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Abi bestanden! - was nun?

Dieses Thema im Forum "Off-Topic-Location" wurde erstellt von MissPerú, 6 Dezember 2009.

  1. MissPerú
    MissPerú (30)
    Sorgt für Gesprächsstoff
    56
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    1
    nicht angegeben
    Hallo!

    Nun habe ich endlich mein Abi nachgeholt.
    Habe eine aufregende Woche hinter mir, aber mit tollen Ergebnissen. *freu*
    Nun stellt sich für mich die Frage, was tun.
    Eigentlich war es mir klar, dass ich Sprachen studieren möchte. Aber ich bin nun doch sehr unsicher, ob nicht etwas anderes besser für mich wäre.
    Ich bin nicht mehr die Jüngste, deswegen wollte ich mir weitere Umwege im Studium ersparen und möglichst auf Anhieb eine gute Entscheidung treffen.

    Wisst ihr, ob es eine Art Studienberatung gibt, die einem bei der Entscheidung helfen könnte?
    Oder gibt es die Möglichkeit, einige Vorlesungen zu besuchen (z.B. in Jura, Medizin usw)?
    Wo bekomme ich einen Studienkredit her?
    Und was ist mit einer Privat-Uni? Kann man ein Studium dort überhaupt finanzieren, wenn man arme Eltern hat?

    Ich weiß gerade irgendwie nicht, wo und wie ich mich zuerst informieren soll. Bin etwas verwirrt...:ratlos:

    Bitte helft mir!
    Danke!:herz:

    MissPerú
     
    #1
    MissPerú, 6 Dezember 2009
  2. User 20976
    (be)sticht mit Gefühl
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    vergeben und glücklich
    "Abi bestanden - was nun?"
    FREUEN!

    Super. Ich erinner mich an Deine Threads, in denen Du Angst hattest, es nicht zu schaffen, auch wegen der gesundheitlichen Probleme. Toll, dass Du es geschafft hast. Herzlichen Glückwunsch! Freu Dich bitte erst einmal ausführlich darüber, das ist eine wirkliche Leistung.

    Du bist älter als der Durchschnittsabiturient, aber mit 23 auch nicht "alt". Abiturienten, die erst eine Ausbildung machen und dann doch noch studieren, legen ja auch nicht mit 19 los. Außerdem hast Du bereits bei Deinen Abivorbereitungen das selbstständige Lernen gelernt, das ist von Vorteil.

    Was sind denn Deine Stärken? Was sind Deine Interessen? Ich halte nichts davon, ein Studienfach allein aufgrund angeblich guter Berufsaussichten anzufangen - bis der Abschluss erreicht ist, hat sich eventuell der Arbeitsmarkt gewandelt. Ich halte es für sehr wichtig und wesentlich, sich für die Inhalte seines Fachs zu begeistern.

    Du kannst ja auch mal andersherum überlegen: In welchem Bereich möchtest Du später arbeiten? Welches Studium könnte dafür nützlich sein bzw. den Weg dorthin ermöglichen?
    Auf viele Studienfächer kommt man von allein auch gar nicht, weil sie zu unbekannt sind - es gibt da so einen dicken Wälzer, in dem alle Studienmöglichkeiten an deutschen Universitäten aufgeführt sind, allerdings weiß ich nicht genau, wie der heißt - das war zumindest früher so ein dickes grünes Buch. Vielleicht gibt es das heute auch online.
    Edit: http://www.studienwahl.de/

    Ja, es gibt an jeder Uni Studienberatungsstellen, außerdem Fachberatungen in den jeweiligen Instituten. Welche Universität ist denn bei Dir in der Nähe?
    Ggf. einfach mal online schauen, was an Fächern angeboten wird. Wenn Du ein Fach konkreter im Auge hast, kanns auch sinnvoll sein, sich an den "Fachschaftsrat" zu wenden - das sind schlicht die Studenten, die sich in ihrem Fach auch "unibürokratisch" engagieren. (Fachschaft nennt man alle Studenten eines jeweiligen Fachs.) Es gibt meist auch Studenten, die studentische Studienberatung anbieten und was zu ihrem Fach und dem Studienverlauf erzählen können.

