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Überfordert

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von carbo84, 20 September 2007.

  1. carbo84
    Benutzer gesperrt
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    nicht angegeben
    Hallo, ich glaube ich bin mit meinem Leben gnadenlos überfordert.
    Ich wohne seit 1,5 Jahren alleine. Ich kriege nie den Haushalt auf die Reihe, dauernd ist die Wohnung vermüllt. Ich schaffe es sehr selten, was für die Uni zu tun, auch wenn es bitter nötig wäre. Ich hätte schon seit 4 Wochen lernen müssen. Mein Zimmer sieht aus wie ein Müllhaufen. Es liegen Sachen unerledigt herum. Ich habe ein Hobby das sehr viel Zeit kostet. Komme deswegen nicht mal dazu ein wenig Sport zu machen (joggen). Ich schaffe es nicht mal abends regelmäßig ins Bett zu gehen.

    Langsam bin ich echt am Ende. Ich räume auf und 3 Tage später ist es so vermüllt dass man sich fast ekelt. Was ich mir vornehme setze ich nie um. Mein Wort mir selbst gegenüber ist nichts wert.

    Ich war schon 1 Jahr in einer Therapie, ohne Erfolg. Wenn mich niemand zwingt schaffe ich nichts. Ich fühle mich trotzdem ständig enorm unter Druck und überfordert. Ich habe das Gefühl ich könnte nur eine Sache : Ordnung halten, richtiger Tagesablauf, Uni, Hobby oder Sport. Alles zusammen klappt irgendwie nicht. Ich komme teilweise nicht mal dazu mich zu waschen oder umzuziehen (jaa igitt aber ich kann es einfach nicht...).

    Und an Freunde oder Freundin darf ich erst gar nicht denken.


    Wie kann ich das schaffen ? Mein Willen ist meistens auch noch auf nem Tiefpunkt und tja. Ich bin auch leicht depressiv.
     
    #1
    carbo84, 20 September 2007
  2. Chimaira25w
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Vielleicht kannst du dir ja Hilfe bei deiner Krankenkasse holen. Wenn sie bei dir dieses Messi-syndrom feststellen, werden sie dir vielleicht eine Kraft zur Seite stellen...
     
    #2
    Chimaira25w, 20 September 2007
  3. klatschmohn
    Meistens hier zu finden
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    Single
    Was hast du denn für ein Hobby und wie strukturierst du deinen Tag? Ich habe es trotz meiner depressiven Störung geschafft Diplom zu schreiben....und es war nicht einfach. Wie teilst du dir denn deinen Tag ein? Kommst du morgens aus dem Bett? Warst du wg. den Depressionen in Therapie?

    Und wieso bist du es jetzt nicht mehr? Wieso hast du denn aufgehört? Sorry, wenn ich zu viel frage :schuechte
     
    #3
    klatschmohn, 20 September 2007
  4. dilemma
    Verbringt hier viel Zeit
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    in einer Beziehung
    Hallo erstmal.

    Auf solche Tiefs stoße ich auch regelmäßig. Wenn alles schiefgeht und brachliegt hilft mir da am besten ein Tapetenwechsel. Du musst da raus, musst was anderes sehen. Vielleicht ein Wochenende bei deinen Eltern / ne Woche Urlaub oder ähnliches. Dort mal 1-2 Tage die Seele baumeln lassen, Dich NICHT (auch nicht in Gedanken) mit dem ganzen Scheiß beschäftigen.

    Bei mir is es so, dass ich dann irgendwann nen Geistesblitz hab / und nen Motivationsschub und dann komm ich zurück und bewege in nem halbem Tag soviel wie sonst in einer Woche. Danach fühl ich mich richtig gut. Ich motivier mich auch immer mit irgendwas, was mir Spaß macht. Zum Bsp geh ich sehr gern Laufen, Abends. Das gestatte ich mir nur, wenn ich meinen Tagesplan geschafft hab. Achja, und den Tagesplan für den nächsten Tag mach ich mir immer nach dem Laufen an die Pinnwand. Beim bewältigen des Plans immer drauf achten, dass die unangenehmsten und schwierigsten Dinge immer vormittags vor 12.00 erledigt sind, weil sonst schiebt man das ständig vor sich her und bekommt den Frust.

    So einen Plan zu machen find ich auch deshalb wichtig, dass man in der Morgentrunkenheit gleich weiß was zu tun ist und sich das ned erst bis 10.00 Uhr überlegen muss.

