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Adoptiert - Ich suche meine Mutter und meine Geschwister

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von Navina, 28 September 2005.

  1. Navina
    Gast
    0
    Hallo,

    tja, ich wende mich heute mich einer tiefen Bitte an euch, die wirklich nicht leicht in Worte zu fassen ist und die mich unheimlich viel Kraft kostet.

    Ich suche meine leibliche Mutter, denn ich habe vor über zwei Jahren erfahren, dass ich 1982 als Baby adoptiert worden bin.

    Ja, nun wird jeder von euch wahrscheinlich denken, dass es ihn oder sie nicht betreffen kann (verständlicherweise werdet ihr das denken), doch durch meine Adoptivmutter und meine Oma habe ich erfahren, dass meine leibliche Mutter noch einmal (mindestens) ein Kind bekommen hat. Meine Mutter ist sich nicht sicher, welches Geschlecht dieses Kind hatte, doch meine Oma meint, dass es ein Junge gewesen wäre und ungefähr ein bis drei Jahre jünger sein müsste als ich. :rolleyes2
    Es ist so seltsames Gefühl, wenn ich beispielsweise Samstagabend mit meinen Freunden ins Kino oder in die Stadt gehe und dabei denke, ich könnte rein theoretisch von fast jedem von euch die Schwester sein... :kopfschue :ratlos:

    Vielleicht fragt ihr euch nun, warum ich mich nicht direkt ans Jugendamt wende, sondern im Internet nach meiner leiblichen Mutter und möglichen Geschwistern suche, doch das kann ich euch sehr leicht erklären. Das Jugendamt ist mir zu einfältig, bei ihnen wäre ich nur eine Nummer, ein Mensch ohne Geschichte auf der Suche nach seinen Wurzeln, doch hier im Internet hätte ich die Möglichkeit, die winzige Chance, auf halbwegs normalem Wege einen Teil meiner Familie kennen zu lernen.

    Ich kann euch gar nicht beschreiben, wie ich mich im Sommer 2003 gefühlt habe... beim Frühstück hat mir meine Mutter von der Adoption erzählt, doch wenn ich ehrlich bin, habe ich es seit Jahren geahnt, denn ich habe keine Gemeinsamkeiten zwischen meiner Adoptivfamilie und mir feststellen können, weder äußerlich noch charakterlich, ich bin einfach ein ganz anderer Mensch. Es ist schwer für ein Kind, wenn es in jungen Jahren erfährt, dass es eigentlich ganz anders aufgewachsen wäre, doch umso schwerer ist es, wenn man es erst mit 21 Jahren erfährt. :frown:
    Die Gefühle, die ich für meine leibliche Mutter habe, kann ich nur sehr schwer in Worte fassen und hängen immer mit meiner jeweiligen Stimmung zusammen. Manchmal lässt es mich vollkommen kalt und in der nächsten Sekunde empfinde ich unglaubliche Wut, dass vielleicht jemand von euch die Chance hatte, bei meiner richtigen Mutter aufzuwachsen, mit ihr zu leben, zu lachen, zu weinen - und ich eben nicht. :kopf-wand :frown:

    Das macht mich oftmals sehr traurig, obwohl ich überaus froh bin, dass ich dieses Leben, das ich seit über 23 Jahren führe, so leben darf. Meine allein erziehende Muter hat unglaublich viel für mich getan und meine Oma und mein Opa ebenso - dafür bin ich ihnen unendlich dankbar! :jaa:
    Ich weiß nämlich nicht, wie es mir bei meiner leiblichen Mutter ergangen wäre, da sie mich mit ungefähr 15 oder 16 Jahren bekommen hat.
    Tja, und da tut sich sogleich das nächste Problem auf... Ich denke nicht, dass mein Bruder, meine Schwester oder jemand von meinen möglichen Geschwistern und meiner richtigen Verwandschaft überhaupt von meiner Existenz weiß, da meine leibliche Mutter damals wohl keinen Rückhalt von ihrer Familie bekam und mein leiblicher Vater sich noch während der Schwangerschaft aus dem Staub gemacht hat. :grrr:
    Außerdem glaube ich nicht, dass meine leibliche Mutter weiß, dass ich eine Behinderung habe... In den frühen 80ern konnte man sie per US noch nicht feststellen und für sie muss von Anfang an klar gewesen sein, dass sie mich auf jeden Fall nicht behalten wollte... nicht behalten konnte. :ratlos:

