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Alg II?

Dieses Thema im Forum "Off-Topic-Location" wurde erstellt von rainbowgirl, 5 Dezember 2006.

  1. rainbowgirl
    Verbringt hier viel Zeit
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    2
    nicht angegeben
    Ich weiß nicht, ob mir hier jemand einen Rat geben kann, aber da weder ich noch mein Freund Ahnung haben, frage ich einfach mal:
    Mein Freund hat sein Studium abgebrochen und jobbt jetzt erst mal, während er gleichzeitig nach einem Arbeitsplatz in seinem Ausbildungsberuf, den er ursprünglich gelernt hat, sucht. Er hat einen Minijob auf 400€ Basis und dann jobbt er noch auf freiberuflicher Basis bei einem Radiosender. Das heißt, wenn er gebraucht wird, arbeitet er da (= kein geregeltes Einkommen, meistens so 100-200€ im Monat).
    Er ist im Moment nicht krankenversichert, weil ihn die Versicherung um die 130€ im Monat kosten würde, was ja fast ein Drittel seines Gehaltes ausmachen würde. Bei der Krankenkasse haben sie ihm gesagt, dass er seinen Job beim Radio aufgeben soll, weil das Arbeitsamt dann (wenn er nur 400€ verdient) seine Krankenversicherung zahlt. Häh, das wäre ja total komisch! Er soll weniger arbeiten, damit er im Endeffekt mehr Geld zur Verfügung hat??
    Jedenfalls: Hat er eigentlich Anspruch auf ALG II oder irgendwas? (nie fest gearbeitet, nur die Ausbildung beendet und dann studiert (ohne Abschluss)). Er hält sich ja so eben gerade mit Mühe und Not über Wasser, aber ohne Krankenversicherung ist das ja schon mal alles Mist! :-(
     
    #1
    rainbowgirl, 5 Dezember 2006
  2. BadDragon
    BadDragon (39)
    Verbringt hier viel Zeit
    645
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    3
    Single
    Also wenn ich da richtig liege hat auf ALGII erstmal JEDER anspruch (da es ja die Sozialhilfe ersetzt) allerdings ist es moeglich das wenn dein Freund ueber den Satz den er da haben darf hinaus Geld verdient ihm das Arbeitsamt wieder Geld abzieht.

    Beispiel: Er bekommt vom Arbeitsamt 354 euro (+Miete + Krankenkasse ect) und darf 180 Euro dazu verdienen (keine ahung obs 180 euro sind oder mehr oder weniger). Er verdient aber nun 400 Euro + 200 euro also 600 Euro dazu dann würden die vom Amt sagen:
    180 Euro darf er verdienen aber 600 euro hat er verdient = 420 Euro muss er an uns zurueck zahlen.

    Wie hoch da die Werte sind must du oder ihr denk ich mal beim Arbeitsamt direkt erfragen.

    Wobei es ja auch gut sein kann das dein Freund ALG I bekommt da er ja anscheinend ne abgeschlossene Ausbildung hat also 3 jahre gearbeitet hat und eingezahlt hat?
     
    #2
    BadDragon, 5 Dezember 2006
  3. Lysanne
    Verbringt hier viel Zeit
    3.353
    123
    3
    Verheiratet
    Hallo!

    Ja, da es die klassische Sozialhilfe nicht mehr gibt, denn das wurde umgewandelt zu Hartz IV, hat er auch Anspruch auf diese Leistung. Das bedeutet, er bekommt 345 € + die Kosten der Unterkunft. :smile: Zusätzlich darf er 165 € dazu verdienen. Alles andere wird ihm abgezogen vom Hartz IV. Er ist Pflichtversichert bei der Krankenkasse.

    Wer ein ganzes Jahr mindestens in die Arbeitslosenförderung eingezahlt hat, hat Anspruch auf ALG I. Das berechnet sich auf der Grundlage vom letzten Nettogehalt.-Davon 60 % sind dann das ALG I. Wenn das allerdings zu wenig ist, in der Ausbildung scheint er nicht viel bekommen zu haben, dann kann er zusätzlich noch Harzt IV beantragen.

