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Abstand ok, aber Verarbeitung?

Dieses Thema im Forum "Beziehung & Partnerschaft" wurde erstellt von webbjoern, 5 März 2009.

  1. webbjoern
    webbjoern (48)
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    Verheiratet
    Hallo alle zusammen,

    Meine Situation zusammengefaßt: Bin verheiratet, habe 3 Kinder und seit einiger Zeit eine neue Freundin. Das geht natürlich nicht lange so irgendwie gut, deshalb natürlich berechtigterweise Trouble mit der Frau und dann auch mit der Freundin, die allmählich meine mangelnde Entschlußfreudigkeit kritsiert. Vor einer Woche eskalierte die Situation, Nervenzusammenbruch meiner Frau und Notbremse von seiten meiner Freundin (aber kein Schlußstrich).

    Bitte jetzt keine moralischen Vorwürfe, darum geht es jetzt nícht.

    Da ich von zwei Seiten bedrängt wurde (eher sanft von der Freudin und mit extremen Druck von meiner Frau) mein Entschluß von allem erst Mal Abstand zu halten. Fazit: alle Beteiligten fanden die Idee gut, ich fühlte sofort ein bißchen Seelnfrieden. am Anfang der Auszeit

    Bloß: auch wenn ich gewisse Vorstellungen habe, was der Abstand bewirken wirkt (ich werde wohl genau merken was ich wirklich vermisse) meine Frage:
    Sollte man sich für einen selber aktiv mit den Problemen auseinandersetzen, also sich Gedanken über die Zukunft der Kinder machen, potentielle zukünftige Probleme abschätzen, die auch die neue Beziehung gefährden könnten etc.

    oder ist daß der falsche Weg. d.h. ist Abstand besser gedacht damit eine Entscheidung des Herzens zustande kommt?

    Wie merke ich wohin ich wirklich gehöre?

    Kann mir jemand über seine Erfahrungen erzählen??

    Björn
     
    #1
    webbjoern, 5 März 2009
  2. xoxo
    Sophisticated Sexaholic
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    Verheiratet
    Wie stellst du dir das mit dem Abstand halten vor? Wohin willst du dich denn zurückziehen?

    Meiner Meinung nach hältst du alle hin, du solltest deine Entscheidung schon längst getroffen haben, mit offenen Karten spielen und eine Trennung kurz und sauber durchziehen, damit sich alle beteiligten mit der Situation auseinander setzen können, damit diejenigen, die Therapie brauchen, in Therapie gehen können um das geschehene zu verarbeiten. Momentan quälst du doch nicht nur dich selber, sondern zwei Frauen und zwei Kindern, da ich mir kaum vorstellen kann, dass die Kinder nichts merken.
     
    #2
    xoxo, 5 März 2009
  3. OnleinHein
    OnleinHein (35)
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Ich denke, Abstand ist generell in diesem Fall da, um den Kopf nochmal frei zu kriegen, damit man die Entscheidung objektiver und losgelöster von dem ständigen Theater treffen kann. Ich denke, dass man dabei sowohl rauskriegt, wie das Herz entscheidet, als auch die Vernunft wieder Einzug halten lassen kann. So wie ich die Sache sehe, können Herz und Vernunft auch durchaus ins gleiche Horn stoßen. Allerdings eben so, dass das Herz die generelle Richtung bestimmt, und die Vernunft dann sagt, wie man dieses jetzt am besten umsetzt, um übermässigen Schmerz bei den Beteiligten zu vermeiden.

    Ich würde mir nicht unbedingt so viele Gedanken machen, welchen Zweck der Abstand nun eigentlich genau hat, sondern ihn einfach wirken lassen. Dafür ist er ja da, dass man eben NICHT dauernd den ganzen Kram immer wieder durchkaut.

    Was meine "Erfahrung" in der Sache angeht: Bin selber Trennungskind, meine Freundin ebenfalls, und eine ganze Menge meiner Freunde und Verwandten auch. Als Resümee der einzelnen geschichten würde ich ziehen, dass die Kinder besser mit klaren Verhältnissen, auch wenn sie hart sind, zurechtkommen, als wenn sie merken, dass die Eltern ihnen irgendetwas vorspielen.

    Will sagen, wenn die Entscheidung des Herzens die Scheidung ist, dann ist das (speziell nach den bereits vorgefallenen Dingen) in meinen Augen damit gleichzeitig auch die Entscheidung der Vernunft. Gilt natürlich auch für den Fall, dass das Herz eben NICHT auf Trennung einpendelt.

    Sei es nun Rettung der Ehe, Scheidung und Verarbeitung, oder meinetwegen sogar Scheidung UND Trennung von der Freundin: Hauptsache, danach werden endlich wieder konsequent Fakten geschaffen und dieses Hin und Her hat ein Ende, im Interesse aller Beteiligten. Das geht nur, wenn Du zu Deiner Entscheidung auch wirklich stehst. Dieses wiederum ist dauerhaft nur möglich, wenn es auch eine des Herzens war.
     