    Ich führe wirklich ein wunderschönes Leben, habe einen super Freundeskreis und einen tollen nichtbehinderten Freund und wäre ich bei meiner leiblichen Mutter aufgewachsen, hätte ich die beiden Menschen, die mir in meinem Leben am wichtigsten sind, wohl niemals kennen gelernt. Außerdem hätte ich sicher nicht so eine unbeschwerte Kindheit gehabt, da es sicher ein großer Unterschied ist, ob man bei einer 15- oder 16-Jährigen oder bei einer 28-Jährigen aufwächst.
    Ich wohne übrigens in einer sehr großen Stadt im Ruhrgebiet (*sing*) und meine Mutter hat mir offenbart, dass meine leibliche Mutter wohl immer noch hier leben muss... vielleicht... oder sie ist mittlerweile umgezogen. Ebenso dürfte mein Bruder, meine Schwester oder überhaupt jemand von meinen Geschwistern einen vollkommen anderen Vater als ich haben, denn mein leiblicher Vater war anscheinend ein Italiener gegen den meine leibliche Mutter zu einem späteren Zeitpunkt einen gerichtlichen Vaterschaftsstreit begonnen hat.

    Ja, und ich weiß sogar den Namen von meiner leiblichen Mutter - Angelika V., wobei das "V" ihr Mädchenname war und sie mittlerweile mit Sicherheit einen anderen hat.
    Ich habe mich bereits u.a. bei Stayfriends umgesehen, in Telefonbüchern und in diversen Foren und dieser Nachname (der indirekt etwas mit Österreich zu tun hat) ist häufiger vertreten als ich anfangs angenommen habe. :tongue:

    Um ein von vornherein klarzustellen: Ich möchte mich ganz gewiss nicht in das Leben meiner richtigen Mutter drängen und ich stelle an sie und ihre Familie absolut keine Vorderungen oder gar Ansprüche, ich möchte einfach nur wissen, woher ich stamme und ob ich wie von meiner Mutter und meiner Oma vermutet noch Geschwister habe... Ich kann verstehen, dass es für niemanden von uns leicht wäre, wenn wir uns eines Tages tatsächlich begegnen sollten, doch ich fänd's wirklich schön, wenn ich von meiner anderen - im Grunde richtigen - Familie nicht zurückgewiesen werden würde. :smile:

    Ich möchte doch nur verstehen, wieso sie diesen Schritt gegangen ist... und ich möchte ihr Danke sagen, dass wir immerhin 9 Monate miteinander verbringen durften und sie mich nicht abgetrieben sondern ausgetragen hat. :jaa: :knuddel:

    Also, wer sich von euch nun in irgendeiner Art und Weise angesprochen fühlt, mir einen Tipp geben kann oder jemanden in seinem Verwandten- oder Freundeskreis kennt, auf den meine Beschreibungen zutreffen, der möge mir doch bitte eine Mail schreiben oder eben in diesen Thread posten. Darüber würde ich mich wirklich von Herzen freuen! :smile:

    Und natürlich fänd ich's toll, von anderen Adoptivkindern zu lesen und wie sie mit dieser Tatsache umgehen bzw. umgegangen sind.

    LG Navina ;-)
     
    #1
    Navina, 28 September 2005
  2. User 20976
    (be)sticht mit Gefühl
    13.614
    398
    2.056
    vergeben und glücklich
    hm. deine geschichte ist ja durchaus bewegend.

    aber ob nun ausgerechnet in internetforen ein mögliches geschwisterkind mitliest...und ob es nicht vielleicht besser wäre, den kontakt zur mutter herzustellen, die dann ihrem anderen kind von sich aus von der halbschwester erzählen wird? du siehst es natürlich aus deiner perspektive. aber für sie wird das damals auch schwierig gewesen sein. daher finde ich diese variante der suche nach deiner mutter nur zum teil gelungen.