    Beispiel:
    Wenn sine Wohnung 350 € kostet, dann bekommt er 345 € (Lebensunterhalt) + 350 € Miete = 695 € Hartz IV. Dann darf er 165 € dazu verdienen- alles andere wird ihm abgezogen vom Hartz IV. Alles in allem darf er nicht über 860 € zum Leben haben. Wenn er immer unterschiedlich verdient, muss er jeden Monat sein Einkommen nachweisen.

    EDIT: Wer einen 400 € Job macht, ist automatisch beim Arbeitgeber versichert. Deswegen machen viele Freiberufler einen 400 € Job, damit sie pflichtversichert sind.

    LG
     
    #3
    Lysanne, 5 Dezember 2006
  4. gyurimo
    gyurimo (46)
    Verbringt hier viel Zeit
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    0
    vergeben und glücklich
    liege ich falsch? aber mir ist nur bekannt das man nur noch 100 euro hinzu verdienen kann ohne abzüge....
     
    #4
    gyurimo, 5 Dezember 2006
  5. Lysanne
    Verbringt hier viel Zeit
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    3
    Verheiratet
    Da bist du dann wirklich falsch infomiert. Bei ALG I und ALG II (Hartz IV) kann man 165 € dazu verdienen. Nicht mehr. :smile:

    LG
     
    #5
    Lysanne, 5 Dezember 2006
  6. rainbowgirl
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    nicht angegeben
    Okay, schon mal vielen Dank an euch!
    @Lysanne: Meines Wissens nach ist er aber in seinem 400€ Job NICHT krankenversichert. Muss ich nochmal genau nachhaken. Kann es sein, dass er das selbst gar nicht weiß??

    @BadDragon: Ja, er hat seine Ausbildung abgeschlossen. Also hat er evtl. Anspruch auf ALG I? Am besten beim Arbeitsamt nachfragen?
     
    #6
    rainbowgirl, 5 Dezember 2006
  7. Pinaco
    Pinaco (33)
    Verbringt hier viel Zeit
    537
    101
    0
    vergeben und glücklich
    Also ich war damals bei meinem 400Euro Job auch nicht krankenversichert!
     
    #7
    Pinaco, 5 Dezember 2006
  8. Lebkuchen.
    Verbringt hier viel Zeit
    184
    101
    0
    nicht angegeben
    Ich bin momentan auch Arbeitslos und hatte mich bei AA wegen eines 400€ Jobs erkundigt und meine Berufsberaterin meinte "einen 400 € Job brauch ich mir erst gar nicht suchen da ich sonst nicht versichert bin. Ja dann also nicht!
     
    #8
    Lebkuchen., 5 Dezember 2006
  9. fractured
    fractured (31)
    Verbringt hier viel Zeit
    1.571
    121
    1
    Single
    also ich hab auch nen 400 eurojob und bin nicht darüber krankenversichert.... bin gottseidank noch über meine eltern versichert...

    nen 400 euro job ist auch nicht sozialversicherungspflichtig, erst wenn er 15 wochenstunden übersteigt....

    wohnst du mit deinem freund zusammen? wenn ja, dann seid ihr eine bedarfsgemeinschaft und dein geld wird mit einberechnet...

    ich bekomme kein ALG2 weil die eltern meines freundes alles zaheln sollen....
     
    #9
    fractured, 5 Dezember 2006
  10. Henk2004
    Henk2004 (33)
    Verbringt hier viel Zeit
    876
    101
    0
    vergeben und glücklich
    Geringfügig entlohnte Beschäftigung

    Eine geringfügig entlohnte Beschäftigung liegt vor, wenn das Arbeitsentgelt aus dieser Beschäftigung regelmäßig im Monat 400 Euro nicht übersteigt (SGB IV, SGB III, darüber Niedriglohn-Job). Der Arbeitnehmer ist nach § 8 I Nr.1 SGB IV bis zu dieser Grenze von der Sozialversicherung befreit. Der Arbeitgeber hat für geringfügig Entlohnte, die in dieser Beschäftigung versicherungsfrei oder nicht versicherungspflichtig sind, dennoch folgende Pauschalabgaben (jeweils gerechnet vom Arbeitsentgelt) zu leisten:
    13 % Krankenversicherungspauschale
    15 % gesetzliche Rentenversicherungspauschale
    2 % Pauschale für Lohnsteuer, Kirchensteuer u. Solidaritätszuschlag
    0,1 % Umlage nach dem Aufwendungsausgleichsgesetz
    = 30,1 % insgesamt

    Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Minijob

    Jedoch das hier ist entscheidend:

    Trotz der Krankenversicherungs-/Rentenversicherungspauschale ist man durch Minijobs nicht krankenversichert und nicht rentenversichert. Die Versicherung muss freiwillig oder durch öffentliche Kassen übernommen werden.
     
    #10
    Henk2004, 5 Dezember 2006
  11. rainbowgirl
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
    347
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    2
    nicht angegeben
    Soweit ich das jetzt aus den Postings entnehmen kann, ist mein Freund also durch seinen 400€-Job tatsächlich NICHT krankenversichert. Das meint er selbst ja auch.

    @fractured: Nein, ich wohne nicht mit meinem Freund zusammen.
    Die Eltern deines Freundes sollen für dich zahlen?? :ratlos: Wie kommt das denn?
     
    #11
    rainbowgirl, 5 Dezember 2006
  12. sonnenschein26
    Verbringt hier viel Zeit
    292
    101
    0
    nicht angegeben
    Meine Freundin war gleich nach ihrer Ausbildung arbeitslos und hat 1 Jahr ganz normal Arbeitslosengeld bekommen. Nicht viel, aber um die 500,--€ + Wohngeld war das schon.
    Nach diesem Jahr hat sie einen 400,--€ Job gefunden. Ab diesem Zeitpunkt hat sie wie vorher das Wohngeld weiterbekommen und die Krankenversicherung wurde vom Amt bezahlt. Nix mit Arbeitslosengeld II. Das ist nämlich kein Fall dafür. Es wird vom Amt zugezahlt, aber kein Arbeitslosengeld II.
     
    #12
    sonnenschein26, 5 Dezember 2006
  13. Lysanne
    Verbringt hier viel Zeit
    3.353
    123
    3
    Verheiratet
    Wohngeld = ALG II. Ich weiß ja nicht, woher du kommst, aber hier würde sich weiterhin das Jobcenter/ARGE um den Zuschuss kümmern... :rolleyes:
     
    #13
    Lysanne, 5 Dezember 2006
  14. BadDragon
    BadDragon (39)
    Verbringt hier viel Zeit
    645
    103
    3
    Single
    Würd ich so machen. Dann habt ihr wenigstens 100% Gewissheit. Aber ich denke schon das er ALG I bekommen wird, er hat ja 3 Jahre eingezahlt.
     
    #14
    BadDragon, 5 Dezember 2006
  15. sonnenschein26
    Verbringt hier viel Zeit
    292
    101
    0
    nicht angegeben
    Nein, Wohngeld ist nicht Arbeitslosengeld II. Das hat meine Freundin während ihrer Ausbildung bekommen, weil sie in einer anderen Stadt war und sich die Miete nicht anders hätte leisten können. Hat bei uns nichts mit Arbeitslosengeld zu tun, da Auszubildende und Geringverdiener wohl kaum Arbeitslosengeld bekommen.
     
    #15
    sonnenschein26, 5 Dezember 2006
  16. Lysanne
    Verbringt hier viel Zeit
    3.353
    123
    3
    Verheiratet
    "Arge" kann man nicht bekommen. Wenn, dann bekommt von von der ARGE Hartz IV. Du du scheinst meine Arbeit zu machen... Leider ist das nur Halbwissen. Außerdem waren meine Aussage auf die TS betreffend. Zumal mal als Auszubilderder Berufsausbildungsbeihilfe (kurz: BAB) bekommt, indirekt also einen Wohngeldzuschuss. Und Geringverdienen können zusätzlich Hartz IV/Wohngeld beantragen und beziehen. Früher war es die ergänzende Sozialhilfe, heute ist es Hartz IV.

