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Alkoholikerin - Was kann man tun?

Dieses Thema im Forum "Off-Topic-Location" wurde erstellt von Ambergray, 7 Dezember 2009.

  1. Ambergray
    Ambergray (30)
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Folgende Frage:
    Eine Bekannte ist Alkoholikerin. Sie ist ca. 70-80 Jahre alt und lebt alleine. Hobbys (außer telefonieren) hat sie keine.

    Jetzt stellt sich mir die Frage, was man dagegen tun kann.

    Sie trinkt jeden Tag, harte Sachen (Schnaps).
    Vollkommen alleine.
    Man riecht es auch deutlich, wenn man ihr begegnet.

    Durch den Alkohol sind ihr viele Sachen gleichgültig geworden (z. B. macht sie ständig in die Hose, benutzt aber keine "Einlagen" oder ähnliches, weil es ihr einfach egal zu sein scheint).

    Mit ihr reden bzw. sie drauf ansprechen bringt nichts, weil sie dann nur erklärt, dass das ja alles nicht wahr und auch nicht schlimm sei.

    Jetzt frage ich mich, was man da machen kann?
    Hat jemand Tipps?
     
    #1
    Ambergray, 7 Dezember 2009
  2. User 66223
    User 66223 (31)
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    Leider gar nichts. Wenn sie selber nicht einsieht dass sie krank ist, hast du keine Chance!
     
    #2
    User 66223, 7 Dezember 2009
  3. Ambergray
    Ambergray (30)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    nicht angegeben
    Echt?
    Hat man da garkeine Möglichkeiten?
     
    #3
    Ambergray, 7 Dezember 2009
  4. User 66223
    User 66223 (31)
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    Verheiratet
    Naja Alkoholismus ist eine Krankheit, die sich nicht von heute auf morgen aufbaut... Für die ist das normal dass sie schon am Morgen Alkohol brauchen, also sehen sie auch nicht dass das krankhaft ist...
     
    #4
    User 66223, 7 Dezember 2009
  5. ülpentülp
    0
    Es ist leider so - solang keine Einsicht vorhanden ist oder Hilfe angenommen wird kann man gar nichts machen.

    Oft bedarf es erst eines totalen Absturzes des Abhängigen, um wenigstens für das Problem ansprechbar zu sein.

    Aber ich glaube hier ist jemand, dem da vll. doch etwas einfällt.
     
    #5
    ülpentülp, 7 Dezember 2009
  6. Ambergray
    Ambergray (30)
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    nicht angegeben
    Total abstürzen tut sie ja nie.
    Also nicht so, dass sie z. B. irgendwas kaputthauen würde oder die Treppe runterfällt.

    Sie ist einfach ständig "voll".
    Und halt total gleichgültig.
    Das mit dem einnässen z. B. ist echt eklig...
     
    #6
    Ambergray, 7 Dezember 2009
  7. User 44981
    User 44981 (29)
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    Ich sehe in solchen Fällen wirklich keine Möglichkeiten.

    Ich kenne z.B. jemanden, der schwere Drogenprobleme hatte (also wirklich richtig übel inkl. Beschaffungskriminalität, usw. - also noch deutlich schlimmer als "nur" ein solches Alkoholproblem). Und dieser Mann musste wirklich erst mal richtig tief abstürzen (inkl. Gefängnisaufenthalt), um den Willen zu entwickeln, dass er damit aufhören will. - Und ohne diesen Willen sind alle Versuche, jemanden von einer solchen Sucht wegzubringen, zum Scheitern verurteilt.
    Und auch nach seinem Rückfall musste er erst ein zweites mal tief abstürzen, um wieder rauszukommen.
     
    #7
    User 44981, 7 Dezember 2009
  8. donmartin
    Gast
    1.903
    Ja. die Vorposter haben Recht.

    Solange sie nicht selber auf den Trichter kommt, von sich aus nach Hilfe sucht wirst Du als Außenstehender nichts machen können.

    Irgendwann wird die alte Dame richtig abstürzen, dann wird es nur noch die Möglichkeit geben, dass ein Verwandter, bzw. der Hausarzt mit Hilfe eines Gerichts eine Einweisung veranlassen kann.
    Sollte sie geistig verwirrt werden, werden weitere Schritte eingeleitet.