    #3
    OnleinHein, 5 März 2009
  4. quicky
    quicky (42)
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Ich lehn' mich jetzt mal ganz weit aus dem Fenster, denn ich habe zu diesem Thema eine er klassische Einstellung. Da ich Deine Beweggründe nicht kenne und auch den Hintergrund warum Du eine Freundin hast und mit einer anderen Frau verheiratet bist, kann ich Dir keinen konkreten Ratschlag geben. Also gebe ich Dir nur folgendes zu bedenken, da Du meiner Meinung nach die Auszeit zum überlegen nutzen solltest:

    1. Werd' Dir mal über Deine Prioritäten klar. Wer von den beteiligten fünf Personen(2x Kinder, Frau, Freundin und DU) hat die höchste Priorität in Deinem Leben?

    2. Nimmt man alle negativen Einflüsse weg und betrachtet das, was dann noch über ist, was wäre für Dich die sinnigste Entscheidung?

    3. Wie stehen die Personen zu Dir als Mensch?

    4. Deine Entscheidung beeinflusst im Fall, dass Du Dich gegen Deine Frau entscheidest, nicht nur deren Leben (!Kinder!).

    5. Warum hast Du die Freundin (neu verliebt, Sex, Verständnis, Wärme, Begehren usw.)?

    Meine klassische Einstellung hierbei ist ganz einfach, bleibst Du bei Deiner Freundin, werden Deine Kinder leiden. So oder so. Egal wie toll man sich ja arrangieren kann. Die Kinder werden leiden.

    Off-Topic:
    Bitte jetzt keine Kommentare, dass das nicht so ist oder doch garnicht so schlimm wäre. Ich habe es am eigenen Leib bei meinen Eltern erlebt und ich habe um mich drumherum genügend dieser Fälle und die Kinder leiden immer. Egal ob viel oder wenig!
     
    #4
    quicky, 5 März 2009
  5. Fuchs
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
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    3.290
    Single
    Schwierig. Du schreibst ja nichts über die Probleme, du willst von uns stattdessen wissen, was du in der Zeit, die dir gegeben ist, tun sollst.

    Und da würde ich sagen: gut nachdenken! Und ich sage, denke zuallererst an dich. Werde dir klar, wo du stehst. Es gibt in deiner Situation vermutlich nur schlechte Alternativen zum Auswählen, also musst du sehen, welche der Alternativen am "fairsten" ist. Alles andere führt nur zu weiteren Leid.

    Klare Verhältnisse müssen her, das erachte ich auch für richtig und wichtig. Dafür bedarf es aber, dass du diese Sache mit dem Kopf durchdenkst. Es wird dir nichts nützen, wenn dir dein Herz zum Schluß sagt, du sollst bei deiner Frau bleiben, zu deiner Freundin gehen oder sonstwas tun - beide Damen werden von dir erwarten zu erfahren, wie es jetzt weitergehen soll. Beide werden in ihrer Lebensausführung von dir blockiert und das musst du am Ende deiner Auszeit beseitigen können.

    Das heißt, denke gut nach! Eine Entscheidung aus dem Herzen löst meistens keine Probleme, sondern schafft neue. Damit will ich nicht sagen, dass du dir nicht Zeit nehmen sollst, darauf zu hören, was dir deine Gefühle sagen, denn es ist wichtig, dass du für dich selbst einschätzen kannst, was du dir in Zukunft noch zutrauen kannst (bspw. welche väterlichen Pflichten du noch übernehmen möchtest, etc.). Werde dir darüber klar und nimm dir auch ruhig die Zeit um zu trauern und zu weinen. Das ist nötig, damit du besser nachdenken kannst. Aber letztlich ist es das, was du tun solltest: Nachdenken!

    Viel Erfolg!
     
    #5
    Fuchs, 5 März 2009
  6. Macanzie
    Macanzie (34)
    Verbringt hier viel Zeit
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    103
    11
    Verliebt
    @Quicky Dein Posting in allen Ehren, aber es ist nicht wirklich realitätsnah. Ich kenne auch Paare die sich eben genau solche Gedanken gemacht haben, eigentlich gab es nichts mehr zwischen ihnen - ausser die Kinder. Genau deswegen blieben sie zusammen und ich kann das nicht als positiv bewerten. Denn Kinder sind nicht dumm, sie merken wenn was stimmt und du meinst ernsthaft, dass Kinder darunter nicht leiden? :eek: eine Trennung bedeutet ja nicht grundlegend eine traurige Kindheit. Es kommt mehr darauf an wie die eltern damit umgehen.

    Nur eines ist klar - MANN muss sich mal entscheiden. Kein hin und her, darunter leiden nur alle.
     
