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  • Dunsti
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    8 Juni 2007
    #21
    Bei mir an der Uni hat mal eine Gräfin von ... promoviert. Der Nachname bestand aus einem Doppelnamen, der vor dem Bindestrich zwei und nach dem Bindestrich drei Silben hatte. Nach ihrer Promotion hieß sie dann:

    Frau Doktor Anna-Katharina Gräfin von Müller-Lüdenscheidt,

    wobei Müller-Lüdenscheidt nicht ihr Name war. Wenn die sich eine Kassenzulassung holt, braucht sie ein breiteres Stempelkissen für den Praxisstempel. Und wenn die sich mit vollem Namen am Telefon meldet, sind beim Anrufer schon drei Einheiten verbraucht bevor er überhaupt ein Wort gesagt hat.

    Wir haben sie immer Annie (Änni ausgesprochen) genannt und korrekterweise würde ich solche Leute immer so anreden, wie sie sich vorstellen, wie es in ihrem Ausweis, auf ihrer Versichertenkarte oder sonstwo steht.
     
  • SottoVoce
    SottoVoce (35)
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    8 Juni 2007
    #22
    Also, wenn Du ihren Ausweis in der Hand hälst und sie ansprichst, dann sagst Du "Frau Doktor Gräfin von Müller-Lüdenscheidt" - oder was sagst Du dann?

    Wir haben heute auf Arbeit, als ich dann gefragt hatte, wie man diesen Menschen denn ansprechen soll, herumgewitzelt, dass wenigstens der Knicks inzwischen abgeschafft ist... :grin:
     
  • Dunsti
    Dunsti (40)
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    vergeben und glücklich
    8 Juni 2007
    #23
    Ihre Erlaucht! :eek:

    Genau so. Es sei denn im Ausweis steht als Nachname nur "von Müller-Lüdenscheidt", dann sag ich "Frau Doktor von Müller-Lüdenscheidt" - kann ja jeder behaupten, er sei Gräfin. :grin:

    Toll ist es, wenn endlos lange Namen auf den Patientenkarten nicht komplett abgedruckt werden, sondern irgendwo mittendrin aufhören, das aber auch einen Sinn ergibt. Und Du die Leute dann mit halbem Namen aufrufst. :schuechte :engel:
     
  • Chimaera
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    8 Juni 2007
    #24
    :ratlos: :ratlos: Aber nur bei der Loveparade

    Da gehts aber nobel zu... :zwinker: Wenn der/die Onkel/Tante Doktor das noch selbst macht.

    "Herr von Holz" - " von Holzwurm"
    Ja, könnte nett sein.
     
  • SottoVoce
    SottoVoce (35)
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    8 Juni 2007
    #25
    "von Holzbein!" :-p :-D
     
  • Dunsti
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    8 Juni 2007
    #26
    Tante Doktorin - schließlich sind wir nicht auf der Loveparade. :tongue:

    Nee, auch einer mit Doppelnamen und hinter dem Bindestrich "Mackenroth". Und das "roth" fiel weg. :schuechte
     
  • Chimaera
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    8 Juni 2007
    #27
    Schon korrigiert.... Uns wenn du die Edit-Zeit vergleichst. Bereits vor der Reklamation :cool1::engel:
    Off-Topic:
    Hatte mir auch noch ernsthaft überlegt ob ich die Doctrix bring *G*



    So heisst man aber doch auch nicht. Sollte man aber auch nicht laut sagen.:smile:
     
  • waschbär2
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    8 Juni 2007
    #28
    Wie wäre es mit der Frage:
    "Wie möchten Sie angesprochen werden ?" :ratlos:

    Ich hatte einmal einen Prof. Dr.Dr.Dr. .... "Schlagmichtot".
    Ich habe ihn gefragt.

    Und er antwortete einfach:
    Mein Name ist Müller*. Mit diesem Namen bin ich geboren worden.


