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Alles für die Katz' - KEINE Liebesgeschichte!

Dieses Thema im Forum "Geschichten, Gedichte und Nachdenkliches" wurde erstellt von Bea, 11 Dezember 2002.

  1. Bea
    Bea (30)
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Hi ihr! Hier also wiedermal ein (unvollendetes) Werk von mir. Allerdings ist es nicht wirklich eine Liebesgeschichte - eher eine traurige... Aber ich will euch nicht länger auf die Folter spannen ;-)

    BTW: Fragt mich nciht, wie ich auf den Titel komm - ich hab keine Ahnung ^.^

    Alles für die Katz’

    „Du wolltest das nicht wirklich, oder sehe ich das falsch? Du wolltest mir nicht weh tun, mich nicht verletzten, mir mein Leben versauen und die Zukunft verbauen! Sag mir, dass ich recht habe!“, so oft wollte sie ihm das ins Gesicht sagen, demjenigen, der ihr das angetan hatte. Laura hatte schon wieder Tränen in den Augen. Immer und immer wieder schwor sie die Gedanken herauf, die sie doch nur quälten. Das Mädchen war erst 11 Jahre alt, aber hatte schon sehr gelitten in ihrem jungen Jahren. Laura würde sehr attraktiv sein, wenn sie sich pflegen würde. Sie unterließ es nicht, weil sie zu faul war oder so, nein sie wollte einfach nur noch sterben. Sie ging auch nicht mehr zur Schule. Ihre Mutter hatte alles versucht um sie dazu zu bewegen, aber sie wusste ja auch nicht, was mit Laura war.
    Laura hing wieder ihren Gedanken hinterher. Eigentlich wollte Laura ja nicht an die Nacht vor zwei Monaten denken. Es würde sie nur traurig machen. Aber immer wieder dachte sie daran. Sie konnte sich nicht ablenken. Eine Freundin war erst kürzlich da gewesen und hatte sich erkundigt, was ihr denn fehle. Sie hat krank gespielt. Sie wollte ihr nicht erzählen, was war, sie wollte es eigentlich niemandem erzählen und gleichzeitig musste es aus ihr raus. Vielleicht sollte sie doch wieder in die Schule gehen? Würde sie das vielleicht ablenken?
    Langsam stand sie auf, legte das Kissen, dass sie noch eben krampfhaft festgehalten hatte wieder auf ihr Bett und ging in die Küche zu ihrer Mutter.
    „Mutter?“, fragte sie ihre Mutter, die gerade das Mittagessen zubereitete.
    „Ja?“ „Kann ich morgen wieder in die Schule gehen?“ Ihr Mutter drehte sich verdutzt von ihrem Kochtopf weg und betrachtete sie aufmerksam. Lauras Zustand gefiel ihr zwar noch nicht besonders, aber sie schien sich immerhin etwas erholt zu haben. „Natürlich kannst du gehen.“ „Danke.“ Nach einer kurzen Schweigepause fügte Laura hinzu: „Ich geh jetzt unter die Dusche.“

