

    Diese "Ex-Träume" kenne ich nur zu gut.. Und egal was für Tipps ich mir durchlese - ich bring sie nicht los. Manchmal sind sie "aktiver" als in anderen Nächten. Auch das Szenario "wie wärs wenn wir noch mal zusammen kommen" - ich hab das so oft durchgespielt, im Traum und im Wachzustand, kenne langsam aber sicher jede Version ausswendig :grin:

    Hmm ich weiss nicht, ob es wirklich so ist oder nicht, aber vielleicht hilft es dir ja ein wenig..
    Du sagst selber, du hättest nicht den rationalen Wunsch sie wieder zu haben... Ich genau so wenig bei meinem Ex. In letzter Zeit ist mir aber aufgefallen, dass ich immer mehr Dinge anfange zu "vergessen" oder dass sie "verschwommen" werden in meinem Gedächtnis, was ihn betrifft. Seither sind diese Gedanken und Träume von ihm auch wieder da, jedes mal wenn ich mich "aufgerafft" habe... Ich glaube (vielleicht rede ich es mir ja auch nur schön^^), dass ich irgendwo in mir auch Angst habe, ihn "komplett" zu vergessen, deshalb auch dauernd diese Schockzustände etc.

    Die "Verarbeitung" einer Beziehung braucht Geduld... Geniesse den Moment und Lebe dein Leben - mach dir nicht mehr so viele Gedanken, wie du solche Träume etc los wirst, eines Tages, ohne dass du es bewusst spüren wirst - sind sie weg...

    liebe grüsse lightkiss
     
    #6
    lightkiss, 23 März 2010
  7. nirvanagirlie
    Verbringt hier viel Zeit
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    103
    1
    vergeben und glücklich
    hallo vor 1 monat hat mein ex schluss gemacht per brief von heut auf morgen, er hatte mit der sache schon länger abgeschlossen, hat keine gefühle mehr, die letzten tage ging es mir recht gut, und heut hab ich ihn getroffen udn alles kam wieder hoch, es passiert mal wieder....sex....schon das 2. mal

    es war ein fehler, jetzt denke ich wieder es ist wohl besser im andren augenblick denke ich daran was wir so geplant hatten dieses jahr, klar geh ich weg und so aber ich hab ja nun auch kein schlater en ich umlegen kann.es wird wohl noch eine ganze weile dauern bis ich drüber weg bin, vor allem weil man abgespeist wurde, über 2 jahre tut man alles und aufeinmal ist er weg. schon hart

    und ja die träume sind ganz schlimm mit ihm und ein kumpel den ich ja eig. ganz gut finde...
     
    #7
    nirvanagirlie, 23 März 2010
  8. MeLkiRa
    MeLkiRa (31)
    Verbringt hier viel Zeit
    300
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    0
    nicht angegeben
    Hey,
    ich denke sowas braucht einfach Zeit und das die Zeit NIE alle Wunden heilen wird.
    Mein Ex hat mich Ende November verlassen, das ganze ist mitlerweile nun fast 4 Monate her und ich muss zugeben mir gehts eigentlich noch wie am Anfang nur das der Schock nichtmehr da ist und ich realisiert habe das er weg ist. Er verließ mich von heute auf morgen, servierte mich einfach nur ab und lehnt es bis heute ab über das ganze mit mir zu reden.
    Ich existiere für ihn einfach nedmehr.
    Keine Ablenkung hilft- einfach nichts.
    Es macht mir auch nix Spass im Grunde will ich einfach nur meine Ruhe haben
    Das einziegste was sich wenn auch wenig gebessert hat ist das ich nichtmehr nurnoch an ihn denke.
    Dennoch gabs bisher keinen Tag seit der Trennung wo ich nicht down war -.-
    Auch das mit den Träumen kenne ich, bei mir ists so extrem das ich so wenig wie möglich schlafen.
    Ich denke aber ich gehöre einfach zu den extrem fällen....
     
    #8
    MeLkiRa, 24 März 2010
  9. Hackepeter
    Hackepeter (28)
    Verbringt hier viel Zeit
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    20
    nicht angegeben
    Naja, eigtl. ist es schon rational. Sich bewusst zu machen, das man im Endeffekt ein biologisches Lebewesen ist, dessen gefühle und Emotionen sich mit Biochemie erklären lassen, ist ein erster Schritt.

    Das wir Menschen uns oft in einer Seifenblase verkirechen und uns alles schön machen, ist normal. Schwierig wird es, wnen die Seifenblase platzt :zwinker: Betrachte es nüchtern, denk an deine Sterblichkeit und sauf nicht soviel :zwinker: Kann böse Folgen haben, hab ich auch schon hinter mir.


    Und ansonsten:

    "Die ersten Meter am Berg sind die mühsamsten, wir schaffen auch noch den Rest..." :zwinker:
     
    #9
    Hackepeter, 24 März 2010
  10. nirvanagirlie
    Verbringt hier viel Zeit
    324
    103
    1
    vergeben und glücklich
    im moment fühle ich irgendwie so...ich mein wegen der gsnze sache...beziehungsunfähig?

    ich flirte ja, aber küssen is nich im spiel und der rest auch nich, mein ex meinte gestern such dir doch nen neuen?! das hätte er sich sparen könn!
     
