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Alles auf einmal...

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von Drachengirlie, 19 Januar 2010.

  1. Drachengirlie
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Hallo...

    ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll...
    Dieses Jahr ist überhaupt nicht gut gestartet:

    1. Meine Eltern haben sich vor zwei Wochen getrennt. Erfahren hab ich dies aber erst vor einer Woche. Mir tritt das sehr nahe und mir fällt es schwer, die Trennung zu akzeptieren. Meine Mutter hatte letztes Jahr in der Reha einen Mann kennen und lieben gelernt. Inzwischen wohnen sie zusammen in einer kleinen Dachwohnung. Ich hatte mit meinen Eltern eine super-glückliche Kindheit und habe immer gesehen, wie sehr sie sich geliebt und geschätzt haben. Auch heute nach der Trennung verstehen sie sich noch gut und reden noch viel. Mein Vater aber leidet auch sehr unter Trennung, zeigt es wohl aber nicht gegenüber meiner Mutter. Ich leide ehrlich gesagt unter der Trennung und wünschte, sie wären wieder zusammen. Ich weiß, dass das egoistische Motive sind, aber das geht mir immer wieder durch den Kopf. Andererseits verstehe ich auch gar nicht, warum ich so trauere - schließlich sind sie ja noch befreundet und auch trotz der Trennung beide für mich da! Sie sind immer noch Mama und Papa, nur in einer neuen Konstellation! Ich hatte und habe aber auch ein sehr inniges Verhältnis zu meinen Eltern, möchte beispielsweise immer irgendwie in ihrer Nähe wohnen bleiben, damit sie mich und ich sie jederzeit besuchen können/kann.

    2. Mein Hund wurde heute eingeschläfert...:cry: Sie ist 13 Jahre alt gewesen und hatte Leishmaniose (eine Blutkrankheit aus Spanien). Sie kam aus Spanien am Freitag, den 10.11.1997 in Deutschland an. Direkt am Samstag danach, waren wir zufälligerweise auf der Suche nach einem Hund und haben Stella gefunden. Zwischen mir und ihr stimmte die Chemie sofort. Wir erfuhren erst hinterher, dass sie frisch eingereist ist, aber ich wollte sie einfach haben! Wenig später wurde festgestellt, dass sie Leishmaniose hat. In Deutschland eher selten und unbekannt, in Spanien doch recht häufig. Sie hatte nämlich Nasenbluten, was auch überhaupt nicht mehr aufgehört hat. Das war 1999. Wir mussten sie extra in eine Tierklinik fahren, welches etwa 200km von zuhause entfernt war und sie schwebte in Lebensgefahr. Aber sie hat es bestanden, mit der Diagnose Leishmaniose und einer Lebenserwartung von nur 7 Jahren. Aber jetzt ist doch 13 Jahre alt geworden. Hatte in den letzten Monaten Hüftprobleme, welches aber noch nicht schmerzhaft für sie war, weswegen sie sich aber immer weniger bewegte (unter anderem auch wegen der Tabletten). Als sie bei Oma ankam (da meine Eltern beruflich viel zu tun hatten und ich ausgezogen bin), ist sie wieder "aufgeblüht" und hatte somit in den letzten Wochen/Monaten noch viel Spaß.

    Wahrscheinlich war sie heute auch wieder sehr gut drauf, ist herumgetollt und dabei auf der nassen und glatten Terasse ausgerutscht. Sie hat sich dabei ein Bein gebrochen. Wegen diesem gebrochenen Bein musste sie natürlich zum Tierarzt und dieser meinte, dass eine OP für sie nicht mehr sinnvoll wäre. Sie wäre zu alt und zudem auch schon zu geschwächt. Es kam nur noch die Einschläferung in den Sinn. Ich konnte nicht bei ihr sein, weil ich erst 1 - 2 Stunden später eingetroffen wäre und das hätte dem Hund nicht gut getan bzw. hat sie schon zu sehr gelitten! Also fand die Einschläferung ohne mich statt und ich konnte nicht Abschied von ihr nehmen... :frown:

    Grade wurde überlegt, was mit dem Hund geschieht. Sammeläscherung oder Einzeläscherung? Und es wird eine Einzeläscherung, denn ich meinte, dass sie Hunde auch schon im realen Leben nicht sehr mochte, dann wird sie es wohl auch nicht so gerne haben, mit anderen Hunden eingeäschert zu werden. Ich weiß, sie fühlt nichts mehr, aber für mich das nur so moralisch vereinbar!

