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  • Krisskross
    Krisskross (28)
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    Verliebt
    1 April 2007
    #1

    Abtreiben oder nicht?

    Ich habe heute mit einer Freundin telefoniert, die im sechsten Monat schwanger ist und am Freitag erfahren hat, dass das Kind in ihrem Bauch schwerstbehindert ist. Die Untersuchungen haben ergeben, dass bei dem Kind eine Fehlbildung des Rückens (Rückenmark liegt frei) vorliegt und es dadurch wohl auch geistig behindert sein wird. Diese Freundin möchte nun meine Meinung dazu hören, ob ich dieses Kind abtreiben würde an ihrer Stelle. Sie fragt im Moment jeden. Ich habe ihr gesagt, dass ich mir eine Antwort überlegen werde.

    Ich habe dazu nur ganz wenig Ahnung und keine eigene Meinung, möchte mich gar nicht festlegen. Aber ich würde gerne eine eigene Meinung finden. Darum frage ich: Wie ist es bei Euch? Würdet ihr abtreiben oder zur Abtreibung empfehlen?
     
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  • anna2293
    anna2293 (24)
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    1 April 2007
    #2
    Im sechsten Monat geht das gar nicht mehr so weit ich weis.
     
  • glashaus
    Gast
    0
    1 April 2007
    #3
    Ich weiß es nicht. Ich denke dazu muss man in der Lage sein um so etwas zu entscheiden.
     
  • simon1986
    simon1986 (32)
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    1 April 2007
    #4
    Es gibt ganz verschiedene Grade von Spina bifida, deine Freundin sollte unbedingt mit dem Arzt reden!
     
  • Somebody's love
    Benutzer gesperrt
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    vergeben und glücklich
    1 April 2007
    #5
    Doch, man kann bei einer Behinderung sehrwohl im 6. Monat abtreiben.

    Ich denke, es kommt auf die Mutter an. Wenn sie sich reif genug fühlt, um damit klar zu kommen und dem Kind die Liebe, die es verdient, schenken zu können, sollte sie es unbedingt behalten. Wenn sie sich allerdings überfordert sieht und daran zerbrechen würde, wäre eine Abtreibung vielleicht sogar die beste Lösung.
    Aber darüber kann man denke ich nie leichtfertig entscheiden.
     
  • Davina
    Davina (33)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    1 April 2007
    #6
    Erst einmal vorab: Man kann im 6. Monat nicht mehr abtreiben, das geht glaube nur bis zur 6. Woche.

    Aber wenn es ginge und ich in dieser Lage wäre, würde ich das Kind abtreiben. Ich weiß, dass viele mich jetzt steinigen werden, aber ein schwerbehindertes Kind wird ein Leben lang pflegebedürftig sein und das würde ich mir nicht antun wollen, wenn ich die Möglichkeit hätte, zu entscheiden.
    Allerdings war ich noch nicht schwanger und kenne das Gefühl nicht. Viele erzählen ja auch, dass sie bereits Gefühle zu dem Kind im Mutterleib aufbauen und eine Abtreibung ein großer Verlust für sie sind - das kann ich nämlich auch irgendwie nicht nachvollziehen.

    Ich denke, deine Freundin wird das Kind austragen müssen und kann sich dann höchstens überlegen, ob sie es zu einer Pflegefamilie abgibt oder sogar zur Adoption abgeben möchte.
     
  • *PennyLane*
    0
    1 April 2007
    #7
    Ich würde das Kind - wenn es wirklich sicher ist, dass es geistig behindert sein wird - definitv abtreiben.

    Erstens weil ich nicht 100% sicher sagen könnte, dass ich mit der Situation umgehen könnte und dem Kind alles das bieten könnte, was es braucht. Ich meine keine materiellen Dinge sondern die aufopfernde Pflege die so ein Kind benötigt. Und das ein Leben lang. Und zweitens weil ich so ein Leben meinem Kind nicht zumuten wollen würde. Ich weiß dass die betroffenen Menschen das vielleicht selber nicht merken weil sie nichts anderes kennen, trotzdem gibt es genug Idioten auf der Welt, die schlecht zu Menschen mit Behinderung sind. Dem würde ich mein Kind nicht aussetzen wollen.
     
