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Abhängigkeit vom Partner

Dieses Thema im Forum "Beziehung & Partnerschaft" wurde erstellt von JanHH, 31 Oktober 2004.

  1. JanHH
    Verbringt hier viel Zeit
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    0
    vergeben und glücklich
    Hallo,

    habe zur Zeit folgendes Problem: Ich bin ein ziemlich sensibler Typ, und furchtbar anhänglich.. das hat sich bei mir zu einer nicht allzu positiven Situation entwickelt. Ich bin so ungern alleine, das sich eine Art Abhängigkeit zu meiner Freundin eingestellt hat. Mir gehts z.B. schon schlecht, wenn wir mal eine Nacht aus beruflichen Gründen getrennt sind. Zur Zeit ist es so, dass sie wegen eines neuen Jobs in eine andere Stadt gezogen ist, und da ich eh in Heimarbeit arbeite, bin ich mit.. um halt bei ihr sein zu können, weil ich keine Fernbeziehung will. Aber in der neuen Stadt sitze ich jetzt mehr oder weniger den ganzen Tag alleine zuhause rum, hab zwar jede Menge zeit zum Chatten uw., aber auf Dauer ist es total monton und sehr unbefriedigend für mich, ich werde immer unglücklicher und spüre, wie es mir nicht gut tut. Aber die Vorstellung, alleine in Hamburg (halt meine eigentliche Heimat) zu sein, finde ich auch nicht gut.. in Hamburg habe ich Freunde, Familie, Büro etc., halt mein normales soziales Umfeld und ausserdem auch meine Heimat, und in der neuen Stadt habe ich nichts von alledem, nur sie halt. Ich verzichte also freiwillig auf einen grossen Teil meines Lebens, um bei ihr sein zu können, aber habe das Gefühl, dass dieser Preis auf Dauer zu hoch ist.

    Irgendwie habe ich meine Unabhängigkeit und Selbständigkeit eingebüsst. Ohne sie gehts mir eher schlecht, aber mit ihr in der neuen Stadt halt auch.. blöde Situation. Kennt ihr sowas? Bevor ich mit ihr zusammen war, war ich doch auch in der Lage, alleine klarzukommen, und irgendwie klappt das nicht mehr so recht, ich bin total auf sie fixiert. Sie selber findet das auch nicht gut, sie verlangt gar nicht dass ich ständig bei ihr anwesend bin, findet auch dass ich ruhig einen oder zwei tage die Woche alleine in HH sein kann, wenns mir gut tut.

    Ich hoffe es wird klar was ich auszudrücken versuche.. nach Rat frage ich gar nicht, mir ist das ja alles selber klar. Ich nehme an, das einzig richtige ist, wieder lernen, besser alleine klarzukommen, oder? Zur Zeit ist es so dass jede Dienstreise von ihr zu einem kleinen Drama wird.. total blöd. Man sollte doch in der Lage sein, auch mal alleine klarzukommen, und sollte nicht vom Partner Abhängig sein... zu einem kleinen Teil ist das wohl normal und auch unvermeidlich, aber in dem Ausmasse doch wohl eher destruktiv.

    Ach mann, bin echt schlecht gelaunt. Es kommt bei uns zunehmend an den Punkt wo's einfach nicht mehr geht deswegen, wo man spürt, dass ich dieses Problem endlich mal angehen muss, auch wenns Anfangs etwas schwerfallen sollte.

    Falls jemanden was dazu einfällt würde ich mich natürlich freuen. Es geht bestimmt nicht nur mir so :zwinker:. Irgendwelche Tipps?

    Gruß
    Jan
     
    #1
    JanHH, 31 Oktober 2004
  2. Jacqui
    Gast
    0
    Ich denke, nen richtigen Tipp zu geben an dieser Stelle is sicher sehr schwer. Aber ich kenn die Situation recht gut....und würde das Problem sich beim mir in diesem Maße gestalten, ich würde versuchen stundenweise abzurücken. Setz Dich ab von ihr....fang klein an. Mal nur mit ein paar Stunden, das machste dann solang bis Du merkst das es leichter wird für Dich...und dann steigerste das halt.

    Vielleicht klappt's ja sogar ohne das es einem von euch beiden richtig weh tut...ich wünsch Dir viel Glück dazu!!!

