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23 Jahr verheiratet

Dieses Thema im Forum "Beziehung & Partnerschaft" wurde erstellt von Begehren007, 13 Februar 2008.

  1. Begehren007
    Verbringt hier viel Zeit
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    Verheiratet
    Hallo Zusammen,

    ich möchte mal Eure Meinung hören:

    Ich bin mit meiner Frau seit 23 Jahren verheirater Sie (42) ich (47) 2 Kinder (Buben 12 und 15 Jahre)

    Wir kennen uns seit 28 Jahren und haben vor 23 Jahren geheiratet, es war eine Liebesheirat von beiden Seiten.

    In der Zeit nach der Heirat war es für sie und mich eine schöne, enge von beiden Seiten begehrte Zweisamkeit. Als das erste Kind kam (Wunsch von beiden) war es aus mit der Zweisamkeit unser erstes Wunschkind war der Mittelpunkt, was auch ganz normal war. Meine Frau und ich haben sich mit voller Hingabe für das Wohlbefinden unseres 1. Sohnes hingegeben. Es verging einige Zeit 1-2 Monate bekam ich das Gefühl und bemerkte auch dass ich von meiner Frau was die sexuelle körperliche Begehrtheit anbelangt keine Aufmerksamkeit mehr erhielt,aber ich nach wie vor sie begehrte, ich hatte mit meiner Frau darüber gesprochen, bin aber eher auf unverständnis wie vertändnis gestoßen, ihre Argumente waren, das Kind...das Kind und nochmal das Kind ich sagte zu ihr unser Kind ist sehr wichtig, aber auch unsere Beziehung unsere Zweisamkeit ist wichtig. ich hatte das Gefühl dass sie es garnicht hören wollte was für mich in herz und Seele ein Schock wahr, eine Welt brach für mich zusammen ich spürte die Liebe zueinander war und ist da.
    Nach 3 Jahren später kam unser 2. Kind auch wieder von uns beiden ein Wunschkind mit der Freude dass der erstgeborene, einen kl. Bruder hat und nicht als Einzelkind aufwachst. Nur die Situation hat sich nicht geändert im Gegenteil sie hat sich verschlechtert. Für meine Frau und mich war klar dass unsere Familienplanung mit 2 Kinder abgeschlossen ist, was bei meiner Frau bedeutete das unser Liebesleben auf Null kam auch kein Austausch von Zärtlikeiten etc. Ich derjeniger der in der Partnerschaft und Ehe im Bett der aktivere war hatte jetzt ein massives Problem, ich wollte mit meiner Frau...aber sie nicht mit mir, wenn ich nachfragte warum sie nicht möchte bekam ich die antworten, keine Lust, bin zu müde usw. natürlich habe ich es am Anfang irgendo verstanden, aber nach geraumer Zeit war der Druck bei mir so groß dass ich sie fragte ob sie mich noch liebt usw. es kam immer die Antwort dass sie mich liebt ich verstand nicht wie es zusammen passt wenn man einen liebt aber mit ihm keine Zärtlichkeiten keine Lust auf Sex hat. Wir hatten 1 mal im Monat Sex miteinander aber ich merkte für sie war es na ja ich mache mit sonst kommen wieder unangenehme Fragen auf die sie immer die gleichen antworten gab. In unendlich langen Gesprächen wo wir hatten mal fühlten wir uns besser nach den Gesprächen mal fühlen wir uns schlecht weil wir wieder zum 1000 mal von gleichen geredet hatten und ich merkte dass sie nicht mehr darüber reden möchte und zu diesem Thema in ruhe gelassen werden möchte. Eine weitere kl. Welt brach in mir zusammen. Nach 18 Jahre Ehe lernte meine Frau auf einen Weiterbildungslehrgang (sie sagte es mir nach vier Monaten) ich merkte es schon vorher denn sie nahm immer mehr Abstand