    #6
    Macanzie, 5 März 2009
  7. quicky
    quicky (42)
    Verbringt hier viel Zeit
    107
    101
    0
    nicht angegeben
    @Macanzie

    Da gebe ich Dir ja auch vollkommen recht. Daher mein Rat, dass er sich das genau überlegen soll. Meine Meinung, dass die Kinder immer leiden, vertrete ich nach wie vor. dafür habe ich das zu häufig erlebt. Natürlich hast Du recht, wenn Du sagst, dass man nicht "nur" wegen der Kinder zusammenbleibt. Dann leiden Sie auch und öfters dann sogar mehr als bei einer Trennung. Aber genau diese Überlegung muss webbjoern anstellen. Gibt es eine mögliche Rettung der Ehe und kann er damit leben oder ist die Beziehung zu seiner Freundin für alle besser? Diese Entscheidung kann ihm keiner abnehmen und man kann ihm auch nicht viel dazu raten, wegen der wenigen Informationen.

    Off-Topic:
    Für mich sind die Kinder aber das Wichtigste auf der Welt und auch der "Sinn des Lebens". (Jetzt mal ganz heroisch gesagt). Das geht für mich weit über eine Ehe oder eine Beziehung heraus, da sich da zwei Menschen freiwillig zu entschließen und Kinder Ihre Eltern nun mal nicht aussuchen können. Leider habe ich selber keine. Naja, kann ja noch kommen.
     
    #7
    quicky, 6 März 2009
  8. webbjoern
    webbjoern (48)
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
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    0
    Verheiratet
    Hallo alle zusammen,

    ich weiß, wenig Infos von mir gab es absichtlich, ich wollte nicht daß es den Kern der Sache verwischt.

    Also: Ich war nicht wirklich unglücklich mit meiner Ehe im Augenblick als ich die neue kennlernte, aber es gab ein paar Dinge zwischen mir und meiner Frau, die sind nicht i.O. Das was am wesentlichsten ist, ist der Kontrollfaktor, den meine Frau ausübt, sie bestimmt zu viele Sachen. Das wurde nach einer Krise besser, hat sich aber wieder so eingespielt. Durch eine neue Liebe brechen einsedimentierte negative Gedanken hervor, sie waren einfach hingenommen aber nicht gelöst.

    Dazu wird auch gehören, daß ich Dienstreisen mit meiner Kollegin machen muss, unabhängig wie das jetzt weiter geht. Sollte ich zu meiner Frau zurück kehren, würde jede Dienstreise Streß mit meiner Frau bedeuten, da sie mir nicht mehr vertrauen kann.
    Ohnehin werde ich meine neue Freundin jeden Tag bei der vArbeit sehen, was auch meine Frau belasten wird.
    Weshalb sollte ich mich für etwas entscheiden, daß ein enormes Potential an Ärger mit sich bringt. Wenn ich mich für die neue entscheide, dann entfallen diese Faktoren, sie sind quasi keine legitimen Gründe mehr für meine Frau Probleme zu machen.
    Das hört sich einfach an, ich weiß, denn auf der anderen Seite warten ebenfalls Probleme - die Kinder und die Folgen einer Trennung, den Trouble den meine Frau machen wird und dessen Folgen für die neue Beziehung. Außerdem hat sie selber Kinder, mit denen ich auch klar kommen müsste.

    Ich weiß, ein gesunder Menschenverstand hätte so ein Dilemma ganz am Anfang abgewürgt. Aber die stärke der Gefühle stand über allem. Jetzt muss ich mit eben mit den Folgen auseinandersetzen. Ich will mich aber keinesfalls vor Verantwortung drücken

    Wichtig ist für mich einfach zu erkennen, anhand welcher Erkenntnisse man überhaupt für sich entscheiden kann wohin der Weg geht. Muss ich mich verpflichtet fühlen, erst Mal einen Versuch zu unternehmen, meine Ehe zu retten, muss ich meine eigenen Gefühle erbarmungslos unterjochen, muss ich selber Schmerzen ertragen weil ich mich von meiner Liebe trenne?. Ich habe bei weitem nicht immer an mich zuerst gedacht, aber diesmal spüre ich für mich die Wahrscheinlichkeit einer vertanenen Chance....
     
    #8
    webbjoern, 6 März 2009
  9. quicky
    quicky (42)
    Verbringt hier viel Zeit
    107
    101
    0
    nicht angegeben
    @webbjoern

    Nicht böse sein, aber auf Deinen letzten Beitrag wollte ich garnichts mehr antworten. Für mich hört sich das ganze sehr oberflächlich an und ich finde, Du machst es Dir zu einfach mit dem Gedankenspiel. Wenn Du schon selber sagst, dass Du in der Ehe nicht wirklich unglücklich warst, dann habe ich jetzt das Gefühl, Du willst Dir im nachhinein das Ganze mies reden/denken, damit Du eine Rechtfertigung hast bei Deiner Freundin zu bleiben!?

    Ich kann Dich verstehen, wenn die neue Frau interessanter ist, als das was man kennt. Das ist halt der Reiz des Neuen, aber mit Sicherheit kein Grund seine Ehe "wegzuschmeißen".
     
    #9
    quicky, 6 März 2009

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