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Ablauf von Therapiesitzungen?

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von Salesha, 7 Juni 2006.

  1. Salesha
    Salesha (32)
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    wie läuft eine Therapiesitzung ab, oder auch eine ganze Therapie?
    Kann mir da vielleicht jemand weiterhelfen?
    Ich kann mir da nichts wirkliches drunter vorstellen, möchte aber versuchen, zu verstehen, was da abgeht! Mein bester Greund macht eine Therapie wegen Depressionen und wenn er abends wieder da ist, ist er manchmal ganz komisch, entweder total aufgedreht, total verschlossen oder auch richtig fertig!
    Er selbst redet nie über die Therapie und blockt auch immer ab, wenn ich ihn drauf anspreche!

    Und wie kann ich ihm helfen?

    Vielen Dank schonmal!
     
    #1
    Salesha, 7 Juni 2006
  2. Mr. Poldi
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Am besten hilfst Du ihm wenn Du dich nicht aufdrängst. D.h., gib ihm zu verstehen dass Du immer für ihn da bist wenn er reden möchte, aber frag ihn nicht aus.
     
    #2
    Mr. Poldi, 7 Juni 2006
  3. Nerd
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Der Ablauf einer Therapie kann ganz unterschiedlich sein. Du müsstest eingrenzen, um was für eine Therapie es sich handelt. Verhaltenstherapie? Psychiater? Einzel-/Gruppentherapie?...
     
    #3
    Nerd, 7 Juni 2006
  4. klatschmohn
    Meistens hier zu finden
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    Single
    genAU es kommt auf die Therapieform an, ich kann dir nur sagen, wie es bei mir abläuft. Meine Therapeutin fragt mich wie es geht und dann ergibt sich der rest von alleine. Ich bin danach auch anders drauf als davor, es werden verschiedene Themen angesprochen, manches nimmt mich sehr mit, manches weniger. Es ist übrigens auch schwer die Gespräche für andere in Worte zu fassen, die Erkenntnisse anderen zu erklären, die Schwierigkeiten damit...es ist kompliziert. Ich hab oft auch keine lust drüber zu reden. Gib ihm das gefühl, dass er es dir erzählen kann aber nicht muss...
     
    #4
    klatschmohn, 7 Juni 2006
  5. Gravity
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    nicht angegeben
    Ich hatte damals Therapie gegen meine soziale Phobie bei einem Psychotherapeuten; das war eine eine Verhaltenstherapie.
    Der Ablauf war eigentlich immer so, dass entweder gefragt wurde wie es mir geht und darauf eingangen wurde; oder ich habe gesagt, was mich die Woche über irgendwie beschäftigt hatte und wir haben darüber gesprochen. Manchmal hatte er auch selber ein Thema mitgebracht über das er sich dann mit mir unterhalten wollte.

    Richtig fertig war ich sehr selten. Ein oder zweimal, aber das auch nur, weil mich das Thema irgendwie so beschäftigt hatte. Im Nachhinein waren es aber immer nur Krisen, die mich weiterbrachten und nur aus dem Schmerz der Trennung von etwas altem entstand.
     
    #5
    Gravity, 8 Juni 2006
  6. Salesha
    Salesha (32)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    vergeben und glücklich
    Soweit ich weiss sind es Einzeltherapisitzungen und es ist keine Verhaltenstherapie...
    Macht es von der Art her einen Unterschied, ob Psychologe oder Psychiater?
     
    #6
    Salesha, 8 Juni 2006
  7. Bambi
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Ein Psychiater ist ein Arzt, ein Psychologe hat Psychologie studiert. Beides können Psychotherapie anbieten (sofern sie eine entsprechende Zusatzausbildung haben), wobei der Psychiater Leute auch einweisen kann und Medikamente verordnet.

    Was da genau jetzt passiert, hängt in erster Linie von deinem Freund ab, das ist seine Zeit, und die meisten Therapeuten lassen ihre Klienten über das reden, was sie grade so beschäftigt. Aber wenn er mit dir nicht drüber reden mag nimm es ihm nicht übel, das ist meistens auch nicht besonders gut. Die Therapiesitzungen sind sowas wie ein "geschützter Raum", in dem es nur um den Klienten geht.
     
    #7
    Bambi, 8 Juni 2006
  8. Gravity
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Eine Verhaltenstherapie ist für eine Depression auch nicht üblich, ging bei mir ja um eine Phobie, wo das in der Regel usus ist. Im übrigen waren es bei mir auch Einzeltherapiesitzungen - das sagt nichts über die Therapiemethode aus.