  • Thomaxx
    Gast
    0
    1 April 2007
    #8
    Doch, es heißt dann nicht Abtreibung sondern Abbruch.....z.b. wie in diesem Fall bei schwerer (geistiger) Behinderung

    ...ich glaub das geschieht durch eine künstliche Fehlgeburt.....


    @topic: ...keine Ahnung, es spricht viel dafür und viel dagegen......das muss Sie entscheiden, denn sie muss mit dieser Entscheidung auch leben.....
     
  • klatschmohn
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    Single
    1 April 2007
    #9
    Das ist echt ne verdammt schwere Entscheidung, die ich hoffentlich nie zu fällen haben werde. Ich wüsste nicht, was ich tun würde. Ich würde ihr raten mich an ne Beratungsstelle zu wenden und sich ausführlich mit jemanden, der professionell ist, zu unterhalten. Ich habe während meines Studiums auch Eltern kennengelernt, die jetzt fast 75 sind und seit fast 50 Jahren ihr Kind pflegen...das war ziemlich hart.
    Zumal niemand einschätzen kann, wie hoch der Grad der Behinderung sein wird.....

    Ich kann grad nicht sagen, was ich machen würde.
     
  • User 24257
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    nicht angegeben
    1 April 2007
    #10
    *******
     
  • Deadly-Sin
    Deadly-Sin (32)
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    Verlobt
    2 April 2007
    #11
    Erst mal vor weg, die Freundin möchte Deine Meihung dazu hören und nicht eine die du dir durch uns gebildet hast. Sicher ist es schwer und ich möchte es auch nicht entscheiden müssen.
    Du kannst dich nur selber fragen, ob du in der lage wärst das Kind groß zu ziehen, wenn es deins wäre. Du sagst, sie fragt immoment sowie so jeden, aber ich denke, das es letzt endlich ihre eigene Entscheidung sein wird, die sie ganz alleine für sich und falls verhanden mit ihrem Partner trifft.
    Halt einfach zu ihr egal wie sie sich entscheidet.
     
  • Dunsti
    Dunsti (40)
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    vergeben und glücklich
    2 April 2007
    #12
    Sie ist im 6. Monat? Und man hat erst jetzt was gesehen? Woran macht man die geistige Behinderung fest? Am offenen Rücken?

    Ein Kind mit Spina bifida (und darum geht es wohl hier) muss nicht zwangsläufig schwerstbehindert sein. Es ist möglich, dass das Kind lediglich leicht gehbehindert ist, also etwas watschelt. Deswegen würde ich keinen Abbruch machen. Auch muss keine geistige Behinderung vorliegen, ich kenne Spifis mit Abitur; eine sehr gute Freundin mit einer Schädigung im Bereich des 12. Brustwirbels (also für Spifi sehr hoch) macht gerade ihr Diplom als Psychologin. Ein anderer ist selbständiger Rechtsanwalt, eine weitere Diplom-Verwaltungswirtin. Spina bifida heißt nichts zwangsläufig "geistige Behinderung".

    Wichtig wäre eine schonende Geburt per Kaiserschnitt, damit die Zele nicht aufgeht und Bakterien hineingelangen, denn dann wäre die Gefahr einer geistigen Behinderung in der Tat recht groß.

    Ein Abbruch im 6. Monat ist ein ganz erheblicher Eingriff. Das Kind ist bereits alleine lebensfähig und wiegt zwischen einem und eineinhalb Pfund.

    Damit dieser Abbruch straffrei bliebe, müsste begründet werden, dass das Kind eine erhebliche Gefahr für die psychische Gesundheit der Mutter darstellt. Das kann ich alleine wegen eines offenen Rückens nicht sehen. Im übrigen müssen sich Leute, die ein Kind im 6. Monat abtreiben, stets von mir die Frage gefallen lassen, ob sie ein Frühchen im 6. Monat auch töten würden, wenn sie sehen würden, dass es behindert ist.

    Ich bin nicht generell gegen Abtreibung oder Abbruch, das soll bitte niemand falsch verstehen. Aber eine einfache Spina bifida wäre für mich kein Grund, schon gar nicht im 6. Monat.
     
