Willkommen auf Planet-Liebe

diskutiere über Liebe, Sex und Leidenschaft und werde Teil einer spannenden Community! :)

jetzt registrieren

Alles droht schief zu gehen...

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von Melua, 19 Juni 2007.

  1. Melua
    Melua (33)
    Verbringt hier viel Zeit
    100
    101
    0
    vergeben und glücklich
    Hallo zusammen,

    habe lange überlegt, hier zu posten, weil mir eigentlich keiner helfen kann. Aber vielleicht hilft es mir, meine Gedanken zu sortieren und danach wieder klarer zu sehen.

    Mein Leben verlief bis vor wenigen Wochen recht harmonisch. Stehe kurz vor meinem Examen (Jura) und lerne dementsprechend viel. Klar, dass das bei jetzt dann fast einem Jahr Vorbereitung irgendwann nicht mehr so funktioniert. Es frustriert zunehmend, zu sehen, was ich alles vergessen habe oder mir in diesem einen Moment nicht einfällt. Ist wie bei einem Kleiderschrank - jedes Mal, wenn ich was reinhänge, fällt was anderes raus. Ich bin genervt, gestresst, hab keine Lust mehr, aber trotzdem unbeschreibliche Panik zu versagen.

    Heute habe ich drei Übungsklausuren rausbekommen, die ich eigentlich ganz gut eingeschätzt hätte - alle drei sind voll daneben. das heißt noch mehr lernen...:kopfschue

    Dann geht gerade mein Hobby den Bach runter, mein Pferd ist schon recht alt und hat bei der Hitze etwas Probleme. Ev ist da Nachtwache angesagt.

    Und dann kommt mein Freund, den ich sehr liebe und mit dem ich schon ein paar vorsichtige Zukunftspläne geschmiedet habe, um mich zu trösten und eröffnet mir nebenbei, dass sich ihm die Chance bietet. Er kann ab Oktober eine leitende Position in einer Filiale übernehmen, das ist die Chance und nebenbei macht er nen Haufen Geld. Er träumte immer schon von sowas und es war immer klar, dass er Karriere machen will und wird. Das Problem ist, dass ich ein recht häuslicher und auch ängstlicher Typ bin, was Veränderungen bzgl. Umziehen, Trennungen etc. betrifft. Die Stelle ist in Köln... Ist noch nicht sicher, kann sich noch ändern. Wenn sich die Möglichkeit bietet, wird er gehen. Und ich?

    Was mache ich ohne ihn, ohne seine Unterstützung? Ich weiß nicht, ob ein Fortführen noch sinn hat, da ich noch mindestens zwei Jahre hier gebunden bin und dann ja auch erst mal eine Anstellung finden muss. Außerdem graust es mich, hier wegzuziehen, alles was mir lieb ist hier zu lassen und irgendwo hinzugehen, wo mich niemand kennt. :geknickt:

    Ich bin eigentlich nicht der Typ, der sich drückt, eher der Kämpfer, der zwar kurz schwächelt, aber dann eine Lösung entwirft und dafür kämpft. Aber mir ist im Moment eher nach Decke übern Kopf ziehen und einfach nichts mehr mitbekommen... :cry:

    Wer mag, darf sich gern äußern. Danke fürs lesen!
     
    #1
    Melua, 19 Juni 2007
  2. Jamiro
    Verbringt hier viel Zeit
    575
    103
    0
    nicht angegeben
    Ich sag dir was ich in solchen Situationen tu, die meinen weiteren Lebensweg entscheiden könnten. Ich leg mich hin und versuch einfach mal alles zu vergessen. Dann red ich mir ein, dass sich in den kommenden Tagen eine Lösung anbieten wird und darauf vertrau ich dann voll und ganz. Andere nennen das vielleicht beten oder meditieren, mir egal was es ist, bisher hats IMMER funktioniert und ich hab immer gewusst was nun zu tun war.

