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70!!!!

Dieses Thema im Forum "Stammkneipe" wurde erstellt von User 28689, 21 Januar 2008.

  1. User 28689
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    70! Kam heute mit der Post, dass mein GdB 70 beträgt! In Worten: siebzig! Ne sieben und ne null. Ich glaubs ja nicht.
    Vor ziemlich genau einem Jahr (Februar '07) hatte ich ja schonmal die Feststellunng beantragt und da bekam ich den Bescheid 30. Und zwar aus drei Gründen. Einer davon war Depression, die beiden anderen angeborene Körperbehinderungen. Die Depression ist also 10 "wert". Die 70 von heute beinhalten ja den alten Bescheid, selbst wenn man also (vorerst) die Depression abzieht sind das immernoch 60! Und alles angeborene! Körperbehinderungen und Hirnschädigungen!! Und meine Eltern haben das alles mein Leben lang ignoriert!!

    Jetzt geh ich aber wirklich mal zum Anwalt und lasse mich beraten, inwieweit ich Schadensersatz bzw. Schmerzensgeld von Ihnen einklagen kann.


    Ich bin jetzt grad sowas von sauer auf meine Eltern :angryfire_alt:
     
    #1
    User 28689, 21 Januar 2008
  2. Antonella
    Antonella (41)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    was heisst GdB? :ratlos:

    die Rechnung versteh ich nicht, heisst das Du hast nächstes Jahr nochmal 40 Punkte/Prozent/keineAhnungwas mehr? :ratlos:

    Und wenn Du letztes Jahr noch nur 30 hattest, sind Deine Beschwerden im letzten Jahr schlimmer geworden?, ich komm da überhaupt nicht mit :schuechte ..und wegen der Eltern; wenn das so dramatisch und schnell steigt mit diesen Punkten oderwasauchimmer, dann hast Du in Deiner Kindheit vielleicht garkeine bis unauffällig wenig gehabt?

    Ich nehme mal an dass Du Deinen Eltern den Vorwurf machst dass sie keine Therapien veranlasst haben? anders kann ich mir das grade nicht erklären warum Du sauer auf Deine Eltern bist..würden denn die Werte anders ausfallen wenn Du diese bekommen hättest?
     
    #2
    Antonella, 21 Januar 2008
  3. Dunsti
    Dunsti (39)
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    vergeben und glücklich
    Worauf willst Du die Klage denn stützen? Dass sie ein behindertes Kind zur Welt gebracht haben oder dass sie (wie Du sagst) diese Behinderungen ignoriert haben? :ratlos:
     
    #3
    Dunsti, 21 Januar 2008
  4. Ginny
    Ginny (35)
    Sehr bekannt hier
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    vergeben und glücklich
    Ja, wenn man nicht haribobs zahlreiche anderen Threads dazu kennt, liest sich das etwasd verwirrend. <g>

    Schätze das heißt "Grad der Behinderung". Er hat eine Art Gleichgewichtsstörung, die ihn schon als Kind torkelnd laufen und sehr ungeschickt sein ließ, weshalb er bereits im Grundschulalter ein Außenseiter war, mit dem niemand wa szu tun haben wollte. Seine Eltern haben sich seiner Meinung nach nicht darum gekümmert und keine näheren Untersuchungen veranlasst, was er als Vernachlässigung sieht. Erkannt wurde die Krankheit erst etliche Jahre später und in der Zwischenzeit hat er davon ne Depression und soziale Störungen davongetragen, unter denen er bis heute leidet.
    Ich hoffe, ich hab das einigermaßen richtig wiedergegeben.
     
    #4
    Ginny, 21 Januar 2008
  5. Sternschnuppe_x
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    Single
    Siehe hier!

    Wie Melderegisterauskunftssperre begründen?
     
    #5
    Sternschnuppe_x, 21 Januar 2008
  6. Dunsti
    Dunsti (39)
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    vergeben und glücklich
    "GdB" ist der von der Behörde festgesetzte Grad der Behinderung von 0 bis 100. Ab 50 giltst Du als schwerbehindert und bekommst einen Ausweis.