    #10
    nirvanagirlie, 24 März 2010
  11. Bailadora
    Meistens hier zu finden
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    99
    nicht angegeben
    Hei,

    meine letzte Beziehung hat mich, genau wie Deine Dich, auch ziemlich fertig gemacht und geprägt.
    Teilweise hatte ich noch 1 1/2 Jahre danach Flashbacks...ganz plötzlich, ohne Zusammenhang, stand mir ein Erlebnis mit ihm wieder vor dem inneren Auge und ich war mit den Nerven runter.

    Ich glaube, das ist ganz normal. Wichtig ist, dass Du Dich deswegen nicht fertig machst. Viel besser ist es, gerade dann besonders gut zu Dir zu sein. Unternimm Dinge, die Dir Spaß machen, triff Dich mit Freunden. Oder bau Dein Selbstbewusstsein auf, indem Du Sport machst etc pp - Du weißt am besten, was Dir ein gutes Gefühl gibt.
    Vermeide aber auch Dinge, die dazu führen, dass es Dir schlecht geht. Sprich: höchstens 2 Bier an einem Abend. Feiern und Spaß haben geht auch prima ohne Alk, vor allem, wenn Du dann nicht plötzlich an Deine Ex denken musst.

    Und nimm Dir Zeit, über die Beziehung nachzudenken - wenn Du das Bedürfnis danach hast. Ich hab mir auch oft gedacht "Ich hab ihn so geliebt und so viel gegeben.". Und dann habe ich mir immer wieder vor Augen geführt, dass es nicht meine Schuld war, dass er sich so besch***** mir gegenüber verhalten hat. Klar, ich war auch kein Unschuldslamm. Aber deswegen hatte ich so eine Behandlung dennoch nicht verdient. Genau wie Du hat es niemand verdient, betrogen zu werden. Ehrlicher wäre es gewesen, sich vorher von Dir zu trennen oder noch besser: mit Dir darüber zu sprechen, dass sie sich zu jemandem hingezogen fühlt, aber erst alles mit Dir versuchen will, bevor sie euch aufgibt.
    Es ist völlig ok, dass Du nun tief verletzt und enttäuscht bist. Versuch, das nicht zu dramatisch zu sehen. Sondern nach vorn zu blicken. Dann gab es eben einen Rückfall, na und? Ganz normal. Kurz innehalten, durchschnaufen und dann wieder loslaufen. Schritt für Schritt.

    Irgendwann läufts dann wieder, glaub mir. Ich habs selbst erlebt. Und heute bin ich froh, dass es mit ihm vorbei ist. Ich hab nämlich jemand viel Tolleren gefunden :smile:
     
    #11
    Bailadora, 24 März 2010
  12. Wette
    Wette (32)
    Öfters im Forum
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    53
    offene Beziehung
    Das klingt hart nach einer Oneitis. Normal würde ich den Wiki Link setzen und dir sagen schau dir PU an und Fick 10 andere Frauen, aber du bist echt hart getroffen. Hier die Erklärung zu Oneitis, der Link, und die Empfehlung von mir dich mit Pick Up auseinander zu setzen. Seduction Community - wiki Schreib mich an wenn du mehr wissen willst.

    1. Definition

    Was bedeutet der Begriff „OneItIs“?

    Frei übersetzt soviel wie „die eine“, „die einzig wahre/richtige“, „eine wie keine“ usw. Man bezeichnet damit die Versessenheit eines Mannes auf eine Frau. (Natürlich geht es auch andersherum, aber ich bleibe der Einfachheit wegen bei dieser Beschreibung.) Es gibt verschiedene Formen der „OneItIs“:

    I. Die „pre-LTR-OneItIs“ = Eine OneItIs, obwohl die beiden (noch) nicht zusammen sind
    II. Die „LTR-OneItIs“ = Eine OneItIs, innerhalb einer Beziehung
    III. Die „post-LTR-OneItIs“/“ExItIs“ = Eine OneItIs, nach einer Beziehung

    Die letzten beiden Formen können nochmals in einer besonderen Art auftreten, ich bezeichne sie als „Erste-Liebe-OneItIs“.


    2. Merkmale

    Alle OneItIs- Arten weisen die selben Symptome auf, die der Betroffene bei sich selbst feststellen kann:

    - Man achtet die Frau mehr als sich selbst (!!! Einer der wichtigsten Punkte !!!)
    - Man glaubt, nicht ohne sie auskommen zu können
    - Man verrät oftmals seine Ideale, speziell PU-ler neigen dazu, ihr Game neu zu interpretieren und ihre Werte zu vernachlässigen, wenn nicht sogar zu ändern
    - Man sieht Dinge in ihr, die nicht vorhanden sind
    - Man biegt sich Worte, Handlungen & Situationen so hin, wie sie einem passen
    - Man denkt ständig an die Frau, nahezu ununterbrochen, egal wo/wann
    - Man kann/will sich nichts mit einer anderen vorstellen



    Innerhalb einer Beziehung, weist man die 3 Grundpfeiler jedes Beziehungsproblems auf:

    - Das Gefühl der eigenen Minderwertigkeit
    - Das Gefühl der Abhängigkeit
    - Das Gefühl der Verlustangst




    3. Verhalten

    Im Folgenden erläutere ich das Verhalten des OneItIs-Betroffenen allgemein und anschließend spezifisch bei den jeweiligen Arten.