    Ich will dir hier nicht sagen, dass du das Studium beenden sollst, damit du danach was hast. Ich weiß nämlich wie schwer es ist, etwas zu Ende zu führen, das man nicht mag. Auch will ich dir nicht sagen, dass du mit deinem Freund mitgehen sollst, da du dich dann von ihm abhängig machen würdest. Du musst das selbst entscheiden und wenn du drauf vertraust, dann kriegst du ne Antwort, mit der du zufrieden bist. Es gibt vielleicht eine dritte und eine vierte Lösung, an die du noch gar nicht gedacht hast ...
     
    #2
    Jamiro, 19 Juni 2007
  3. Sonnenaufgang
    Verbringt hier viel Zeit
    255
    101
    1
    vergeben und glücklich
    Kann mit die mitfühlen. (Schreibe in 1 Jahr Examen)
    Drücke dir auf alle Fälle die Daumen: Du packst das Examen ganz sicher. Übungsklausuren sind dich eine ARt Generalprobe:zwinker:

    Warum muss du nach dem Examen eigentlich noch an deinem STudiort bleiben? Wie weit ist das von Köln weg?
     
    #3
    Sonnenaufgang, 19 Juni 2007
  4. Stonic
    Stonic (41)
    Grillkünstler
    7.536
    298
    1.769
    Verheiratet
    na dann meld ich mich mal als einer zu Wort der das schon alles hinter sich hat.

    1. Probeklausuren spiegeln nie die wirklichen Examensbedingungen wieder. Lass dich durch die nicht unter Druck setzen das ist das schlimmste was du machen kannst. Es bringt dir null dich tot zu lernen nur um dann unter dem Druck des Examens zu versagen. Ist es denn schon das reguläre oder erst der Freischuß ?
    Meine damalige Lebensgefährtin lies sich auch dadurch unter druck setzten lernte noch mehr und was war ? Sie fiel durch

    2. ZU deinem Freund mach dich erstens nicht zu abhängig vno ihm und zum anderen warum bist du noch 2 Jahre dort gebunden. Du kannst doch nach dem examen zum Refrendariat nach Köln wechseln oder es zumindest versuchen
     
    #4
    Stonic, 20 Juni 2007
  5. Sternschnuppe_x
    Benutzer gesperrt
    6.884
    0
    2
    Single
    Zum Thema Staatsexamen: Ich hab ja auch erst vor ein paar Monaten mit dem Rep angefangen, hab aber von anderen, die schon länger dabei sind und auch jetzt im September schreiben, genau das gehört, was du auch schreibst: Daß man irgendwann an eine Grenze kommt, wo der Kopf einfach nichts mehr aufnehmen will, daß man sich selbst immer mehr Streß und Druck macht und plötzlich vermeintlich "einfache" Klausuren nicht mehr besteht.

    Ich hab bei meiner allerersten Examens-Übungsklausur im Zivilrecht 7 Punkte zurückbekommen, war wohl ein blinder Treffer *lol*, eigentlich hab ich (noch) keine Ahnung von Erbrecht. :-D Und eine Freundin von mir, die kurz vor dem Examen steht, meinte dann, daß es zum Teil auch einfach besser wäre, wie man am Anfang rangeht, locker und ohne Erwartungen, einfach drauflosschreiben... weil man mit zunehmendem Lernfortschritt immer mehr erwartet, sich selbst Druck macht und einfach nicht mehr so unverkrampft und unbeschwert an die Sache drangehen kann.

    Ich denke, die Konsequenz aus drei danebengegangenen Übungsklausuren sollte in deinem Fall nicht NOCH mehr lernen sein. Sondern lieber mal Abstand und Abschalten, die miesen Klausuren abhaken und an die Sache wieder etwas "unbeschwerter" ranzugehen versuchen.

    Tust du dich denn insgesamt eher leicht mit dem Klausurenschreiben? Bestehst du sonst deine Übungsklausuren?

    Was deinen Freund angeht: Wann steht denn fest, ob und wenn ja wohin er versetzt wird? Und wo wohnt er denn jetzt, wie weit wäre es denn, WENN es Köln wäre?