    warum nicht direkt suchen? deine erklärung versteh ich nicht. ja, schon klar, bin selbst nicht adoptiert. trotzdem:

    warum ist dir das jugendamt zu einfältig? schlechte erfahrungen? hast du dort schon nachgefragt? oder hat das jugendamt dir früher "ärger" bereitet? nun, inzwischen bist du erwachsen.

    die sollen dir doch nur sagen, wo deine mutter lebt, ansonsten sind sie doch zu nix weiter "verpflichtet" oder für dich noch zuständig, du bist ja schon 23.

    was soll das mit der "anonymität", mit der "nur eine nummer"?

    inwiefern soll die internetforenvariante ein "halbwegs normaler weg" sein, deine familie kennenzulernen? allenfalls hast du hier halt mehr "publikum", während es bei der amt-variante eben FAMILIÄR abgewickelt wird. also zwischen deiner mutter und dir wird kontaktmöglichkeit hergestellt. denn euch betrifft es.

    du bist keine nummer, sondern du. wie das amt das sieht, ist doch egal, es geht ja nicht ums amt, sondern um dich und deine familie.

    ich fühlte mich von deinem text ein bisschen erinnert an familienzusammenführungen in fernsehshows, ob früher bei rudi carrell oder später in diversen talkshows, jürgen fliege usw...klar bist du hier "anonymer" als im fernsehen.

    und ich denke, man wird hier sicher mitfühlen, wenn du zum beispiel erzählst, dass du übers amt deine mutter ausfindig gemacht hast und dass du angst vorm treffen hast oder ähnliches. die suchvariante über so ein forum find ich eben "seltsam". nimm mir das nicht übel.

    ich hoffe, dass du deine mutter und ggf. geschwister findest und der kontakt für dich gut ist, ob nur per brief oder persönlich.

    von einem forenuser weiß ich, dass sie adoptiert ist, hat sie hier auch schon geschrieben (daher weiß ich es ja auch...) ich vermute, sie wird sich ggf. zu wort melden und ihre erfahrung beisteuern.
     
    #2
    User 20976, 28 September 2005
  3. Navina
    Gast
    0
    Schwer zu erklären...

    Hallo mosquito,

    nun, ich will dir erklären, warum ich mich gerade für diesen Weg entschieden habe.

    Ich möchte weder Mitleid noch tröstende Worte und nach niveaulosen Shows wie Oli Geissen o.Ä. steht mir ebenfalls nicht der Sinn, deshalb würde ich mich nie ans TV wenden. :wuerg:

    Das Jugendamt ist mir eben zu bürokratisch und einfallslos. Wie würde der Kontakt denn aufgebaut werden? Rufen sie meine leibliche Mutter einfach an? Schreiben sie ihr einen Brief und teilen ihr auf diesem Weg mit, dass ich gern Kontakt zu ihr hätte?
    Nun, wenn ich sie wäre, würde mich das sehr verstören und beängstigen, nach all den Jahren wieder etwas von der ersten (vielleicht einzigen?) Tochter zu hören. :frown: :ratlos:
    Ich möchte eigentliche keine "amtlichen Vermittler", sondern auf "persönlicherem Wege" - und dieses Board finde ich durchaus persönlich auf Grund der vielen User, die klar ihre Identität zu erkennen geben - meine richtige Familie oder Teile von ihr kennen lernen. :smile:

    Vielleicht habe ich ja wirklich Glück und jemand liest meinen Beitrag und denkt sich: "Shit, meine Mutter/meine Tante/die Freundin meiner Mutter etc. heißt ja Angelika V.!"
    Verstehst du? Ich habe darüber hinaus die Erfahrung gemacht, dass das Ruhrgebiet in sämtlichen Foren überaus stark vertreten ist und daher ist es gar nicht so unwahrscheinlich, dass irgendjemand meine Mutter oder meine Geschwister, sofern ich überhaupt welche habt, kennt.