    Der Betroffene braucht seine OneItIs, um (scheinbar) glücklich zu sein/ zu werden. Er will möglichst viel Zeit mit ihr verbringen und vernachlässigt dafür viele, meist sogar alle anderen Bereiche seines Lebens. Davon betroffen sind am häufigsten: Schule/Ausbildung/Beruf; Freunde & Familie, also die sozialen Kontakte und Hobbies. Er vernachlässigt also sein Umfeld und letztendlich sich selber. Die Frau wird auf ein Podest gehoben und der eigene Wert (ihr, wie sich selbst gegenüber) sinkt. Dies lässt ihn extrem unattraktiv erscheinen. Das Vergöttern der Person macht diese zum „Preis“, man gibt jegliche Macht und Kontrolle ab, sowohl über die Situation, als auch über das eigene Wohlbefinden. Die Gefühlswelt des OneItIker ist von der OneItIs abhängig.

    I. Die „pre-LTR-OneItIs“: Der „OneItIker“ versucht mit allen Mitteln bei der Angehimmelten zu landen, beachtet oft die Richtlinien des „Games“ nicht, wird needy und wirkt entsprechend auf die Frau. Er versteift sich auf sie und greift oft zu AFC- Methoden, um sie zu bekommen. Der Betroffene wird zum Beta/Nice-Guy und landet im LJBF-Land (wenn überhaupt). Er erreicht damit das Gegenteil, von dem was er wollte und verdirbt sich quasi jegliche Chance bei der jeweiligen Vertreterin des weiblichen Geschlechts.

    II. Die „LTR-OneItIs“: Der Betroffene versucht auf jegliche Art die OneItIs glücklich zu machen und sie bei sich zu halten. Er klammert an ihr und die schon erwähnten „Grundpfeiler jedes Beziehungsproblems“ entfalten ihre Wirkung. Die Anziehung geht mehr und mehr verloren. Der Mann weiß sich nicht zu helfen, kann mit dem Verhalten und den Reaktionen der Partnerin nicht umgehen und verrennt sich in seiner Verzweiflung. Oft wird versucht mit Liebesbeweisen /- geständnissen, zu retten, was nicht mehr zu retten ist. Dies geht damit einher, dass man sich von der Partnerin wie Dreck behandeln lässt, diese also jeglichen Respekt vor einem verliert. Wie sollte sie den auch haben, wenn man ihn selbst nicht mehr hat?! In den Augen der Frau ist der Betaisierungsprozess abgeschlossen, der Mann ist ihr völlig verfallen, sie verliert das Interesse und die Beziehung findet ein schnelles Ende.

    III. Die „post-LTR-OneItIs“: Der Betroffene schafft es oft auch nach Monaten (in sehr extremen Fällen, sogar Jahren) nicht, über seine Ex hinwegzukommen. Es werden meist noch SMS & E-Mails geschrieben, man ruft an, versucht ein Treffen rauszuschlagen, will über alles reden, Antworten auf die (meist unnötigen und verzweifelten) Fragen bekommen usw. Auch wenn es dann noch zum Kontakt kommt (oft geschieht dies dann aus Mitleid), hat dieser nie die erhoffte Folge/Wirkung, was jedoch nicht zu einer Einstellung des Verhaltens führt, im Gegenteil, dieses wird noch schlimmer und kann (schon wieder diese extremen Fälle) an die Grenzen der Kriminalität reichen.
    IV. Die „Erste-Liebe-OneItIs“: Sie unterscheidet sich im Verhalten nicht von den beiden oberen. Man(n) schafft es einfach nicht, sich von der Frau loszusagen. Die Unterschiede dieser Form werden erst in den Ursachen und dem daraus resultierenden Weg zu ihrer Aufhebung wichtig. Es ist jedoch jetzt schon anzumerken, dass es sich um die „Erste Liebe“ handelt, also die erste ernsthaftere Beziehung, der erste Sex usw.


    4. Der Mechanismus

    Hinter dem eben erklärten Verhalten steckt ein Mechanismus, der bei allen Formen ähnlich funktioniert.
    Der Betroffene fühlt bestimmte Gefühle, wenn er mit der OneItIs zusammen ist bzw. auf irgendeine Art Kontakt mit ihr hat. Er selbst sieht nur die guten, es werden Glückshormone ausgeschüttet, man fühlt sich lebendig und lebensfroh. Doch das Zusammensein/der Kontakt mit der Person, hat auch negative Emotionen zur Folge: Verlustangst, Eifersucht, Wut (über sich selber, wenn man etwas tut, was der OneItIs missfällt) und weitere. Diese treten dem OneItIker jedoch nichts ins Bewusstsein, und selbst wenn, gibt er sich selbst die Schuld für sie. Bei einigen Menschen ist es jedoch auch der Fall, dass sie sehr wohl bemerken, dass sie schlechte Gefühle haben, diese jedoch wollen. Hier kommt ein Hang zur Selbstzerstörung / -bestrafung zum Wirken. Man ist der Meinung, auch diese schlechten Gefühle zu verdienen und will diese empfinden. Man verbindet mit der OneItIs also gewollte Gefühle und möchte diesen Zustand beibehalten.
    Wenn die OneItIs dann weg, bzw. kein Kontakt zu ihr mehr vorhanden ist, setzt man alles daran, diese Gefühle wiederzuhaben. Und sieht diese eine Frau als einzige Möglichkeit, das zu erreichen. Also kommt man immer wieder zu ihr an, um noch ein bisschen zu fühlen, ein Stück es wie früher zu haben. Man quält sich selbst.


