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Alpträume

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von SottoVoce, 25 März 2004.

  1. SottoVoce
    SottoVoce (34)
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    Verheiratet
    Ich weiß gar nicht so genau, was ich mit dem Thema hier bezwecken will, aber wenigstens von der Seele schreiben möcht ich es mir mal...

    Seit zwei oder zweieinhalb Wochen hab ich fast jede Nacht Alpträume. Man muss dazu sagen, dass das der Zeitpunkt war, wo das mit dem Sorgerechtsstreit (gibts irgendwo in der Vergangenheit des Kummerkastens auch mal ein Thema dazu...) um meinen Kleinen so langsam aktuell wurde.

    Ich träume ständig das Gleiche, es sind so drei Träume im Wechsel, manchmal mit leichten Variationen. Ich beschreib sie jetzt einfach mal:

    Der erste ist der häufigste und mit Abstand der allerschlimmste. Ich hatte den auch schon in früheren Situationen (letztes Jahr schon hin und wieder), immer, wenn es was mit meinem Sohn gab, was mir Sorgen machte. Ich laufe durch eine Stadt, in der es außer mir keinen Menschen gibt. Die ganze Stadt besteht ausschließlich aus Hochhäusern, von denen eins aussieht wie das andere. Sie stehen direkt an der Straße, grün gibt es nirgends. Die Straßen sind absolut quadratisch angelegt. Weil alles so gleichförmig aussieht, verlaufe ich mich, und weil es keine Menschen gibt, kann ich niemanden nach dem Weg fragen. Und ich suche meinen Sohn. Die gesamte Stadt (also der Boden überall) ist abschüssig in dieselbe Richtung. Und zwar in die Richtung, in der das Meer liegt (nur ist das Wasser immer schwarz und undurchsichtig und es hat keine Wellen), und es gibt vor dem Meer keine Mauer. Die Straße bricht irgendwie einfach ab und fällt senkrecht nach unten, bis etwa einen Meter tiefer das Wasser ist, das da schon unglaublich tief ist (keine Ahnung, woher ich das in dem Traum immer weiß). Und das Problem an der ganzen Sache ist, ich suche meinen Sohn. Er ist in meinem Traum noch ein Baby (in Wirklichkeit ist er schon drei), und ich weiß, ich hab den Kinderwagen mit ihm irgendwo abgestellt und NICHT die Bremse rangemacht. Und ich habe panische Angst, dass der Kinderwagen ins Wasser rollen könnte. Diese Angst steigert sich immer weiter, je länger ich den Kleinen suche, ich verlaufe mich total, es ist kein Mensch da, der mir hilft, und ich finde NIE den Kinderwagen. Der Traum endet immer so, dass ich am Wasser stehe und versuche, das Schwarz zu durchdringen, und ich wache dann immer mit einem Ruck auf und bin schweißgebadet und meistens tränenüberströmt.

    Der zweite Traum ist, dass mein Kleiner entführt wird. Es ist ein total sonniger Tag, er rennt vor mir her und hüpft und spielt und ist gut gelaunt, als auf einmal ein schwarzes Auto neben ihm hält, so mit getönten Scheiben und so, drei völlig schwarz gekleidete Männer (ich kenn die nicht, die haben irgendwie kein Gesicht) aussteigen und ihn ins Auto zerren. Der Kleine kreischt panisch wie am Spieß (das ist das Schlimmste), aber ich bin noch zu weit weg und kann ihm nicht helfen. Anschließend irre ich stundenlang umher und suche ihn. Auch da bin ich die ganze Zeit alleine. Der Traum endet dann immer an einer Lichtung im Wald (keine Ahnung, wie ich dahin komme), wo ein Häuschen steht. Ich weiß, drinnen ist mein Sohn und ich kann ihn weinen hören. Aber sie halten ihm eine Waffe an den Kopf, so dass ich nichts tun kann. Da wache ich dann auch immer auf und bin völlig erschöpft, wobei der nicht so schlimm ist wie der erste.

    Und der dritte Traum ist, dass wir schwimmen sind. Es ist irgendein natürliches Gewässer, ein Fluss oder See oder so. Das Wasser geht mir etwa bis über die Taille, es ist ganz trüb, so dass man nichts sieht, was unter Wasser ist. Der Traum beginnt immer, dass mein Kleiner untergeht und ich nach ihm tauchen will, weil ich den Gewässerboden abtasten muss, weil ich ihn ja nicht sehe. Aber jedes Mal versuchen mich lauter Leute, die ich kenne, zu trösten und zu beruhigen. Alle kommen zu mir und wollen mich in die Arme nehmen und trösten, sie versuchen, mir zu sagen, dass sie mir alle helfen, und ich wehre mich die ganze Zeit gegen sie, weil ich ja tauchen will, und wenn die alle direkt um mich rumstehen, geht das ja nicht. Aber sie verstehen nicht, warum ich immer aufgeregter werde, sie versuchen dann immer mehr, mich in den Arm zu nehmen, und ich fange an zu weinen, weil ich mich gegen so viele auf einmal nicht wehren kann. Irgendwann, wenn die Spannung zu groß wird, fahre ich aus dem Schlaf und meistens bin ich dann auch verheult...

    Ich weiß, dass man gegen Träume nicht viel machen kann. Ich weiß auch, dass ich meinem Freund das mal erzählen sollte, nur fällt es mir einfach unglaublich schwer, darüber zu reden. Mich zu erinnern, was das für Bilder sind, die ich teilweise mehrmals in einer Nacht vor mir habe, tut mehr als weh. Ich könnte mich schon so in Tränen auflösen...