    Gründe für so unterschiedliche Feststellungen können sein, dass beim ersten Mal nicht alles berücksichtigt wurde, etwas falsch eingeschätzt wurde oder tatsächlich sich innerhalb eines Jahres etwas enorm verschlechtert hat. Gegen das letzte würde aber m.E. sprechen, dass es sich um angeborene Behinderungen handelt und der TS mit der Entscheidung von vor einem Jahr schon nicht zufrieden war.

    Dass solche Feststellungen manchmal nach der Laune des Gutachters oder Sachbearbeiters getroffen werden, dafür kannst Du auch GEIL! Ich brauche keinen Rollstuhl mehr... ein Beispiel nachlesen.
     
    #6
    Dunsti, 21 Januar 2008
  7. Antonella
    Antonella (41)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    Aha, Danke Ginny:smile: ..hm, torkelndes Kind, Gleichgewichtsstörungen..keine Therapien, noch nichtmal Untersuchungen veranlasst :ratlos: ..das find ich bedenklich :ratlos: ..aber es stellt sich schon die Frage wie Dunsti gemeint hat, bringt das überhaupt was (ausser Stress)? :ratlos:

    Ahja..Danke :smile:
     
    #7
    Antonella, 21 Januar 2008
  8. Sternschnuppe_x
    Benutzer gesperrt
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    Single
    Na ja, letztes Jahr wurde vom Amt dein GdB noch auf 30 beziffert. Ich glaube nicht, daß du deinen Eltern vorwerfen können wirst, vor 30 Jahren nicht schlauer gewesen zu sein als das Amt vor einem Jahr.

    Ich kann nur das wiederholen, was ich in deinem anderen Thread geschrieben habe: Wenn deine Erkrankung nie irgendeinem Arzt, Lehrer usw... aufgefallen ist, woher hätten dann Laien wie deine Eltern das zweifelsfrei erkennen können MÜSSEN?

    Daß sie dich sehr wohl gefördert haben müssen, erkennt man doch daran, daß du immerhin Abitur und ein abgeschlossenes Studium hast. Einschränkung hin oder her - sie haben dich immerhin dafür genug unterstützt und gefördert. Und für eine Vernachlässigung der Fürsorgepflicht muß man, denke ich, schon einiges nachweisen... Ich vermute mal, sie haben dich ordentlich ernährt, dir ordentliche Kleidung gekauft, dich nicht vernachlässigt, waren mit dir beim Arzt, wenn du krank warst und haben dich soweit gefördert, daß du auf's Gymnasium gekommen bist und da dein Abitur gemacht hast.

    Ja, sie haben diese angeborene Behinderung nicht erkannt. Aber das ist 30 Jahre her. Und offensichtlich ist sie auch keinem Arzt aufgefallen. Und inwieweit sich deine jetzigen Nachteile wirklich ALLESAMT auf das angebliche "Versagen" deiner Eltern zurückführen lassen, ist doch äußerst zweifelhaft.

    Du bist schon 12 Jahre lang erwachsen - 12 Jahre, in denen du selbst hättest zu Ärzten und Psychotherapeuten hättest gehen können. Und wenn du sagst, daß der "Schaden", den du geltend machen willst, die verlängerte Studiendauer und damit verbundene Einkommenseinbußen aufgrund deiner Depressionen sind - dann stellt sich erst recht die Frage, inwieweit die Depressionen auf das Verhalten deiner Eltern zurückzuführen sind. Depressionen können genetisch bedingt sein oder Gott weiß was für Gründe haben...
     
    #8
    Sternschnuppe_x, 21 Januar 2008
  9. Dunsti
    Dunsti (39)
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    vergeben und glücklich
    Aha. :ratlos:

    Eine Frage hätte ich da doch: Hat man denn die Ataxie nochmal konkretisiert in dem Bescheid? Denn "beginnende zerebellare Ataxie", wie Du in dem anderen Thread geschrieben hast, ist eigentlich nur ein Hinweis darauf, dass irgendwer entweder sein Handwerk nicht versteht (sofern der Gutachter das ins Spiel gebracht hat) oder jemand die Hälfte vergessen hat (sofern der Sachbearbeiter das ins Spiel gebracht hat).