    Am nächsten Tag in der Schule:
    „Laura!!!!“, ihre beste Freundin Yana umarmte sie, als das Mädchen zur Tür reinkam. „Du siehst prächtig aus. Vielleicht ein bisschen blass und verschlafen, aber sonst: Ganz die Alte!“ Yana überhäufte sie mit Erzählungen, was in ihrer Abwesenheit anders geworden war, obwohl sie genau wusste, dass es Laura kaum interessieren würde. Besser, als zu schweigen war es allemal. Den Unterricht ließ Laura an sich vorüberziehen, ohne etwas mitzubekommen. Nach der sechsten Stunde zog sie schnell ihre Jacke an – es war Frühling – und eilte die Eingangstufen hinab.
    Sie wollte schnell nach Hause, doch trotz allem wählte sie nicht den kürzesten Weg. Wieder einmal war sie in Gedanken versunken und ging noch einmal zu der Stelle, an der ihr das Schreckliche passiert war. Sie wollte nur vergessen – aber sie kam immer wieder her. Der Platz sah verlassen und friedlich aus. Nie hätte hier so etwas geschehen dürfen, die Schönheit der Natur vergeuden und beschmutzen. Die Bäume, zumeist Trauerweiden, wiegten sanft im Wind. Das Wasser in dem kleinen See schlug sanfte Wellen.
    Laura setzte sich ans Ufer und kramte ihren Diskman aus ihrer Schultasche. Sie hörte immer und immer wieder ein einziges Lied: Jeanny von Xavier Nandoo feat. Reamonn. Das Lied beruhigte sie, sie war nicht die Einzige, der so etwas passiert war.
    Sie legte sich zurück, verschränkte die Arme hinter dem Kopf und starrte die Wolkenfetzen an, die über ihr hinwegzogen. Sie war nur ein kleines, unwichtiges Mädchen. Ihre Augen vielen ihr zu und sie schlief ein.
    Als sie wieder aufwachte, saß ihr Bruder neben ihr. Mike wohnte nicht mehr zu Hause, er war vor einem halben Jahr ausgezogen. Er hatte wunderbare, zärtlich strahlende, tief-braune Augen und seine kurzen schwarzen Haare waren auch nicht ohne.
    Erschrocken wich Laura zurück. „Nanana, Sis, wer wird denn hier Angst haben?“, fragte er mit einem spöttischen Grinsen auf dem Gesicht. „Was willst du?“, fragte Laura ängstlich. Mike zuckte mit den Schultern. „Ich war grad in der Gegend und hab dich hier liegen sehen. Da dachte ich mir: Statteste deiner kleinen Schwester mal einen Besuch ab. Wie geht’s dir denn so?“, fragte er ganz unschuldig. „Wie soll es mir schon gehen?“ „Gut? Du hast doch deine Freundinnen.“ „Es geht mir beschissen, wenn du es genau wissen willst! Und du bist dran schuld! Du warst immer für mich da! Warum hast du das gemacht? Warum?“, schrie sie ihm ins Gesicht, schlug auf ihn ein und die Tränen liefen ihr über die Wangen. Mike schlang seine Arme um sie und drückte sie an sich. „Ich bin immer für dich da, Laura. Daran hat sich nichts geändert!“, flüsterte er ihr brüderlich ins Ohr und knabberte leicht an ihrem Ohrläppchen. Laura wich sofort zurück und starrte ihn verängstigt an. So hatte er das letzte Mal auch angefangen.
    Mike warf ein paar Steine in den See. „Du hast es doch selber gewollt. Ich habe dich gefragt und du hast ja gesagt. Warum willst du mir daraus jetzt meinen Strick drehen?“, fragte er, ohne sie anzusehen. Lauras Diskman lag im Gras, man hörte leicht den Text des Liedes: „… laut BKA dürfte die Dunkelziffer aber deutlich höher liegen. Es wird vermutet, dass jedes Jahr über 200 000 Kinder unter 14 Jahren sexuell missbraucht werden…“ „Ich habe das nicht gewollt! Ich wusste gar nicht, was du willst! Ich wollte nur, dass du mich magst.“ „Dass ich dich mag? Nur deswegen hast du ja gesagt? Mensch Laura, du bist meine Schwester, warum sollte ich dich nicht mögen?“ „Ich bin nur ein dummes kleines Mädchen, mehr nicht!“ Mike lehnte sich zu ihr und legte ihr eine Hand auf den Oberschenkel. Laura zitterte, doch sie ließ ihn machen. Langsam strich er höher und legte ihr dann seine Hand auf die Wange, um ihren Kopf zu ihm zu drehen. „Du hast es doch genossen. Willst du das nicht noch mal erleben? Ich habe noch nie so etwas schönes, wie das mit dir erlebt!“ Er drückte sie mit seinem Gewicht auf den Boden und hauchte ihr heißer ins Ohr: „Du wirst mich nicht anzeigen, richtig? Du würdest das deinem herzallerliebsten Bruder nicht der Polizei melden, nicht wahr, Laura? Das könntest du nicht!