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Alles so schwer nehmen

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von bergfan, 23 März 2006.

  1. bergfan
    Verbringt hier viel Zeit
    316
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    0
    Single
    ..... ja,so gehts mir wieder mal.Irgendwie nehm ich alles so ernst und hab immer das Gefühl was falsch zu machen ,oder meine Fehler die ich in der Vergangenheit gemacht hae,mir nicht zu verzeihen.
    Ich stell mich dadurch sehr unter erfolgsdruck.Würde dies gerne ändern, nur weis ich nicht wie.Hab schon so vieles ausprobiert, aber alles erfolglos.Komm immer wieder in die Opferrolle,mach ständig Selbstanalysen.Ein Ständiges hin und her.Glaub es nicht zu schaffen.Eben alles negativ zu sehen.Hab dadurch wenig Selbstvertrauen.Fühle mich oft traurig.
    Was ich aber garnicht dagegen ankämpfen kann ist das ständige Grübeln und im Selbstmitleid zu hängen.Ich fühle mich oft einsam,lernen niemanden kennen und eben ist genau diese Sehnsucht zu groß.Und wennich mal es doch schaffe, dann dauert es nicht lange und ich bin wieder mal alleine.
    Es kann sein das ich durch meine Krankheiten ( 2 Bandscheibenvorfälle,2 Herzops)so denke und mich das daher sso psychisch so beeinflusst.Mein Hausarzt meint das ein psychologe, noich nicht erforderlich ist und es eben nur am Weter hängen könnte.Ich muß lernen mich zu akzeptieren und anzunehmen,wie ich bin, mit all meinen Krankheiten.Nur genau da hab ich eben meine Probleme.Ich versuch nun schon seit über 2 Jahren mich besser zu fühlen,scheitere aber immer wieder an mangel an Erfolgen.
    Auch brennt sich der Gedanke immer mehr ein, das sich eine Frau nie auf mich einlassen würde, eben durch meine "körperlichen Fehler"dafür kanich aber nichts.Und genau dies macht mich immer traurig.Oft weis ich nicht was ich tun soll.Bei anderen bin ich immer so verständnisvoll,aber eben bei mir selber nicht.Dies zu ergründen, ist schon fast eine Lebensaufgabe.Hab es auch schon mal mit Tagebuchschreiben versucht,aber auch wieder aufgegeben,weil ich gemerkt habe dasich fast immer dasselbe schreibe.Momentan kannn ich mich wieder kaum bewegen,weil die Bandscheie wieder auf die Nerven drückt.naja wird hoffentlich auch mal wieder anders.Hab eben nur neimanden mit dem ich über probleme reden kann und der mir hilft, da eben viele sagen ich soll nicht so rumjammern und mich ned so anstellen.
     
    #1
    bergfan, 23 März 2006
  2. Jugger
    Jugger (37)
    Verbringt hier viel Zeit
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    0
    nicht angegeben
    Hallo!

    Erstmal vorweg, ich nehme auch immer alles schwer. Mir gehen Trennungen besonders nahe.

    Zu der Sache mit dem Arzt:
    Wetter? Wie lange ist das denn schon so. Wenn ich das richtig interpretiert habe, geht es Dir häufig so.
    Ich will nicht die Kompetenz Deines Arztes anzweifeln, ich weiß auch, daß man nicht voreilig Diagnosen ausstellen sollte.
    Aber am Wetter liegt das wohl nicht, wenn es so schlimm/häufig ist.
    Ich würde, wenn es Dein Leben über einen längeren Zeitraum hinweg beeinträchtigt, sehr wohl einen Psychologen aufsuchen. Du mußt ja nicht gleich eine Therapie machen.