    Gruß
    Jacqui
     
    #2
    Jacqui, 31 Oktober 2004
  3. glashaus
    Gast
    0
    Wohnt ihr denn auch zusammen?
    Vielleicht solltest du dich einfach mal aufmachen und ein paar neue Leute kennenlernen, beim Sport treiben o.ä.! ist doch klar, dass du, wenn du nur eine Bezugsperson hast, nur auf die fixiert bist und dich an die klammern. Aber das kannst du ja ändern, in dem du auch mal anfängst dir ein Netz von sozialen Kontakten aufzubauen!
     
    #3
    glashaus, 31 Oktober 2004
  4. ogelique
    Verbringt hier viel Zeit
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    1
    Verheiratet
    Ich denke, du kennst die Antwort bereits.
    Such dir ein neues soziales Umfeld, geh' aus (v. a., wenn deine Freundin auf Dienstreise ist), mach auch mal etwas mit deiner Familie und den alten Freunden (ohne sie), fahr' nach Hamburg, wenn sie weg ist und später auch mal, wenn sie da ist,...
     
    #4
    ogelique, 31 Oktober 2004
  5. User 19803
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    ---
     
    #5
    Zuletzt bearbeitet: 11 Juni 2015
    User 19803, 31 Oktober 2004
  6. discovery
    discovery (39)
    Verbringt hier viel Zeit
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    0
    nicht angegeben
    Du solltest schnellstens was dagegen unternehmen. Eigentlich sollte man es gar nicht soweit kommen lassen. Schon mal dran gedacht, was du machen würdest, wenn diese Beziehung plötzlich vorbei sein sollte? Diese Menschen sind dann oft diese, über denen man in der Zeitung ließt.

    Wie schon alle Vorredner beschreiben, suche wieder sozialen Kontakt zu anderen und zu den alten Freunden aus deiner Heimatstadt. Auch wenn du Sie vernachläßigt hast, sie werden dir beistehen. Für das sind Freunde da und Freunde braucht man auch.
     
    #6
    discovery, 31 Oktober 2004
  7. JanHH
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    vergeben und glücklich
    Hallo,

    danke für die Antworten. Allerdings muss ich zwei Sachen anscheinend klarstellen: ich habe ein soziales Netz und Freunde in Hamburg, die ich nicht vernachlässige. Ich war auch als wir nur da gewohnt haben schon genauso anhänglich/abhängig von ihr, obwohl ich da auch viel mit anderen Leuten gemacht habe. Das hängt also nur bedingt zusammen. Das zweite ist, in der neuen Stadt einen neuen Freundeskreis aufzubauen, wird wohl nix.. habe die Hoffnung aufgegeben. Zu diesem Thema sagen eigentlich alle Leute "dann such Dir halt Freunde da", aber wie man das macht, Freunde suchen/finden, sagt einem keiner. Ich fand es noch nie leicht, echte Freunde zu finden, und auf oberflächliche bzw. falsche Freunde hab ich nun gar keine Lust. Dazu kommt, dass ich in der neuen Stadt keinen Job habe und auch sonst keinen Anlaufpunkt, und sowas braucht man ja schon, um Kontakte zu knüpfen.. ich mein, die findet man selten beim einkaufen oder so :zwinker:. Soll ja vorkommen, aber die Chancen sind schon wesentlich grösser, wenn man einen Arbeitsplatz oder sowas hat, wo man Leute trifft, und sowas habe ich hier halt nicht, ich arbeite ja zuhause. Auf Sportvereine oder gar sowas wie Volkshochschulkurse hab ich nu gar keine Lust, und ausserdem hab ich auch gar nicht recht Zeit für sowas.. muss ja immerhin arbeiten, und da meine Freundin noch mehr arbeitet als ich, auch noch den grössten Teil der Hausarbeit machen.

    Aber so schlimm ist das auch gar nicht.. mein Alter Freundeskreis in Hamburg reicht mir eigentlich aus.

    Die Idee mit dem "klein anfangen" fand ich gut.. wobei klein in dem Fall wohl "eine Nacht getrennt" wäre, denn stundenlang getrennt sind wir ja sowieso schon (weil sie ja tagsüber im Büro ist). Werde das demnächst mal in Angriff nehmen.