“ Er ließ seine Hand an ihrer Seite entlang nach unten wandern. „Mike!“, keuchte Laura. „Ja?“ „Bitte, lass mich. Ich will nicht!“ „Du willst nicht? Vor kurzem warst du noch mehr als bereit, bereit für mich! Was ist nur los mit dir, Laura? Bin ich dir nicht attraktiv genug? Nicht zärtlich genug? Was fehlt dir?“ Er packte sie an den Handgelenken und zerrte sie hoch. „Sag es mir!“, schrie er sie an. „Du tust mir weh!“, flüsterte sie und fing wieder an zu weinen. Ihre Tränen erweckten ihn aus seinem Anfall. „Laura? Es tut mir leid..:“ Mike setzte sich wieder an den See und warf Steine hinein. „Warum machst du das alles, Mike?“ Laura setzte sich neben ihn und lehnte sich an ihn. „Weißt du, Laura, ich habe Probleme, ziemliche Probleme sogar.“ „Erzähl mir davon, großer Bruder“, antwortete sie und sah ihm tief in die Augen. Sie entdeckte darin eine tiefe Traurigkeit, die sie zu verschlingen drohte. „Ich bin ja vor einem halben Jahr ausgezogen, wie du sicher weißt. Aber eigentlich hat mich Mutter rausgeschmissen“, er stockte ein wenig. „Mutter hat dich rausgeschmissen?“ Laura traute ihren Ohren nicht. „Warum?“ „Weißt du... Es gibt Dinge, die verstehst du noch nicht. Es gibt Dinge, die einen betäuben und von denen man abhängig wirst.“ „Du meinst du bist Drogen abhängig oder versteh ich da jetzt was falsch?“, brachte es Laura nüchtern auf den Punkt. Mike sah sie verwirrt an. „Ja“, gab er kleinlaut zu. „Und was genau?“, hackte Laura nach. „Nungut... Wenn dus so genau wissen willst. Mit 13. die erste Zigarette, mit 14. Alkohol, mit 16. Kokain, kurz darauf Haschisch. Und jetzt bin ich bei LSD angekommen... Und manchmal noch xtc“, gab er seufzend zu. „Du bist doof“, bemerkte Laura, „warum hast du überhaupt damit angefangen?“ „Hm... eine gute Frage.. So genau weiß ich das gar nichtmehr. Das rauchen sicherlich deswegen, weil es in war und ich dazugehören wollte... Zur falsche gegriffen hab ich wegen Mutter und der Rest hat sich immer weiter hochgeschaukelt. „Was hat Mutter denn damit zu tun?“ „Ach Laura... Du stellst zu viele Fragen. Lass gut sein, das ist nichts für kleine Mädchen.“ „Und was willst du jetzt machen?“ „Was soll die Fragerei? Ich bin dir keine Antwort schuldig!“, brauste er auf. Laura ließ sich nach hinten ins Gras fallen und verschränkte die Arme hinter dem Kopf. „Natürlich bist du das nicht. Aber ich bin immernoch deine Schwester und will wissen was mit dir passiert, Mike.“ Mike legte sich neben sie, stützte sich auf seinem Ellenbogen ab und sah ihr in die Augen. „Warum?“ „Weil ich dich lieb hab, Miki-Bruder. Du bist nunmal mein Lieblingsbruder...“ „Ich bin ja auch dein einziger, Laura“, unterbrach Mike seine Schwester. „... das tut nichts zur Sache. Ich mach mir einfach Sorgen um dich, also erzähl mir bitte alles!" „Was bekomm ich dafür?“ Mike grinste dämonisch und legte seine Hand wieder einmal auf ihren Oberschenkel. „Hör auf, Mike“, entgegnete Laura energisch. „Du musst es mir ja nicht erzählen!“ „Ich will doch nur ein wenig Zärtlichkeit von dir“, hauchte Mike in ihr Ohr. „Nicht jetzt, nicht hier. Später vielleicht“, versuchte Laura, ihn hinzuhalten. „Na schön“, seufzte Mike, legte seine Hand auf ihren Bauch, kuschelte sich an sie und begann zu erzählen. „Als ich vierzehn war, da warst du ja erst fünf Jahre alt. Du warst schon damals so schön. Aber Mutter hat mir an meinem Geburtstag gesagt, dass ich gar nicht dein Bruder bin. Weißt du... Unser Vater hat mich irgendwann mitgebracht. Ich soll angeblich ein dreckiges Pack Lumpen gewesen sein. Deine Mutter hat mich aufgenommen und gepflegt. Ich wusste nichts davon, weil ich damals noch ein kleines Baby war. Deine Mutter schätzte, dass ich erst wenige Monate alt war und deswegen beschloss sie, den Tag, an dem sie mich aufnahm, als meinen Geburtstag zu nehmen. Und als Namen gab sie mir Mike. Weil ihre erste Liebe so hieß oder so... Auf alle Fälle bin ich gar nicht ihr Kind und ich hab es immer geglaubt. Und darüber war ich so traurig, dass ich angefangen hab zu trinken. Ist dir schonmal aufgefallen, dass wir uns gar nicht ähnlich sehen? Du hast wasserblaue Augen und rotblonde Haare. Und ich hab ein schwarzes Gestrüpp auf dem Hirn“, grinste er.