    Ich kenn es aus diversen Geisteswissenschaften und Philosophie so, dass keiner fragt oder erst mal den Studentenausweis sehen will, wenn man zu einem Seminar oder einer Vorlesung geht. Bei einer Vorlesung schon mal gar nicht, aber auch bei Seminaren nicht. Ich hatte auch mal Seminare mit nur zehn Leuten, aber da kann man schlicht zum Dozenten gehen und sagen, dass man sich für das Studienfach interessiert und mal als Gast zuhören will - hab nicht erlebt, dass jemals jemand nicht als Gast zuhören durfte.

    Privatuniversität: Es dürfte auf der Webseite der jeweiligen Hochschule stehen, ob es Stipendien gibt; ggf. einfach anrufen und nachfragen.

    Studienkredit: Damit kenne ich mich nicht aus.

    Zu beachten sind die Bewerbungsfristen.
    Für Dich wäre ein Start im Sommersemester möglich, allerdings werden nicht in allen Studiengängen zum Sommersemester Erstsemesterplätze angeboten; manchmal kann man das Studium nur zum Wintersemester aufnehmen. Ggf. lässt sich die Zeit mit Praktika überbrücken - oder Du jobbst, um Geld anzusparen. Aber das hängt eben auch vom Wunschfach ab.

    Wichtige Lektion: In Universitäten arbeiten Menschen. Die darf man fragen. Dumme Fragen gibt es nicht. Lieber einmal mehr nachfragen als lange grübeln und unsicher sein. ;-)
     
    #2
    User 20976, 6 Dezember 2009
  3. Reliant
    Reliant (35)
    Sehr bekannt hier
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    vergeben und glücklich
    Zumindest in Österreich ist es so, das du ausserordentlich in alle Vorlesungen gehen kannst.
    Und egal wie alt du bist, eine richtige Entscheidung kannst du erst nach genügend Erfahrung treffen. Also mach das, was dich am meisten interessiert, dann sind die Chancen am höchsten das du es durchziehst.
     
    #3
    Reliant, 6 Dezember 2009
  4. User 39498
    User 39498 (29)
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    3.387
    Verheiratet
    Dazu erstmal Herzlichen Glückwunsch! :jaa:


    Ging mir ähnlich. Ich bin sehr sprachenaffin und dachte deshalb immer, ich sollte das auch studieren. Allerdings fand ich dann die Berufsfelder, die sich mit reiner Sprachwissenschaft (Anglistik, Romanistik etc) erschließen nicht so sonderlich spannend.. ich lerne neben meinem Studium zwei neue Sprachen, das ist ein guter Kompromiss für mich.

    Setz' dich da nicht selbst unter Druck. Du bist ja keine 40! Lieber einmal einen Studiengang abbrechen, als ein Leben lang mit der Studienwahl unglücklich sein!

    Ja, kann man. Fast alle [rennomierten] Privatunis haben ein Partnerprogramm mit einer ansässigen Bank, bei der du die Studiengebühren als Studienkredit finanzieren kannst.
    Privatunis sind keine Elitekasernen für Kinder reicher Eltern! :jaa: Es gibt für Studenten mit Migrationshintergrund auch das Vodafone-Stipendium, welches ein Studium UND Lebenskosten an einer Privatuni (von den Top 10 derer, z.B. Bucerius Law School, WHU, zeppelin university, ebs) komplett finanziert. Dafür muss man aber halt in 2. Generation Migrant sein.
    Aber auch andere Stipendien werden von Privatunis angeboten.. einfach mal erkundigen.