    Ich kenne bei Depressionen nur die medikamentöse Behandlung - gilt aber auch nur für die organisch ausgelösten Depressionen. Wenns was psychisches ist, wirds wohl eher in die Richtung Tiefenpsychologie und damit Ursachenforschung gehen. Dann ist das Thema seine Vergangenheit und sie wühlen darin herum. Damit wärs auch kein Wunder, dass es ihm danach schlecht geht: Was stark genug war Depressionen zu verursachen, macht dann auch später keine gute Laune.
    Sollte es der Fall sein, dass er Depressionen auf Grund seiner Einstellung (Weltbild) oder seines Verhalten (und Denkweise) hat, dann wird an ihm nagen, dass es auch andere Ansichten gibt und sich sein Weltbild nicht halten lässt. Solche Depressionen sind aber selten und lösen sich mit Zeit von selbst. Ich hatte so eine Depression gegen Ende Therapie und sie dauert etwa sieben Wochen.
     
    #8
    Gravity, 8 Juni 2006
  9. Kuri
    Kuri (26)
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    vergeben und glücklich
    Dass man nach einer Therapiesitzung mal fertig ist oder sich "seltsam" oder verschlossen benimmt, ist durchaus normal. Man muss ja bedenken, dass häufig auch Dinge aus der Vergangenheit aufgerollt werden, die für einen selbst sehr verletzend sind. Ich bin schon oft aus Sitzungen rausgegangen, da gings mir danach schlimmer als vorher. (Aber das lag wohl daran, dass diese Therapie allgemein ein Fehlgriff war.) Was ich aber meine, ist, dass es normal ist und auch eine gewisse Wirkung der Therapie zeigt, wenn man anschließend etwas geschafft wirkt.
    Ich hatte immer Einzelsitzungen zu je einer Stunde. Über was genau dort geredet wird, kommt immer ganz auf den Fall an, das kann man nicht eingrenzen. Ich war kurzzeitig auch mal in einer Maltherapie, aber ich fühlte mich bei den beiden Frauen absolut unwohl, sodass ich sofort "geflüchtet bin". Da gehts dann also mehr ums Ausdrücken von Gefühlen durch Kreativität...
    Und natürlich sehr abhängig vom Therapietyp.

    Ein grundlegender Unterschied zwischen Psychologe und Psychiater ist, dass ein Psychiater auch Medikamente verschreiben kann, ein Psychologe dagegen nicht.
     
    #9
    Kuri, 8 Juni 2006
  10. tangoargentino
    Benutzer gesperrt
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    nicht angegeben
    Wenn Du uns sagst, wie oft Dein Freund pro Woche in der Therapie ist, dann können wir Dir vielleicht sagen, welche Form von Therapie er macht.

    Generell gibt es mehr auf Psychoanalyse basierende Therapieformen. Insbesondere die eigentliche Psychoanalyse. Dabei ist der Therapeut weitestgehend abstinent und läßt den Patienten von sich sprechen, ohne darauf direkt einzugehen. Die Idee ist, so an tiefliegende Traumata ranzukommen.

    Dann gibt es Lerntheoretisch basierte Therapieformen. Dabei wird anders als bei PA keine Traumabewältigung angestrebt, sondern angenommen, dass Verhaltenweisen über lange Zeiträume erlernt wurden. Und diese Lernvorgänge auch in wenigen Therapiesitzungen aufgebrochen werden können. Psychoanalyse braucht meist viele Jahre, um irgendwelche Erfolge zu haben. Verhaltenstherapie funktioniert schon nach wenigen Sitzungen.

    Psychoanalyse wird meistens von Ärzten (Psychatern) mit Zusatzausbildung betrieben. Verhaltenstherapeuten sind überwiegend Psychologen.

    Beide Richtungen sind sich spinne Feind. Die einen sagen: Die anderen doktern nur an den Symptomen rum, während nur wir an die wirklichen Ursachen rankommen. Die anderen sagen, man kann sich 15 Jahre auf die Couch legen, ohne dass es einem danach besser geht. Wir dagegen haben klar messbare Erfolge. Und es bei den anderen nicht funktioniert, dann sagt der Psychoanalytiker einfach: Es lag nicht an der Analyse sondern an Deiner fehlenden Mitarbeit, wenn es nicht funktioniert hat.

    Meine letzte Feundin habe ich unter anderem auch deswegen verloren, weil ich ihr gesagt habe, was ich von (ihrer) Analyse halte.

    Also pass gut auf, was Du zu Deinem Freund sagst.
     
    #10
    tangoargentino, 8 Juni 2006
  11. Salesha
    Salesha (32)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    vergeben und glücklich
    Soweit ich weiss, geht er da einmal die Woche hin, wie gesagt, es ist nicht "mein Freund" sondern "mein bester Freund"...

    Und ich weiss, dass irgendwas mit glückshormonübertragung im hirn nicht funktioniert... so hat er mir das mal erklärt. Und er bekommt antidepressiva. also wohl psychiater, oder?
     
    #11
    Salesha, 8 Juni 2006

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