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  • User 91095
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    10 November 2009
    #1

    @alle: Neigt ihr zu Under- oder Overstatement?

    Nicht nur wenn ich hier im Forum lese, sondern auch sonst im direkten Kontakt mit anderen Leuten, fällt mir oft auf, dass es Leute gibt, die gerne lieber etwas übertreiben (oder zumindest so rüberkommen, dass man selbst innerlich die Augen verdreht) oder jene, die so tun, als würden sie sich bewusst unter ihrem Wert verkaufen (die typischen "Ahh, meine Prüfung war so scheiße"-aber-dann-doch-Note 1-BekommerInnen").

    Aus meiner Sicht haben diese beiden Typen nicht zwingend mit einem Mangel oder einem Überfluss an Selbstvertrauen zu tun, sondern sind rein charakterlich oder erziehungstechnisch bedingt.

    Ich selbst weiß von mir, dass ich eher zum Understatement neige. Das äußert sich sowohl dabei, dass ich mich bewusst bescheiden gebe, als auch darin, dass ich meine Fähigkeiten nicht gleich heraushängen lasse, sondern da etwas zurückhaltender bin (was negativ im Berufsleben ist). Ich weiß, dass beides nervt und nicht immer gut ist, daher arbeite ich an dieser meiner Haltung.

    Wie schätzt ihr euch bei diesen beiden Gegensätzen ein? Wie steht ihr dazu und warum meint ihr so zu sein? Findet ihr es gut oder versucht ihr daran zu arbeiten?
     
  • Chérie
    Chérie (32)
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    10 November 2009
    #2
    Früher, in der Schule, habe ich auch häufig zu Understatement geneigt. Da aber die größten Streber da genauso gepolt waren und ich mit denen weiß Gott nicht in einen Topf geworfen werden wollte, habe ich es mir abgewöhnt und bin schlicht und ergreifend ehrlich.
     
  • User 88899
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    10 November 2009
    #3
    Eher Understatement. Es ist mir futchtbar unangenehm, wenn ich mich zu hoch einschätze und dann eines Besseren belehrt werde und erst recht, wenn andere das mitkriegen, deswegen bau ich da lieber vor. Zudem fällt es mir sehr schwer, mich einzuschätzen und im Zweifel will ich dann lieber positiv überrascht werden. Ich hängs aber nicht raus und betreibe auch nicht Fishing for compliments - mich nervt es selbst, wenn jemand total jammert und dann z.B. immer ne 1 bekommt. Ich halt mich da zurück. Bei meinen Zwischenprüfungen z.B. gab ich schon zu, dass ich meine Arbeiten nicht schlecht fand, aber ich hatte die jeweiligen Dozenten noch nie zuvor in ner Prüfung gehabt und war deswegen unsicher, obs wirklich gut wird, wie sie das bewerten. Damit zu rechnen, dass es super läuft, wäre mir viel zu riskant gewesen, aber ich hab auch nicht überall rumerzählt, dass es eh scheiße wird.
     
  • kaninchen
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    10 November 2009
    #4
    Kann mich Kathinka vollstens anschließen, das trifft so auch auf mich zu. Ich bin jetzt keine von deinen so schön angesprochenen Jammerer-und-dann-doch-1er-Kassiererinnen, ich sag eher "keine Ahnung wie es gelaufen ist" als "ach, die prüfung war doch Killekalle" rauszuhaun und danach mal dick durchzufallen. Es fällt mir manchmal echt schwer mich selbst einzuschätzen und stapel dann lieber ein bisschen zu tief... Eine gesunde Selbsteinschätzung wäre vielleicht vorteilhafter, andererseits bin ich froh, dass ich kein Überego hab und von Leuten unterschätzt werden und die danach psotiv zu überraschen find ich hundertmal angenehmer als den Dicken zu markieren und danach auf die Schnüt damit zu fallen

    Ist mir grade noch eingefallen, ich hab da mal von ner Studie gelesen, wos ums an die Tafel gehen ging (Quelle hab ich nich mehr...). Grob zusammengefasst: ab nem gewissen Alter war durch die Bank weg erkennbar, dass sich ein Großteil der Mädchen nicht getraut hat an die Tafel zu gehen, auch wenn sie die richtige Lösung hatten. Die Jungs sind schon mutiger nach vorne, egal ob sie richtig oder falsch lagen, weil für die die Gefahr "was falsch zu machen" wohl nicht so abschreckend war...
     
  • User 15352
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    10 November 2009
    #5
    Ich neige zu gnadenlosem Understatement.
    Nicht, dass ich alle vollheule, wie schlecht ich doch bin und dann trotzdem mit der Bestnote herausstolziere, sondern vielmehr, dass ich mir zu wenig zutraue ich mich wirklich für gnadenlos unterqualifiziert resp.beschränkt halte.
    Naja, ich arbeite dran :zwinker:...
     