    Wenn du in die Richtung Fragen hast - ich studiere selber an einer Privatuni und bin selber (Teil-)Stipendiat. Dazu arbeite ich an meiner Uni als wissenschaftliche Hilfskraft und verdiene mir so noch was dazu, ohne dabei das Lernen zu vernachlässigen, denn ich bin hauptsächlich in der Forschung und Lehre beschäftigt und nicht im administrativen Bereich. :smile:

    Viel Spaß beim Suchen und Aussuchen! Ich suche mir grade einen Masterstudiengang raus und bin ähnlich verwirrt.. :grin:
     
    #4
    User 39498, 6 Dezember 2009
  5. User 53338
    Meistens hier zu finden
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    128
    224
    offene Beziehung
    Glückwunsch zum bestandenen Abi. :smile:

    Bei einer privaten Uni sehe ich nur den Weg über einen Kredit, wenn es sich die Eltern finanziell nicht leisten können. Kommt aber darauf an, ob die Uni/FH sich in deiner Stadt befindet, du zu Hause wohnen bleibst usw. - dann könntest du dir die Gebühren auch über einen Nebenjob finanzieren. Gibt natürlich auch noch BaFög. Bei privaten Schulen muss dir nur klar sein, dass die Gebühren locker bei 500 bis 600 EUR im Monat liegen können.

    Du kannst natürlich dann auch versuchen dich um ein Stipendium zu bewerben - ein Versuch wäre es aufjedenfall wert!


    Vorlesungen zu besuchen ist kein Problem, habe ich schon oft erlebt. Einfach im Sekreteriat nachfragen, dann sollte das kein Thema sein.
     
    #5
    User 53338, 6 Dezember 2009
  6. donmartin
    Gast
    1.903
    Na Herzlichen Glückwunsch!

    Besonders auch von mir..... :smile:, Hey freu Dich einfach - lass mal das vergangene Jahr :smile:D Was haben wir mit die mitgemacht....:tongue: )
    revue passieren und erhole Dich ein wenig!

    :jaa:

    Mach langsam, der nächste Schritt folgt - sonst bekommste wieder Bauchweh! :frown:

    Freut mich....
     
    #6
    donmartin, 6 Dezember 2009
  7. MissPerú
    MissPerú (30)
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
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    33
    1
    nicht angegeben
    Hey Leute, vielen Dank! :smile:

    Ja, es stimmt, ihr habt viel mit mir mitgemacht in diesem Forum. *g*
    Und es ist wahr: Ich sollte mich jetzt wirklich erstmal richtig ausgiebeig freuen! Das tue ich auch!
    Es ist ein unglaublich tolles Gefühl, das alles geschafft zu haben! Jetzt sehe ich erstmal wie stark ich bin!
    Ich unterschätze mich oft einfach extrem. Aber das kommt auch daher, dass ich kaum Erfolgserlebnisse hatte bisher. Nun habe ich endlich eins! *freu*

    Vielen Dank für eure Anregungen! Ich werde meine Fühler in alle Richtungen ausstrecken und schauen, was es dann am Ende wird.
    Bisher schlug mein Herz sehr in Richtung "Gebärdensprachdolmetscherin". Ich liebe Sprachen sehr, besnders die DGS und der Beruf hat den Vorteil, dass man sich damit selbständig machen kann, was für mich eine ganz wichtige Aussicht ist (dass zumindest die Möglichkeit dazu besteht)!
    Es ist wahr, dass es nichts bringt, etwas nur deshalb zu studieren, weil es als "sicher" gilt. Immerhin wird man den Beruf, den man ergreift, wahrscheinlich sein ganzes Leben lang ausüben, da wäre es fatal, wenn man seinen Beruf überhaupt nicht mag.
    Die Leiterin meines Instituts (dort wo ich meine Prüfung abgelegt habe) hat mir ans Herz gelegt, mich bei der Bucerius Law School zu bewerben. Sie kennt den Leiter der Uni und möchte mich ihm unbedingt vorstellen. Sie ist Feuer und Flamme dafür, dass ich dort mein Glück versuche.
    Einerseits freue ich mich natürlich darüber, dass sie mir offenbar eine Menge zutraut, andereseits habe ich über Jura noch nie so wirklich nachgedacht. Ist das nicht staubtrocken? Ich kann mir da nicht wirklich viel drunter vorstellen, ehrlichgesagt. Aber wozu gibt es Info-Verantsaltungen? :smile:
     