    Arbeitslosengeld (ALG I) bekommt jeder, der mindestens ein ganzes jahr (ohne Unterbrechung) in die Arbeitsförderung eingezahlt hat. Wenn dieser Anteil (60 % von Nettoeinkommen) zu wenig ist, kann man Hartz IV zusätzlich beantragen. Meistens wird also von dewr ARGE Wohngeld zugeschossen, weil eventuell das ALG I nicht ausreicht.

    Wer zu wenig verdient, bzw. nicht genügend Gehalt bekommt, um seinen Lebensunterhalt zu decken, der geht heute zur ARGE/Jobcenter (oder wie sich das bei euch schimpft). Früher ist man damit zum Sozalamt gegangen.

    Allerdings weiß ich nicht, ob ihr noch ein gesondertes Wohnungsamt bei euch habt, was unwahrscheinlich ist, wegen der Zusammenlegung.

    Quelle: http://www.stmi.bayern.de/bauen/wohnungswesen/wohngeld/

    Darf ich fragen, in welchem Jahr das mit deiner Freundin war???

    LG
     
    #16
    Lysanne, 5 Dezember 2006
  17. Gravity
    Verbringt hier viel Zeit
    641
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    0
    nicht angegeben
    Leistungen nach HARTZ-IV in Form von ALG2 stehen jedem zu, der keinen Anspruch auf andere Leistungen hat, nicht über das Schonvermögen (200 EU x Lebensjahr) Vermögen besitzt und kein Einkommen über ALG2-Niveau bekommt.

    Die Leistungen sind erstmal: 345,- Euro + Unterkunftskosten
    Zusätzlich kommen evtl. weitere Leistungen für Medikamente und Kinder dazu. Die Unterkunftskosten bestehen nur aus seinem Anteil, als wenn er nicht allein wohnt, bekommt er nur den entsprechenden Teil seines Mietanteils. Gilt auch für WGs.

    Dazu verdienen sieht so aus: 100 Euro sind selbstbehalt, die darf mal behalten. Bei Einkommen zwischen 100 Euro und 800 Euro darf er nur 20% behalten. Bei Einkommen zwischen 800 und 1200 Euro darf er nur 10% behalten. Über 1200 Euro darf er nichts davon behalten. Es ist also nicht auf die oben genannten 165 EU beschränkt - um das mal richtig zu stellen!

    In diesem Fall würden die 400 Euro des Mini-Jobs voll angerechnet werden. 100 Euro darf er behalten von den restlich 300 Euro würde 60 Euro behalten dürfen - der Rest wird vom ALG2 abgezogen. Was den unregelmäßigen Job angeht, hier wird eine Schätzung als monatliches Festeinkommen (z.B. 140 EU) angenommen oder er muss belegen, wieviel jeden Monat tatsächlich bekommt. Es gilt in beiden Fällen, dass er davon nur 20% behalten darf.

    Krankenversicherung: Mit ALG2 / HARTZ-IV ist er nicht(!) automatisch krankenversichert! Er wird nur pflichtversichert, wenn er bei Beginn der Leistungen nach HARTZ-IV pflichtversichert ist. Das VS-Verhältnis wird dann so übernommen. Bei ihm ist da wohl aber nicht so. In diesem Fall muss er sich bei einer Krankenkasse freiwillig selbst versichern (das ist keine Privatversicherung). Das kostet dann ca. 125 EU für KV und PV. Von der ARGE bekommt er hier zusätzlich zur Regelleistung ca. 198 EU für Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung.
     
    #17
    Gravity, 6 Dezember 2006
  18. sonnenschein26
    Verbringt hier viel Zeit
    292
    101
    0
    nicht angegeben
    Es war März 2005- März 2006 Arbeitslosengeld und ab März 2006 bis August 2006 hatte sie den Minijob und hat Wohngeld (130,--€ von Gesamtmiete 210,--€) + Krankenversicherung gezahlt bekommen. Die 400,--€ konnte sie komplett behalten. Da war definitiv nix mit nur ca. 165,--€ zuverdienen.
     
    #18
    sonnenschein26, 6 Dezember 2006

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