    Interessant ist vielleicht auch, wie es zu dieser Situation gekommen ist, und ich glaube, der Hauptgrund ist, dass es mir damals, bevor wir zusammen gekommen sind, ziemlich schlecht ging (diverse Problemchen zusammen), und als ich sie dann hatte war ich sofort wieder bestens drauf.. sie hatte also eine Art Drogen-Wirkung für mich, durch sie war ich dann wieder gut gelaunt. Sowas begünstigt solche Entwicklungen verständlicherweise stark.

    Gruß
    Jan
     
    #7
    JanHH, 1 November 2004
  8. Marsbeauty
    Gast
    0
    Am besten findet man Freunde,wenn man irgendwelchen Sport treibt.In Vereinen oder so ist.
     
    #8
    Marsbeauty, 1 November 2004
  9. User 18780
    User 18780 (33)
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    Verheiratet
    dein ganzer erster block hört sich für mich wie ne entschuldigung oder rechtfertigung an. was erwartest du denn?
    wenn es dir zu monoton ist, dich "selbst zu beschäftigen", dann kannst du nur eins dran ändern: freunde suchen.
    wie man das macht kann dir keiner sagen, da jeder anders ist. der eine ist eher so der typ, der sogar mit der kassiererin ein date klarmachen kann, der nächste ist nochmal anders. wenn du damit schwierigkeiten hast, dann kannst du ja mal versuchen über deine freundin kontakte zu knüpfen, dann entwickelt sich evtl sogar ein gemeinsamer freundeskreis.


    btw: es ist ja schön und gut, dass du in hamburg einen freundeskreis hast, aber des ist momentan halt nicht greifbar :cry: .
    wenn du aber ein bischen mehr unabhängig von ihr werden willst, dann wären ein paar "eigene" freunde sicherlich besser.

    Mann im M :zwinker: nd
     
    #9
    User 18780, 1 November 2004
  10. _Judy_
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Hallo!

    Ich kann dich nur zu gut verstehen!

    Nur dass ich diejenige bin, die ständig die Nähe sucht und mein Freund sein geregeltes, erfülltes Leben hat. Irgendwie bin ich in ner ähnlichen situation.

    Mein Ferund und ich wohnen zwar ncoh jeweils bei unseren Familien (sind 18 Jahre alt) und sehen uns daher sowiso nicht ständig, aber trotzdem merke ich von Tag zu Tag mehr wie sehr ich an ihm hänge. Viel zu sehr.

    Momentan ist er bzgl. seines Hobbies für 2 Tage weg. Du glaubst gar nicht wie besch... es mir geht. Das einzige was mir im Kopf schwirrrt ist er. "Warum meldet er sich nciht, was macht er gerade, ob er mich überhaupt vermisst?".

    Dabei ist das ja völliger Blödsinn. Er genießt eben auch mal ein paar Tage mit seinen Freunden. Was ja auch super ist. genau das ist es was ich nicht mehr kann. Solange er bei mir sit vermisse ich das auch überhgaupt nciht, aber wenn er weg ist und sienem Hobby nachgeht denke ich "toll und was habe ich noch?" Ich gehe auch regelmäßig mit Freunden weg, aber denke dabei trotzdem meist nur an ihn.

    Seit ich ihn habe, habe ich viele meiner Hobbies aufgegeben. Freiwillig. Ich hatte keien Lust mehr dazu, weil ich mir immer dachte, in dieser Zeit könntesch auch was mit ihm machen. Jetzt hab ich wieder versucht meinen Hobbies nachzugehen, aber das amcht mir gar keinen Spaß mehr. Irgendwie ist er mein Lebensmittelpunkt geworden. Und genau das ist der Fehler. Was wenn diese Beziehung mal endet?

    Er dagegen hat sein Hobby beibehalten und hat super viel Spaß.

    Weißt Du was ich sagen will? Ich komme nicht damit klar, dass er so ein erfülltest Leben hat und mein Leben fast nur noch aus ihm besteht. Ich weiß das ist ein Fehler und das darf nicht sein. Ich hab mich viel zu sehr auf ihn fixiert (von Anfang an) und mittlerweile bin ich so weit, dass es mir unheimlich schlecht geht wenn wir getrennt sind. Bzw. cih daheim sitze und er seinem Hobby nachgeht. Warum binde ich mich nur so extrem und er ist gefühlsmäßig ehre freier? Was würde ich darum geben, wenn ich auch einfach mal abschalten könte: sagen könnte "die Zeit mit dir genieße ich unheinmlich, aber ich habe auch noch ein Leben ohne dich, das mir Freude bereitet"

    Ich weiß echt nicht wie ich wieder mehr mein eigenes Leben aufbaue und darin Spaß habe. Denn irgendwie mscht ohnr ihn kaum novh was Spaß.