    #7
    MissPerú, 6 Dezember 2009
  8. User 20976
    (be)sticht mit Gefühl
    13.614
    398
    2.056
    vergeben und glücklich
    Gebärdensprachdolmetschen finde ich sehr spannend. Wenn Du Dich generell für Sprachen interessierst, kannst Du auch überlegen, ob Du Übersetzen und Dolmetschen studieren willst - eine Freundin von mir hat das gemacht und arbeitet nun im Wirtschaftsministerium - zu ihrem eigenen Erstaunen, das hatte sie sich selbst nicht zugetraut.

    Bucerius Law School: Wenn die besagte Leiterin Dir etwas Gutes tun will, dann nutz das ruhig. Das heißt ja nicht, dass Du ggf. einen solchen Studienplatz annehmen musst. Aber warum nicht den Leiter mal kennenlernen und mit ihm über das Studium sprechen?

    Wenn Du dann nach reiflicher Überlegung doch ein anderes Studium beginnst, musst Du im Übrigen kein schlechtes Gewissen haben. Denn DU entscheidest, was gut für Dich ist. Aber mal anzuhören, was andere vorschlagen, ist sicher nicht verkehrt.

    Zum Thema "Ein ganzes Leben lang den ergriffenen Beruf ausüben" - das war früher Standard. Heute kenne ich Leute, die zum Beispiel vom Juristen zum Journalisten zum Gastronom wurden. Oder vom Büroangestellten zum Bioladenbetreiber. Mach Dir nicht jetzt den Stress, dass Du mit Deiner Studienwahl Deine gesamte Zukunft bestimmst. Erst einmal geht es mit dieser Entscheidung um die nächsten Jahre. Umschwenken auf andere Gebiete kann man später immer noch. Eventuell ist das dann gar nicht nötig, weil man glücklich ist mit dem, was man macht. Aber heute sind "Mehrfachkarrieren" und Berufswechsel nicht mehr so selten, die Arbeitswelt ist flexibler geworden.

    Man kann sich im Übrigen mit den verschiedensten Fachkenntnissen selbstständig machen - dazu muss man nur seine Nische finden.
     
    #8
    User 20976, 6 Dezember 2009
  9. aiks
    Gast
    0
    Also bei unserer Uni ist es so, dass man GDS (sowie auch jede andere Sprache) nicht einzeln im Dolmetsch studieren kann - man muss immer zwei Sprachen belegen - vielleicht weil man mit einer einzigen Sprache nicht besonders viel Marktwert hat?

    Jus kenne ich auch nur als staubtrockenes Fach und alle meine Bekannten, die es studieren, machen das eigentlich nur als Mittel zum Zweck.
     