    Jetzt würde ich mir am liebsten zwei Tage "frei" nehmen und mich am liebsten zuhause verschanzen. Bilder anschauen, alte Videokassetten reinziehen und einfach nur trauern...

    Aber es geht nicht, ich stehe unter Uni-Stress. Ich muss einen Bericht korrigieren, welches benotet wird, ich muss mich auf ein Referat vorbereiten, ich muss drei Klausuren innerhalb von 3 Tagen schreiben (zwei davon am gleichen Tag). Und das alles innerhalb von weniger als 3 Wochen. Heute hab ich auch noch einen Englisch-Test, welches um 20h statt findet.

    Zusätzlich kommt noch mein neuer Nebenjob: Bäckereiverkäuferin. Ich kann da nicht mit verquollenen Augen und einem verheulten Gesicht stehen und die Kunden bedienen. Ich kann mir da aber auch nicht frei nehmen, weil ich noch in der Einarbeitungszeit bin und innerhalb von einem Monat meine 46 Stunden voll kriegen muss.

    Ich bin jeden Tag irgendwas am machen. Ich komme nicht zur Ruhe und ich muss meine Trauer verdrängen. Es ist nicht gut, ich weiß, aber es ist so. Meine letzte Klausur ist am 05.02., am 06.02. hab ich Geburtstag. Ich weiß gar nicht, ob ich meinen Geburtstag überhaupt feiern will, denn das ist dann mein 1. richtig freies Wochenende...

    Mich belasten auch grade andere Ängste:

    - Eine Kommilitonin, die mich zur Zeit sehr nervt. Eigentlich verstand ich mich mit ihr immer gut. Aber in diesem Semester ist sie irgendwie anders und ständig und an allem am meckern. Ich habe sie in zwei Gruppenarbeiten und sie meckerte schon von Anfang an allem rum. Zusätzlich weiß sie bis jetzt noch nicht, dass meine Eltern getrennt sind, weil sie direkt am Montag, einen Tag nach der Nachricht, folgendes sagte: "Du siehst ja scheisse aus?!" und dabei auch noch lachte. Ich sah wirklich scheisse aus, meine Augen waren angeschwollen, ich hatte keinen Schlaf etc. Aber muss man sich da so drüber lustig machen? Sie hat auch danach kein einziges Mal gefragt, warum dies so ist. Seitdem versuche ich ihr aus dem Weg zu gehen.

    - Meine Leistungen. Ich kriege langsam wieder Prüfungsangst. Ich MUSS eine Klausur bestehen, wenn ich die nicht schaffe, dann hab ich ein Jahr Studium länger auf dem Hals. Denn ich kann die Nachschreibeklausur nicht mitschreiben, da ich zu dem Zeitpunkt aufgrund meines Praktikums in Husum bin und da nicht weg kann.

    - Desweiteren: Soll ich meinen Hund morgen nochmal sehen? Sie ist tot, ich konnte keinen Abschied von ihr nehmen, das letzte Mal sah ich sie an Weihnachten und hab mich da auch nicht von ihr verabschiedet, weil da so ein Rummel war, wenn alle Verwandten gleichzeitig gehen. Ich habe Stella schlichtweg "vergessen". Jetzt plagt mich ein schlechtes Gewissen, weil ich einfach keinen Abschied nehmen konnte. Morgen besteht für mich die letzte Möglichkeit. Aber meine Mutter meinte, ich solle mir das gut überlegen. Ein toter Mensch/ein totes Tier sieht ganz anders aus, als ich es sonst kenne...