zu mir, einen Mann kennen dem sie näher stand als mir. Meine Frau hat den Wunsch geäußert sich zu trennen von mit, weil sie nichts mehr empfindet bei mir. Ich war geschockt hatte irgendwo nicht mit einer solchen Entscheidung gerechnet. Wir machten uns Gedanken wie wir es mit dem Haus machen und wie wir es den Kindern bei bringen.Es waren konkrete Pläne meiner Frau da wie sie mit ihrem neuen Partner leben möchte vom Hauskauf bis über wie richten wir das Erkaufte ein! Es war eine schwere Zeit für meine Frau und mich, denn ich liebte sie nach wie vor und begehrte sie nach wie vor und konnte es mir nicht vorstellen ohne sie zu leben. Sie machte sich Gedanken wie es wohl sein wird wenn die Kinder den PAPA nicht mehr haben usw. Schlussendlich kam es soweit dass sie mich nicht verlassen hatte und wir heute Gott sei Dank zusammen sind. Ich habe sie in der Zeit der Entscheidung nicht unter Druck gesetzt, habe ihr gesagt dass sie wenn sie keine Gefühle mehr für mich hat sie doch mit dem neuen Partner glücklich werden kann und sie immer eine offene Tür hat wenn sie zurück kommen will, was kann man anderes sagen wenn man seine Frau liebt. Bei meiner Frau bewegt sich was sie überlegt mein Mann sagt zu mir in liebe, ich soll mit meinem neu gefunden Freund wo es doch so schön gribbelt im Bauch glücklich werden, mein mann lässt die Tür öffen, falls ich wieder zurück kommen möchte das ist ja ungewöhnlich. Es waren Stunden, Tage die ich nicht mehr erleben möchten, denn als ihre neue Bekanntschaft merkte dass doch noch Gefühle für den Ehemann da sind wurde er massiv und drängte sie zu einer entgültigen Entscheidung. Meine Frau entschied sich für mich wo ich ihr bis heute sehr dankbar bin, im nachhinein sagt sie es wäre nichts aus der damals neuen Beziehung (2004) geworden.
    Wir redeten wie wir in Zukunft miteinander umgehen wollen. Wir haben heute ein Verhältnis das auf einer mehr geschwisterlichen Ebene erlebt wird. Wir haben normalerweise 1x im Monat Sex wo sie sich auch wohlfühlt dabei und keinen Druck erlebt. Das zur Vorgeschichte!
    Jetzt zu meinem eigentlichen Problem:
    Wenn ich nicht im Monat sie Fragen würde bezüglich Sex, würde Sie nicht von sich aus kommen und mir die Kleider vom Leibe reißen und sagen so Schatz jetzt bis du dran, was ich mir so wünschen würde weil ich sie sehr begehre und liebe, habe meine Wünsche ihr auch gegenüber geäußert, Reaktion Kopf in den Sand und mit den Füßen wackeln, es geht schon wieder vorbei. Was mir sehr fehlt ist der begehrt sein seitens von ihr auch werden fast keine Zärtlichkeiten ausgetaucht, bis wie gesagt einmal im Monat wir mit einander ins Bett gehen. Wenn ich mit ihr offen über Sexuallität sprechen will wird sie entweder verschwiegen oder ich merke es wird für sie unangenehm. Ich würde gerne mit ihr mehr darüber reden, dass ich ihren Körper und sie auch besser verstehen kann. Ich rede mit ihr und fragte sie was sie denn für Wünsch hat , kommt die Antwort es ist alles gut so wie es ist. Sie kann oder will nicht über ihre Sexuellen Wünsch reden, oder hat sie keine? Was ich mir eher nicht vorstellen kann.An die Frauen gibt es so was,eher selten, oder?
    Habt ihr Tipps, Anregungen wie ich meine Frau dazu motivieren könnte offener über ihre Bedürfnisse und Sexualleben zu sprechen?

    Hat jemand gleiche Erfahrungen?

