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14jährige Weltumseglerin

Dieses Thema im Forum "Umfrage-Forum" wurde erstellt von ProxySurfer, 4 August 2010.

  1. ProxySurfer
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    Die 14jährige Laura Dekker aus Holland darf jetzt doch (allein) zur Weltumseglung aufbrechen (vorher wollten Gerichte das verbieten). Sie will die jüngste Weltumseglerin aller Zeiten werden.

    Wie seht ihr das: Ist das vom Alter her zu früh oder ok?

    Zusatzfragen:
    - Was ist, wenn ihr auf hoher See was passiert - sprich: wenn sie nicht lebend zurückkehrt? Wer hat dann Schuld?
    - Wie alt wird danach die nächste sein, die den Rekord knacken will? Eine 10jährige?
     
    #1
    ProxySurfer, 4 August 2010
  2. BrooklynBridge
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    nicht angegeben
    Ich finde es bedenklich. Aber ich müsste mich damit noch etwas genauer befassen, bevor ich ein endgültiges persönliches Urteil fälle.
     
    #2
    BrooklynBridge, 4 August 2010
  3. cartridge_case
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    mit 14 sind andere schon mutter... das find ich viel schlimmer :grin:

    sie ist doch mit modernster technik vollgestopft... da kommt rettung :grin:

    wieso nicht?^^
     
    #3
    cartridge_case, 4 August 2010
  4. squarepusher
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    wenn sie segeln kann, why not? ob sie nun 14, 16 oder 18 ist, ist mmn etwas nebensächlich. einzig etwas bedenklich finde ich, dass sie jetzt zwei jahre lang relativ wenig sozialkontakt haben wird. sie verbringt zwei zentrale jahre ihrer pubertät überwiegend eremitisch auf einem segelboot am hohen meer. wobei das ultimativ auch nicht so schlimm ist. finde es all in all ok.

    rechtlich ist es kompliziert. laura dekker wurde bis vor kurzem zur hälfte vom jugendamt befürsorgt, weiß nicht, ob das immer noch so ist. kommt letztlich auch auf die art von unglück an, das ihr auf hoher see widerfährt. quasi "das war einfach höhere gewalt" oder "sie kann offenkundig nicht segeln bzw. ist zu jung" ersteres ist halt durch die grundsätzliche reise einfach in kauf genommen, letzteres würde wohl ultimativ an der person, die ihr das ermöglicht hat, ihr vater, hängen bleiben.

    vor der pubertät haben kinder kaum jemals den schneid, sowas zu versuchen.
     
    #4
    squarepusher, 4 August 2010
  5. capricorn84
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    Wie seht ihr das: Ist das vom Alter her zu früh oder ok? Wenn es ihr traum ist soll sie das machen! Habe nix dagegen. :zwinker:

    Zusatzfragen:
    - Was ist, wenn ihr auf hoher See was passiert - sprich: wenn sie nicht lebend zurückkehrt? Wer hat dann Schuld? Wieso wer hat dann schuld? Ist halt ein Unfall! Glaubst bei anderen Unfällen auf hoher See wird nach nem schuldigen gesucht?
    - Wie alt wird danach die nächste sein, die den Rekord knacken will? Eine 10jährige? Das ist mir ehrlich gesagt komplettt egal!
     
    #5
    capricorn84, 5 August 2010
  6. munich-lion
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    nicht angegeben
    Tut mir leid, ich habe dafür überhaupt kein Verständnis.
    Wenn ich schon lese, dass das Mädchen Salz in den Adern hat, weil sie wahrscheinlich auf einem Boot gezeugt wurde und dort auch zur Welt kam, da ihre Eltern ebenfalls leidenschaftlich diesen Sport frönen und deshalb nicht anders kann als in jungen Jahren auf eine in meinen Augen gefährliche Weltumseglung zu gehen, dann kann ich darüber nur den Kopf schütteln.

    Nein, ich kann beim besten Willen nicht kapieren und finde es absolut verantwortungslos, dass ihre Eltern dieses
    2 jährige "Abenteuer" auf den Weltmeeren, bei dem doch einiges an Gefahren lauert, (extreme Unwetter, Schiffbruch, Piraten, gesundheitliche Probleme u.s.w.) sogar noch per Gerichtsbescheide inkl. Sorgerechts-Hickhack erstritten haben, nur weil sie ihrer pubertierenden und eroberungswütigen Tochter einen Eintrag ins Guinessbuch der Rekorde ermöglichen wollen, der wahrscheinlich nicht recht lange Bestand hat, weil dann eben eine noch Jüngere kommt und ihn ihr mit einem Zahnspangenlächeln wieder entreißt.