    #9
    aiks, 6 Dezember 2009
  10. Asti
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Zur Jura: Ich studier das selbst, ja, ich machs freiwillig, nein, ich machs nicht wegen der Kohle. Diesbezüglich hat man mittlerweile sowieso keine allzu großen Chancen mehr, der Markt ist mehr als überlaufen. Dieses Semester haben allein an meiner Uni über 500 neue Studenten angefangen Jura zu studieren, normal sind so um die 300-400. Die Jobchancen sind mäßg, außer du bist überdurchschnittlich gut oder hast Vitamin B. Die BLS würde ich persönlich nicht empfehlen. Klar hat die Prestige, ist halt ne Privatschule. Soweit ich informiert bin, schließt man dort aber mit Bachelor ab, oder? Da stellt sich für mich die Frage, inwiefern man da überhaupt die Möglichkeiten hat eine zweite Staatsprüfung zu machen etc.. Ich würde eher dazu tendieren ne gute Uni zu besuchen, nennenswert sind da Heidelberg, Konstanz, Tübingen, Augsburg, evtl. noch Berlin. In der Jus (wie auch überall...) wirds halt gerne gesehen, wenn du ausm Süden kommst. Augsburg kann ich dir empfehlen, die Profs sind ausgezeichnet, aber man kann nur zum WS immatrikulieren. Naja, und die Stadt ist halt langweilig :grin:
    Der Stoff ist
    Ansichtssache. Ich finds itneressant und lerns gerne und langweile mich nur im Staatsorganisationsrecht :zwinker: Alles andere ist echt supi, gerade Strafrecht macht echt Laune, muss man aber eben mögen. Problematisch wirds, wenn du entweder stinkendfaul bist oder dir das juristische Denken fehlt. Die Stoffmasse ist halt scho massiv und die Tatsache, dass du bis zur ersten Staatsprüfung eigentlich jede Prüfung so oft wiederholen kannst, bis du sie geschafft hast und dann im StaatsEx beim zweiten Mal durchfliegst, machts ziemlich gemein. Des Weiteren brechen auch viele ab, sogar eigentlich gute Studenten. Und das liegt nichtmal daran, dass es so sonderlich schwer wäre, sondern daran, dass du dich damit abfinden musst, miese Noten zu schreiben. Die Skala reicht von 0-18 Punkten, ab 8 gehört man zu Elite, zweistellig sind ein paar verschwindend geringe, 18 sind quasi unmöglich. Der gemeine Student bewegt sich zwischen 2 und 6 Punkten und erklär deiner Familie mal, wieso du dich immer im unteren Drittel bewegst, da will keiner hören, dass das normal ist :zwinker:
    Juristisches Denken hat man entweder, oder man hats nicht. Da hilft auch viel lernen nicht, wenn du immer über zehntausend (falsche) Ecken denkst, haste verloren. Es hilft, wenn du gut mit Sprachen kannst, das ist ungemein hilfreich bei der Auslegung. Fälle lösen ist ähnlich wie Mathe. Du hast deien Sachverhalt, dein Schema F und legst dann los. Bei mir wars in Mathe (wo ich echt schlecht war) immer so, dass ich einfach möglichst viele Aufgaben gerechnet hab, bis ich den Dreh raushatte und wusste, auf was ich gucken muss usw. Genauso isses bei der Falllösung. Fälle lösen bis zum umfallen, mit der Zeit kriegt man die Routine rein, weiß, wo was steht, welches Wort einen auf was aufmerksam macht etc..
    Staubtrocken isses bei weitem nicht, und auch keine pure Auswendiglernerei. Es gibt zwar x Definitionen, die man kennen muss (Handeln/Nicht-Handeln :grin:), aber die werden bei uns in den Fallbesprechungen so oft durchgekaut, die kannste irgendwann nimmer hlören und die haste dann auch drauf. Paragraphen kommen mit der Zeit von selbst. Man muss es halt mögen und wollen, da leigt der springende Punkt.
    Bei uns gibts Vorlesungenfür Gasthörer, aber ich denke, es fällt auch kaum auf, wenn du dich einach mal so in ne Vorlesung reinsetzt.

    Falls du noch Fragen hast, schick ne PN oder so :zwinker:
     
    #10
    Asti, 6 Dezember 2009
  11. User 39498
    User 39498 (29)
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    3.387
    Verheiratet
    Die Freundin meines Bruders hat an der BLS studierst und ich kenne recht viele von dort durch die diversen Sportveranstaltungen von Privatunis (Euromasters :zwinker: ) .. da macht man auch das erste StEx, den LL.B. macht man auch, was ganz hilfreich sein kann wenn man beispielsweise einen Master im Ausland machen möchte oder sich andersweitig in Kanzleien im Ausland bewegen möchte.