    Vielen Dank fürs lesen und zuhören

    LG
    Markus
     
    #1
    Begehren007, 13 Februar 2008
  2. User 18780
    User 18780 (33)
    Meistens hier zu finden
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    Verheiratet
    Eine sehr ähnliche Geschichte habe ich hier schonmal gelesen. Ich such die dir mal raus und schicke demjenigen eine nachricht, vielleicht könnt ihr euch austauschen.


    edit:
    der gute hat seine beiträge rauseditiert. im folgenden trotzdem mal den link zu seinem thema. vielleicht äußert er sich noch hierzu.

    Selbstaufgabe in einer Beziehung - möglich?


    gruß,
    Mann im M :zwinker: nd
     
    #2
    User 18780, 13 Februar 2008
  3. User 71335
    User 71335 (49)
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    Ich bin ja erst knapp 18 Jahre mit meinem Mann zusammen, seit fast 15 verheiratet und einen gewissen Teil kann ich schon voll nachvollziehen, wobei sich das bei uns schon im Laufe der Zeit verändert hat.

    Klar nach dem ersten Kind (langersehntes und erarbeitetes Wunschkind) kam ein riesen Einbruch.
    Allein schon das Kindermachen hat dem Sex so ein bisschen die Lust und die "Unschuld" geraubt, weil es eben nicht auf Anhieb geklappt hat, weil man im Hinterkopf immer hatte, wir müssen und am besten da und da und so viele Chancen schwanger zu werden hat man ja nun nicht im Jahr (ich zumindest nicht:cry: ) , Sex war plötzlich zu etwas anderem da als zum Zärtlichkeitsaustausch und zum Lustgewinn.
    So ist uns das wohl auch erstmal nach der Geburt ergangen, zusätzlich kam das ich überhaupt zum Geschlechtsneutrum wurde, so wie ein Kind, ich wusste ich bin eine Frau, ich wusste es gibt Sex und es gibt Zärtlichkeiten, aber ich wusste nicht mehr wozu. Ich wusste es einfach nicht mehr.:ratlos:
    Natürlich hatte man trotzdem Sex, aber es war anstrengend, ermüdend, lustlos und ich war satt von Körperkontakt von meinem Kind.
    Was sich auch ganz negativ auf mein Körperbewusstsein ausgewirkt hat, war auch die Tatsache der Fremdbestimmung, ich war niemand mehr, nur noch Mutter sonst nix mehr. Schon in der Schwangerschaft habe ich nur für das Kind gelebt, gegessen, mich bewegt usw, in der Stillzeit das gleiche, allzeit bereit stehen Tag und Nacht, egal was ich will, nicht mehr scheissen können, wann man muss und will, nicht mehr schlafen können, nicht mehr einfach weggehen können, nicht mehr nichts tun können, nicht mehr mit dem Partner ungestört reden können,nicht mehr ALLEIN sein können, die Angst die Sorge um andere, ich war weg, nicht mehr existent, warum sollte ich SEX haben.

    Irgendwie entstand trotzallem recht bald und ungeplant Kind Nummer zwei (Verhütung hatten wir schlichtweg sein lassen) und eigentlcih hatte ich da auch grade aml wieder eine gute Phase, die zweite Schwangerschaft machte mich wieder schön und sinnlich und weiblich und diesmal hilt das auch ein bisschen nach der Schwangerschaft an, aber die Anforderungen nach der Geburt mit zwei Kindern unter Zwei Jahren waren natürlich nicht weniger geworden, das zweite Kind war ein Schreikind und lebte förmlich 18 Monate auf meinen Armen und an meiner Brust. Hätte mir mein mann auch nur ungefragt einen harmlosen liebgemeinten Kuss aufgedrückt ich hätte ihn ungespitzt in den Boden gerammt. Ihn konnt ich nicht auch noch an mir gebrauchen oder wenn dann weil es auch nicht mehr darauf ankam.
    Trotzallem 1-2 im Monat hatten wir schon Sex, gar keinen so schlechten, falls ich mal halbwegs gut drauf war.
    Aber irgendwie hat sich mein Mann daran gewöhnt das nicht nur eine Übergangsphase war er war sehr zufrieden damit so wenig Sex zu haben, er fand das einfach nur bequem und so lief das auch bis vor 3-4 Jahren, bis mir selber wieder klar wurde das ich auch noch exstiere, mein Mann als Partner existiert und wir sehr wohl ein Intimleben haben und auch noch einen Anspruch darauf.
    Jetzt habe ich aber meinen Mann nicht mehr aus dem Sex tief bekommen, erst so langsam seit 2-3 Jahren nachdem er völlig dem Sex abgeschworen hatte gelingt es mir wieder ihn zurückzulocken, in Gesprächen, in Taten es wird immer besser aber es ist unglaublich anstrengend, wenn es so einseitig ist.