    Keiner kann mir erzählen, dass es sich hier nicht um publicity-geile und geldgierige Eltern bzw. einen Vater (er soll die treibende Kraft sein, denn seine mittlerweile geschiedene Frau und Mutter des Kindes war strikt dagegen) handelt, der alles daran setzt, sein Kind ins Rampenlicht zu zerren und es nicht unterbindet, dass seine Teenager-Tochter sich unbedingt auf diese Weise in der Öffentlichkeit profilieren muss.
    Da könnte man schon den Eindruck gewinnen, dass er selber bisher nichts besonderes geleistet hat und sich jetzt eitel im Glanze seines Kindes sonnt, das den Rubel rollen lässt.
    So weiß man zumindest an wen man sich finanziell wenden kann, falls eine Rettungs- oder Bergungsaktion notwendig wird, die er hoffentlich auch ganz alleine trägt - wie die Verantwortung um sein Kind.
    Nicht einmal die Tatsache, dass im Juni eine 16jährige US-Amerikanische Soloseglerin auf Rekordfahrt knapp dem Tode entronnen ist (die Rettungsaktion belief sich auf ca. 500.000,-- Dollar) dürfte die beiden nur ansatzweise gekratzt haben, weil man es selber natürlich immer viel besser kann und macht. Ob aber Überschätzung der eigenen Kraft sowie der seglerischen Fähigkeiten inkl. fehlender Erfahrung wirklich so gesund ist?

    Und wie "reif" seine Tochter bereits ist, hat sie ja im Dezember bewiesen als sie einfach von zu Hause ausgebüchst ist, zum Segeln ging und 2 Tage als vermisst galt...auch wieder so eine hirnrissige Aktion, die einzig darauf abzielte, Aufmerksamkeit auf ihre Person zu lenken...wer diesen "Coup" eingefädelt hat und was für Hintergründe eine Rolle spielten, sind bis heute nicht bekannt.
    Aber ich mache schon auch ein bisschen die Gesellschaft dafür verantwortlich, die jünger, schöner, höher, weiter und schneller als Leitprinzip gewählt hat und solche Nachrichten bzw. Aktionen bis zum geht nicht mehr ausschlachtet, begleitet und natürlich auch noch unterstützt...

    Ich hoffe nur, dass das Mädchen diesen Törn wirklich heil übersteht und nicht nur bis zu den Kanarischen Inseln kommt...wer weiß, was ihr dann als nächstes einfällt, um ihre "Schmach" wieder gutzumachen.
    Und ich hoffe auch, dass ich demnächst von Schlagzeilen wie "11jährige besteigt ohne Sauerstoffgerät den Mount Everest" oder "ein 4jähriger begibt sich alleine mit einem eigens für ihn angefertigten Motorrad alleine auf Sahara-Durchquerung." verschont bleibe.
     
    #6
    munich-lion, 5 August 2010
  7. Mitbewohner
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    in einer Beziehung
    Es ist nicht nur gefährlich, sie wirft jetzt zwei Jahre ihres Lebens in einer der wichtigsten Phasen weg.
    Ihre Pubertät verbringt sie quasi alleine auf einem Segelboot. Dann verpasst sie auch noch die Schule.
    Beitrag meines Opas: "Mit der kann ja was nicht stimmen" :grin:
     
    #7
    Mitbewohner, 5 August 2010
  8. squarepusher
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    naja, ein bisschen ein exzentrisches selbstbild und das "gschichtl" rund um die sache mag vielleicht verschroben wirken, aber mit dem konkreten task - eine 14jährige will die welt umsegeln - nichts zu tun. weder als rechtfertigung dafür noch als grund dagegen.

    das jugendamt hat sich zeitweise eingeschalten, weil anfangs der vater dafür und die mutter dagegen war. die mutter hat sich jedoch umentschieden, und das jugendamt alleine sah es nicht als seine aufgabe, in diesem fall gegen beide elternteile zu entscheiden. zumal es abgesehen vom auftrag des jugendamtes, für das kindeswohl zu sorgen, keine rechtliche grundlage für ein verbot gegeben hätte.