    Ich weiß nicht was tun...
     
    #1
    Drachengirlie, 19 Januar 2010
  2. overlord78
    overlord78 (38)
    Benutzer gesperrt
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    nicht angegeben
    das mit deinen Eltern kann ich sehr gut nachvollziehen - als sich meine getrennt haben war ich zwar schon 24, aber der Schmerz ist derselbe...

    das mit Deinem Hund tut mir leid - tragisch, wenn man ein Familienmitglied verliert.
    Ich bin der Meinung, dass Du trauern solltest - das gehört zum Abschiednehmen einfach dazu!
    Das mit dem "nochmal anschauen" solltest Du Dir gut überlegen - würde aber sagen, dass Du da Deiner inneren Stimme folgen solltest ob Du es machst oder nicht.

    Auch wenn es vermutlich nur ein kleiner Trost für Dich sein kann - es kommen gewiss wieder bessere Zeiten für Dich!!:knuddel:
     
    #2
    overlord78, 19 Januar 2010
  3. kickingass
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    vergeben und glücklich
    lass den kopf nicht hängen, ich kann mir schon vorstellen,dass dir das jetzt alles hart und furchtbar vorkommt. vor allem weil es alles auf einmal ist.

    aber fakt ist, deine eltern sind als paar nicht mehr glücklich, aber wie du selbst sagst, sie werden immer für dich da sein und waren es auch immer. da haben sie doch auch verdient das sie glückliche beziehungen führen :jaa:
    natürlich sitzt der erste schock über die trennung tief, wäre ja auch ein wunder wenn nicht, aber damit wirst du sicher bald klar kommen, denn du wünscht ja sicher deinen eltern nur das beste. wenn das eine trennung bedeutet, dann ist das halt so. aber gib dir auch zeit dich daran zu gewöhnen, immerhin warst du das jetzt lange gewöhnt und für dich ist die trennung ja plötzlicher als für deine eltern.

    das mit deinem hund tut mir sehr leid :frown:
    da kann man gar nicht mehr sagen. ob du sie nochmal sehen solltest oder nicht, kann ich nicht beurteilen. ich würde meinen tierischen freund wohl nochmal sehen wollen. aber das mit der einzeleinäscherung ist finde ich auch ein guter letzter abschied, immerhin achtest du noch auf die wünsche, die sie als lebende hündin gehabt hätte.

    so, du hast stress, aber trauern ist gut und wichtig.. an deiner stelle kann ich dir nur raten, wirf dich in die arbeit ABER, wenn dich die tränen überkommen, dann lass es zu. lass dich trauern. lass dich ausweinen. und dann nimm ne heisse dusche. und dann lern weiter. irgendwann hat man sich "ausgeweint", der punkt kommt, wo man keine tränen mehr hat, sondern nur eine leere in sich. füll die leere mit lernen. so dumm es auch klingt, aber das ist der punkt wo man wieder zu kräften kommt.

    auf deine Kommilitonin kannst du pfeifen. ignoriere sie einfach. du darfst dir das nicht so zu herzen nehmen. die hat ja keinen plan was in dir vorgeht. wenn ich viel heule, muss ich mich oft schneuzen und am ende hab ich ne rote nase und angeschwollene augen und schau aus wie verkühlt. wegen ner verkühlung ein scherzhalberes "du siehst scheisse aus" wegstecken, ist ja keine sache, aber da du vermutlich eh schon todtraurig bist, nimmst du das zu ernst. wenn sie gewusst hätte das es dir schlecht geht, glaubst du wirklich sie hätte das gesagt?

    ich wünsche dir viel erfolg und viel kraft, dass du die nächste zeit gut überstehst.
     
    #3
    kickingass, 19 Januar 2010
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  4. Chérie
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    Zunächst einmal: fühl' dich ganz lieb gedrückt! Es tut mir so leid, was du gerade im Moment mitmachen musst. Und dabei kann dir wohl auch niemand wirklich helfen.