    Natürlich sollte niemand wegsehen, wenn jemand in "sein Verderben" rennt. Doch, was hat die Dame zu verlieren?

    Beschaffungskriminalität?
    Einen Job?
    Bekannte, Verwandte?
    Versäuft sie Haus und Hof?

    Wen lügt sie an, vor wem versteckt sie ihren Alkohol?

    Es ist ihre Gesundheit und - so traurig das auch sein mag - sie trinkt sich nicht irgendwelche Probleme schön und reißt andere Menschen mit ins Unheil - sondern ist Einsam.

    Solange sie für sich Sorgen kann, nicht auffällt und es ihre Gesundheit mitmacht, wird niemand auf die Idee kommen, sie gar Entmündigen zu lassen. Solange wird es auch keine Zwangseinweisung geben. (Oder möchtest Du diesen Schritt gehen?)

    In einer Alkoholtherapie lernt man auch, sich von Althergebrachtem zu lösen. Wenn nötig in eine andere Stadt ziehen, anderer Freundeskreis usw., damit das Suchtgedächtnis nicht Muster erkennt und man wieder rückfällig wird. Zumindest, das die Chance minimiert wird.

    Welche Aussichten denkst du, hat die Dame, wenn sie Zwangseingewiesen eine Therapie macht?

    Wichtig! Ich sage nicht, dass Alkohol eine Lösung darstellt, egal in welchem Zusatnd oder welchen Alter!

    Ein Alkoholkranker Mensch, der sich seiner Situation nicht bewusst ist und er glaubt keine Hilfe zu benötigen, dem kannst du nicht helfen.

    Ausser, dass du öfter vorbeischaust, oder dafür sorgst, dass sie zu erreichen ist oder jemand anders nach ihr schaut - falls etwas im Suff passiert.
     
    #8
    donmartin, 7 Dezember 2009
  9. Ambergray
    Ambergray (30)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    nicht angegeben
    Hmmm.

    Sie ist ja überhaupt nicht klar im Kopf, sonst würde sie ja einsehen, dass sie ein großes Problem hat.

    Die Verwandten wissen alle davon, aber niemand sagt etwas.
    Aus Angst, weil sie sonst "böse" wird.

    Sie hat nichts zu verlieren, lebt ja still für sich hin im eigenen Haus.

    Und die Verwandtschaft toleriert das Ganze eben.

    Denen ist es nur halt peinlich, weil im Dorf eben geredet wird.
    So nach dem Motto "Guck mal, die ist schon wieder besoffen, warum kümmert sich die Verwandtschaft denn nicht darum?"
     
    #9
    Ambergray, 7 Dezember 2009
  10. ülpentülp
    0
    so meinte ich den Absturz auch nicht unbedingt - meist kommt irgendwann ein "innerlicher" Zusammenbruch, irgendwann hat die "Seele" die Schnauze voll ... und dann kommt ggf. die Einsicht.

    Wobei einnässen schon ein klares Zeichen für absoluten Kontrollverlust ist.

    Aber wie gesagt - machen kannst du da eigentlich nichts. Ausser vll. gut auf sie aufzupassen, da sie das selber ja offentsichtlich nicht mehr kann.

    Ich finde es übrigens toll, das du dich so engagierst!:smile: Hat man leider nicht all zu oft heute.

    Gruß
     
    #10
    ülpentülp, 7 Dezember 2009
  11. Ambergray
    Ambergray (30)
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    nicht angegeben
    Danke :smile:


    Ich finde es halt schlimm, dass sie sich so gehen lässt.
    Wenn ich dagegen meine Oma sehe, die noch gut zehn Jahr älter ist, aber die so einen Spaß am leben hat und tausend Hobbys hat und so... Obwohl sie gesundheitlich auch nicht unbedingt top dran ist, aber sie macht halt was aus ihrem Leben.

    Ich meine, einerseits kann ich die Verwandtschaft schon verstehen. Wer will es sich schon mit seiner Mutter verscherzen, indem er sie auf das Alkoholproblem anspricht... Wenn es stimmt, dass sie dann wirklich so enorm böse wird, dann kann ich das schon verstehen.
    Andererseits, es schauen alle zu, jedem ist es total peinlich, aber niemand macht was dagegen.