    Was mich nur wundert ist, die Tatsache das deine Frau ja schon längst aus dem Tief draussen ist, sie hat ja mit der Affäre gezeigt das wieder begehren in ihr ist und wenn sie sich nun für dich entschieden hat und das hat sie ja wohl warum diese Geschichte ihre Leidenschaft nicht wiedererweckt hat.:ratlos:
     
    #3
    User 71335, 13 Februar 2008
  4. Trauerklops
    Verbringt hier viel Zeit
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    2
    nicht angegeben
    Man rief mich – also kam ich.

    At first – willkommen im Club. Ich kenne deine Situation nur all zu gut. Ich habe zwar keine Kinder und bin gut 10 Jahre jünger, das Hauptproblem ist (war) aber identisch. Ich denke, deiner Frau fehlt etwas, sie muss etwas in den 23 Jahren innerhalb der Beziehung verloren haben – kannst Du Dir vorstellen was ?

    Rollen wir mal der Reihe nach auf:

    Die Tatsache, das deine Frau damals das Kind immer als Entschuldigung hingehalten hat, zeigt, dass sie sich in einen Umstand geflüchtet hat. Keine Entschuldigung zieht besser als ein kleines Kind. Aber in Wirklichkeit ist es keine Entschuldigung – das Kind ist Mittel zum Zweck um sich eine Mauer aufzubauen. Schon damals muss deine Frau irgend etwas vermisst haben. Der sexuelle Trieb des Menschen ist zwar unterschiedlich ausgeprägt – aber es gibt wirklich nur sehr wenige Menschen, die komplett und bewusst darauf verzichten wollen. Es stellt sich also die Frage: Warum wenden sich Menschen, die einen geliebt haben (oder noch immer lieben) von einen ab? Festzustellen ist, dass die meisten Menschen die sich so verhalten, sich nicht geliebt fühlen. Es fehlt ihnen ein Teil in der Beziehung. Der Mensch fühlt sich nicht geliebt, wenn man ein flüchtiges Sexualleben hat und den Rest und ihn nur einmal am Tag sagt „Ich liebe Dich“. Das reicht niemals in einer Beziehung. Aber genau in das Verhalten fallen wir Mensch hinein, wenn wir längere Zeit zusammen sind. Wir nehmen alles für selbstverständlich, achten kaum noch auf den anderen. Und Stück für Stück stirbt etwas in der Beziehung – und wenn wir das Sterben feststellen, ist es oftmals zu spät. Das war bei Dir im 18 Beziehungsjahr.
    Bei uns war es nicht anderes, wir sind nunmehr 8 Jahre zusammen, sind inzwischen verheiratet und haben ein schönes Haus gebaut, Kinder sind noch nicht da. Auch bei uns hat sich der Alltag in die Beziehung geschlichen. Die letzte Zeit, als wir das Haus gebaut haben (wir haben gut 50% der Arbeiten selbst ausgeführt) hat viel von uns verlangt – aber den Spruch „Haus fertig, Ehe kaputt“ wollten wir uns nicht anheften lassen, daher haben wir in dieser Zeit sehr gekämpft und kämpfen immer noch.

    Meine Feststellungen waren in der Zeit folgende:

    Als Mann kommt man recht schnell damit zurecht, wenn man in der Beziehung nicht mehr so miteinander kommuniziert. Sprich – über den normalen Smalltalk kommt man selten heraus. Gemeinsame Aktivitäten werden immer seltener.