    Meine Frage nun: du sagst, es geht nicht, dass du dich einfach mal 2 Tage verkriechst, wegen Uni, Lernen etc. Doch, ich glaube du kannst das! Lieber gibst du dich 1-2 Tage deiner Trauer hin, lässt alles raus, heulst den ganzen Tag bis nichts mehr geht. Denn nur dann kannst du dich danach wieder voll in deine Aufgaben stürzen. Natürlich wird die Trauer nicht sofort weg sein, aber sie zu unterdrücken, unter Uni-Kram zu bedecken und sie stets als düsteren Begleiter dabei zu haben - nein, ich glaube das ist nicht der Weg zum Erfolg.
     
    #4
    Chérie, 19 Januar 2010
  5. Drachengirlie
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    vergeben und glücklich
    Ich werde es wohl so machen, wie kickingass schon sagte: Ich werde weinen, wenn mir die Tränen überkommen. Wenn bei mir "Ruhe" und "Leere" ist, dann arbeite ich. Wenn ich traurig werde, dann halte ich inne, lasse es über mich kommen, weine und beruhige mich. Anschließend arbeite ich weiter.

    In der Uni unterdrücke ich meine Tränen, auf der Arbeit unterdrücke ich meine Tränen. Anders geht es nicht. Ich habe in beiden Teilen meine "Anwesenheitspflicht". Ich kann da nicht einfach fehlen. Fehle ich in der Uni, dann kann ich mein Studium um ein Jahr verlängern. Fehle ich auf der Arbeit, dann kann ich meinen Job womöglicherweise vergessen. Deswegen kann ich auch nicht einfach mal 2 Tage frei nehmen. Morgen hab ich den ganzen Tag Uni - und muss da sein - Anwesenheitspflicht. Donnerstag und Freitag hab ich den ganzen Tag die Bäckerei und muss natürlich auch da sein... Ich muss ja zeitgleich mit der Chefin arbeiten, wegen der Einarbeitung, sonst könnte ich ja mit jemanden den Dienst tauschen. Aber diesen Monat geht es halt einfach nicht...

    Wir haben uns also entschieden Stella einzuäschern.
    Wir haben uns auch dafür entschieden, Stella in drei Urnen zu tun. Eine für Papa, eine für Oma und eine für mich. Ich hoffe, dass das nicht schlimm ist, dass mein ein Tier drittelt? :hmm: Ich hab da irgendwie ein schlechtes Gewissen. Eigentlich hatte ich auch immer gedacht, sie würde in EINE Urne kommen!...

    Ich glaube, ich gehe morgen zu meinem Hund. Ich könnte es mir nicht verzeihen, würde ich sie doch sehen wollen, dass ich es nie getan habe... Ich gehe hin, wenn ich vor Ort merke, es geht nicht, dann geh ich nicht rein. Aber ich fahre hin - auf jeden Fall! Ich will sie noch einmal sehen und berühren. Auch wenn es anders ist, auch wenn sie anders aussehen wird, auch wenn sie kalt ist, ich muss sie nochmal sehen. Dafür werde ich die eine Vorlesung blau machen. Aber abends muss ich dann wieder im Englisch-Kurs sein!...

    Scheiss Uni, Scheiss-Leistungsdruck, Scheiss-Anwesenheitspflicht...

    Ich überlege grade wirklich, die Geburtstagsfeier mit den Verwandten einfach sausen zu lassen. Ich bin wirklich nicht in der Stimmung meinen Geburtstag hoch leben zu lassen. Meine Eltern sind getrennt, mein Hund ist tot, die Klausuren sind gerade erst hinter mir und ich soll feiern?! Ich will viel lieber einen Ausflug mit meinen Eltern zusammen machen und abends bowlen. Ob das geht? ... Sie sind zwar befreundet, aber sind sie auch bereit, den ganzen Tag miteinander klar zu kommen? ...