    Wohnt ihr jetzt schon zusammen?

    Zum Thema Wegziehen: Weißt du denn überhaupt schon, was du nach dem 1. Examen machen willst, wo du dein Referendariat machen willst? Denn erstmal bist du da ja wohl örtlich relativ ungebunden, insofern KÖNNTEST du ja vielleicht auch mit ihm mitgehen, falls du das wolltest. Warum du jetzt noch zwei Jahre örtlich gebunden bist, begreife ich jetzt auch nicht so ganz; du machst doch jetzt im September schon Examen, oder hab ich das falsch verstanden?

    Wohnst du noch zu Hause? Wohnst du immer noch in der Gegend, in der du aufgewachsen bist? Warst du mal ein oder zwei Semester weg im Ausland? Angst vor Veränderungen, nicht wegziehen wollen... das klingt so ein bißchen, als hättest du noch nie einen "Sprung ins kalte Wasser" erlebt in der Hinsicht, vielleicht ist das ja auch etwas, was dir gar nicht so schaden würde? Natürlich ist es schwierig, woanders hinzuziehen, wo man niemanden kennt und alles zurückzulassen - andererseits kann man sich ja heutzutage kaum noch darauf verlassen, sein Leben lang am selben Ort zu bleiben, es kann immer mal sein, daß man für seinen Beruf umziehen muß...
     
    #5
    Sternschnuppe_x, 20 Juni 2007
  6. Melua
    Melua (33)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
    100
    101
    0
    vergeben und glücklich
    Hallo,

    erstmal danke für die Aufmunterungen.

    Klar weiß ich, dass Übungsklausuren nicht das Maß aller Dinge sind. Bei einer wusste ich auch, dass die nicht so toll wird, aber dass die alle unterm Strich sind, war für mich schockierend.

    Im September ist Freischuss, aber ich möchte Examen nur einmal und richtig gut machen, da ich mir die Option Staatsdienst offen halten will und dann wisst ihr ja, was da geht. Mache in Baden-Württemberg Examen, nach Bayern das härteste.

    Sicherlich könnte ich mein Referendariat auch in Köln machen. Aber ich habe mir hier schon ein paar Connections erarbeitet (habe keinerlei Verwandtschaft in der Branche, muss also alles ohne Vitamin B schaffen) und würde diese ungern ungenutzt lassen.

    Und ja ich lebe seit meiner Geburt am selben Ort. Und ich habe nie das Bedürfnis gehabt, längerfristig werg zu gehen. Sicherlich könnte ich mir einen zeitlich begrenzten Umzug vorstellen. Nur wenn er die Filiale übernimmt, kann er da nicht nach zwei Jahren kommen und sagen, meine Freundin/Frau will wieder "heim". Das wäre dann jedenfalls was längeres.

    Werde versuchen, mein Lernpensum, welches ich eigentlich reduzieren wollte zwecks Kraftsammeln so beizubehalten. Dauerhaft steigern werd ichs wohl nicht schaffen, dazu bin ich zu ausgebrannt.
    Dennoch ist da immer der Druck, meine Nebensitzerin im Rep ist da ganz anders. Die wohnt alleine in einem Wohnklo mit Kochnische (Einzimmer-Appartement mit Bad/WC) und hat keinen Freund, keine Hobbies, keine Freunde, besucht ihre Eltern einmal im Monat. Die sitzt eigentlich nur da und lernt.
    Ich dagegen bin da viel "freier" und ich weiß nicht, ob das nicht mein Problem wird/ist. Ich habe meinen Freund, meine Familie, darüberhinaus auch einige (zwar wenige, aber treue) Freunde, Haustiere, Pferd. Lernen tue ich an zwei Tagen im Rep, ein Tag ist Klausurenschreiben (idR eine, manchmal auch zwei, à 5 Stunden), zwei halbe Tage Stoff wiederholen, vertiefen, neu verknüpfen.
    Dazu noch jeden zweiten Samstag im Monat zum Klausurenkurs an die Uni, d.h. einen halben Tag. Das hielt ich für absolut ausreichend. was meint ihr?