    das guinnesbuch der rekorde hat schon vor längerer zeit erklärt, dass sie in dieser "kategorie" keine rekorde mehr akzeptieren werden. das wissen die dekkers, und es geht de facto nur um den "echten" rekord. außer der tatsache, dass laura dekker um die ganze welt segelt hat diese unternehmung wenig von einem stringenten rekordversuch: es sind viele zwischenstops eingeplant, deswegen dauert die reise auch weit über ein jahr. von einem power-segeln auf risiko um ja in irgendeinem buch zu stehen kann glaube ich wenig rede sein.

    weiß nicht so recht. abgesehen davon, dass die mutter inzwischen nicht nur nicht mehr dagegen ist, sondern auch u.a. beim jugendamt *dafür* urgiert hat, ist das alles deine vermutung und nicht viel mehr. ich hör das immer, wenn es derartige unternehmen gibt, und finde "der vater ist ja nur mediengeil" und konsorten-argumente ziemlich generisch. für mich kommt das aus dem mund des arrivierten wohlstandsbürgerlichen, der über alles meckert, das neu und unerhört ist. der von wenig tatsächliche *ahnung* hat, aber zu allem eine - zu seiner tatsächlichen menge an vorhandener ahnung - völlig unproportional monströs große menge an *meinung* pflegt. no offense, bist nicht nur du.

    du "könntest" augenscheinlich nicht nur den eindruck gewinnen, du hast ihn schon, glaube ich.

    ich glaub du gehst ein bisschen zu sehr von dir selber aus. schau dir mal die geplante route von ihr an, befass' dich mit der sache selbst, anstatt über den vater, von dem du nichts weißt, zu hobbypsychologisieren und darüber zu referieren, wer sich wo wie überschätzt.
     
    #8
    squarepusher, 5 August 2010
  9. cartridge_case
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    nein sie hat bücher mit und bekommt über satellit fernunterricht :zwinker:
     
    #9
    cartridge_case, 5 August 2010
  10. Schweinebacke
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    Einzig und alleine, vor allem moralisch, die Eltern.
     
    #10
    Schweinebacke, 5 August 2010
  11. User 67627
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    ich kann mich da munichs meinung nur anschließen.

    egal, was für segelerfahrung das mädel hat....sie ist 14 und ich bin als elternteil für ihr wohlergehen verantwortlich.

    ich würde meine tochter NIE UND NIMMER in eine gefährliche situation bringen. und dass eine weltumseglung eine gefährliche situation hervorbringen kann, ist ja wohl selbstverständlich.

    da könnte die kleine auf die barrikaden gehen, sich schmollend ein jahr in ihrem zimmer zurückziehen... es würde nicht in frage kommen.
     
    #11
    User 67627, 5 August 2010
  12. many--
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    Sozialpädagogisch ist das totaler Unsinn; wer in diesem Alter Defizite in seiner Sozialisation sammelt, wird später Probleme haben, diese wieder los zu werden. Entwicklungsbiologisch auch: eine 14jährige ist normalerweise weder physisch noch psychisch in der Lage, eine derartige Extremsituation allgemein und plötzlich auftretende Schwierigkeiten speziell ohne Probleme zu bewältigen.

    Aber wir haben ja Salz in den Adern und sind total individuell und wollen unbedingt die jüngste/beste sein, und das hat sicherlich gar nichts damit zu tun, dass unsere Eltern uns das eingeredet haben, seit wir 5 waren.
     
    #12
    many--, 5 August 2010
  13. squarepusher
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    solche kommentare finde ich im besten fall "populärwissenschaftlich" im schlechteren fall "pi mal daumen zusammengereimt aus dingen, von denen man mal gehört hat" und lächerlich. es hat schon seinen wahren kern, aber das wars auch schon wieder.
     
    #13
    squarepusher, 5 August 2010
  14. ProxySurfer
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    @ munich-lion:
    So ähnlich sehe ich das auch. Die warnenden Stimmen vor der Love Parade in Duisburg wurden von den meisten Leuten auch völlig ignoriert.
     
    #14
    ProxySurfer, 5 August 2010
  15. honi soit qui mal y pense
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    Wenn jemand reif dafür ist (nicht: reif dafür fühlt!), soll derjenige es auch gerne machen.
    Zu den Zusatzfragen:
    - Die Frage nach der Schuld ist immer relativ.
    - Zur zweiten Frage: ja, warum denn nicht zukünftig eine 10-Jährige?! Veilleicht nimmt sie ja ggf. ihre Tochter mit auf die Segeltour, ganz nach dem Motto: Mutter und Tochter knacken den Rekord.
     