    Und grade im Dorf wird eben viel geredet. Wenn die alte Frau dann mit einer Plastiktüte voller Lebensmittel + Alkohol an der Bushaltestelle hockt und die dann jemand aus dem Dorf aus Mitleid mit nachhause nimmt... Das ist nicht so doll...
     
    #11
    Ambergray, 7 Dezember 2009
  12. Reliant
    Reliant (35)
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    Man kann wohl nichts ändern, und selbst wenn, würde es überhaupt Sinn machen?
    Ich würd aufjedenfall einer 80 Jährigen nicht mehr einen Entzug antun und vorallem, würde es ihr überhaupt nutzen?
     
    #12
    Reliant, 7 Dezember 2009
  13. Ambergray
    Ambergray (30)
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    nicht angegeben
    Was würde es für einen Sinn machen... Ich weiß es nicht.
    Dazu kenne ich mich zu wenig mit der Sache aus.

    Wahrscheinlich geht es ihr selbst so wie es momentan ist super gut.

    Aber ihr Umfeld leidet darunter.
    Es ist ja schon peinlich, wenn eine alte Frau überall Pfützen hinterlässt (auf Stühlen etc.) und man mit ihr nirgendwo hingehen kann.
    Das ist ja auch schwer für die Angehörigen.
     
    #13
    Ambergray, 7 Dezember 2009
  14. donmartin
    Gast
    1.903
    Das meinte ich nicht mit "verwirrt" sein. Der Alkohol benebelt die Sinne, sicher.
    Trotzdem ist es ein riesen Unterschied, ob jemand VOM Alkohol benebelt ist, oder "Wirr" im Sinne von Dement.

    Auch wenn man als Abhängiger betrunken ist, weiss man ja, dass man ein Problem hat. Deshalb wird ja weitergetrunken.
    Was nicht funktioniert, man kann nicht aufhören und es sich eingestehen, dass man dieses Problem hat und dieses Problem "lösen" muss.
    Man muss das Problem zu seinem machen und nicht anderen die Schuld daran geben.


    Wenn das erste mal etwas passiert, wird man an die Verwandtschaft herantreten.
    Es bleibt wirklich nichts übrig, als einem Menschen bei seinem Untergang zuzusehen.

    Mitleid ist übrigens das wenigste, was man einem Süchtigen gegenüber zeigen sollte.
     
    #14
    donmartin, 7 Dezember 2009
  15. Reliant
    Reliant (35)
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    Es gibt übrigens Inkontinenz einsätze die wie Binden aussehen, oder Hotpants.
    Ansonsten ins Heim, aber da kann sie immer noch trinken solange sie nicht randaliert.
     
    #15
    Reliant, 7 Dezember 2009
  16. Ambergray
    Ambergray (30)
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    nicht angegeben
    Klar gibt es die.
    Sind wohl angeblich auch so diskret, dass man es garnicht merkt.

    Aber sie benutzt sowas nicht.
    Weil es ihr egal ist.

    Und den Leuten, denen sie die Autos vollsaut, ist es wohl peinlich, etwas dagegen zu sagen.
     
    #16
    Ambergray, 8 Dezember 2009
  17. Reliant
    Reliant (35)
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    Ja, das muss auch der Arzt vorschreiben damit es bei dieser Generation funktioniert. Wenn der sagt, sie müssen das tragen, dann war das die längste Zeit egal.
     
    #17
    Reliant, 8 Dezember 2009
  18. Party_Girl
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    Tja aus eigener Erfahrung: Man kann gar nichts machen solange der Betroffene es nicht selbst kapiert.
     
    #18
    Party_Girl, 9 Dezember 2009
  19. User 93011
    User 93011 (26)
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Ich denke auch, dass Du da mit rationalen Argumenten nicht weiter kommen wirst.
    Man kommt davon nicht weg, wenn man es für andere macht oder "nur", weil es anderen unangenehm ist.
    Wenn man sich von dieser Krankheit lösen will, muss das aus eigenem Willen geschehen.

    Wenn der bei ihr - wie es scheint - nicht gegeben ist, tuts mir Leid, aber da wirst Du wohl leider auch nichts dran ändern können.

    Ich finde es aber trotzdem gut, dass Du Interesse zeigst und Dich einsetzt.
     
    #19
    User 93011, 9 Dezember 2009

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