    {to be continued}

    //Edit: *Nur ein paar Rechtschreibfehler ausgebessert hab*
    //Edit2: WARUM SAGT IHR MIR NICHT, DASS ICH DA SO VIELE FEHLER DRINNE HAB? hab sie übrigens noch nicht ausgebessert...
     
    #1
    Bea, 11 Dezember 2002
  2. Mieze
    Mieze (31)
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    vergeben und glücklich
    Hmmm ist zwar net grad schön der Inhalt der Geschichte, aber ich hoffe auf ne Fortsetzung :smile:
     
    #2
    Mieze, 11 Dezember 2002
  3. Rapunzel
    Rapunzel (33)
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    Verheiratet
    Okay, ich hab'S dir ja eigentlich eh schon gesagt, aber nun noch mal ganz öffentlcih und förmlich :smile:


    Ich finde diese geschichte total gut, also mir ist es echt voll kalt geworden und es ging echt unter die haut, weil es echt ein thema ist, das viel zu selten behandelt wird und so. ERst dachte ich ja, dass der bruder der nette liebe ist und so, aber dann. Voll mies.
    Aber bealein, ich find sie wieder mal supi geschrieben und schreib schnell weiter :smile:
     
    #3
    Rapunzel, 11 Dezember 2002
  4. succubi
    Gast
    0
    trauriger hintergrund, aber gut geschrieben... alle achtung
     
    #4
    succubi, 12 Dezember 2002
  5. Mieze
    Mieze (31)
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    vergeben und glücklich
    Hmmm ich weiß jetzt net genau ob das im Text steht, aber wie alt ist dieser Mike?
    Über 16 auf jeden Fall, aber ich würds schon gern genau wissen :grin:

    Der zweite Teil gefällt mir auch :smile:
     
    #5
    Mieze, 12 Dezember 2002
  6. succubi
    Gast
    0
    @blondemieze
    nachdem er 9 jahre älter is als sie, is er 20.

    aja... und bevor du fragst wie ich drauf komm... es gibt eine zeile, da steht, dass er zu ihr sagt, dass er damals 14 war und sie erst 5. :grin:
     
    #6
    succubi, 12 Dezember 2002
  7. Mieze
    Mieze (31)
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    vergeben und glücklich
    Ach Gottchen scheiße das hab ich glatt übersehen :rolleyes:
    Bitte net auslachen :kopfschue :grin:
     
    #7
    Mieze, 12 Dezember 2002
  8. succubi
    Gast
    0
    nana, keine sorge... :smile: ich lach dich sicher net aus... *gg*
     
    #8
    succubi, 12 Dezember 2002
  9. Bea
    Bea (30)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    vergeben und glücklich
    Hab gerade nachgerechnet... stimmt schon so... Hab mich nämlich lange gewundert, wie du auf die 20 kommst, weil ich ihn eigentlich 19 sein lassen wollte *lach* So kann man Bea's Mathe-Künste mal wieder bewundern :clown: (nicht das ihr hier was falsches denkt: ich steh auf 'ner 1 in Mathe!!!)
     
    #9
    Bea, 16 Dezember 2002
  10. Mieze
    Mieze (31)
    Sehr bekannt hier
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    3
    vergeben und glücklich

    Hui von ner 1 in Mathe kann ich nur träumen...

    Und wann geht die Story weiter *neugierigsei*
     
    #10
    Mieze, 16 Dezember 2002
  11. kaninchen
    Gast
    0
    Gute Geschichte! will weiterlesen!! :smile: :smile:
     
    #11
    kaninchen, 17 Dezember 2002
  12. Bea
    Bea (30)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
    1.311
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    0
    vergeben und glücklich
    Ist doch logisch *lol* Sie geht weiter, wenn ich weiterschreib ^.^ aba im Mom hab ich zu viel mit Schülerzeitung um die Ohren ;-) Sorry *verbeugundentschuldig*
     