    5. Die (oberflächlichen) Gründe

    Ich werde im Folgenden die gängige Meinung über die allgemeinen Gründe einer OneItIs erklären.

    I. Die „pre-LTR-OneItIs“: PU-ler bekommen diese Form nur sehr selten, meist sind AFCs und Nice-Guys betroffen. Man lernt flüchtig eine Frau kennen, fühlt sich sehr stark auf sexueller Basis zu ihr hingezogen (meist ohne zu wissen, warum) und fällt schon den ersten Push&Pull-Spielchen ihrerseits zum Opfer. Ködern & Warten tragen ihren Teil dazu bei und ehe die Verführung auch nur angefangen hat, wurde der Betroffene von der Frau bereits aussortiert. Er kennt sie meist kaum und malt sich in seiner Phantasie einfach aus, „wie es wohl wäre“ etc. Selbst wenn man(n) mit der Angebeteten zusammenkommen sollte, nach kurzer Zeit löst sich meist das Traumbild auf und man blickt der Realität ins Gesicht. Eine Frau mit Makeln, Schwächen und Fehlern. Schuld ist meist der Wunsch des Mannes nach der „perfekten Frau“. In manchen Fällen, kann dies unterbewusst daherkommen, dass Man(n) versucht eine Frau zu finden, die seiner Mutter ähnelt, da diese als „Idealbild der Frau“ angesehen wird.

    II. Die „LTR-OneItIs“: Wie im berühmten PS I-TV-Coaching erklärt wird, entsteht eine OneItIs oft aus Mangelbewusstsein. Wer viele Frauen hat bzw. haben kann, hat wesentlich seltener eine OneItIs, als ein ®AFC. Wie war das? „wesentlich seltener“? Also haben auch die „Player“ manchmal eine? Nur am Mangel kann es also nicht liegen… Gehen wir also weiter: Man hat bei einer OneItIs das Gefühl, so eine nie wieder finden zu können. Woran liegt das? Weil die OneItIs so viele Eigenschaften besitzt, die man an einer Frau schätzt, bzw. sich von einer wünscht. Es müssen aber auch gar nicht so viele Eigenschaften davon erfüllt sein, manchmal reicht es schon, dass man sich zu der Frau sexuell hingezogen fühlt und ein, zwei Charakterzüge an ihr wertschätzt. Der Rest der Wünsche wird vom eigenen Gehirn einfach „dazugelogen“. Man sieht alles in ihr, was man ihr sehen will und wenn irgendwas an ihrem Verhalten dem widerspricht, wird das alles so hingedreht und zurechtgerückt, das einfach alles als „toll“, „wunderbar“ und „liebenswert“ gedeutet wird. Frei nach dem Motto: „Was nicht passt, wird passend gemacht.“
    Es entsteht also eine Art „Idealbild der Frau“ und der OneItIs wird zugesprochen, dieses Ideal zu erreichen/ am ehesten auszufüllen. Man(n) projiziert Wunschvorstellungen und Illusionen in eine Frau, die oft kaum noch etwas mit der eigentlichen Person zu tun haben. Das man von einem anderen Menschen diese Eigenschaften will, erklärt Max ganz simpel: Sie fehlen einem selber. Dazu wird folgendes Beispiel genannt: Er selbst entwickelte immer eine OneItIs, wenn eine Frau ihn viel und liebevoll umsorgte. Sie kochte für ihn, räumte auf, usw. Hiermit kommen wir zu einem von Enigma in seinem Buch angesprochenen Punkt, oft ist eine OneItIs die Reaktion auf Betaisierungsversuche der Frau. Sie gibt einem Mann, was dieser will und sich wünscht, um ihn bei sich zu halten. Er neigt dazu, sich an sie zu binden und schon bald kommen Gedanken wie „keine andere könnte mir das alles geben blabla“. Enigma sieht darin eine „verunreinigte Liebe“, da sie Minderwertigkeit, Abhängigkeit und Angst beinhaltet. „Symptome eines unbefriedigten Daseins“, wie er es formuliert. Man hat noch keine Möglichkeit gefunden, mit den eigenen Problemen fertig zu werden.
    Die OneItIs „löst“ diese (scheinbar). „Ich brauch mich nicht mehr mit der AA beschäftigen, oder damit mein Game zu verbessern, ich hab ja jetzt ‚die Richtige‘ gefunden, wozu noch weiter Frauen kennenlernen?!“ Man braucht sich nicht weiterzuentwickeln. Wozu lernen sich selbst zu umsorgen, wenn das doch schon eine Frau macht? Sie dient als Ablenkung von den Mängeln des eigenen Lebens, von den Problemen. Die OneItIs macht alles herrlich einfach.