    Also seit ich das so mache, bekomm ich viel mehr auf die Reihe. Auch wichtig - Erholungsphasen einlegen, ned ständig hinrödeln obwohl man nicht mehr kann oder keinen Kopf dafür hat. (siehe Prinzip Tapetenwechsel - Superman)

    Hier noch ein Link zu Zeitmanagement:
    http://www.zeitzuleben.de/inhalte/be/arbeitsmethoden/zm_1_was.html
    frisch ergoogelt, ist aber nicht das was ich eigentlich gesucht hab - hatte da ne richtig gute Seite im Kopf, find ich aber ned.
     
    #4
    dilemma, 20 September 2007
  5. Mausibaerschn
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Hallöchen Carbo84,

    auweia, sieht ganz schön böse aus. Ist nicht einfach sowas, aber du bist ja nicht im Endstadium kurz vor dem abkratzen. Es gibt jedemenge möglichkeiten.

    Ob du für dich Messie bist oder nicht entscheidest du. Schau dich mal in diesem Forum um:

    http://messieforum.plusboard.de/

    Ich habe teilweise die gleichen Probleme wie du, mal stärker mal schwächer. Kommt auf die Laune an. Sobald jemand bei mir zur behandlung da ist, siehst aber aus wie geleckt. Ordentlich und sauber. Das ist unter auch ein anreiz aufzuräumen.

    Meine Eltern dürfen bei mir erst gar nicht rein, da werde ich sowas von hysterisch, weil wenns aufgeräumt ist, findet meine mutter immer was zu bemängeln, oh die pflanze sieht nicht gegossen aus, naja toll, wenn die pflanze vor sich hinkränkelt kann ich nicht wikrlich was dafür, mag pflanzen, aber so ausser giesen, nichts dahinter. Nach der einen sache, ist sie fast seit 2 jahren nicht mehr bei mir gewesen.

    Es ist auf jedenfall wichtig dir deine Problematik einzugestehen, was du mehr oder weniger getan hast. Es ist auch sehr wichtig den kopf nicht in den sand zu stecken, sondern schritt für schritt sich durchzuwurschteln.

    Für mich ist Chaos, gerade die im eigenen Heim dafür, sich von sich selber oder der Ursprungsproblematik abzulenken. Man versteckt sich hinter, ach ich muss noch so viel machen, hab noch das hier und das hier zu tun. Aber so richtig fehlt einem die antriebslosigkeit.

    Messiesyndrome denke ich weniger das da Therapeuten helfen können, zwar zum teil schon, aber es gibt nur wenige die wirklich sich ernsthaft und tiefgreifend mit der Problematik befasst haben. Es ist wichtig paralel dazu eine Gruppe zu besuchen, die sich mit dem Messiesyndrom befasst, da kannst du dich mit Gleichgesinnten austauschen, es ist anonym, findest leidgenossen, Tipps und anregungen finden, die dich schritt für schritt aus dem chaos rausbringen.

    Äußerlicher Chaos spiegelt oftmals den inneren ungleichgewicht wider. Was bringt es aufzuräumen, wenn die "innere" wohnung vollgemüllt ist. Wenn du zeitgleich an beiden sachen arbeitest, kannst du dich aus deiner versumpften situation heraushelfen. Freunde, Familie, Bekannte oder wer auch immer, können dir helfen, solange sie einfühlsam sind und nicht diese standardsprüche kommen, jo mensch kindla räum auf und basta. Damit ists nicht getan, Müll ist ein schutzpanzer, und gerade mit solchen äußerungen müllt man sich nur noch mehr zu.

    Das forum was ich dir da vorgeschlagen habe, ist sehr gut, bin da auch mehr oder weniger aktiv, mit zahlreichen schritt für schritt fotos meiner wohnung.

    Es kann ein ende finden. Es bringt nichts, alles aufzuräumen um dann nach paar tagen zu merken es hat nichts gebracht, sieht wieder wie vorher aus.

    Menschen mit dem Messiesyndrom, sind keine faule säcke, stimmt einfach nicht, deren wahrnehmung ist in einer art und weise gestört. Das heißt nicht das Messies irre oder was auch immer sind, nur sie sehen dinge aus anderen perspektiven. Z. B. Können sie auf der arbeit der reinste ordnungsfanatiker sein und zu hause, können sie sich nicht mal von dem leergegessenen joghurtbecher lösen, der schon vor 4 wochen längst schimmel angesetzt hat.

    Es gibt immer einen grund dafür, warum es dazu entstanden ist, vielleicht durch armutsdenken, weil man schlimme zeiten erlebt hat, oder weil man in der kidnheit alles weggenommen wurde. Es gibt viele gründe. Nur darf man nicht aufgeben.

    Schritt für schritt, kleine Routinen einführen, die über längere zeit zum erfolg führen, wie innen so auch aussen.