    Was ich meine: Man unterscheidet zwischen früh beginnender (Friedreich, Ramsay-Hunt) und spät beginnender zerebellarer Ataxie (Pierre Marie, Sanger Brown), wobei man als Zeitpunkt das 20. Lebensjahr festsetzt. Alles, was davor begann, ist früh, alles, was danach begann, ist spät.

    Das aber nur am Rande. Ohne Deine Eltern in Schutz nehmen zu wollen: Alle diese Krankheitsbilder sind erst seit frühestens 1996 eindeutig nachweisbar, alles, was davor gelaufen ist, waren Spekulationen, zu denen auch häufig die Psychosomatik bemüht wurde. Da viele Ärzte (m.E. zurecht) die Antworten der Psychosomatik auf schwerwiegende körperliche Probleme mit größter Distanz zur Kenntnis genommen haben, sind Dir möglicherweise lange unnütze psychiatrische Behandlungen erspart geblieben (die ich konkret von einem eigenen Patienten mit Friedreich-Ataxie sehr gut kenne).

    Das soll natürlich in keinster Weise die Versäumnisse Deines Umfeldes hinsichtlich der nötigen (Früh-) Förderung kleinreden. Ich möchte Dir nur sagen, dass Du mit diesem Problem leider kein Einzelfall bist. Ich kenne Dutzende behinderter Kinder, die nicht adäquat gefördert werden (übervorsichtige Eltern, überforderte Eltern, soziales System auf Sparkurs oder im Verwaltungsfieber) und das in einer Zeit, in der es auf viele Fragen, die vor 10 Jahren noch nicht beantwortbar waren, mittlerweile genaue Antworten und wirksame Therapien gibt.

    Wie auch bereits in dem anderen Thread von einem anderen User geschehen, möchte ich Dir an dieser Stelle erneut den Rat geben, Deine sehr wertvolle Kraft nicht mit dem Blick zurück zu verschwenden. Das heißt nicht, dass Du ihn nicht zurück werfen sollst - aber doch bitte konstruktiv! Schließe Dich mit anderen Menschen zusammen, die ähnliche Probleme haben und die sich frühzeitig an solche Gruppen wenden, um Hilfe zu bekommen. Denen kannst Du eine große Hilfe sein, indem Du sie vor den Schritten bewahrst (oder der Bewegungslosigkeit), die Du als Fehler empfunden hast. Suche Dir eine klare Aufgabe und gestalte Deine Zukunft!

    Einen verbitterten Kampf mit den schwerfälligen Mühlen der Justiz zu führen ... da geht so viel kostbare Energie flöten, die einfach so verpufft. Ob Du im Fall der schwerfälligen Mühlen überhaupt etwas zurückbekommst nach Jahren zermürbender Verfahren, kann ich nicht beurteilen; aus dem Bauch raus würde ich es verneinen. Im Falle Deiner Mithilfe in einer Selbsthilfegruppe oder eines Behindertensportvereins (um nur einige Beispiele zu nennen) bekommst Du ab der ersten Stunde etwas zurück. Aufmerksamkeit, Respekt, Solidarität - und je nach dem, wie gut Deine Arbeit ankommt, früher oder später die eine oder andere Glücksminute. Ein strahlendes Kind oder ein lachender Erwachsener, der mit Deiner Hilfe etwas geschafft hat, von dem er noch vor einigen Minuten, Stunden, Tagen, Wochen gesagt hat, dass würde er nie schaffen, ist mir 1000 mal mehr wert als 1000 Euro auf der Bank, die ich mir mühsam erstritten habe.

