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5 Jahre Benedikt XVI. Welche Note gebt ihr ihm?

Dieses Thema im Forum "Umfrage-Forum" wurde erstellt von Theresamaus, 19 April 2010.

Status des Themas:
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  1. Theresamaus
    Benutzer gesperrt
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    nicht angegeben
    Nun ist Joseph Ratzinger seit 5 Jahren Papst. Manche haben ihm nur 1 oder 2 Jahre gegeben. In Wirklichkeit erfreut sich der Papst bester Gesundheit. Doch wurde er mehrmals gescholten: Holocaustleugner Williamson, Schweigen über die Kindesmissbräuche, missverständliche Kommentare über Moslems usw.
    http://www.tagesschau.de/ausland/papstjubilaeum102.html5

    Welche Schulnote würdet ihr dem Papst geben?
     
    #1
    Theresamaus, 19 April 2010
  2. krava
    krava (35)
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    Ich hab seine Arbeit so gut wie gar nicht verfolgt und würde mir deshalb kein Urteil erlauben.
     
    #2
    krava, 19 April 2010
  3. User 44981
    User 44981 (29)
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    Setzen, Sechs!

    Ratzinger ist eben ein erzkonservativer, reaktionärer Alter Mann... Dass ich so etwas nicht gut finde, ist wohl klar.
    [Sarkasmus] Dafür macht er einen guten Job, wenn es darum geht, dem Ansehen der katholischen Kirche zu schaden, was den guten Effekt hat, dass die katholische Kirche Mitglieder und damit auch Geld und gesellschaftliche Bedeutung verliert. [/Sarkasmus]

    Seinen Vorgänger fand ich dagegen schon etwas besser... zwar auch ein viel zu alter Mannn für so ein Amt (aber das gehört ja zu diesem Amt dazu), aber dafür nicht ganz so extrem konservativ und reaktionär wie Ratzinger.
     
    #3
    User 44981, 19 April 2010
  4. simon1986
    simon1986 (30)
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    Weil ich katholisch bin und er offiziell mein "geistliiches Oberhaupt" ist, habe ich das Recht mein Urteil abzugeben.

    Es fällt leider vernichtend aus.

    Der hätte nie Papst werden dürfen. Ihm geht die Fähigkeit eine Weltkirche zu führen, gänzlich ab. Er hat den Laden überhaupt nicht im Griff, erzreaktionäres Gelichter, Holocaust-Leugner usw. können ungehindert agieren, während er Alle die demoralisiert, die in der Kirche etwas bewegen wollen.

    Manchmal zeigt er gute Ansätze (soziale Anliegen), aber die macht er sogleich wieder zu nichte in seinem sinnlosen Kampf z.B. gegen Kondome.

    Zum Glück geht ihm der Knuddel-Bonus seines Vorgängers ab, so dass er bei uns Jungen kaum mehr punktet. Um Johannnes Paul zu sehen, bin ich immerhin von Zürich nach Bern gepilgert, für den jetzigen Papst würde mich der Strom für die Glotze reuen.

    @banane: des Einen Freud, des Andern Leid. Ich finde diesen Papst ein grosses Unglück für die katholische Kirche. Schun darum weil er mit seinen Kardinalsernennungen in die nächste Papstwahl hinein pfuscht.

    In der Schweiz gebe ich ihm die Note 1-2
     
    #4
    simon1986, 19 April 2010
  5. Garcon79
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    nicht angegeben
    Ratzinger ist zunächst einmal ein vollkommen weltfremder Mann. Der lebte schon vor seiner Wahl zum Papst 20 Jahre lang im Vatikan-Kokon und hat sich völlig vom normalen Leben entfernt. Er war immer ein Mann der Theorie, als richtiger Gemeindepfarrer hat er nie gearbeitet, also von Seelsorge am Menschen nicht viel mitbekommen. Hinzukommt das Problem aller katholischen Pfarrer, daß sie mangels eigener Familie überhaupt nicht wissen, wie schwierig das Zusammenleben mit Frau und Kindern mitunter sein kann, welche Konflikte da entstehen können und wie man diese vielleicht lösen kann, ohne daß die Familie auseinanderbricht.

    Sein Wirken als Papst ist leider auch mehr als kritisch zu würdigen. Besonders negativ fallen auf:

    1) Seine feindliche Einstellung zur evangelischen Kirche, die er nicht als Kirche akzeptiert. Miteinander mit Moslems und Juden liegt ihm noch eher am Herzen als die eigenen christlichen Brüder, obwohl er als kluger Theologe wissen müßte, das Luther seinerzeit vollkommen zu Recht Mißstände angeprangert hat.

    2) Seine Einstellung zu AIDS und Kondomen, vor allem in Schwarzafrika. Indem die Kirche den Gebrauch von Kondomen verbietet, macht sie sich dort tausend- und abertausendfach mitschuldig am Tod von Menschen, die es aufgrund ihres einfachen Bildungsstandes einfach nicht besser wissen können und daher vielmehr der Kirche gehorchen, als wir aufgeklärten Europäer es tun. Meiner Meinung nach der dunkelste Schatten, der auf der katholischen Kirche liegt, weil sie in diesem Punkt wider besseres Wissen und somit vorsätzlich handelt.

    3) Sein Umgang mit Bischof Williamson und der Piusbruderschaft. Völlig unbeholfen hat sich Ratzinger da in eine Sache hineinmanövriert, von der er hätte wissen müssen, daß die öffentlichen Reaktionen verheerend sein werden. Und damit natürlich gegenüber den Opfern des Holocaust ein unmögliches Verhalten an den Tag gelegt.

    4) Sein Umgang mit den jüngsten Mißbrauchs- und Gewaltvorwürfen. Warum entschuldigt sich der Papst bei Opfern aus den USA, aus Irland und aus Malta, aber ausgerechnet für die mißbrauchten Kinder aus dem eigenen Land hat er kein Wort der Entschuldigung, kein Wort der Reue, kein Wort der Scham, kein Wort des Trostes übrig? Statt dessen läßt er über einen Adjutanten bei der Ostermesse die Mißbrauchsvorwürfe abwertend als "Geschwätz" bezeichnen und verpaßt damit den Opfern einen weiteren Schlag ins Gesicht.
    Das Problem ist nicht, daß es Mißbräuche gegeben hat, das läßt sich nie ganz verhindern, weil es überall schwarze Schafe gibt. Das Problem ist vielmehr der gleichgültige und täterschützende Umgang der Kirche mit den Vorwürfen und die Verweigerung der Zusammenarbeit mit den Strafverfolgungsbehörden.


    Nein, dieser Papst hat sich in seinen ersten fünf Amtsjahren kein Ruhmesblatt erworben.
    Wäre ich Katholik, wäre ich spätestens in den letzten Wochen angesichts des Umgangs der Kirche mit den Mißbrauchs- und Gewaltopfern aus der Kirche ausgetreten.

    Man sollte aber auch nicht glauben, daß es mit dem Nachfolger von Benedikt besser wird. Denn ich glaube, daß der nächste Papst ein Afrikaner oder Südamerikaner sein wird, der tendenziell mindestens genauso konservativ wie Ratzinger sein wird.
     
    #5
    Garcon79, 20 April 2010

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