    Glaub an dich, du hast den willen dafür, auch wenn du vielleicht denkst, du bist der innere Schweinehund in person und denke daran du bist kein Fauler sack. Es gibt irgendwo in dir ein Loch, das gefüllt werden will, bei einen durch essen, bei anderen durch sport und bei anderen durch hamstern wie halt gegenstände.

    Liebe Grüße

    Mausi

    @Dilemma,

    die tipps von dir sind richtig gut, auch der link, dort findest du lieber Carbo84, noch weitere tipps um eine innere balance herzustellen.

    Grüßle

    Mausi
     
    #5
    Mausibaerschn, 20 September 2007
  6. carbo84
    Benutzer gesperrt Themenstarter
    593
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    nicht angegeben
    Soweit ich weiss, sammeln Messis doch absichtlich Müll oder ?

    Das ist ja nicht der Fall bei mir. Ich räume immer tiptop auf und dann kracht es wieder über mir zusammen und es sieht 3 Tage später schlimm aus wie auf der Müllkippe.
    Ich bin überfordert damit den Müll wegzuräumen, weil für mich jeder Handgriff und jede Tätigkeit eine unglaubliche mentale Überwindung und eine scheinbar unglaubliche körperliche Anstrengung darstellt. Dementgegen habe ich (wenn ich denn mal gehe) keine Probleme im Fitness-Studio keine Ahnung wieviel Kilo zu bewegen und mich dabei bis an meine Belastungsgrenze anzustrengen.
    Also seltsam...

    Ich will den Müll ja nicht !

    Ich glaube das mit dem scheinbar "faulen Sack" trifft dennoch auf mich zu. Ich schaffe es nicht Arzttermine zu machen, und lauter son Zeug und jeder denkt (vor allem meine Eltern) ich wäre total faul und würde einfach nicht wollen. Dabei kann ich einfach nicht so einfach ... Es strengt mich alles total an. Und dann fange ich an zu verdrängen..

    Stimmt, das mit dem inneren Ungleichgewicht, das trifft zu. Habe auch schon oft gedacht, dass meine Wohnung und wie ich mich manchmal gehen lasse (nicht immer, ich bin auch oft gut gepflegt) mein Inneres wiederspiegelt.

    Es liegt auch sehr an diesem Hobby.



    Ich habe es gerade schweren Herzens aufgegeben.
    Es hat mich glaube ich zuviel Zeit gekostet. Mein Hobby war Zwerggarnelen zu züchten. Hatte ein großes, wunderschönes Aquarium. Bin jetzt dabei das abzubauen.
    Oh Mann, das tut echt weh, soviel Mühe, Geld und Zeit wie ich da immer reingesteckt habe, das jetzt so aufzugeben. Aber ist wohl nix für jemanden, der es nicht mal schafft, regelmäßig Ordnung zu halten....
    Das hat ja alles noch immer verschlimmert. Dauernd war es hier nass und dauernd musste ich mich stundenlang damit beschäftigen......

    Naja, der erste Schritt..


    Achso wie mein Tag strukturiert ist .... Gar nicht ? Ich habe keine Zeit wann ich ins Bett gehe. Es ist nicht mal festgelegt ob ich überhaupt schlafe, ob ich tags oder nachts schlafe. Ich schlafe immer dann wenn ich mich kurz aufs Bett lege und dann einfach einpenne vor Erschöpfung. Meistens ist dabei das gesamte Licht an, der Fernseh läuft usw ... Wenn ich dann aufwache bin ich manchmal noch so kaputt, dass der nächste Tag wieder drauf geht mit müde herumlungern. Dann werde ich doch wieder wach und bleibe bis 5 Uhr morgens auf und falle dann quasi im Bett um, und penne ein. Dann wache ich um 14 Uhr auf und der nächste Tag ist schon wieder im EImer.....

    Das Problem bei meinen Tagesplänen bisher war, ich habe mich nie dran gehalten. Lese mir gleich den Link von dilemma mal durch.

    Achso ja ich war wegen Depressionen in Therapie. Habe es einfach irgendwann gelassen, es hat mich irgendwie nicht weitergebracht. Mir immer nur kurzfristig geholfen, aber langfristig fast nichts geändert. Lag aber auch natürlich an mir, nicht nur an der Therapeutin.


    Habe mir gerade mal das Messiforum angeguckt. Auch wenn ich mich nicht für nen Messi (Müll "sammeln") halte, aber da scheinen ja einige nützliche Tipps zu sein, wie man nen Haushalt führt.
     
    #6
    carbo84, 20 September 2007
  7. Maluki
    Gast
    0
    #7
    Maluki, 20 September 2007

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