    Gruß Katie
     
    #6
    Melua, 20 Juni 2007
  7. Stonic
    Stonic (41)
    Grillkünstler
    7.536
    298
    1.769
    Verheiratet
    Ich hab wesentlich weniger gemacht als du und hab es geschafft weil ich mich nicht verrückt gemacht habe :smile:
    Meine damalige Partnerin die auch Jura studierte hat das gleiche gemacht wie du und ist durchgefallen.
    Ich hab in der Zeit voll gearbeitet bin abends Billiard spielen gewesen etc.....wer sich da so verrückt mach packt es nicht.
    Vieleicht solltest du deine Lernweise überdenken
     
    #7
    Stonic, 20 Juni 2007
  8. Princesa
    Verbringt hier viel Zeit
    205
    101
    0
    nicht angegeben
    Ich studiere zwar nicht Jura, aber dennoch denke ich, dass du da besser dran bist als deine Kommilitonin. Den ganzen Tag nur Lernen und nichts und niemanden zu haben mit dem man sich mal ablenken kann. Das kann doch auch nicht die Lösung sein :kopfschue
     
    #8
    Princesa, 20 Juni 2007
  9. Sternschnuppe_x
    Benutzer gesperrt
    6.884
    0
    2
    Single
    Ich finde dein Lernpensum auch okay, und du solltest dir nicht von solchen "überperfekten" Leuten ein schlechtes Gewissen machen lassen. Es gibt IMMER welche, die 24 Stunden am Tag nur zu lernen scheinen, für ein Jahr nur noch zwischen Seminar, UB und Rep pendeln und ihr gesamtes Leben außerhalb der Examensvorbereitung komplett auf Eis legen. Aber sorry, das kann's doch irgendwie auch nicht sein!

    Eine oder zwei Klausuren die Woche und zweimal im Monat Klausurenkurs an der Uni ist doch schonmal eine gute Grundlage, wie lange machst du das schon? Es heißt ja immer, Klausurpraxis ist das Wichtigste, und ich denke wirklich, wenn du die hast, dann wirst du auch die Staatsexamensklausuren bewältigen können. Wenn du jetzt mal bei einer Klausur "abstürzt", dann kommt das vor. Wichtig ist aber doch, daß du im Großen und Ganzen weißt, wie Klausurschreiben funktioniert, wie du Probleme erkennst und mit ihnen umgehen mußt. Ich meine, im Examen kann's dir auch passieren, daß irgendwas kommt, mit dem du GAR NICHTS anfangen kannst - aber dann hast du auch nichts davon, wenn du im Rep vorher 50 Klausuren bestanden hast. Da sind die Karten ja sowieso nochmal ganz neu gemischt, also mach dich jetzt nicht verrückt, wenn du mal wo durchfällst - es kann gut sein, daß im Examen Klausuren kommen, mit denen du bestens klarkommst.

    Was das mit der Versetzung des Freundes angeht... Mhh, das ist natürlich blöd, denn daß er eine berufliche Chance wahrnehmen möchte, ist ja klar - du willst ja umgekehrt verständlicherweise auch nicht auf deine Kontakte verzichten...

    Andererseits - es bringt ja auch nichts, wenn ihr euch jetzt schon den Kopf darüber zerbrecht, wo noch gar nichts feststeht bei ihm. Wann bekommt er denn Bescheid, ob er versetzt wird bzw. ob es wirklich Köln wird? Vielleicht kommt ja doch alles ganz anders und ihr habt das Problem am Ende gar nicht?

    Übrigens: Ich bin auch in BW... :schuechte_alt:
     
    #9
    Sternschnuppe_x, 20 Juni 2007

jetzt kostenlos registrieren und hier antworten
Die Seite wird geladen...

Ähnliche Fragen - Alles droht schief
Simon91
Kummerkasten Forum
11 April 2014
32 Antworten
Mark987654
Kummerkasten Forum
2 April 2013
7 Antworten