    Außerdem habe ich bereits so oft gehört, dass Familienzusammenführungen, die durch das Jugendamt zustande gekommen sind, im Nachhinein nach hinten losgegangen sind, da sich die andere Seite total überrumpelt gefühlt hat und man zudem sehr genau begründen muss, warum man nach all den Jahren plötzlich Kontakt zu seiner richtigen Familie möchte.
    Nein danke, diesen Weg möchte ich (zumindest vorerst) nicht gehen, da es hier immer noch jedem selbst überlassen ist, ob er mir antwortet oder nicht, zumal man mir hier sogar vollkommen anonym einen Tipp oder einen Hinweis geben könnte und wenn ich mich erst einmal ans Jugendamt gewendet habe, bringe ich damit vielleicht Steine ins Rollen, die so nicht rollen sollten. :ratlos:

    Ich hoffe, du verstehst meine Beweggründe, denn es ist nicht leicht alles in Worte zu fassen.
    Na ja, ich möchte hier jedenfalls nicht als "Trauerkloß" rüberkommen (*lol*), denn wie bereits erwähnt geht es mir im Grunde sehr gut. Ich möchte nur wissen, woher ich komme, warum ich entstanden bin und ob ich jemals die Chance habe, meinen leiblichen Vater kennen zu lernen... :ratlos:

    Tja, ich werde wohl erst einmal abwarten... an Tagen wie diesen frage ich z.B. wieder, ob sie an meinem Geburtstag überhaupt an mich denkt oder manchmal weint oder mich selbst bereits versucht hat zu finden... so viele Fragen... und so viele Möglichkeiten. :rolleyes2

    Gut, ich danke dir trotzdem für deine ehrliche Antwort und hoffe, du verstehst mich nun etwas besser. :smile:

    Ich habe diesen Weg gewählt, da er mir um einiges sympathischer und "persönlicher" ist und ich erst, wenn ich das Internet auf eigene Faust durchforstet habe, mich ans Jugendamt wenden werde. Und selbst dann möchte ich nicht, dass sie den Kontakt bürokratisch für mich herstellen, sondern mir nur ihre Anschrift geben, damit ich vielleicht mal "zufällig" in dieser Gegend, dieser Straße auftauchen kann, um mir ein eigenes, stilles Bild von ihr zu machen.

    LG Navina :zwinker:
     
    #3
    Navina, 28 September 2005
  4. User 20976
    (be)sticht mit Gefühl
    13.614
    398
    2.056
    vergeben und glücklich
    so hatte ich dich auch nicht verstanden. es ließ mich nur daran denken, wie bei rudi carrell früher mal (lange her...) familien verlorene töchter oder söhne wiedersahen. gibt ja nicht nur krawallshows..

    frag im amt. oder frag leute, die sich mit adoptionen auskennen. ich denke, es kann auch gut sein, dass DU einen brief schreibst, der an sie weitergeleitet wird. dass es da mehr als einen weg gibt.

    warum so misstrauisch und gleich negativ eingestellt? meine frage von oben bleibt: bislang eher miese erfahrungen mit ämtern gemacht? da gibts doch nu auch adoptions-fachleute, die ggf. die mütter auch betreuten. heute gibts verschiedene adoptionsvarianten (ob 1982 auch, weiß ich nicht). was weiß denn deine mutter (also die "seelenmutter", die dich aufzog) darüber?


    okay.
    nun, dafür viel glück. der weg über das amt ist ja weiterhin gegeben, wenn es so nicht funktioniert. ich finde halt diese variante zu "öffentlich" - einfach weil es eben dich und deine leibliche mutter betrifft, zuerst einmal. potentielle geschwister auch, ja. aber wie stellste dir das vor - was ist, wenn einer hier echt meint "boah, das könnt meine tante/mutter/... sein, diese angelika, von der die rede ist". und derjenige geht dann los und sagt zu angelika: "du, hast du 1982 ein kind zur adoption freigegeben? da ist eine, die sucht dich." denn das könnte ja auch sein. ich hoffe, so plump wird sich keiner verhalten.
    aber wenn jemand meint, in dir seine schwester zu erkennen...kann das auch zu ner reaktion führen, die unüberlegt ist.

    meinste, das ist für angelika, deine leibliche mutter, unbedingt angenehmer, als vom amt kontaktiert zu werden mit deinem wunsch nach kontakt?