    Wir Männer kommen nur schwer damit zurecht, wenn die sexuellen Kontakte immer weniger werden. Das Gefühl, nicht mehr geliebt zu werden ist allgegenwärtig. Die meisten Frauen haben überhaupt keine Probleme auch längere Zeiträume ohne sexuelle Kontakt zu ihrem Mann auszukommen.

    Aus diesem Zusammenhang lässt sich folgendes ableiten: Mann brauchen Sex um sich „geliebt zu fühlen“, Frauen brauchen Sex nur dann, wenn sie wirklich lieben oder geliebt werden. Diese Denkweise ist doch schon recht ausgeprägt feststellbar innerhalb vieler Beziehungen. Man kann es ja letztendlich auch verstehen – warum solle man als Frau auch mit jemanden schlafen, der einen nicht das richtige Gefühl gibt geliebt oder verstanden zu werden. Der Kopffaktor bei der Frau ist wesentlich größer als beim Mann. Auch ist festzustellen, dass Frauen sich sehr schnell mit misslichen Situationen abfinden – anstatt mal auf dem Putz zu hauen und zu sagen was nicht in Ordnung ist, wird alles totgeschwiegen und auf nachfragen wird meistens „alles in Ordnung“ signalisiert. Alle diese Zeichen sind für uns Männer nur schwer zu erkennen – ehrlich gesagt, man muss bewusst nach diesen Anzeichen suchen, nur dann findet man sie. Es war bei mir so, und ich denke, dass es in deiner Beziehung nicht anders aussieht. Ich denke, deiner Frau fehlt das Feuer, die Leidenschaft, die Du damals in ihr geweckt hast. Ich denke es fehlt ihr das klare Zeichen, dass Du an sie glaubst, Du stolz auf sie bist. Das Du sie respektierst und auch mal sich für sie einsetzt. Verstehe mich nicht falsch – ich bin fest der Überzeugung, dass Du es gemacht hast. Aber Fakt ist, viele deiner Bemühungen liefen ins leere. Sprich dein Tun und Handeln war nicht das was deine Frau wohl von Dir erwarte hat oder erhofft hat. Es gibt einen sehr guten Spruch von Vera F. Birkenbihl: Wahr ist nicht das was Du sagst, wahr ist das was der andere versteht.

    Ob man reparieren kann, was über Jahre kaputt gegangen ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Aber es ist immer ein Versuch. Frage mal deine Frau, wie sie sich die Zukunft vorstellt. Lass sie mal ein Bild malen, wie sie sich die Zukunft am liebsten vorstellen würde. Ich bin sicher, Du wirst in ihrer Zukunft mit auftauchen. Warum ? Ganz einfach, Du hast damals vor ein paar Jahren deiner Frau gezeigt, dass Du ihre Entscheidungen mitträgst, egal was vorfällt, deine Tür bleibt stets für sie offen. Ich glaube genau dieses Verhalten von Dir hat ihr damals gezeigt, dass sie doch noch nach 18 Jahren auf Dich bauen kann – sie hat es nicht vergessen!