    #15
    honi soit qui mal y pense, 5 August 2010
  16. many--
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    Off-Topic:
    :zwinker: ich gebe eigentlich die Meinung eines Historikers (=me), eines Genetikers und einer Sozialpädagogin wieder, die sich vor kurzem im Rahmen einer Arbeitsgruppe zu einem gänzlich anderen Thema auch über diesen Sachverhalt mal kurz unterhalten haben.

    Ich habe in diesem Gespräch ein paar Beispiele aus der Geschichte von extrem jungen Personen gebracht, die in extremen Stresssituationen Überliefernswertes geleistet haben. Meine Gesprächspartner hingegen haben mir die Standpunkte ihrer Wissenschaften auseinandergesetzt, nach denen es vor allem die zu erwartende Einsamkeit und Isolation der Bootssituation ist, welche dem Kind zu schaffen machen wird. Gerade junge Menschen in der sogenannten sekundären Sozialisationsphase, also etwa zum Beginn der Pubertät, wo man von der "kindlichen" in die "erwachsene" Welt herübersozialisiert wird (diese Grenze verschwimmt in der westlichen Zivilisation dank der "Zwischenkindphase" des Teenagers, aber das ist hier wayne), benötigen ein aktives soziales Umfeld, um diesen Wandel in normalen Bahnen mitzumachen.
    Wenn dieses Umfeld fehlt, bleiben, so meine Sozialpädagogin, größere oder kleinere Schäden im Sozialverhalten quasi unvermeidlich. - Der Biologe hat dann irgendwelche Beispiele von anderen Primatenarten gebracht, aber das war mir zu abgehoben (wen es interessiert: Stichwörter waren "Nest- und Gruppentiere" und "verzögerte Lernentwicklung").

    Fakt ist aber wohl: die Erziehungswissenschaft und die Humanbiologie gehen davon aus, dass ein soziales Tier wie der Mensch in gewissen Entwicklungsstadien ganz enorm auf die Gruppe angewiesen ist, um "normale" Verhaltensweisen zu erlernen. Und in der Tat sind auch meine historischen Beispiel immer geschichten von jungen Menschen gewesen, die in menschlichen Gruppen (!) Großes geleistet haben.
    Isolation scheint also für einen jungen Menschen noch giftiger zu sein, als Eltern von Kellerkindern bislang vermutet haben. Sein Kind willentlich in einer so kritischen Entwicklungsphase 2 Jahre lang auf hoher See auszusetzen, erscheint in diesem Licht nicht gerade als verantwortungsvolle Elternarbeit.

     
    #16
    many--, 6 August 2010
  17. donmartin
    Gast
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    Vielleicht "findet" sie ja ein paar Millionen Liter Öl, dass den Amis irgenwie "abhanden gekommen ist" ........

    Wer sich in Gefahr begibt, der kommt darin um.

    Es ist EINER von Millionen Teenagern.....auch wenn es gesponsert wird oder die Eltern da einen Batzen Geld mit machen oder auch reinstecken......

    Für mich zählt die Message, (Botschaft) - ich interpretiere die Sache anders und würde wirklich meinen Kindern darüber reden und es ihnen (versuchen) zu erklären........

    Denn der Rest der Teenager träumt davon, irgendetwas Aussergewöhnliches zu tun. Etwas, was nur SIE ganz alleine schaffen. Und wären auch bereit dafür zu kämpfen. Ungeachtet ALLER anderen, denn wenn man als Teen Träume und Visionen hat - sind die nun mal ab und an Unrealistisch, aber "man ist Allein auf der Welt" und möchte, koste es was es wolle - sie durchziehen. Der Weg ist das Zeil, wenn man auch die Gefahren nicht sieht - dafür sind dann schließlich die Eltern oder andere Menschen da. Aber "etwas schaffen, bewerkstelligen, was andere nicht für möglich halten, ein Ziel haben, auf etwas hinarbeiten auch WENN es auch nicht klappt, sondern man seinen Träumen oder dem Ziel nur ein wenig näher kommt: JA! DAS ist es.

    Wenn man dann gegen viele , sehr viele ankämpfen muss aber auch sicher ist, dass man unterstützt wird.....
    WARUM NICHT?
    Und es soll niemand schreien, wenn ihr etwas passiert. Auch nicht wegen der Kosten oder gar einem Vergleich mit der LoveParade. Wie Schwachsinnig ist das denn? Vielleicht kratzt sie unterwegs an einen Tanker.......wer zahlt das dann?......