    (*Name von der Red. geändert :tongue:)
     
  • Chimaera
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    8 Juni 2007
    #29
    Während meines Wehrdienstes hatten wir einen Oberleutnant zur See Dr. habil. X. Y. an Bord. Bis man den angesprochen hätte, wäre der Krieg vorbei gewesen. Auf Nachfragen meinte er OLzS Y reicht. *G*
    Der Mann war im übrigen Dozent in HH und nur der Beförderung wegen an Bord.

    Auch bei akademischen Titeln ist's immer wieder lustig. Die in der freien Wirtschaft Tätigen nehmen ihre Titel immer furchtbar wichtig.
    Und an der Uni isses voll für'n Arsch. Ich hab noch niemals erlebt das jemand dort überhaupt damit angesprochen wurde.
     
  • Wowbagger
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    9 Juni 2007
    #30
    So wichtigtuerisch das auch ist, für nen akademischen Titel hat man immerhin was geleistet...das gilt für unseren zum Glück abgeschafften Adelsstand ja nunmal nicht.
     
  • Chimaera
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    9 Juni 2007
    #31
    Naja, die einen mehr, die anderen weniger. Und dann gibts ja noch die h.c.'s (sorry wegen dem Apostroph. Aber sonst siehts nicht so eindeutig aus.)
     
  • metamorphosen
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    9 Juni 2007
    #32
    Als wir mal ein Schloß als Fotolocation genutzt haben, haben wir den Besitzer einfach mit Herr XY angesprochen, das war vollkommen ok für ihn.

    Im übrigen würde ich es fast schwieriger finden, solche Leute mit Vornamen anzusprechen. :ratlos:

    "Hallo Wilderich, wie geht es denn so? Kommst du heut abend auch zur Party von Mandy und Chantal?" :ratlos: :tongue:
     
  • Dunsti
    Dunsti (40)
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    9 Juni 2007
    #33
    Im Studium und Beruf hatte/habe ich es täglich mit irgendwelchen Leuten mit Akademischen Graden zu tun. Die meisten Profs im Studium haben sich duzen lassen - diejenigen, die sich mit allen Titeln anreden ließen, kamen so selten vor, dass sie schon an ihren Spitznamen "Herr Doktor Doktor", "Hochwürden" oder "Wohlgeboren" eindeutig identifizierbar waren. Und das waren nicht nur menschlich gesehen sondern auch fachlich oft die allergrößten Chaoten.

    In der entfernteren Verwandtschaft war vor einiger Zeit eine Hochzeit, ein Jurist wurde geheiratet. Der hatte allen verheimlicht, selbst seiner zukünftigen Frau, dass er promoviert hat. Erst als er mit "Doktor" aufgerufen wurde, kam es raus. Bis dahin machte es ja einen recht bescheidenen Eindruck - wenn er dann aber auf der anschließenden Feier mindestens 25 Mal betont, dass er ja nicht wollte, dass sein Doktorgrad bekannt wird und die Eltern dann noch Diskussionen beginnen, dass sie neu bauen müssen, weil ihr neuer Mercedes nicht mehr in die Garage passt, lobe ich mir meinen Cousin, der sich in solchen Fällen gerne demonstrativ mit mir über Brösels Werner-Filme ("Gekotzt wird später", "Ich hab da letzte Woche nen Feudel mit runtergespült - Ach, datt ham wir gleich ... Nanu, Frau Glöör, da sind ja noch ganz andere Sachen drin" etc.) austauscht. :engel:
     
  • Daucus-Zentrus
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    9 Juni 2007
    #34
    Genau das wäre sie eben nicht, sondern (wie du selbst zitierst) "Herr Freiherr von Braun".

    Der frühere Titel ist Teil des Namens (wenn der Name nicht geändert wurde), da wird doch nicht der Anfang weggelassen... Das wäre ja genauso, als ob ihr bei nem Doppelnamen nur den zweiten Teil nennt.
     