    Du mußt also versuchen das zu finden was deine Frau in der Beziehung vermisst. Du bist nun gefragt, wenn Du was bewegen möchtest. Du mußt wieder den Zugang zu deiner Frau aufbauen, den ihr damals als ihr zusammen gekommen seit gehabt habt. Das geht nur über Kommunikation. Ihr müsst eure Probleme ansprechen – ihr beide müsst jetzt beweisen, dass jeden den anderen Zuhören kann, ihn ausreden lassen kann und vor allem sich in den anderen hineinversetzen kann. Es gibt stets zwei Ansichten von Problemen, deine und die deiner Frau. Beide Sichtweisen sind richtig und beide Meinungen sind gleichgewichtig. Du mußt einem langen Atem haben, oftmals wirst Du Dir auf die Zungen beißen müssen und oftmals wirst Du Doch ungerecht behandelt fühlen – schluck runter und kämpfe weiter für die Ehe. Wenn deine Frau realisieren wird, dass Du dabei bist Dich umzukehren, deine Gedanken über die Beziehung neuen Ausdruck verleihst, dann wird sie sich mehr und mehr in den Prozess einbringen. Du wirst sehen es wird von Woche zu Woche besser werden. Vergiss nicht, ihr „giftet“ euch schon lange an, jeder hat sich hinter eine Schutzmauer versteckt – und diese gilt es nun von DIR langsam aber sicher abzuschmelzen. Sei nicht eingeschnappt wenn sie Dich mal nicht versteht, sei nicht sauer, auch wenn es ungerecht war was sie Dir sagte. Sprich es werteneutral an und zeige ihr, dass Du ihren Verdruss verstehen kannst. Das ist wahrlich eine sehr schwere Aufgabe die man Dir stellt, aber nur so wird es klappen. Das jahrelange „aneinander vorbei leben“ hat euch stumpf gemacht. Es stumpfen nicht nur die Gefühle ab, sondern auch der gegenseitige Umgang ändert sich. Lernt wieder euch zu vertrauen, zeige deiner Frau das Du immer noch der Mann bist, den sie vor 23 Jahren geheiratet hat.

    Ich weis, dass die Aufgaben die man Dir hier stellt nicht einfach zu lösen sind. Auch musst Du teilweise zwischen meinen Zeilen lesen um die Schwingungen aufzufangen die ich zum Ausdruck bringen möchte. Auch wenn ich sage, „Du mußt oder Du solltest“ bedeutet es nicht, dass Du an allem Schuld bist, und nur Du nun die Aufgabe hast alles gerade zu biegen. Nur wenn keiner den Anfang macht, wird sich das Rad solange drehen, bis ihr beide daran zerbrechen werdet – und das ist sicherlich nicht das was ihr wollt.

    Meine Frau und ich haben teilweise auch noch die Probleme. Durch langsames herantasten sind wir auf einem Weg, der eine schöne Zukunft prognostiziert. Wir kämpfen wieder beide für unser Glück – ich bin mehr als tausend Tode gestorben, innerlich zerbrochen, bis ich endlich verstanden habe, warum meine eingesetzte Energie stets verpufft. Meine Tun und handeln hat meiner Frau nicht genutzt – es war nicht das was sie vermisst hat. Man kann das hier nicht auf drei DINA4 Seiten pressen, dazu ist die Problematik viel zu komplex und es bedarf ein persönliches Gespräch, um zu vermitteln wie wir unser Problem gerade lösen.

    Ich kann Dir nur eines sagen: Es lohnt sich für die Beziehung zu kämpfen. Manchmal ist einer Müde, dann muss der andere doppelte Arbeit leisten – dennoch es lohnt sich. Glaube an Dich und an deine Ehe, glaube an deine Kinder und verliere nicht den Mut, wenn Dir jemand wieder einen auf die Nase gibt. Kämpfe und zeige deiner Frau, dass du bereit bis für eine Veränderung, beginne dein verhalten zu ändern, wende Dich zu deiner Frau und versuche sie wieder ohne Worte zu verstehen – und wenn Du das geschafft hast, wird sich auch deine Frau wieder zu dir wenden und Dir das geben was Du Dir wünscht!
     
    #4
    Trauerklops, 14 Februar 2008
  5. Begehren007
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    0
    Verheiratet
    Hallo Zusammen,

    dass so viel Reaktion kommt, hätte ich nicht erwartet: Danke!

    Danke Trauerklops für Deine aufbauenden und tiefen Worte, ja ich kämpfe auch wie du um meine Ehe und Beziehung und werde es auch weiter tun, weil ich meine Frau liebe und wir eine schöne Zukunft vor uns haben.