    ja, das kann sein, und dann? klar sind hier viele umsichtige leute, die eben nicht lostrampeln und fehler machen. aber ich finde diese form eben etwas fragwürdig. dass du es durchaus in positiver absicht so machst, ist mir schon klar. aber deine leibliche mutter könnte mit deinen angaben eben hier "enttarnt" werden. aus welchem grund auch immer sie ihre vergangenheit für sich behält (falls das so ist). so wiedererkannt werden zu können von leuten, die ganz grob (oder sehr gut!) ihre lebensgeschichte kennen, ist vielleicht nicht in ihrem sinne.

    deswegen denke ich, dass es eben keine so gute variante ist, wie du es für dich empfindest.

    also, es kann funktionieren. aber es könnte auch sein, dass sich angelika irgendwie bloßgestellt fühlt, weil ihre geschichte in einem internetforum steht. selbst wenn der schreiber - ihre leibliche tochter - es ganz nett meint und einfach sie finden will...das wollte ich zu bedenken geben.

    mag sein. für unmöglich halte ich es nicht. aber für einen durchaus nicht eindeutig "guten" weg für alle beteiligten. natürlich wünsche ich dir, dass du erfolgreich bist bei deiner suche.

    von wem hast du das so oft gehört? und wieso nicht - bevor du tatsächlich dein kontaktanliegen beim amt "in gang setzt" - dich genau informieren, wie so etwas ablaufen kann? die leute vom amt sind doch auch nicht blöd und gefühllos. dass adoptionen und die folgen nicht mal eben so wie eine kaffeemaschinenreinigung behandelt werden, ist doch eigentlich klar? du kannst ja auch deine bedenken schildern. und dir vorbehalten, erstmal auf ein "kontaktsuchen" via amt zu verzichten, wenn du meinst, das ist doch nichts. aber erstmal würd ich mich bei den für dich zuständigen leuten im amt informieren, wie das funktioniert, bevor ich einfach mal leicht arrogant annehme, dass das jugendamt vor allem einfältig, einfallslos und bürokratisch sei... auch dort arbeiten menschen.

    klar haben sie vorschriften. aber meinst du nicht, dass bei dir auch vorurteile im spiel sind?

    tja, und wenn du hier steine ins rollen bringst? wenn einer, der angelika wiederzuerkennen meint, sich nicht an DICH wendet, sondern eben an sie? weil der wiedererkenner selbst baff und überfordert ist und eben nicht so handelt, wie es vernünftig wäre?

    ich kann mir nicht vorstellen, dass im amt gegen deinen willen gehandelt wird. wenn du um informationen bittest, wie so eine kontaktherstellung ablaufen kann, erklärst, was deine situation ist und welche bedenken du hast und du noch nicht ganz sicher bist, auf deine mutter via amt zugehen zu wollen...dann werden die kaum trotzdem deine mutter informieren.

    tu ich. und ich hoffe, du verstehst meine bedenken. ich kenn mich mit dem thema nicht weiter aus. aber das erste gefühl war eben "hm, so öffentlich? und wer 'schützt' angelika?" - denn sie hat sich nicht ausgesucht, dass ein teil ihrer geschichte hier so präsentiert wird. in guter absicht, ja, ich weiß.

    klar kann es sein, dass auch sie dich schon länger sucht. oder sich nicht traut. oder oder. aber mir ist - obwohl ich meine, verstanden zu haben, warum du das für richtig hältst so - deine variante noch suspekt. du schriebst ja, dass so ein brief vom amt deine mutter überrumpeln könnte. meinst du, bei deinem weg kann das nicht passieren?

    das kann ich gut verstehen. als trauerkloß seh ich dich auch nicht. ich wünsch dir wirklich erfolg.

    ja, die möglichkeiten...und auf manche fragen wirst du wohl nie antworten bekommen (unabhängig vom adoptionsthema), das muss man manchmal aushalten. aber vielleicht werden dir ja manche fragen beantwortet. dass du dich gegen ämter so sperrst, kann ich halt nicht so ganz nachvollziehen.

    danke, dito.