    In den Sommerferien war er einr Woche lang auch von seinem Hobby aus weg. das war die Schlimmste Woche in meinem ganzen Leben.

    Und dass es soweit kommt, darf eigentlich nicht sein.

    Bindung ist schön und gut, aber was wenn aus Bindung Abhängigkeit wird. Man keinen Sinn mehr im Leben ohne den anderen sehen würde???

    Nachdenkliche Grüße,
    _Judy_
     
    #10
    _Judy_, 1 November 2004
  11. carpenoctem
    Verbringt hier viel Zeit
    101
    101
    0
    vergeben und glücklich
    Ich kenne das Gefühl auch, bin aber zum Glück davon weggekommen.
    Ich konnte keinen Tag mehr ohne meinen Freund verbringen, wenn er mal was alleine machen wollte kam es jedesmal zum Streit, usw.
    Hatte dann immer das Gefühl, ich bin ihm gar nicht so wichtig.
    Wir haben uns jeden Tag gesehen, fast jeden Tag gestritten, aber ohne konnte ich auch nicht, weil ich immer das Gefühl hatte, er sei froh mich los zu sein.
    Erledigt hat sich das Ganze dann, als er vor einem halben Jahr zum Bund gegangen ist. Am Anfang war das natürlich wahnsinnig hart, da wir manchmal nicht mal telefonieren konnten, aber irgendwie habe ich mich daran gewöhnt. Mittlerweile sehen wir uns etwa 4 Tage die Woche und streiten kaum noch.
    Ich gehe auch wieder meinen alten Hobbies nach (die auch ich aufgegeben hatte) und treffe mich viel mit Freundinnen.
    Es ist ein tolles Gefühl wieder mehr Unabhängigkeit zu haben.
    Wie man dahinkommt, kann ich allerdings leider nicht sagen, da es bei mir ja quasi zwangsweise so war, dass wir uns nicht so viel sehen konnten.

    Mein Tip wäre, sich etwas vorzunehmen, was man so schnell nicht wieder absagen kann (ich traniere z.b. kindergruppen im schwimmen). Da ist man gezwungen auch hinzugehen und kann nicht sagen, dass man heute lieber was mit dem Partner macht.
     
    #11
    carpenoctem, 1 November 2004
  12. JanHH
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    vergeben und glücklich
    Ja _Judy_ das kann ich nur zu gut nachvollziehen, zum Glück ist es bei mir mittlerweile etwas besser geworden. Aber wenn man nunmal feststellt, dass es einem mehr Spass macht, mit seinem Partner zusammen zu sein, als irgendwelchen Hobbies nachzugehen, ist es ja auch eigentlich logisch, dass man das dann macht. Bei mir war das genau so. Ich bin nun mal lieber mit ihr zusammen als mit den meisten anderen Leuten.

    Wie gesagt, das mit dem andere-Freunde-suchen sagt sich so leicht, aber ist manchmal wirklich ziemlich hart, und ausserdem auch nicht zwangsläufig die Lösung für das Problem. Wenn man dann andere Freunde hat, aber doch am liebsten mit dem Partner zusammen ist.. hilft das auch nix :zwinker:. Ich glaube, es gibt einfach Menschen die ziemlich anhänglich sind, und welche die eher unabhängig sind, einfach so vom Naturell her. Doof wenn sich da dann was gefunden hat, was nicht richtig passt.

    Judy, gefährdet die Situation nicht auch langfristig Deine Beziehung? Bei mir wars tendenziell so, ein paar mal. Zum Glück hat es sich etwas verbessert. Aber gerade die letzte Antwort zeigt doch, dass wirklich einfach dran-gewöhnen und "üben" der einzige Weg ist, damit klar zu kommen.

    Gruß
    Jan
     
    #12
    JanHH, 2 November 2004

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