    LG :smile:
    Markus
     
    #5
    Begehren007, 18 Februar 2008
  6. Trauerklops
    Verbringt hier viel Zeit
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    103
    2
    nicht angegeben
    Ich finde es schön, dass Dir (und einigen anderen hier auch) vielleicht meine Sichtweise ein wenig weiter helfen kann – ich hoffe es ganz stark für Dich. Ich hoffe weiterhin, dass Du die Kraft hast zu kämpfen wofür es sich einfach lohnt zu kämpfen. Sollte Dir einmal die Energie fehlen um wieder auf die Beine zu kommen, dann halte Dir stets den Tag eurer Heirat vor Augen – und stelle Dir selbst die Frage „warum Du sie geheiratet hast“. Dieses wird stets eine Frage in deinem Leben sein, die Du immer beantworten kannst – und zwar von ganzen Herzen. Also lass in Momenten der Schwäche dein Herz sprechen und Du wirst Kraft finden um deinen Weg bis zum Ende zu gehen.
     
    #6
    Trauerklops, 18 Februar 2008
  7. Dandy77
    Meistens hier zu finden
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    133
    56
    nicht angegeben
    Hallo,

    erstmal mein Mitgefühl -Scheiß-Zeit die du durchgemacht hast.

    Ich denke mal, dass jeder Familienvater das ähnlich durchmacht. Sicherlich gibt es in einer Zweier-Beziehung auch Tiefpunkte aufgrund des Gewöhnungseffektes, wenn aber Kinder da sind ist der Mann meistens erst recht abgeschrieben. Das hat nichts damit zu tun, dass vorher schon was im Argen war. Passiert auch bei Paaren, die nicht so lange zusammen sind. Der Mann hat einfach seine Aufgabe erfüllt. Lollypoppy beschreibt es am besten aus weiblicher Sicht. Frau bekommt einfach genügend körperlichen Kontakt vom Kind, Sex ist nicht mehr notwendig, da er seine Aufgabe erfüllt hat. Dieses hat m.M. etwas mit unserer genetischen Programmierung zu tun.

    Männer haben in der Tat das Problem, dass sie Liebe über Sex definieren. Sex ist für sie die höchste Form der Liebe. Wenn er nicht mehr stattfindet, fühlen sie sich nicht mehr geliebt.

    Mann und Frau sind unter gewissen Beziehungen eine Beziehung eingegangen, vergleichbar mit den Bedingungen eines Vertrages. Beide haben zueinandergefunden, weil sie ein entsprechendes Verhaltensmuster hatten. Bei Frauen die Mutter werden, ändert sich das Verhalten und natürlich auch die Bedingungen. Mann ist schon klar, dass er seine Frau jetzt "teilen" muss. Mehr und mehr wird für ihn aber fraglich, ob sich ihre Verhaltensmuster nicht soweit geändert haben, dass die Voraussetzungen unter denen er die Beziehung eingegangen ist, sich nicht verändert haben.

    Ich bewundere Begehren, dass er seine Bedürfnisse solange zurückgestellt hat. Anstatt, dass er, seine Bedürfnisse außerhäusig befriedigt hat, macht das seine Frau, nachdem sie ihn jahrelang kalt gestellt hat.

    Ich hätte sie aus dem Haus geschmissen. Nicht nur, weil sie mich betrogen hat, sondern vor allem würde ich mir mißbraucht vorkommen. Als Deckhengst und Zahlmeister. Liebe kann ich darin nicht erkennen.

    Jeder Mensch hat das Recht auf Glück. Wenn sich das bei Frauen durch Kinder und bei Männern durch Sex definiert, muss man sich arangieren oder trennen. Nicht aber einen ansich unbefriedigenden Weg zu Ende gehen. Was soll das für ein Ende sein?

    Überleg mal, Begehren, in wievielen Jahren deiner Beziehung hast du aus deiner Sicht auf Kinder verzichtet?

    Ansich sollte dieser Erfahrungsbericht, der ja kein Einzelfall ist, für jeden Mann Pflichtlektüre werden, wenn er sich mit "Familienplanung beschäftigt.
     
    #7
    Dandy77, 18 Februar 2008

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