    Zitat der Homepage:

    "Hierbei handelt es sich um das grundständige Jurastudium, das Studierende mit dem Bachelor of Laws (LL.B.) und der Ersten Prüfung (dem juristischen Staatsexamen) abschließen." (Quelle: Studieninteressierte: BUCERIUS LAW SCHOOL)

    Die BLS ist schon gut und soweit ich das mitgekriegt habe, jobtechnisch sehr von Vorteil.
    Aber Jura kann man selbstverständlich - so wie alles - auch an einer staatlichen Universität studieren.
    Die Unterschiede bestehen hauptsächlich in der Betreuung, den Firmenkontakten, der Ausstattung der Uni und der Gruppengröße in Seminaren. Es macht schon einen Unterschied ob man mit 1000 oder 10 Leuten im Seminar arbeitet.

    Eine gute Freundin von mir hat übrigens Jura studiert weil sie so gut mit Sprachen kann - wie Asti schon sagte, eigentlich geht's in Jura hauptsächlich um Interpretation von Sprache. Du musst gut schreiben, formulieren und auslegen können, und eine gewisse Sprachaffinität ist da super hilfreich.
    Auch sind Fremdsprachen im Bereich Business Law hilfreich - da geht's viel um Transaktionen zwischen Firmen, und das läuft vor dem Hintergrund der Globalisierung oft auf Englisch oder in einer anderen Fremdsprache ab.
     
    #11
    User 39498, 6 Dezember 2009
  12. Asti
    Verbringt hier viel Zeit
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    14
    nicht angegeben
    Gut, wieder was gelernt :zwinker: Hatte mich nur am Rande mit der BLS beschäftigt, weil sie für mich sowieso nicht in rage kam, der Studienbeiträge wegen.
    Ob Fremdsprachen so wichtig sind, hängt davon ab, was du tun willst. Im Staatsdienst wirst du nicht viele Auslandsconnections haben, es sei denn, du bist ein hohes Tier oder arbeitest am EuGH. Als Durchschntitsrichter etc. werden die zigtausend Fremdsprachenkenntnisse auch nicht weiterhelfen. Im Bereich Wirtschaftsrecht sieht das wieder ganz anders aus, allgemein gilt: Wenn du privater Anwalt werden willst, nimm Sprachen mit und alles, was dich irgendwie qualifiziert. Weißt du die ungefähre Richtung, in die du gehen wollen würdest? Strarecht, öffentliches Recht, Zivilrecht, international, national? Wenn du dich mehr für die Richtung BWL interessierst, dann würde ich fast raten Wirtschaftsrecht zu nezhmen, weil wir als Juristen mit BWL selbst gar nicht in Berührung kommen.

    Bei uns ist das Sudium so aufgebaut, dass du Vorlesungen hast (ca. 500 Leute, ist aber im Durchschnitt noch wenig, kleine Uni halt), dazu dann Fallbesprechungen mit 30 Leuten. Seminare kommen erst später, sind aber auch nur um die 30 Teilnehmer, also alles im Rahmen. Und die Hälfte bricht eh ab, von daher :grin:
     
    #12
    Asti, 6 Dezember 2009
  13. User 39498
    User 39498 (29)
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    348
    3.387
    Verheiratet
    Asti, deswegen sagte ich ja, hauptsächlich im Bereich Wirtschaftsrecht sind Fremdsprachen echt wichtig! :smile:
    An der BLS hat man zum Beispiel automatisch auch BWL und VWL, was halt an den staatlichen - wie du ja aus eigener Erfahrung weißt - nicht so ist.
    Man kann dort also Volljurist werden und trotzdem sich wirtschaftlich bilden. Find' ich ganz praktisch!

    500 Leute in einer Vorlesung find' ich schon echt krass.. kann man da überhaupt Fragen stellen oder diskutieren?! Wohl eher weniger..
     