    III. Die „post-LTR-OneItIs“: Die Beziehung ging zu Ende, meist geschah die Trennung von der Frau aus und der Betroffene sieht sich nun wieder mit sich selbst konfrontiert. Die OneItIs bot so eine herrliche Ablenkung vom eigenen Leben, man richtete einfach alles nach ihr und brauchte kein eigenes mehr. Die eigene Entwicklung wurde meist vernachlässigt, nun steht man erneut den eigenen Mängeln und Fehlern gegenüber. Völlig alleine. Dies will man natürlich nicht. Sie war der (scheinbare) Schlüssel zur Lösung aller Probleme und wer will das schon aufgeben?! Außerdem hat man, aufgrund seines Verhaltens, innerhalb der Beziehung stark an Wert verloren (in den eigenen Augen und denen der Frau) und sieht sich nun auch damit konfrontiert. Man fühlt sich wie der letzte Haufen Scheiße. Der Mensch neigt außerdem dazu, nur gutes zu sehen und all die schlechten Eigenschaften des Partners zu verdrängen/vergessen, wenn dieser Schluss gemacht hat. Man idealisiert erneut. Die OneItIs verkörperte alle Eigenschaften, die man an einer Frau wertschätzt und der Glaube, nur „diese eine“ hat diese lässt einen verzweifeln. Sie gab einem gute Gefühle und man ankerte diese mit ihr und der Beziehung. Diese Anker sitzen tief im Unterbewusstsein und lassen einen noch Monate nach dem Beziehungsaus in Trauer verfallen. Unter PU-lern ist zudem nicht selten folgender Grund für so eine Form der OneItIs zu finden: Verletzter Stolz. Man hält sich und das eigene Game für das tollste und beste, was einer Frau passieren kann, sieht das dann mal eine anders und beendet die Beziehung sogar sieht sich der Betroffene in seiner „Ehre“ und seinem „Stolz“ verletzt. Meist wird dann sofort das Regame aufgenommen, schließlich muss man sich selbst, der Ex und am Besten auch gleich dem Forum beweisen, was man so alles draufhat.

    IV. Die „Erste-Liebe-OneItIs“: Der oft noch ziemlich unschuldige ®/AFC kommt auf welche Art auch immer mit einem Mädchen zusammen (jetzt rede ich mal nicht von einer „Frau“, da diese OneItIs-Form meist in jungen Jahren anzutreffen ist) und verliebt sich zum ersten Mal. Das erste Mal wird also sein sexuelles Interesse geweckt. Die Gründe für dieses sexuelle Interesse bleiben meist unverarbeitet und im Dunkeln, dies trägt dazu bei, dass bei einer Trennung, das Hinwegkommen über die Ex oft etwas länger dauert, als bei einer normalen post-LTR-OneItIs. Aufgrund dessen und dem kaum vorhandenen Sexuallebens werden auch die eigenen sexuellen Eigenschaften in die OneItIs projiziert. Natürlich weist diese Form der Liebe auch schnell Enigma’s „Verunreinigungen“ auf, immerhin ist man noch unerfahren und neu auf dem Gebiet der Verführung. Junge Frauen sind oft sehr ehrgeizig was ihre Reize angeht, heißt: Sie wollen sich an Typen testen. Sie wollen sehen, wie sie auf Männer wirken und diese Macht ausnutzen. Sie wollen ihr sich-entwickelndes weibliches Wesen kennenlernen und ausleben. Darunter leiden dann die „Opfer“. Oft ist bei diesen noch ein „Frame-Problem“ vorhanden, ala „die erste Liebe ist die einzig wahre“ und schon findet man sich in der Scheiße wieder, egal ob innerhalb oder nach der Beziehung.

    Dies sind also die gängigen Gründe der verschiedenen OneItIs- Formen… Warum ich sie als „oberflächlich“ bezeichne, werde ich verdeutlichen, nachdem ich den (ebenfalls oberflächlichen) Weg aus ihnen raus erklärt habe.


    6. Der Weg aus der OneItIs

    Es gibt zwar verschiedene OneItIs- Arten, aber im Grunde nur einen Weg, wie man sie überwinden kann:

    So leid es mir tut, ich komme hier nicht drum rum, einen Begriff zu erwähnen, der immer noch viel zu oft in der Community gesprochen wird: FTOW. Andere Frauen gamen, bis zum Lay. Zu dieser Methode: Ja, man erkennt, dass andere Frauen auch tolle Eigenschaften besitzen. Ja, die Fixierung von einer Frau wird gelöst. Aber diese Art der „Überwindung“ weist dieselben Merkmale auf, wie heutzutage oft der „Heilungsweg“ der Modernen Medizin: Das Symptom wird behandelt, nicht die Ursache. FTOW führt schlichtweg nur dazu, dass man halt für andere Frauen eine OneItIs entwickelt. Das Symptom wird behandelt, indem es verschoben wird.
    Bei einer pre-LTR-OneItIs kann dies aber durchaus der erste Schritt sein, um erst einmal die Fixierung auf die eine Person zu lösen und sich anschließend auf den Weg zu machen, die OneItIs an der Wurzel zu packen.