    Bye Jugger
     
    #2
    Jugger, 23 März 2006
  3. User 48403
    User 48403 (47)
    SenfdazuGeber
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    248
    657
    nicht angegeben
    Also, Deine gesundheitlichen Probleme sollten kein Grund sein, dass Du deswegen keine Frau kennenlernen solltest. Und eine, die sich an solchen Dingen stört, brauchst Du wirklich nicht. Schliesslich kannst Du ja nix dafür.
    Fakt ist, dass, wenn Du es Dir schwermachst, man es auch nach aussen hin bemerkt, will sagen, Du hast eine negative Ausstrahlung bzgl. Selbstbewusstsein, und Frauen merken das dann natürlich.
    Zu mir: Ich habe auch mehrere gesundheitliche Probleme (Nieren- und Gallensteine, Leberschaden, schwere Krampfadern in Beinen und Unterleibbereich) und ich muss damit leben und habe das auch akzeptiert. Insgesamt verbrachte ich ein Jahr von meinem Leben in Krankenhäusern wegen mehreren grossen Bauchoperationen und vielen anderen Dingen. Auch meine Bandscheiben und Gelenke bereiten mir zunehmend Probleme, und meine sportliche Leistungsfähigkeit ist eingeschränkt.
    Und bisher hatte sich noch keine Frau daran stören lassen, dass mein Bauch wie ein Flickenteppich aussieht.
    Ich lebe daher jeden Tag bewusst und versuche so viel wie möglich was aus meinem Leben zu machen. Man lebt schliesslich nur einmal. Deshalb beschäftige ich mich auch nicht mit Vergangenem, sondern schaue nur nach vorne, immer ein Ziel vor Augen.
    Und das solltest Du auch. Was Du brauchst, ist eine gehörige Portion Selbstbewusstsein. Ist schwierig, das aufzubauen, aber es ist möglich. Wenn Du nur ständig in Grübelei und Selbstmitleid verfällst, kannst Du auch nicht aus dem Loch kommen. Ein weiteres Problem, wie Du ja schon beschreibst, Du hast niemanden zum Reden. So mit Sprüchen "Stell Dich nicht so an" ist niemandem geholfen. Wie ist denn so Dein Verhältnis zu Freunden und Familie?
    Ich kann Dir jetzt nicht direkt einen konkreten Rat geben, wie Du die Situation bessern kannst.
    Ich empfehle Dir trotzdem, mal einen Psychologen aufzusuchen, der Dir hilft, besser mit Deiner Lage fertig zu werden. Deine gesundheitlichen Probleme belasten Deine Psyche nämlich zusätzlich, ich kenne das aus eigener Erfahrung.
    Wenn Du noch was von der Seele reden willst, schreib mir ne PN.

    Nur Mut:smile:
     
    #3
    User 48403, 23 März 2006
  4. Sanielle
    Gast
    0
    hallo bergfan!

    Es ist sehr erstaunlich, mir geht es genau gleich wie dir. Ich habe zwar keine direkten Gesundheitlichen Beschwerden, aber ich bin mit mir selber in einem ständigen Wirr-Warr Dialog. Alles was ich sage und mache analysiere ich und probiere das Leben zu verstehen um es verändern zu könne. Frage mich auch ständig, wie ich dieses oder jenes früher gemacht habe. Ich bin heute allein. Ich habe zwar einen Freund, aber die Beziehung ist sehr frisch (erst 3 Wochen) und auch dort bin ich völlig unsicher ob ich das richtige sage, mache, denke ... Es ist echt zum verrückt werden. Früher hatte ich Freunde um mich und heute stehe ich voll alleine da. Lerne ich jemanden kennen geht es kurze Zeit, danach ist wieder Sense und ich beziehe das voll auf mich. Oft weiss ich gar nicht mehr was richtig und falsch ist und meine Stimmung schlägt innert Minuten um. Ich geh an die Luft und achte auf meine Ernährung und bin auch viel an der Sonne, aber gebracht hat es nichts. Hab vor einigen Monaten (wiedermal) mit den Gedanken gespielt das ganze zu beenden, wovor mich dann eine Freundin abgehalten hat. Heute habe ich auch zu ihr keinen Kontakt mehr.... Ich hab auch total Angst, dass das in die neue Beziehung einfliesst. Wenn mein Freund mal nicht gleich klingt (er ist ja auch nur ein Mensch), schieb ich voll die Panik es könnte aus sein oder er will nicht mehr usw. Der reinste Krieg mit mir selber. Ich weiss nicht, wie ich das weiter aushalten soll.
     
    #4
    Sanielle, 24 März 2006
  5. Spätstarter
    Benutzer gesperrt
    365
    0
    0
    Verliebt
    Hallo Bergfan!

    Ich bin auch so ein Mensch, der sich und den Rest der Welt schon immer kritisch beäugt hat. :ratlos: Meistens komme ich dann zum Schluss, weder mich noch die Welt da draußen zu mögen, die immer schneller und immer schlechter wird. :geknickt: Fühle mich dann unwohl in der eigenen Haut und irgendwie überfordert. :cry:

    Wahrscheinlich konnte ich ängstliches Sensibelchen deshalb auch noch nie eine feste Beziehung eingehen. :geknickt: Jedenfalls hatte ich Ende letzten Sommers meinen absoluten Tiefpunkt erreicht. :flennen: Dauerarbeitslosigkeit trotz BWL-Studium, häufige Gesichsschermzattacken und das deprimierende Gefühl, ewig Dauersingle zu bleiben. Zermürbt und wie gelähmt hatte ich mich gefühlt. Wie soll ich labiles Wesen physische und psychische Belastbarkeit sowie Selbstbewusstsein für einen Fulltime-Job oder eine feste Beziehung mitbringen? :ratlos: Die Angst davor, dann total abzustürzen ... :eek:

    So konnte es nicht weiter gehen :kopfschue und ich habe dann als erstes den Hausarzt/Neurololgen wieder aufgesucht, als zweites einen Englisch-Kurs angefangen (meine Eltern unterstützen mich) und als drittes mit der Illusion aufgeräumt, ich könnte mit meinem Diplom momentan was reißen. Trotzdem war es dann im Dezember wieder frustrierend, wenn man sich für einen 400-Euro-Job bewirbt, zum Vorstellungsgespräch eingeladen wird und dann doch eine Absage erhält ... :flennen:

    Dennoch gibt es Fortschritte. :smile: Seit ich regelmäßig Tabletten einnehme, sind die Gesichtsschmerzattacken deutlich weniger geworden. :jaa: Außerdem habe ich ein Forum entdeckt, wo ich mich mit anderen Trigeminus-Geplagten austauschen kann. :schuechte Obwohl ich anfangs viel Mühe mit der Konzentrationsfähigkeit hatte, finde ich es schade, dass der Englisch-Kurs bald zu Ende ist. Aber weil es mir jetzt wieder etwas leichter fällt, unter die Menschen zu gehen, bin ich jetzt mal für ein Jahr auf Probe Gastmitglied bei den Sozialdemokraten. :cool1: Politik hat mich ja schon immer sehr interessiert und vielleicht ergeben sich ja dort Kontakte, um beruflich wieder Fuß zu fassen. Der politische Aschermittwoch war schon mal eine gute Gelegenheit reinzuschnuppern. :schuechte Demnächst bin ich auch bei den Jusos in meinem Stadtbezirk eingeladen. Mal schauen, ob man da die eine oder andere nette Bekanntschaft machen kann! *g*

    Zwar gibt es immer wieder mal Rückschläge, aber ich versuche Schritt für Schritt, aus dieser misslichen Lage herauszukommen. Letztlich den Weg zu finden, der mich wieder "gesellschaftsfähig" und vor allem glücklicher macht! :zwinker:
     
    #5
    Spätstarter, 24 März 2006
  6. sky_chaser
    Verbringt hier viel Zeit
    19
    86
    0
    nicht angegeben
    Servus Bergfan, servus an alle :smile:

    hab' Deinen Thread durchgelesen und kann Teil davon nachvollziehen, vorallem wenn's darum geht, sich immer wieder
    über vergangene Dinge Gedanken zu machen.
    Aber frag' Dich mal, was Dir dieses Grübeln bringt? Ändert das etwas an den getroffenen Entscheidungen, ändert sich was an der jetzigen Situation. Sicher nicht.

    Warum also weiter drüber nachdenken? Weil Du glaubst, Du hättest irgendetwas besser machen können? Und an der Stelle sag ich mir immer: STOP. Wenn Du Dich so mit Deiner Vergangenheit beschäftigst, bleibt Dir kein Raum für die Gegenwart. Ich für meinen Teil sag' heute: Alles was passiert ist, musste vielleicht so passieren, damit ich die Einsicht habe, die ich heute habe, damit ich der Mensch bin, der ich heute bin.

    Mensch, es gibt so viel Schöneres, als in der Vergangenheit rumzugramen. Ich hab' selber ne Narbe mitten im Gesicht und bin auch Single. Na und???? Geh an einem schönen Frühlingstag mal in den Park oder den Wald, genieße die Sonne und die Natur. Schau den Vögeln zu. Mit der Zeit erkennst Du so viele Details und Schönes um Dich herum. Vielleicht spürst Du dann, wie sich so manch anderes, als unglaublich großes Problem gedacht, plötzlich relativiert. Der Mensch ist soviel mehr, als einem die ganzen Medien und anderen Menschen einreden wollen. Lass einfach für den Anfang mal eine halbe Stunde am Tag los von der Vergangenheit und geh', wie oben beschrieben in den Park. Atme tief durch und Du wirst merken, welche Last von Dir abfällt.

    Sei doch auch ein Stück weit stolz auf Deine überstandenen Krankheiten. Ich lag auch schon oft genug im Krankenhaus. Aber sie haben mich zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin. Wo andere vielleicht schon aufgegeben haben, bis Du weitergegangen, hast Du es alles überstanden, oder etwa nicht! Das heute nicht alles perfekt ist und auch in Zukunft nicht sein wird, ist klar. Diesen Anspruch darfst Du nicht haben. Denn Perfektionismus bedeutet Vollendung und im Wort Vollendung steckt Ende. Und es gibt nichts, was in meinen Augen je zu 100% zu Ende ist.