    #12
    Bea, 17 Dezember 2002
  13. Gogo-Girl
    Gast
    0
    ich finde, dass deine geschichte wirklich gut geschrieben ist!
    du solltest auf jeden fall weiterschreiben, egal ob nun diese geschichte, oder andere, aber ich würde mich natürlich freuen, wenn du diese noch zuende bringst :zwinker2:
     
    #13
    Gogo-Girl, 21 Dezember 2002
  14. Naked
    Naked (30)
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    0
    vergeben und glücklich
    Erinnert mich an eine Freundin... sie war auch 11... :frown: :kotz:

    Trotzdem sehr schöne Geschichte, hat mich an viel erinnert... :eek4:
     
    #14
    Naked, 21 Dezember 2002
  15. ladysacrify
    0
    schreib bitte weiter.. das ging total unter die haut..
     
    #15
    ladysacrify, 5 Januar 2003
  16. Bea
    Bea (30)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
    1.311
    121
    0
    vergeben und glücklich
    [...]
    „Hm... Nein... eigentlich nicht... Ich habe nie darauf geachtet. Du warst halt immer mein großer Bruder.“ Mike sah sie an und in seinen Augen funkelte es gefährlich. „Ich mag es nicht, wenn du mich so anschaust!“ Laura machte eine kurze Pause. „Was ist mit Freundinnen? Hast du eine?“ „Nein... Eigentlich nicht. Ich hab schließlich dich“, zwinkerte er ihr zu. „Du hast gar nichts!“ Laura setzte sich auf und packte ihren Diskman ein. „Willst du gehen?“, fragte Mike, der immer noch auf der Wiese lag. „Ja. Es ist noch kein Hochsommer und schön langsam wird mir kalt“, entgegnete Laura hitzig. „Ich kann dich auch heiß machen“, erwiderte Mike. „Danke, kein Bedarf.“
    Laura stand auf, strich ihre Kleider glatt und schickte sich an, zu gehen. Mike hielt sie an der Hand zurück und blickte zu ihr hinauf. „Willst du nicht mal mit zu mir in meine Wohnung kommen? Es ist echt gemütlich da. Ich könnte dir mehr von mir erzählen“, lächelte er sie an. Laura zuckte mit den Schultern: „Warum nicht?“ Mike stand schnell auf und führte sie zu seinem Auto, ein kleiner roter Fiat Uno. Allerdings sah das Gefährt weniger wie ein Auto aus, als vielmehr wie ein Rostfleck. „Ist das Ding auch fahrtüchtig?“, fragte Laura misstrauisch. „Ja, klar... Komm, steig ein.“ Er hielt ihr die Beifahrertür auf.
    [...]



    ________________
    Seid ihr JETZT zufrieden???
    ________________
    Besonderer Dank gebü(h)rt meinen beiden Autoberatern!
    ________________
    Aber am allermeisten Danke ich meinem/r Drogenberater/in der/die sich so viel Zeit genommen hat, mir das alles zu erklären... Ich nenn ihn/sie jetzt absichtlich nicht, weiß nicht, ob ihm/ihr persönlich das recht wäre - aber ich glaube die gemeinte Person weiß das *smile*
     
    #16
    Bea, 9 Januar 2003
  17. Rapunzel
    Rapunzel (33)
    Sehr bekannt hier
    5.723
    171
    1
    Verheiratet
    Juhu *sing* *tanz*

    Hoffentlcih geht's so weiter :smile: Ich fiebere deinen fortsetzungen immer total entgegen und sauge jeden noch so kurzen absatz in mich hinein :smile: Irgendwann wirst mal berühnt mti denien geschichten und ich kann sagen:

    Mit der hab ich mozartkugeln gebastelt :zwinker: (das müssen wir machen unbedingt :smile:) und vielleicht auch noch reiturlaub :grin:

    Kewl :smile:
     