    Auch bei einer post-LTR-OneItIs muss man vor diesem „Wurzelpacken“ erst einmal etwas anderes tun: Durch das berühmt-berüchtigte „Tal der Tränen“ gehen. Eine Beziehung ist zu Ende, man hat einen geliebten Menschen (vorerst) verloren, mit dem man (meist) eine schöne Zeit hatte. Auch wenn diese oft nicht so schön war, wie man zu dem Zeitpunkt noch denkt, aber dazu kommen wir später... Bevor man sich also daran machen kann, die OneItIs aufzuarbeiten, sollte man sich der eigenen Trauer hingeben. Man akzeptiert den Schmerz, da er völlig ok ist und einfach dazugehört. Wir lernen hier doch mit und nicht gegen unsere Natur zu leben und wer sich vor schlechten Gefühlen verschließt, kann auch keine positiven erleben. Nehmt euch also ruhig eine Auszeit, in der ihr für euch seid. So könnt ihr eurer Wut, Aggression, Trauer, usw. einfach freien Lauf lassen. Das gehört zum Reifeprozess dazu, sollte aber auch ein Ende finden, bevor man völlig in Selbstmitleid zerfließt. Es muss schließlich weitergehen. Meist erkennt man diesen Punkt selber, da man sich anderen öffnen will, vielleicht mal mit einem guten Freund drüber redet, oder wieder was mit seinen Leuten unternimmt. Dann ist man auch bald dazu bereit, an der OneItIs zu arbeiten. Unbedingt zu vermeiden ist Kontakt zu dieser Person! Das führt nur zu Negativem. Akzeptiert das es aus ist, auch ohne wissen zu müssen, warum genau das alles so kam usw. Es gibt Unsicherheiten im Leben und diese muss man einfach akzeptieren. Über alles zu reden bringt hier noch nichts. Es ist okay, dass man Fehler gemacht hat und auch diese sollte man akzeptieren. Jeder macht Fehler, diese gehören zum Leben dazu, anders könnten wir nicht lernen. Man sieht oft Monate nach einem Beziehungsaus, was einem das alles gebracht hat, wie man daran gewachsen ist etc. und bis man an diesem Punkt ist, muss man die Dinge einfach akzeptieren, wie sie passieren. Ein erfolgreiches Regame ist erst nach der völligen Aufarbeitung möglich und wenn man diese erst einmal wirklich hinter sich hat, hat man meist gar kein Interesse mehr an der Ex/Verflossenen/wie auch immer.

    Innerhalb einer Beziehung legt man erst jetzt los, die bisherigen Schritte muss man natürlich nicht gehen. Die Beziehung zu beenden, um an der OneItIs zu arbeiten ist nicht nötig. Auch wenn ich persönlich der Meinung bin, man kann eine OneItIs erst wirklich überwinden, wenn man sich von der Person trennt. Aber dazu komm ich gleich.

    Jetzt geht’s also los:

    1. Schritt --> Ansprüche. Man muss sich selbst einmal fragen, was man für Ansprüche an Frauen hat, wie diese sein sollen, warum man mit ihnen zusammen sein will usw. Was macht die OneItIs so einzigartig? Man setzt sich selbst Standards. Hier schaffen wir auch den Umkehrbogen zu den vorhin genannten Gründen der OneItIs, von denen Max spricht. Man will Eigenschaften an den Frauen, die man selbst nicht hat. Dieser erste Schritt hat also mehrere Wirkungen: Die OneItIs wird „heruntergelevelt“, indem man sich selbst klar macht, was sie eigentlich für Eigenschaften hat und was man denn eigentlich will. Oft trifft die Person die eigenen Standards gar nicht wirklich, oder nur kaum. Hier wird auch klar, dass jemand, der noch mitten in der OneItIs steckt, also in der Beziehung mit ihr oder kurz nach der Trennung, sie kaum überwinden kann. Schließlich rechnet er ihr ja einfach alle Eigenschaften an, die er an ihr sehen will. „Blind vor Liebe“, um dieses Sprichwort zu benutzen. Und selbst wenn so jemand dies erkennt und sieht, dass sie in Wirklichkeit nicht so ist, wie er dachte, ist dies nicht gerade gut für die Beziehung. Kann sogar dazu führen, dass man selbst Schluss macht.
    Man findet also heraus, was man an Frauen will und gibt sich dies selber. Man will umsorgt und bekocht werden? Lernt, wie ihr euch das selber geben könnt. Hier wird auch oft angesprochen, sich selbst zu lieben. Etwas sehr wichtiges, dass aber äußerst schwer zu bewerkstelligen ist. Meist sind das dann so aus, dass man endlich anfängt, sich die ganzen Innergame-Themen hier durchzulesen und in der Form an sich arbeitet. An diesem Punkt werde ich jedoch gleich nochmals ansetzen.

    2. Schritt --> Das eigene Leben in die Hand nehmen. Man(n) macht sich also endlich daran, die eigenen Schwächen und Probleme auszumerzen. Enigma erklärt dies in seinem Buch sehr gut. Man stellt sich den eigenen Schwierigkeiten und beginnt, sein Leben selbstbestimmt zu führen. Dazu gehört dann auch, sich wieder dem weiblichen Geschlecht zu widmen. Dies führt (laut Enigma) dazu, dass man sich selbst einen hohen Wert zurechnet. Man wird also vom LSE zum HSE… (?)
    Diese zwei klein-aussehenden Schritte, bedeuten monatelange Arbeit. All das herauszufinden, was man von Frauen will, kann schon Wochen dauern, all die Gründe für die „eigene OneItIs“.

    Ich selbst habe bei mir zum Beispiel folgendes herausgefunden: Ich hatte nach der Trennung von meiner Ex mit einer sehr schwerwiegenden OneItIs zu hadern. Ich musste mich selbst tiefer kennenlernen, als ich je dachte. Einer der Gründe dafür, warum meine OneItIs so stark war, war die Familie meiner Ex. Meine eigene ist vor Jahren auseinandergegangen, meine Eltern haben sich getrennt, ich lebte mit meiner Schwester und Mutter zusammen und mein Vater zog in ein anderes Bundesland zu seiner neuen Freundin. Meine Mutter fand dann auch schnell einen neuen Typen, der jeden Tag bei uns verbrachte, natürlich litt das Verhältnis zwischen mir und meinen Eltern darunter stark. Von beiden fühlte ich mich verraten und verlassen. Nach einiger Zeit, zog ich dann zu meinen Großeltern, meine Schwester in eine WG und meine Mutter zu ihrem Freund. Wir sind also alle ziemlich verstreut und haben nicht die besten Verhältnisse. Da kam meine Ex ins Spiel. Ihre Familie schien mir perfekt, alle lebten zusammen, verstanden sich super, ich wurde schnell aufgenommen und wollte lieber Zeit mit denen verbringen, als mit meiner eigenen Familie. Meine schien mir schlecht und kaputt, diese war gut und heil. Ich wollte lieber zu der Familie meiner Ex gehören, als zu meiner eigenen.