    Gruß

    Sky
     
    #6
    sky_chaser, 24 März 2006
  7. User 48403
    User 48403 (47)
    SenfdazuGeber
    9.405
    248
    657
    nicht angegeben
    sky_chaser hat da einige wichtige Punkte hervorragend dargestellt.

    Vor allem: Solange man sich mit der Vergangenheit beschäftigt (die man ja eh nicht ändern kann), bleibt man entweder stehen oder dreht sich im Kreis herum. Dabei vergisst man dann auch, dass die Zeit nicht stehenbleibt und dass man auch nicht jünger wird.
    Man kann über Fehler, die man früher gemacht hat, nachdenken, aber was bringt das? Man kann es nicht ändern. Wenn man Fehler gemacht hat, diese akzeptieren und als lehrreiche Erfahrung betrachten, von der man in Zukunft profitieren kann, nämlich den gleichen Fehler nicht mehr zu machen, sondern es besser zu machen. Welche Erfahrung man auch immer macht, man lernt nur daraus.
    Ich hatte auch viele Fehler in meinem Leben gemacht, und ich hatte daraus gelernt. Ich versuche aus jeder schlechten Erfahrung was positives zu ziehen.
    Auch wenn man feststellt, was falsch gemacht zu haben, der Moment, in dem man die Entscheidung getroffen hat, hat man diese für richtig befunden. Ob richtig oder falsch, eine Entscheidung treffen zu können, das zählt! Und im Leben wird man immer vor Entscheidungen gestellt.

    Bin vielleicht etwas vom Thema abgekommen, aber ich wollte das mal erläutern.

    @Bergfan:
    Du hast jetzt 2 Herz-OPs hinter Dir und hast diese überstanden, Du lebst! Darauf kommt es an.
    Meine Krankheiten waren auch sehr schlimm, aber ich lebe immer noch, obwohl ich eigentlich schon längst im Sarg liegen sollte:ichstehi_alt: Das hatte mir auch den Ansporn gegeben, was aus meinem Leben zu machen - weil man eben nur einmal lebt!
     
    #7
    User 48403, 24 März 2006
  8. bergfan
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
    316
    101
    0
    Single
    Hm alles sehr einleuchtende und nachdenkliche Meinungen,abe rich teile diese mit Euch.Sage mir auch oft, was das bringt, nur mach ich halt noch den Fehler im selbstmitleid zu schwelgen undmich als Opfer zu sehen, eben keine Verantwortung für mich zu übernehmen.Und genau da liegt der Punkt.Diese analysen bringen eh nichts, das ist mir klar.Es ist auch so, das man durch dieses Grübeln eher negativ wird und auch dann negativ in die zukunft blickt, man dran "Glaubt" das es schiefgehen könnte..Es kommt eh immer ,oder meistens anders als man denkt.
    Bei mir ist das komisch, das ich das gefühl habe,was falsch gemacht,oder was verpasst zuhaben. und genau dies macht mir angst.
    Ich denke das es alleine die angst ist,die mir schwierigkeiten bereitet.
    Die angst vor der Gesellschaft,und daran ist mein Leben bisher ausgerichtet, Früher hab ich mal versucht es vielen Rechtzumachen, aber dadurch hab ich mich selber vergesen und das bereue ich jetzt eben.Ich hab bisher noch nicht akzeptierne könne, wie es geschehen ist.Irgendwie richtet man sich vielzuviel nach der gesellschaft.will immer mehr und höher raus.
    Ich merke das in der arbeit,immer muß alles perfekt sein, immer muß alles schneller gehen,fehlerloser.Und als arbeiter ist man nur noch eine nummer.Ich versuche dies nun zu ändern,indem ichmir was anderes suche.Aber irgendwie jage ich noch immer meine Traumberuf hinterher.Jeder wil jemand der schon perfekt ist, den man nicht anlernen muß.unsere Gesellschaft ist so schlimmgeworden, so hektisch,Da beneide ich die italiener, die haben viel weniger hektik, werden älter und haben irgendwie mehr spas am leben. La dolce Vita, sag ich nur.
    Ich glaub ich jage irgendwas hinterher, das ich nie erreichen kann,zerbrech mir den kopf, für andere, und arbeite mich dadurch selber auf.dabei ist das ja falsch,denn man bekommt ja nicht mal ein danke.Hab mir schon oft überlegt was anderes zumachen, was nicht so stressig ist und meiner gesundheit nicht schadet.:cool1:
     
    #8
    bergfan, 24 März 2006

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