  • User 91095
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    10 November 2009
    #6
    Es wär jetzt bezeichnend, wenn sich nur Leute mit Understatement-Neigung outen würden :tongue:
     
  • User 49007
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    10 November 2009
    #7
    Naja..wenn dann übertreibe ich eher mal bissl als das ich untertreiben würde. Ein wieso gibts da eigentlich nicht. Die meisten Menschen übertreiben mal gerne
     
  • User 44981
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    10 November 2009
    #8
    Ich verschue schon, mich halbwegs richtig einzuschätzen und schaffe das eigentlich auch ganz gut...

    Allerdings bin ich lieber positiv als negativ von mir selbst überrascht, so dass ich doch eine leichte Tendenz zur Selbstunterschätzung habe.
    Ich staple lieber erst mal ein wenig tief (rechne also z.B. mit einer mittelmäßigen Klausurnote) und freue mich, wenn es besser läuft als erwartet, als dass ich zu hoch staple und dann selbst über mich enttäuscht bin, wenn es doch nicht ganz so gut klappt.
     
  • User 29377
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    10 November 2009
    #9
    Allgemein neige ich auf jeden Fall zu Understatement.
    Hat auch viel mehr Stil, nicht immer groß die Fresse aufzureissen, sondern dann lieber ohne großes Gepose mit entsprechnden Ergebnissen zu überzeugen. Wenn möglich. Ist außerdem auch oft Ansichtssache.

    Jetzt im Bezug auf schulische Leistungen o.ä. (wo es z. Zt. ziemlich gut läuft), nenne ich es eher Bescheidenheit.
    Wenn es gut läuft, hat das oft Gründe und man hat damit froh zu sein (bei mir ist es jetzt halt so, dass ich mit Abi in einer Ausbildung bin, in der auch viele Hauptschulabsolventen mitmischen ... da hat man es halt einfach ein wenig leichter, deswegen ist man nix besseres). Mir würde nie einfallen, da irgendwie einen auf dicke Hose zu machen. Man kann aber oft ziemlich gut anderen Leuten ein bisschen "Nachhilfe" geben.
    Da muss man teils andere eher mal verbal ein bisschen runter bringen, die meinen, man wäre das volle Universalgenie und könne alles :grin:

    Von daher wie gesagt: allgemein ist Understatement wesentlich stilvoller und überzeugender. Und weniger nervig. In Overstatement sehe ich (abgesehen von gezielter psychologischer Kriegsführung Einzelnen gegenüber) keinerlei Sinn. Ich werde allgemein (auch von mir selbst) lieber etwas unterschätzt, dann hat man mit etwas Glück im geeigneten Moment mal noch ein ungeahntes As im Ärmel :zwinker:
     
  • Fuchs
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    10 November 2009
    #10
    Ich mach beides. :tongue:

    Meistens nutze ich jedoch ganz königlich und auch gezielt Understatements, weil es mir auch irgendwie Spaß macht, zu überraschen und das kann halt am besten dann, wenn man falsche Erwartungen schürt... :engel:

    Typische Sätze von mir sind: "Ich weiß ein bisschen wie Computer funktionieren",
    "Ich kann ganz gut mit Zahlen..."
    "Ich kann ein paar Töne erzeugen..."
    "Ich schreibe manchmal Texte..."

    Alles völlig wertungsfrei... :zwinker:

    Vielleicht versuche ich damit irgendwas psychisches bei mir zu kompensieren, aber da jetzt tiefere Gründe aufzuführen, mag ich gerade nicht. Es macht mir Spaß und genauso macht mir eine Übertreibung Spaß!

    Meistens nutze ich das im ironischen Zusammenhang, um meine arrogante Seite etwas auszuspielen. Der Klassiker:

    "Ich bin absolut unwiderstehlich..." :link:

    Oder so: Jemand gibt mir eine schwere Aufgabe und ich habe Lust, ihn zu erstaunen: "Pah, mache ich doch mit links!" :tongue:
    Studenten kotzen darüber, wie schwer ihre Übungszettel sind. Ich: "Was denn los mit euch? Ich fand die trivial..." :grin:

    Natürlich: Wenn es drauf ankommt, kann ich mich wohl ganz gut auch realistisch einschätzen, aber im Alltag ist es irgendwie viel erbaulicher, man macht sich für andere unberechenbar, sei es, dass sie zu viel oder zu wenig von einem erwarten... :jaa:
     
  • Sunflower84
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    10 November 2009
    #11
    Ich hab jetzt echt lange drüber nachgedacht und bin zum dem Schluss gekommen, dass keins von beidem auf mich zutrifft.
    Ich erinnere mich gut an eine Situation in der Schule, als wir eine Chemie-Ex geschrieben hatten. Als mich die anderen gefragt haben, wie es mir gegangen ist, hab ich gesagt "Schlecht. Das wird eine 6." Die anderen haben es mir natürlich nicht geglaubt, weil man das ja allgemein so gesagt hat. Denn Understatement in dieser HInsicht scheint sehr verbreitet zu sein. Es wurde wirklich eine 6. Die erste meines Lebens. ;-)
    Auch sonst konnte ich mich bisher eigentlich immer recht gut einschätzen.