    Man sieht also: So eine OneItIs kann einem viel über sich selbst beibringen und eine Menge Arbeit bedeuten. Back to topic: Man arbeitet also an sich und gibt sich all das selber, was man von Frauen will. Bis zu einem Punkt: dem Wunsch nach Liebe. Das ist ein harter Brocken. Um sich selbst wirklich lieben zu können, muss man erst einmal nämlich herausfinden, wer man selbst eigentlich ist. Und dies ist der Punkt, wo (in meinen Augen) die Oberflächlichkeit der meisten PU-ler ansetzt.


    7. Wahrer Selbstwert

    Sich selbst erst einmal kennenlernen, ist ein so tiefführender Prozess, dass sich die meisten davor drücken. Man „liebt“ sich selbst einfach so wie man ist, indem man sich täglich seine Affirmationen aufsagt ala „Ich liebe mich so wie ich bin“, oder EFT betreibt („Although I have this feeling, I deeply and completely accept myself“) usw. Ich will hier nicht gegen diese Methoden selbst feuern, oder gegen NLP, ich will einfach auf einen Missstand in der Community aufmerksam machen.
    Kaum einer fragt sich: Woher kommt den eigentlich der Wunsch geliebt zu werden? Wer will denn da eigentlich geliebt werden?

    Es ist das Ego. Das Ich/Selbst. Was ist das eigentlich?

    Beginnen wir damit, die Materie auf ein „Ich“ zu untersuchen. Diese kann man noch am ehesten nachvollziehen, sie ist für greifbar. Untersuchen wir also die Materie auf ein „Ich“: Materie besteht aus den Vier Elementen, weiterhin aus den chemischen Elementen, noch weiter aus Atomen, diese wiederum haben da einen Kern, der wiederum teilbar ist usw. Letztendlich bleibt von dem, was wir als Körper, als Dinge erfahren nichts weiter übrig als leerer Raum. Kurz alles ist leer.
    Im Materiellen lässt sich also keine Substanz finden, die wir "Ich" nennen können. Schade, hätte mein Post hier ungemein verkürzt, immerhin ist es schon so lang…
    Also suchen wir im Geist. Woraus besteht nun unser Geist? Aus Gefühlen, Wahrnehmung, Wille und Bewusstsein.
    Wollen wir uns doch mal diese Bestandteile ansehen: Was ist Gefühl? Wie entsteht das? Laut Wikipedia: „Ein psychophysiologischer Prozess, der durch die bewusste und/oder unbewusste Wahrnehmung und Interpretation eines Objekts oder einer Situation ausgelöst wird.“ Klingt ja ganz schön, aber wenn es erst durch Kontakt entsteht, kann man das dann mit „Ich“ bezeichnen? Derart unbeständig, das KANN einfach nicht das "Ich" sein. Die Wahrnehmung: bedingt durch Gefühl, welches wiederum durch einen Kontakt von Sensor und entsprechendem Objekt entstand, ist ebenso als ein "Ich" unwahrscheinlich. Der Wille, das Wollen, DAS ist da schon eher interessant - oder? WER will denn da? Wie oft hören wir: "Ich will!" Aber bohren wir da mal hinein, dann müssen wir leider zu dem Schluss kommen, dass das Wollen aus der Gier nach was-auch-immer bzw. der Ablehnung von was-auch-immer entspringt. Ist also das mir innewohnende Wünschen, das Habenwollen mein "Ich"? Oder das mir innewohnende Ablehnen bis hin zum Hass mein "Ich"? Wie äußern sich überhaupt Mögen und Nichtmögen? Über Gefühle. Da beißt sich der Hund in den Schwanz. Eine Sackgasse also. Hier kommen wir nicht so recht weiter. Wille ist, wir haben es vielleicht schon verstanden, auch bedingt entstanden, unbeständig, keinesfalls etwas, was man mit "Ich" bezeichnen kann. Tja, da bleibt nur noch das, was wir als Bewusstsein verstehen. Denn schließlich bin ich mir ja bewusst. Ich weiß ja, dass ich bin. "Ich denke, also bin ich" hat Descartes gesagt. Über das Bewusstsein, genauer gesagt, das reflexive Bewusstsein, etwas, was uns Menschen schließlich von den Tieren unterscheidet, da entsteht die Idee, das Konzept, das, was wir "Ich" benennen.