  • Trogdor
    Trogdor (41)
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    9 Juni 2007
    #35
    Genau. Und aus eben dem Grund ist es auch unkorrekt, wenn Leute mit einem solchen Namen Teile davon weglassen. wenn jemand mit Nachnamen "Freiherr von Braun" heißt, kann er sich eben sowenig als "von Braun" oder nur "Braun" vorstellen, wie ein "Müller-Lüdenscheid" sich nur "Müller" nennen lassen kann. Name ist nun einmal das, was im Ausweis steht. Und bei offiziellen Tätigkeiten würde ich auch genau den benutzen.
     
  • SottoVoce
    SottoVoce (35)
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    9 Juni 2007
    #36
    Also werde ich den Herzog wohl künftig auch mit Herzog ansprechen. Wenn er dann bittet, dass man ihn doch nicht mit Herzog ansprechen soll, lass ichs künftig, aber dann war wenigstens erstmal alles korrekt und ich hab keinen Fehler gemacht. :zwinker:

    Off-Topic:
    Hatte übrigens auch mal ne Freundin mit Doppelnamen - sowas wie Müller-Lüdenscheidt. Sie mochte den Namen gar nicht und bestand darauf, nur mit Lüdenscheidt angesprochen zu werden.
     
  • many--
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    9 Juni 2007
    #37
    Ich kann schon verstehen, dass du in der Sache unsicher bist... immerhin geht es hier ja offensichtlich ums Geschäftliche, und da kann es halt schonmal egal sein, was die korrekte Namensform ist... wenn der Anrufer halt ein wichtiger Kunde ist und darauf besteht, Kaiserliche Durchlaucht von Hastenichgesehen genannt zu werden, will ich mal die Telefonkraft sehen, die dann aus politischer und persönlicher Überzeugung sagt: "Bei mir bist du der Herr Müller, wie es im Ausweis steht!"
    ...
    Also mal alle hier schon gesagten Dinge über die korrekte Ansprache des in Deutschland nicht mehr existenten Adels beiseite gelassen - frag ihn einfach, wie er es gerne hätte. Das scheint mir (aus meiner Erfahrung mit akademischen Titelträgern und Wichtigtuern in der bunten Welt der Bühne) doch das Sicherste zu sein. Es wirkt wirklich viel blöder, sich um eine direkte Ansprache herumzuducksen, als einfach mal nachzufragen: "Entschuldigen Sie bitte, wünschen Sie, mit vollem Titel angesprochen zu werden?" (oder: "Wie wünschen Sie..." der Möglichkeiten sind viele). Erfahrungsgemäß sprechen die wenigsten Leute das von sich aus an, sei es nur, weil sie die untergeordnete Telefonkraft nicht ernst nehmen, oder weil sie es lieben, im Falle einer Falschbezeichnung mal auf den Putz zu hauen. ...
     
  • SottoVoce
    SottoVoce (35)
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    9 Juni 2007
    #38
    Ich find telefonieren eh schon immer unangenehm und blöd (und hab Angst davor :schuechte), weil ich sehr viel an Körpersprache ablese, wie mein Gegenüber auf irgendwas reagiert. Das fällt ja weg, wenn man am Telefon ist, also bin ich eh schon immer sehr verunsichert...

    Daher hab ich mal für die Zukunft hier nachgefragt, damit ich wenigstens etwas mehr Ahnung habe, wie ich reagieren KÖNNTE. :schuechte
     
  • Piratin
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    #39
    Hab ich noch nie jemanden sagen gehört, und hört sich für mich auch ziemlich...domestikenhaft an, um es mal so auszudrücken. Aber dieser Effekt ist ja manchmal auch gewünscht.
     
  • User 24257
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    9 Juni 2007
    #40
    Akademische Titel sind aber auch in Deutschland nicht Teil des Namens...im GEgensatz zu Adelstiteln...

    Laut Wikipedia spricht man einen Herzog übrigens "korrekt" mit Hoheit an. Allerdings besteht darauf kein Rechtsanspruch

    Eine Freundin von mir hatte in ihrer Schulzeit viel mit deutschem Adel zu tun. Das muß ein ganz eigensinniges Völkchen sein. Nach ihren Berichten sind schon einige schnell angepißt, wenn man sie falsch anredet.
     

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