    #13
    User 39498, 6 Dezember 2009
  14. User 46728
    Beiträge füllen Bücher
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    677
    vergeben und glücklich
    Ich hab da eine Idee für dich, muss aber dafür wissen, ob s dir egal ist, wo du in Deutschland studierst. Sprich: würdest du umziehen? Dann würde ich dir ne PM schicken und was empfehlen, was es in Deutschland aber eslten gibt.
     
    #14
    User 46728, 6 Dezember 2009
  15. Asti
    Verbringt hier viel Zeit
    1.686
    123
    14
    nicht angegeben
    500 Leute sind im bundesweiten Durchschnitt verhältnismäßig wenig. Zumal wir die auch nur erreichen, wenn die Wirtschaftsjuristen dabei sind (sprich im Zivilrecht), ansonsten schweben wir um die 300 rum. Ich sitz meist vorne in der zweiten oder dritten Reihe, da kann man durchaus diskutieren und Fragen stellen, die hintere Hälfte ist im Normalfall sowieso nur da, um anwesend zu sein, die wollen meist netmal aufpassen. Aber die Profs latschen auch nach hinten und geben Mikros durch, falls sich doch ein Streber in die letzte Reihe verirrt hat :grin:
     
    #15
    Asti, 6 Dezember 2009
  16. 4more_boy86
    Verbringt hier viel Zeit
    16
    88
    17
    nicht angegeben
    Im Falle von Jura scheint es mir allerdings nicht ganz so entscheidend zu sein, an welcher Uni du studierst, wie in anderen Fächern. Schließlich schreibt ja jeder dann das (innerhalb eines Bundeslandes) gleiche Staatsexamen. Außerdem sind gerade die renomierten Unis was Studiensituation und Betreuung betrifft nicht ganz so topp, der Ruf entsteht einfach mehr durch die Forschung. Was die genannten Unis betrifft würde ich noch München hinzufügen, Berlin gehört auf jeden Fall auch dazu, Augsburg spielt aber wohl eher nicht in dieser Liga (was die Reputation angeht, die Studiensituation kann da durchaus trotzdem äußerst zufriedenstellend sein- was das betrifft, hätte ich übrigens auch noch einen guten Tipp;-))
     
    #16
    4more_boy86, 6 Dezember 2009
  17. Asti
    Verbringt hier viel Zeit
    1.686
    123
    14
    nicht angegeben
    Och, die meisten Kanzleien gucken schon, wo du herkommst :zwinker: Und mit genannten Unis haste deutlich bessere Chancen, als mit Jena, Kiel und Frankfurt/Main. Ob das nun gerechtfertigt ist, sei mal dahingestellt. Augsburg hat schon nen recht guten Ruf was Jura angeht. Die LMU hat halt gute Profs, bzw. hatte. Köhler und Roxin sind schon Namen, mit denen man den Ruf um ein paar Ellen anheben kann.
    Was wäre dein Tip gewesen?
     
    #17
    Asti, 6 Dezember 2009
  18. MissPerú
    MissPerú (30)
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
    56
    33
    1
    nicht angegeben
    Das sind alles sehr interessante Anregungen, danke!

    Mich würde auch interessieren, wie man sich für ein Stipendium bewirbt. Welche Stiftungen gibt es da? Und wie überzeugt man am besten? Was wollen die hören?
    Einer meiner Freunde hat mit 26 sein Abi nachgeholt und dann ein Stipendium bekommen.
    Ich hatte leider noch keine Gelegenheit mit ihm zu sprechen, da er zur Zeit in Spanien ist.
    Aber vielleicht könnt ihr mir erstmal weiterhelfen?
     
    #18
    MissPerú, 8 Dezember 2009
  19. MissPerú
    MissPerú (30)
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
    56
    33
    1
    nicht angegeben
    Na? Niemand eine Idee? :smile:
     
    #19
    MissPerú, 10 Dezember 2009

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