    ob sie dir die anschrift geben dürfen, weiß ich nicht. aber das kannste ja rausfinden beim amt - oder gibts "selbsthilfegruppen" für adoptierte? klingt so dramatisch... hab noch nicht danach geschaut, ob es netzwerke in sachen adoption gibt. müsste es aber doch?

    edit: grad kurz gesucht, www.adoption.de --> faq:
    oder wie wär es mit der agentur "wiedersehen macht freude"? link zu einem interview:

    http://www.arte-tv.com/de/service/a...werpunkte_20Mai_202005/856772,CmC=859814.html
    http://www.wiedersehenmachtfreude.de/seiten/index_e.html schon klar, das kostet was, internet ist dagegen gratis. aber mal als variante, die vielleicht "persönlicher" ist für dich als ämter...

    du hast ja schon viele informationen über sie. eigentlich fehlt nur noch der letzte schritt: konkrete suche über einwohnermeldeämter, wohin sie verzogen ist und ob sie geheiratet hat.

    http://www.wiedersehenmachtfreude.de/seiten/index_a.html



    dir ist der weg über internetforen sympathischer als über behörden, ob er auch für angelika sympathischer und auf die richtige art "persönlich" ist?

    nun, viel erfolg!
     
    #4
    User 20976, 28 September 2005
  5. Navina
    Gast
    0
    Ich verstehe dich ja...

    Nun ja, ich habe sie ja nicht direkt namentlich erwähnt und in NRW wird's zig Angelika V.s geben (zumal sie heute wahrscheinlich ein ganz anderen Nachnamen hat), die erstens diesen Namen und zweitens 1981 ein Kind zur Welt gebracht haben.

    Mehr Infos habe ich ja im Grunde nicht über sie, außer, dass sie sehr jung war und mein Vater wahrscheinlich ein Italiener. :rolleyes2

    Und... wenn man so darüber nachdenkt, hat sie 1981 ebenfalls einen sehr "seltsamen" Weg gewählt - nämlich mich in quasi "fremde Hände" gegeben und vielleicht liegt der Hang zum Abstrakten ja in unseren Genen... wer weiß... wobei das natürlich keine Entschuldigung sein soll. :zwinker:

    Und ja, mit Behörden habe ich leider sehr schlechte Erfahrungen gemacht. :frown: :ratlos:

    Na ja, mal sehen... ich denke ohnehin nicht, dass ich hier großen Erfolg haben werde und wenn jemand wirklich den Gedanken habe könnte, dass er gemeint ist und meine - unsere Mutter - darauf anspricht, muss sie eben mit dieser Situation umgehen können.
    Ich weiß, dass sich das einerseits blöd anhört und ich möchte nicht egoistisch sein, ich habe wirklich nur mit den besten Absichten diesen Text gepostet, doch sie kann sich nicht ein Leben lang vor der Wahrheit drücken... ich weiß, wie man sich fühlt, wenn man meint, dass man das könnte. :frown:

    Ich habe ebenso Fragen, Wünsche, Sehnsüchte... ich möchte nicht "dumm sterben", um es offen und direkt zu beschreiben, ohne dass sie mich jemals gesehen hat. :frown:

    Aber ich bewerte diesen Text hier gewiss nicht über, im Grunde könnte jede Frau gemeint sein, denn wie bereits erwähnt, weiß sie nicht einmal von meiner Behinderung und den Namen von meiner Adoptivmutter kennt sie ebenfalls nicht.

    Und ich habe es wirklich nur gut gemeint und eben diesen ungewöhnlichen Weg gewählt wie sie damals einen ungewöhnlichen Weg gewählt hat... es scheint mir einfach der anonymste zu sein, vorsichtiges Herantasten ohne Steine ins Rollen zu bringen und ich glaube niemand, der 21, 20 oder 19 Jahre alt ist, rennt sofort zu seiner Mutter und erzählt ihr, dass er jemanden in einer Internet-Community getroffen hat, der meint, er würde zu seiner Familie gehören. :ratlos:

    Na ja, abwarten...

    LG Navina :zwinker:
     
    #5
    Navina, 28 September 2005

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