    Für seine Ziele und Träume kämpfen und auch später eingestehen dass man einen Fehler gemacht haben könnte. Das ist die Message. Es braucht mehr, viel mehr mutige Eltern und auch Kinder/Jugendliche, die das "Unmögliche" möglich machen wollen......Alles kann man nicht realisieren....

    Schlimmer ist es, wirklich viel Schlimmer - den heutigen Kindern und Jugendlichen ihrer Träume zu berauben, ihnen Chancen zu vermasseln und sie nicht anzustoßen und anzustacheln und zu unterstützen - so wie es in vielen Ländern gemacht wird.

    Ne, sie sind nur gut um möglichst früh zu lernen, zu agieren und der Wirtschaftswelt zum Puckeln und Ja sagen zur Verfügung zu stehen ....... In "unserer" Erwachsenen Welt - die Visionen und Mut, Abenteuer und auch Kindsein völlig verdrängt hat.

    Die eine Person wird vergessen sein. Vielleicht wird sie in irgendwelchen Büchern erwähnt.

    Aber....die Jugendlichen, die nach und mit dieser Message leben - und wenn es dann nur reicht um einmal eine Talsperre zu überqueren, mit einem selbstgebauten "Boot".......werden etwas wertvolleres in ihren Köpfen behalten. Ein Leben lang.

    Also....lasst sie um Himmels Willen ziehen.Oder segeln. Es ist Aufgabe der Eltern IHRE Teens davor zu bewahren, das Mädel sich als IDOL entwickeln zu lassen und als "NonPlusUltra" zu sehen - sondern mit ihnen darüber zu reden und ihnen Gefahren klarzumachen und/oder mit Rat und Tat beiseite zu stehen. Es ist keine Schönheitsop oder ein sonstiger "Modewettbewerb" um das Ego aufzupuschen. Viele, viele junge Ausnahmetalente zB in Sport und anderen Dingen brauchen solche Unterstützung oder werden garnicht gefördert. Frühzeitig.

    Off-Topic:
    Mozart war ein Wunderkind. Bereits mit drei Jahren fing er an, Klavier zu spielen, mit vier Geige, mit fünfeinhalb gab er sein erstes öffentliches Konzert. Mit zwölf Jahren hatte Mozart drei Opern komponiert, sechs Sinfonien und Hunderte anderer Werke.


    Warum hat dem Bengel nicht mal einer auf die Finger gehauen? Mit 4 Jahren Klavier und Geige spielen? Unglaublich.
    Darum ist er auch sehr früh verstorben...geistig nicht mehr ganz so fit und mit hohen Schulden.......
     
    #17
    donmartin, 6 August 2010
    • Danke (import) Danke (import) x 1
  18. squarepusher
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    es ist halt deine interpretation der sachlage, dass dies für laura dekker nicht gegeben ist. ich würde das anders sehen.
     
    #18
    squarepusher, 6 August 2010
  19. JackoHDL
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    0
    Ich würde meine Tochter bzw. mein Sohn nie so jung die Welt umsegeln lassen. Ich hätte viel zuz viel an Angst um sie bzw. ihm.

    Die Schuld würde ich dem gericht und den Eltern geben, weil keiner Sie aufgehalten hat.
    Ich finde das keine 14 jährige eine solche Fahrt ausüben sollte. Deshlab würde ich ein Gesetzt erschaffen der besagt, dass Kinder und Jugendlichen erst ab 18 so eine Rundfahrt durchführen dürfen.
     
    #19
    JackoHDL, 6 August 2010
  20. metamorphosen
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    vergeben und glücklich
    Das Thema hat eine ganze Reihe von Aspekten die man getrennt voneinander sehen muss.

    Es geht ja zum einen um das Segeln und die dabei enthaltenen Gefahren, aber zum anderen auch um eine angemessene Entwicklung dieser Jugendlichen. Zur zweiten Frage kann ich nicht viel sagen, aber ich denke das es hier berechtigte Zweifel gibt das es sich um eine der Entwicklung förderliche Unternehmung handelt.

    Was das physische betrifft sind die Gefahren für eine 14-jährige prinzipiell auch nicht so wesentlich höher als bei einem Erwachsenen. Die Kräfte denen man sch beim Segeln ausgesetzt sieht, sind in vielen Fällen stärker als jeder Mensch. Auch was Piratenattacken angeht, ist das relativ egal, denn gegen ein paar Sturmgewehre und Kerle deren Taktik weniger im Diskutieren besteht, richtet niemand was aus. Bei einer Kollision mit einem Schiff oder einem festen Hindernis hat sich das auch gleich.