    Und vor allem: Wen willst Du in 5 Jahren, wenn der Prozess gewonnen oder verloren ist, dafür verantwortlich machen, dass Du mit 36 immernoch keinen Schritt weiter bist? Deine Eltern sind es nicht mehr, denn jetzt hast Du den Durchblick und kannst aus Deinem Leben etwas machen.

    Denk mal bitte drüber nach.
     
    #9
    Dunsti, 21 Januar 2008
  10. User 28689
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    nicht angegeben
    Genau das.
    das heißt aber nicht, dass es dann auch keine Krankheit gab. Eher "was der Bauer nicht kennt frißt er nicht", wenn du verstehst.
    Und wieso soll ich meinen Eltern nicht vorwerfen können, dass sie vor 30 Jahren nicht schlauer gewesen sind? Ich hatte doch noch drei! Geschwister. Um das ganze nicht wieder durchzukauen: meine HP
    eben das will ich ja alles mit nem Anwalt besprechen.
    Dazu hätte ich aber den Bedarf dazu erkennen müssen; den haben doch aber noch nichtmal meine Eltern erkannt und die waren damals (als ich 18 war) 52 und 62! Sie haben einfach die Augen verschlossen.
     
    #10
    User 28689, 21 Januar 2008
  11. User 20976
    (be)sticht mit Gefühl
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    2.056
    vergeben und glücklich
    Lies Dir Dunstis Beitrag durch, ich kann ihr absolut zustimmen (die Fachkenntnisse bezüglich der Ataxie hab ich natürlich nicht).

    Du willst unbedingt Deine Eltern als Schuldige hinstellen. Das halte ich für unkonstruktiv. Ansonsten: Siehe meine alten Beiträge im anderen Thread und die Antworten hier.
     
    #11
    User 20976, 21 Januar 2008
  12. User 28689
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    nicht angegeben
    a) Hirnschädigung mit Gangstörung; Hirnschädigung mit Sprachstörung; Störungen der Koordination
    der Punkt ist der "neue" (neu aufgenommen, diagnostiziert wurde die Kleinhirnataxie schon vor einigen Jahren als ich wg der Hypophysenunterfunktion stationär in der heidelberger Uniklinik war.
    Da allerdings auchnur nebenbei vom Arzt nach dem MRT beiläufig erwähnt: übrigens ist ihr Kleinhirn zu klein)
    b) Funktionsstörung der Hirnanahangsdrüse
    c) Depression
    d) Lungenfunktionseinschränkung
    dann ist die Diagnose früh wohl auch richtig, denn die Ataxie ist mir ja angeboren und daher war sie schon vor jedem meiner Lebensjahre da.

    1996 war ich 20 und gerade in der elften Klasse. Also "die letzte Chance" für meine Eltern, aktiv zu werden. Und um die nächste Frage vorwegzunehmen: Hätten sie schon in den 20 Jahren vorher mal den Bruder meines Vaters als praktizierenden Mediziner zu Rate gezogen, hätten sie 1996 dann auch "in den Startlöchern stehen können", du verstehst?
    :schuechte
    Vielleicht habe ich ja soviel Kraft, dass ich beides kann? Nicht vorwurfsvoll gemeint. Ich kann mir das wirklich gut vorstellen, so wie meine Situation im Moment aussieht: einerseits beschäftige ich mich mit meiner Vergangenheit, andererseits kümmer ich mich jetzt um meine Karriere und wie ich mein Privatleben gestalten will.
    mmh, internationaler-bund?
    Und da kommt ein anderes Problem: Ich kann sowas nicht wertschätzen, weil ich es nie erfahren habe. Sehr wohl aber 1000 Euro auf der Bank!
    Wer sagt denn, dass ich in fünf Jahren immer nochnichtweiter bin? Und ich will ja keinen Schadensersatz von meinen Eltern bis jetzt oder ne Lebenslange Rente oderso, sondern ne Entschädigung für die Jahre bis zu meinem 30ten Geburtstag -oder meinetwegen auch 28ten.
     
    #12
    User 28689, 21 Januar 2008

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