    @kickingass: Du sagtest, meine Eltern seien nicht mehr glücklich gewesen. Das ironische ist: Sie waren glücklich. Bis meine Mutter den Mann kennen lernte. Aber bis zur Reha waren sie glücklich! Meine Mutter weigerte sich gegen die Gefühle die bei ihr aufkamen, aber letzten Endes ging es einfach nicht mehr anders: Sie hat nachgegeben. Und das zu Recht! Ich finde, man sollte auf seine Gefühle und nicht auf seinen Verstand hören. Wenn meine Mutter dann noch mit Papa zusammen geblieben wäre, OBWOHL sie einen anderen Mann liebt, dann wären sie nicht mehr glücklich gewesen. Ich bin froh, dass Mama so gehandelt hat. Das war richtig so und das akzeptiere ich auch so. Ich bin ihr in keinster Weise böse und hab vollstes Verständnis für ihre Entscheidung. Aber ich bin traurig.... Ich bin einfach traurig, dass meine Eltern nicht mehr zusammen sind. Dass meine Mutter nicht mehr meinen Vater liebt sondern den anderen. Ich weiß auch nicht, wann ich bereit bin, ihren Freund kennenzulernen...
     
    #5
    Drachengirlie, 19 Januar 2010
  6. kaninchen
    Gast
    0
    Hey Drachengirlie, fühl dich erstmal ganzf este gedrückt, das tut mir wirklich sehr sehr leid für dich, was du grade alles mit/durchmachst :frown:

    Klar, ist das sehr bescheiden, dass du deine Trauer wegen Uni und der Arbeit nicht so rauslassen kannst wie du willst, da fand ich kickingass Vorschlag gut - es dann rauszulassen, wann es möglich ist. Auch wenn du dich am liebsten zwei Wochen lang im Bett verkrümmeln würdest, so hast du wenigstens etwas Ablenkung... Schwacher Trost, ich weiß, aber vielleicht ein kleiner...

    Finde ich gut, dass du noch mal zu deinem Hund gehst. Abschied nehmen ist so wichtig und ich denke, dass dir das zumindest ein wenig leichter fallen wird, wenn du sie noch mal siehst. Wenn du nich reingehen kannst, dann hast du es versucht und machst dir danach keine Vorwürfe, dass du nicht da warst. Und sie zu "dritteln" klingt so fies, dass sie dann bei jedem ist, der sie lieb gehabt hat hört sich schon wesentlich freundlicher an.

    Wenn dir nicht nach groß mit Verwandschaft Geburtstag feiern ist - dann lass es. Es ist immerhin deiner und sollte auch jedem nachvollziehbar sein, warum dir nicht danach ist. Wenn du Lust hast nur was Kleineres mit deinen Eltern zu machen und danach bowlen zu gehen find ich das ne schöne Alternative. Wenn sich deine Eltern noch ganz gut verstehen sollten sie es auch schaffen einen Tag lang miteinander auszukommen. Deswegen würd mir an deiner Stelle keine Sorgen machen.

    Ich wünsch dir ganz viel Kraft für die nächste Zeit :knuddel:
     
    #6
    kaninchen, 20 Januar 2010
  7. Drachengirlie
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    vergeben und glücklich
    Ja, jetzt wo ich eine Nacht drüber geschlafen habe, hat sich meine Entscheidung, Stella noch einmal zu sehen, verfestigt. Es kann sein, dass ich doch vor verschlossenen Türen stehen bleibe, aber ich möchte es versuchen. Meine Eltern und meine Oma konnten sich von ihr verabschieden. Ich konnte es nicht und ich glaube, ich brauche diesen Schritt um das Kapitel abzuschließen...

    Darum bleibe ich jetzt auch nicht in der Uni, sondern fahren nach Hause.