    Man kann das eigentliche Ego/Ich/Selbst also auf ein Konzept herunterbrechen, welches ich jetzt hier nicht weiter ausführen brauch. (Wer trotzdem Interesse daran hat, kann sich gerne per PN bei mir melden.) Wie das Ego eigentlich entsteht, wird hier ganz gut erklärt= Ego - The False Center

    Wenn man das erkennt, versteht man auch, warum ich den zweiten Schritt der OneItIs-Überwindung für zu oberflächlich halte. Man tut nichts anderes, als wie bei FTOW. Man verschiebt das eigentliche Problem. Man sucht sich erneut Halt & Sicherheit im Äußeren, in der einen umgebenden Welt. Sicher, man kann und sollte diesen Schritt gehen und Enigma hat auch damit Recht, dass er sagt, man kommt so zu einem höheren Selbstwertgefühl. Aber es ist dennoch auf einem wackligen Fundament gebaut, wenn man nicht wirklich tief in sich geht und einen völlig unabhängigen Selbstwert aufbaut. Unabhängig von der eigenen Wohnung, dem Geld, Frauen, einfach dem ganzen Lebensstil. Denn auch dieser ist abhängig von Außen.
    Wir stoßen hier auf etwas, das schon in verschiedenen Threads angerissen wurde. Es gab eine sehr schöne Diskussion dazu, in einem Thread von Winndancer ("Selbstwert") und auch MTM hat dazu etwas sehr tiefgehendes geschrieben, in Rom3o’s Thema „Finde die Lücke in meiner Persönlichkeit nicht“. (MTM's Post)

    Endlich kommen wir dem Kern der OneItIs nah: Selbstwert.

    Winddancer erklärt in seinem Thema sehr schön, das eine kleine Abkehr vom Materiellen, die eigene Sicht auf die Welt stark zum positiven verändern kann und einen unabhängiger macht. Aber ein Leben besteht ja auch noch aus mehr, als diesen materiellen Dingen. Freunde und Familie zum Beispiel. Diese sind sehr wichtig, wie auch Max in dem I-TV-Coaching gesagt hat, um einen hohen Selbstwert zu entwickeln. Eine Basis für das eigene Leben. Aber Freunde, wie Familienmitglieder können sterben. Sie bleiben einem auch nicht ewig erhalten, so wie alles, sind auch sie der stetigen Entwicklung, Verwandlung und der Vergänglichkeit unterworfen. MTM geht darauf auch in dem von mir angesprochenen Link ein, ich erlaube mir hier ihn zu zitieren:

    „Wie würdest du dich fühlen, wenn alle deine Freunde auf einmal weg wären?
    Wie würdest du dich fühlen, wenn dann auch noch deine Familie weg wäre?“

    Verdammt harte Fragen, die einen noch tiefer zu wahrem Selbstwert führen. Sich selbst einmal diese Fragen stellen, kann einem viel über sich sagen. Nur gehen die wenigsten so weit. Lernt euch selbst erst einmal so tief kennen, DANN könnt ihr euch auch dazu aufmachen, euch selbst lieben zu lernen. Vorher wisst ihr nichtmal, was ihr da eigentlich „liebt“, dementsprechend kann es auch kaum zu wirklichem Selbstwert führen. Findet zu Euch selbst, zu dem was Euch echt und wertvoll macht. So werdet ihr auch leichter Situationen und Momente überstehen, in denen alles im Chaos und Verwirrung zusammenbrechen zu scheint. Und wenn ihr lernt, mit euch selbst glücklich zu sein, völlig unabhängig von allem Äußeren, dann habt ihr auch wirklich eure OneItIs überwunden. Ihr werdet dann verstehen, dass es gar keinen anderen logischen Weg gibt, als den zu sich selbst. Wir leben unser ganzes Leben nur mit uns, auch wenn uns einige Menschen kurze Stücke unseres Weges begleiten, wir laufen doch immer alleine. Wir erleben alles aus unserer Perspektive und irren oft Dingen nach, die uns nur Leid bringen. Begebt euch auf die größte Reise, die ein Mensch gehen kann, die zu sich selbst und ihr werdet wirklichen Halt & Sicherheit in euch finden. Ihr braucht dann keine anderen Menschen mehr, die euch Liebe geben, ihr liebt einfach selber, ohne etwas zurück zu erwarten, ohne Hoffnungen oder Ängste, völlig frei. Weil ihr erkennt, dass wenn man alle Wesen auf das „runterbricht“, was sie wirklich sind, sich niemand von euch unterscheidet. Und alle teilen dasselbe Leid, wenn sie dem Ego und seinen irreführenden Wünschen unterliegen. Dann werdet ihr auch nie wieder der Illusion anheim fallen, es gäbe einen Menschen, der euch aus eurem Leid herausholen könnte, euch befreien und glücklich machen könnte. Ihr könnt glücklich sein, mit anderen Menschen, natürlich. Aber erst, wenn ihr auch wirklich glücklich mit euch seid. Und dazu müsst ihr euch selbst kennenlernen. Eine OneItIs wird damit vielmehr, als nur die „Fixierung auf eine Person“, die „eine-wie-keine-Seuche“ usw. Dann versteht ihr auch, warum ich das alles als oberflächlich bezeichne. Eine OneItIs wird damit die Chance, sein Leben und sich selbst zu verstehen und wirklich glücklich zu werden. Das Streben nach Glück im Äußeren kann dort nicht hinführen, wendet euch nach Innen und lernt von diesem Streben loszulassen.

    Quelle: Forennachricht



    Off-Topic:
    An alle die dazu ihre Meinungen Kundtuen wollen, lest den Text erst zu Ende und schreibt dann, nicht umgekehrt.
     
    #12
    Wette, 24 März 2010

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