    #17
    Rapunzel, 13 Januar 2003
  18. Bea
    Bea (30)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
    1.311
    121
    0
    vergeben und glücklich
    [...]
    Bei Mike in der Wohnung sah es aus, als hätte ein Verrückter gewütet. Laura blieb an der Tür stehen und sah sich das Chaos an. „Wann hast du hier das letzte Mal geputzt?“ „Nunja... Nachdem ich im Moment keine Freundin habe, die das für mich macht... Ich glaube es ist schon etliche Wochen her.“ Mike grinste sie frech an und fügte dann hinzu: „Du kannst aber gerne sauber machen. Da hab ich nichts dagegen.“ Vorsichtig ging Laura einige Schritte vorwärts. Sie rümpfte die Nase, als sie das Durcheinander genauer betrachtete. Zwischen nach Schweiß stinkenden Socken räckelten sich gebrauchte Taschentücher, Chipstüten, Pizzakartons und Bierflaschen. Der ehemals hellbeige Teppich – an einer Ecke hinter der Tür entdeckte Laura die Originalfarbe – hatte eine dunkelbraune bis schwarze Farbe angenommen. Laura arbeitete sich durch den Flur ins Wohnzimmer mit der Kochnische. Auf der Couch lag ein kleines Kätzchen, das an einer Graspflanze kaute. Auf dem Fensterbrett standen einige Blumen, die seit Wochen nicht mehr gegossen worden waren. Der Boden sah nicht besser aus als im Flur, nur, dass sich hier noch Schulhefte und Bleistifte, Unterhosen und gebrauchte Kondome zwischen den schimmelnden Pizzaresten, den Tütensuppen und den Burgerkartons tummelten.
    Laura schüttelte ungläubig den Kopf und besah sich die Nische, die eigentlich zum Kochen dienen sollte: Man konnte eine Herdplatte entdecken, in die Offensichtlich Milch oder etwas ähnliches eingebrannt war, eine Kaffeemaschine, die Mike wohl brauchte, um etwas gegen seine Räusche unternehmen zu können, und einem Messerblock, der auffallend gepflegt wirkte – wahrscheinlich hatte ihn Mike noch nie benutzt und daher konnte er nicht dreckig werden. Der Rest der Küchenschränke sah allerdings aus wie der Rest der Wohnung, den Laura schon gesehen hatte.
    Das Mädchen drehte sich um und ging ins nächste Zimmer – das Bad. Hier sah es kaum besser aus – die Pizzakartons, Burgerschachteln und Essensreste wurden durch gebrauchte Handtücher, Tampons und Binden von seinen Frauenbekanntschaften ersetzt.
    Laura drehte sich bestürzt um und wollte sich das Schlafzimmer besehen. Sie drückte die Klinke herunter. Die Tür ging langsam auf – wie wenn etwas vor ihr stand, um Laura daran zu hindern, hineinzugelangen. Sie steckte ihren Kopf durch den Türspalt und staunte: Das große Bett war frisch gemacht, schwarze Satinbettwäsche paarte sich mit einem mahagonifarbenen Nachttisch auf dem eine stilvolle Chromlampe stand. An der Balkontür hingen schwarze Seidenvorhänge. Der Kleiderschrank war ebenfalls mahagonifarben.
    Laura zuckte zusammen, als sie Mikes Hand auf ihrer Schulter spürte. „Gefällt es dir?“, fragte er etwas unsicher. „Es ist gigantisch“, flüsterte Laura. Mike drückte die Tür ganz auf und schob Laura in den Raum. Er schloß die Tür und lehnte sich dagegen.

    {to be continued}



    ______________________
    Damit ihr endlich mal ruhe gebt :zwinker:
     
    #18
    Bea, 31 August 2003
  19. Luzi
    Gast
    0
    weiter weiter weiter! :smile: Die Geschichte ist echt wieder super! :smile2:

    Nur eins weiß ich nicht genau: gibt es als Vergangenheit von "wiegen" "wiegten"? Ich dachte immer, das heißt "wogen"... ich bin mir aber echt nicht sicher!
     
    #19
    Luzi, 31 August 2003
  20. Kyle
    Kyle (31)
    Verbringt hier viel Zeit
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    0
    vergeben und glücklich
    Hum ich soll mir also Kritik einfallen lassen *lacht*


    Nun gut. Was mir so einfällt: Die Wohnung ist ziemlich sehr eklig.... Ein Wunder dass man da leben kann..... Sicher, dass du da net übertreibst, Schatz?

    Was ich trotzdem positiv finde ist die genaue Beschreibung der Umgebung .... ich mag das - ist auch net übertrieben genau ... also grad richtig *g*

    Ja das Ende dieses Abschnitts ist guuut.... größere Spannung geht gar net *fg*
    Ich warte ja nur darauf, dass Laura den Saustall mal ordentlich aufräumt....

    Kyle, der nicht weiß, was er noch schreiben soll
     
    #20
    Kyle, 31 August 2003

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