    Ich habe mich auch entschieden, dass Stella in einer Urne kommt und nicht aufgeteilt wird. Es ist zwar eine schöne Idee, aber für mich ganz komisch. Meine Eltern brauchen nicht unbedingt eine "Urne" von Stella, aber meine Oma will es unbedingt haben. Darum hab ich entschieden, dass ich auch darauf verzichte und die Urne erst mal zu Oma kommen wird. Meine Oma ist ganz alleine, ich denke, dass es ihr ein wenig Halt geben wird. Außerdem, so doof es klingt, wird meine Oma ja normalerweise nicht länger als ich leben, so dass die Urne ja irgendwann wieder in meinem Besitz sein wird. Ich aber würde am liebsten die Asche in der Natur an schönen Orten verteilen, so dass Stella in der Natur und in der Freiheit ist. Mal schauen! :smile:

    Ja, ich habe mit meinen Eltern wegen meiner Feier gesprochen und gesagt, dass ich nicht in Stimmung bin, mich selbst zu feiern. Sie fanden es vollkommen in Ordnung und sind mit einem Ausflug einverstanden. Vielleicht machen wir auch etwas mit der Familie zusammen und bleiben nicht zuhause und essen da. So wäre ich bereit zu feiern. Da ist Ablenkung und Familie zugleich da. Wenn wir nur zuhause hocken und quatschen, ahb ich nicht viel davon, weil ich sie sowieso nicht alle hundertprozentig verstehe (Hörbehinderung).

    Liebe Grüße,
    Drache
     
    #7
    Drachengirlie, 20 Januar 2010
  8. Drachengirlie
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    vergeben und glücklich
    Ich will das nochmal kurz hochkramen:

    Stella hab ich nochmal gesehen, das tat mir auch sehr gut. Ich bin mittlerweile froh, dass ich mich dazu entschieden habe, weil ich mir sicher bin, dass ich es sonst sehr bereut hätte. Ich vermisse sie noch sehr!

    Mit meinen Eltern: Am Sonntag machen wir einen gemeinsamen Ausflug in den Zoo. Ich hab am Samstag Geburtstag und ich bin gespannt wie die Familienfeier wird. Aber ich bin schon mal froh, dass meine Oma und meine Tante mit Anhang alle nicht mehr sauer sind und sich beruhigt haben und meine Mutter trotzdem gerne haben. Dennoch glaube ich, dass die Stimmung am Samstag seltsam sein wird. Wahrscheinlich wollen alle mal über die neue Situation reden, aber trauen sich nicht?! Abwarten...

    Jetzt sind zu den ganzen schlechten Nachrichten auch noch eine weitere dazu gekommen:

    Ich hab meinen Nebenjob (Verkäuferin in einer Bäckerei) gekündigt bekommen.
    Und die Begründung? Meine Hörbehinderung!

    Also ich weiß nicht. Sie wussten von Anfang an, dass ich hörbehindert bin und ich habe ihnen auch von Anfang an erklärt, dass ich bei eher ruhiger Umgebung besser höre und dass ich erst mal etwas Zeit brauche, bis ich wirklich "gut" höre. Ich muss erst mal die ganzen Begriffe von den Backwaren, die da ausliegen, kennen und "hören" lernen. Also so hören lernen, dass ich das sofort erkenne, auch wenn ich nicht alles vom Wort verstanden habe. Das hab ich alles erklärt und sie meinte, sie wolle mich trotzdem unbedingt einstellen, weil ich ja eine ach so tolle Aushilfe wäre. Ich sagte dann noch, dass ich nicht zu Zeiten arbeiten könne, wo 4 Leute auf einmal hinter der Theke stünden, weil das dann zu laut ist. Da meinte sie auch, dass das kein Problem wäre.