    Die Leute, die immer behaupten, viiiiiel zu wenig gelernt zu haben und denen es in den Prüfungen nie gut geht, aber immer top vorbereitet sind und eine eins nach der anderen hinlegen, haben mich immer ziemlich genervt. Es ist doch ok, wenn jemand fleißig ist und dementsprechend gut ist. Warum kann man nicht dazu stehen?
     
  • BrooklynBridge
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    10 November 2009
    #12
    Beides. Manchmal übertreibe ich, manchmal untertreibe ich. Untertreiben halte ich generell für "sympathischer" (rein subjektiv ohne Begründung), aber übertreiben kommt sicher auch vor.
    Idealerweise ist man natürlich immer Realist.
     
  • 10 November 2009
    #13
    Durch die Selbstüberschätzung natürlich auch Überteibung, aber keine Unwahrheit.
     
  • User 29377
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    10 November 2009
    #14
    Ja, ok.
    Sowas kommt bei mir schon ab und an auch mal vor.
    Aber wenn, dann so ironisch trocken, dass (ich zumindest denke, dass) jeder checkt, dass es nicht ganz mein Ernst ist.
    Bzw. die, die's nicht raffen, sind mir dann auch egal :grin:
     
  • GreenEyedSoul
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    10 November 2009
    #15
    Ja, so ist es bei mir auch.
    Es wird aber leider in genau die andere Richtung gedeutet, nämlich so, als würde ich das extra machen.
    Zum Teil ist es deswegen mittlerweile so, dass ich einfach meine Klappe halte und gar nichts mehr zu eigenen Leistungen o.ä. sage oder mich sehr allgemein halte.
     
  • xoxo
    Sophisticated Sexaholic
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    10 November 2009
    #16
    Man könnte meinen, ich neige eher zum Overstatement.
    Tatsächlich ist es das Understatement.
    Ich lasse Menschen auch mal gerne in ihrer Unwissenheit, damit sie nicht gleich wissen, mit wem sie es wirklich zu tun haben.
     
  • User 67627
    User 67627 (47)
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    10 November 2009
    #17
    ich übertreibe nie...ich bin manchmal nur ein wenig zu sehr von mir überzeugt :grin:

    ich mag es nicht besonders, wenn sich jemand immer schlechter macht, als er eigentlich ist, genauso verabscheue ich es, wenn man behauptet, der beste in allem zu sein :zwinker:

    ich gebe meine schwächen ehrlich zu, sage aber auch offen was ich mir zutraue oder was ich kann.
    bevor ich mich selbst schwächer oder stärker mache als ich bin, halte ich lieber die klappe (auch wenn mir das manchmal schwer fällt :tongue:)
     
  • Trostlos
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    10 November 2009
    #18
    Wenn ich die Umfrageergebnisse sehe, sieht das ganz so aus als denkt fast keiner von sich zu übertreiben. Aber viel mehr tun es ständig. Ich bin mir sicher :zwinker:
    Ich habe ja schon fast ein schlechtes Gewissen, wenn ich mal die Klappe halte, wenn es angebracht ist. Boah, höre ich Tag für Tag Leute Käse erzähl3n. Man kann noch nicht mal einfach so widersprechen, ohne Risiko einen Eklat zu provozieren, weil man die Leute bloßstellen muss.

    Ich neige nüchtern zu Understatement, Beschwippst zu Overstatement :zwinker:
     
  • User 44981
    User 44981 (30)
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    10 November 2009
    #19
    Off-Topic:
    Man muss nicht unbedingt fleißig sein, um in der Schule gut zu sein :zwinker: - Und es kann durchaus vorkommen, dass man sich nicht gut vorbereitet fühlt und dann trotzdem eine gute Note schreibt, weil die Arbeit generell extrem einfach war oder weil gerade nur die wenigen Themengebiete abgefragt wurden, von denen man Ahnung hatte.

    Mir ging es auch mal im Studium so: Vor der Scheinklausur zu einer beschissenen Vorlesung hatte ich eine totale Lernblockade und habe letztendlich wirklich überhaupt nichts Sinnvolles für die Klausur gelernt. Also ging ich mit der Einstellung "ich falle sowieso durch" in die Klausur und habe auch durchaus etwas rumgejammert. Aber in der Klausur wurde kein wirkliches Wissen, sondern nur stupides Rechnen verlangt (was ich auch ohne zu lernen konnte), so dass ich trotzdem bestanden habe.
     
  • Thomaxx
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    10 November 2009
    #20
    Overstatement
     

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