  • Die_Kleene
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    vergeben und glücklich
    2 April 2007
    #13
    Auch wenn ich noch nicht das richtige Alter für eine solche Diskussion habe, geschweige denn Erfahrung, will ich mal meine Meinung posten.

    Ich denke, dass es eine Frau sehr mitnehmen muss, wenn man sein 6-Monate altes Kind töten lässt.
    Aber andererseits muss man auch immer bedenken, was man sich und dem Kind antut, wenn man die Schwangerschaft nicht abbricht.

    Es wird schon einen Grund haben, dass es zz öfter vorkommt, dass die künstliche Lebensversorgung beendet wird.

    Ich würde die Schwangerschaft abbrechen, weil ich mich nicht in der Lage sehen würde, mich mein Leben lang um ein behindertes Kind zu kümmern.
    Aber letzendlich muss deine Freundin das ja doch alleine entscheiden, sie ist ja die, die die Konsequenzen trägt.

    Liebe Grüße
     
  • User 37284
    User 37284 (32)
    Benutzer gesperrt
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    vergeben und glücklich
    2 April 2007
    #14
    ganz meine meinung!
     
  • Decadence
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    nicht angegeben
    2 April 2007
    #15
    ja ich würds auch abtreiben.
     
  • *Luna*
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    2 April 2007
    #16
    Der Meinung bin ich auch.
     
  • SexySellerie
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    Single
    2 April 2007
    #17
    Ich muss sagen, Dunstis Beitrag hat mich gerade etwas verunsichert.

    Deine Freundin sollte nochmal unbedingt mit dem Arzt sprechen und klären, welche Schäden denn auftreten können!
    Wenn wirklich zu mehr als 50% sicher ist, dass erhebliche Schäden bleiben, dann würde ich persönlich wohl einen Abbruch unternehmen.
    Ich denke da wie Penny: Ob ich mein Leben lang mit so einer Behinderung umgehen könnte, die Kraft dafür hätte und ob ich dem Kind selbst nicht vielleicht eine Menge Leid erspare, dann würde ich mich vielleicht gegen das Kind entscheiden. So grausam das wohl sein mag.
     
  • Decadence
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    2 April 2007
    #18
    Man muss auhc mal an die Umstände denken, die mit einem behinderten Kind auf einen zukommen: Man muss ihm zig mal mehr Fürsorge und Pflege zukommen lassen, als andren Kindern, sie werden womöglich niemals selbstständig sein und noch über den tod ihrer eltern hinaus muüssen sie in heimen oder einrichtungen gepflegt werden, das leid, ein kind nicht aufwachsen sondern nur ncoh mehr in die behinderung reinwachsen zu sehen finde ich unerträglich und generell wird sich bis zum tode der eltern deren leben nur noch darum drehen im zweifelsfall...

    irgendwie wäre das für eltern und kind eher ne qual in meinen augen.
     
  • Lily87
    Gast
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    2 April 2007
    #19
    Ich könnte es nicht abtreiben...

    das muss deine Freundin für sich selbst entscheiden... eine schwere entscheidung...

    aber warum töten, hat es denn nicht auch ein recht auf leben? wenn man schon Kinder in die Welt setzt, dann muss man die Verantwortung dafür übernehmen, auch wenn es behindert ist... mein älterer Bruder ist 31, ihm fehlt die Hirnanhangdrüse... er ist zwar nicht schwer geistig behindert, aber meine Mutter war bei seiner Geburt 18, sie hatte es auch nicht leicht und hat das Kind großgekriegt... außerdem gab es 1975 noch nicht die Möglichkeit...
    ich finde es krank, wenn man sein eigenes Kind tötet, weil es behindert ist...
     
  • Decadence
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    2 April 2007
    #20
    aber nun gibt es die möglichkeiten...man muss nicht jede möglichkeit nutzen aber wer definiert was "recht auf leben" ist...und man könnte die diskussion auf alle möglichen situationen anwenden in denen lebenwesen getötet werden, seis im krieg, seis ne hinrichutng oder seinens die tiere die wir essen! Leben kommt und geht und wer sagt überhaupt, dass man ein RECHT auf Leben hat? Wer gibt es uns denn?

    Aber es stimmt, wenn du sagst die muss es selber entscheiden, das kann ihr keiner abnehmen, da jeder das anders sieht.
     

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