    Und jetzt? 4 Wochen nach der Arbeit erhielt ich die Kündigung mit der Begründung, dass meine Hörbehinderung im Weg stünde und sie mich auch gerne mal alleine im Laden lassen würde, sich das aber nicht trauen würde. :confused: Sie betonte aber mehrmals, wie schwer ihr die Entscheidung gefallen seie und dass ich eine echt tolle Person und Aushilfe gewesen seie! :rolleyes:

    Tjoa... jetzt kann ich mich wieder auf eine ewig lange Jobsuche einstellen, weil ich wohl als Verkäuferin nicht in Frage komme, nicht im Büro, wo telefoniert wird, nicht im Call-Center usw... Ich suche und suche und es ist einfach schwierig. Ich war so froh, endlich einen Job in der Tasche zu haben, der mir nach 4 Wochen wieder gekündigt wurde... :frown:

    Ich hab mich zwar am selben Tag sofort wieder beworben, aber ich hab jetzt noch nichts gehört. Ist vllt auch ein wenig viel verlangt, aber joar... ^^ Ich hab mich in der Bibliothek, in einem Büro, die mehr so Sortierarbeiten, Dateneingabe verlangen und in einer Behinderteneinrichtung zur Betreuung von behinderten Kindern/Jugendlichen in Freizeitangeboten (Kochen, Ausflüge etc.) beworben.

    ich hoffe, dass ich wenigstens im letzteren genommen werde, auch wenn ich ein wenig Scheu vor geistig/körperlichen Behinderten Menschen habe... Aber ich denke mal, dass sich das schnell legt? :hmm:

    Eine Frage: Wie kann man sich einen Studentenjob in der Betreuung von Wohnheimen vorstellen, in der behinderte Menschen leben? Muss man da die Menschen pflegen (duschen, waschen, Katheter etc.) oder soll man da "nur "nach dem Rechten gucken? Ich will nicht oberflächlich sein, aber duschen etc. kann ich einfach nicht, weil ich auch so schon nicht gerne nackte Menschen sehe... (ich mag keine Saunen, "schäme" mich, wenn ich andere nackt sehe etc.)... Aber da stand halt, dass behinderte Bewerber ausdrücklich erwünscht sind und ich überlege mich da auch noch zu bewerben...
     
    #8
    Drachengirlie, 4 Februar 2010
  9. Parachute
    Gast
    0
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    #9
    Parachute, 5 Februar 2010
  10. krava
    krava (35)
    Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
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    898
    9.083
    Verliebt
    Erstmal tut mir das natürlich sehr leid wie es im Moment bei dir läuft. Aber tröste dich, solche Zeiten machen auch Andere durch. Ich zum Beispiel! Zwar sind meine Probleme etwas anders als deine, aber es reißt auch bei mir nicht ab. Und kaum scheint das eine Problem aus der WElt zu sein, kommt das nächste.
    Am schlimmsten wäre es für mich definitiv auch, wenn ich meinen Hund verlieren würde. Gott sei Dank hat sie ihre OP im Dezember gut überstanden, aber die Zeit war trotzdem sehr hart für mich.

    Arbeitstechnisch hab ich auch wenig Erfolg, leider. :frown: Dazu kommen häufige Streitereien mit meinem Freund, Uneinigkeiten, Zukunftsängste etc. Und jetzt hab ich auch noch einen REchtsstreit am Hals wegen einem Autounfall. Da werde ich ähnlich ungerecht behandelt wie du mit deiner Kündigung! :mad:
    Es ist schon unglaublich, was sich manche Leute rausnehmen und man steht dann machtlos daneben.
    Ich drück dir alle Daumen, dass es bei dir jobtechnisch bald woanders klappt.

    DIe Trennung deiner Eltern ist sicherlich auch ein großer Schock für dich! Ich bin selbst mit einem Scheidungskind liiert und ich weiß, wie sehr einen das prägt - ob man will oder nicht. Und so sehr man sich bemüht, netten Kontakt aufrecht zu erhalten, getrennt ist eben getrennt und da ist letztlich nichts mehr so wie es vorher war. Leider! :geknickt:

    Ich wünsch dir von Herzen einen schönen Geburtstag und auch ansonsten viel Kraft und alles Liebe! :smile:
     
    #10
    krava, 5 Februar 2010

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