    Das körperliche spricht also nicht unbedingt dagegen.

    Wie das mit dem mentalen Aspekt aussieht finde ich eher fraglich. Bei so einer Reise sind Extremsituationen fast unvermeidlich. Wer schon mal in einem Sturm mit weiteren Problemen, wie zum Beispiel einem technischen Defekt gekämpft hat, weiß welche Anforderungen das stellt. Da muss man auch in einer verzweifelten Lage souverän agieren und darf keine Fehler machen und muss dann stundenlang weiterkämpfen ohne den Mut zu verlieren und nachzulassen.

    Ich will nicht damit sagen dass man die als Jugendliche nicht bewältigen kann, verschiedene Beispiele wie z.B. Kindersoldaten zeigen ja dass die in irgendeiner Form auch mit extremsten Situationen umgehen können, aber ob es eben auch gut für diese Menschen ist, finde ich fraglich. Und wie jemand dafür geeignet ist stellt sich oft erst hinterher raus.

    Ganz so einfach ist es dann doch nicht.

    Die 16-jährige wurde ja gerettet ohne das es weitere Probleme gab. Allerdings war sie in der Lage die EPIRB auszulösen und es war nicht relevant in welchem Zeitfenster die Rettung kam. Wenn die Notlage anders aussieht, kommt entweder keine Hilfe oder zu spät.

    Wir reden hier ja nicht über eine Badewanne, sondern über etliche Seegebiete die nicht in der unmittelbaren Reichweite einer Rettungsleitstelle liegen.

    Bergungskosten (wird aber meist pragmatisch durch Versenkung vermieden) oder Kosten für andere Hilfeleistungen, sowie eventuell Dritten entstandene Schäden wird er tragen müssen. Aber für die Rettung muss er nichts bezahlen, genauso wie die ca. 500.000 nicht von der anderen Seglerin getragen werden.

    Diese Kosten sind von den Hilfeleistenden selber zu tragen.

    Es ist richtig und normal das Jugendliche ihre Grenzen austesten wollen und öfter auch mal über diese hinausgehen. Das gehört zum erwachsen werden.

    Allerdings ist eine Weltumsegelung nicht die geeignete Aktion dafür, denn da gibt es nicht so leicht ein zurück und am Scheitern kann man auch nicht so leicht wachsen wie bei überschaubareren Aufgaben. Sie muss jetzt etwas entscheiden was sie nicht wirklich beurteilen kann und was sie für lange Zeit bindet.

    Einhandsegeln ist vom Prinzip her eine nicht ungefährliche Sache und die meisten tödlichen Segelunfälle betreffen Einhandsegler. Das gilt nicht nur für schwierige Seegebiete, sondern auch auf der Ostsee bei moderatem Wetter kann die Situation fatal außer Kontrolle geraten.

    Ich bin persönlich der Meinung dass so folgenreiche Entscheidungen nur von der jeweiligen Person selber getragen werden können und die Volljährigkeit dafür eine Vorraussetzung ist. Ob der Aufsichtspflicht genüge getan ist wenn man hin und wieder über ein Sat-Telefon mit seiner Tochter quatscht, finde ich fragwürdig.

    Das Setting so einer Rekordfahrt ist auch alles andere als günstig. Wenn jemand gewohnt ist ständig jede Kritik abzuwiegeln und sich dagegen zu stellen, den großen Drang hat sich zu beweisen und dann auch noch Zeitdruck dazukommen kann, dann wird jeder Segler das als die denkbar schlechtesten Vorraussetzungen für eine sichere Törnplanung ansehen.

    Was hat Sunderland und ihr Team dazu getrieben diese Route zu dieser Zeit zu wählen? Warum konnten die jungen Segler die vor Marokko ertrunken sind nicht im Hafen abwettern, sondern mussten gegen alle Kritik in ihren fast sicheren Tod laufen? Die vernünftige Einschätzung und Selbstkritik ist bei solchen Unternehmungen oft ein Stück weit außer Kraft gesetzt.

    Aber jeder weiß ja dass das ganze sowieso erst hinterher auf der Basis des Erfolgs beurteilt wird.

    Schafft sie es, ist sie eine Heldin, eine tolle Persönlichkeit und eine begnadete Seglerin.

    Schafft sie es nicht, ist sie eine Idiotin, ein kleines Gör und kann nicht segeln.

    Zwischen dem einen und dem anderen können Sekundenbruchteile und ein kleines Quentchen Glück liegen.
     
    #20
    metamorphosen, 6 August 2010

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