    Mein Freund meint immer, wenn irgendwas ist, soll ich ihm nachts eine SMS schreiben. Er würde dann kommen. Das Problem ist, ich wache dann immer auf, meistens heulend oder noch mit nassem Gesicht vom heulen im Schlaf, dann gehe ich ins Kinderzimmer, mich überzeugen, dass alles mit meinem Schatz in Ordnung ist, und wenn ich wieder im Bett bin, bin ich meistens sofort wieder in so einen unruhigen Halbschlaf gesunken, in den mich die Bilder aus meinen Träumen verfolgen, bis ich richtig einschlafe und gleich den nächsten Mist träume.

    Ich will abends inzwischen schon gar nicht mehr ins Bett gehen... Ich bin völlig übermüdet, weil ich jede Nacht schlecht schlafe, und abends muss ich fast vom Stuhl kippen, bevor ich freiwillig ins Bett gehe, weil ich so Angst habe, dass ich diese ganzen Horrorbilder und vor allem -gefühle wieder durchleben muss... Und je müder ich abends bin, desto unruhiger schlafe ich und desto mehr träume ich sowas... Ein verdammter Teufelskreis...

    Hat irgendeiner ne Idee, was ich dagegen machen kann?!
     
    #1
    SottoVoce, 25 März 2004
  2. User 13029
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    Es ist kompliziert
    Hm... naja, die Aussage der Träume ist ja glasklar, da muss ich wohl nichts mehr zu schreiben.

    Vertrau dich deinem Freund doch einfach an, so wie du dich uns hier gerade anvertraust. Nimm sein Angebot wahr, bitte ihn, dass er mal ein paar Nächte bei dir bleibt. Wenn du weißt, dass jemand bei dir ist, der zu dir steht, dann macht es das vielleicht auch alles viel einfacher.
     
    #2
    User 13029, 25 März 2004
  3. engel193
    engel193 (39)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Verheiratet
    Hab mal ein bißchen in der Traumdeutung geforstet, hoffe, das hilft dir ein wenig weiter:

    Entführung [Gewalt]
    - Wunsch geht in Erfüllung
    - Dieses Symbol weist auf Triebstauungen, Verdrängungen und Minderwertigkeitsgefühle hin, die durch aggressives Verhalten verdeckt oder abreagiert werden.

    ertrinken []
    - sehr gutes Vorzeichen
    - anderer: schwerwiegender geschäftlicher Verlust
    - Es bestehen ernsthafte Probleme, die häufig auf mangelnde Lebensplanung zurückzuführen sind. Das Traumbild des Ertrinkens weist auf erschüttertes Selbstvertrauen und Hilflosigkeit hin. Gelingt es dem Träumenden, sich zu retten, so sind genügend Widerstandskräfte vorhanden, um die scheinbar ausweglose Situation zu meistern. Geht man dagegen unter, so ist die Krise nur unter Einsatz aller verfügbaren Energien zu bewältigen. Das Traumbild warnt davor, den Lebensmut zu verlieren und zu resignieren.

    Wasser
    - klares: sehr gutes Vorzeichen
    - trübes: schlechtes Omen; Vorsicht bei Geschäften
    - stinkendes: äußerste Gefahr im Anzug
    - kaltes trinken: Glück in allen Lebenslagen
    - warmes trinken: Stillstand der Geschäfte; Krankheit
    - Das Wasser symbolisiert im Traum unbewußte seelische Energie. Es entspricht in etwa dem volkstümlichen Begriff "Lebenswasser". Nach den Ergebnissen der modernen Wissenschaft wie in fast allen mythologischen Schöpfungserzählungen hat alles Leben seinen Ursprung im Wasser.

    Abgrund [abstürzen] [fallen]
    - weitere Verbindungen: [Grube]
    - Sturz in Abgrund: großer Plan scheitert
    - sich fürchten: Sei auf deine Gesundheit bedacht.
    - hineinfallen: erfolg ist dir sicher.
    - wirfst du jemand hinein: von großer Last wirst du bald befreit werden.
    - fällt dein Freund hinein: Bald wirst du von ihm Gutes hören.
    - wirfst du einen Stein hinein: Bald wirst du von einer schweren Sorge befreit sein.
    - rettest du jemand: Das Schicksal wird dir helfen.
    - Ein Abgrund symbolisiert meist Lebensschwierigkeiten oder eine kritische Situation. Führt ein Weg den Träumenden an den Abgrund und nicht weiter, so ist dies ein Warnsignal, das er ernst nehmen sollte. Führt ein Weg durch den Abgrund hindurch, so kann das ein positiver Hinweis für den Träumenden sein, sich der Krisensituation bewußt zu werden, in der er steht und sie anzunehmen, indem er den beschwerlichen Weg geht, den ihm sein Traum zeigt. Führt eine Brücke über den Abgrund, so läßt sich die schwierige Situation "überbrücken".
     
    #3
    engel193, 26 März 2004
  4. SottoVoce
    SottoVoce (34)
    Sehr bekannt hier Themenstarter
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    Verheiratet
    Glaubt ihr, es hilft, wenn ich in den Armen von meinem Freund schlafen könnte? Er kommt morgen früh ganz früh zu mir (so sieben oder früher) und will mich einfach nur in den Arm nehmen und so nochmal mit mir einschlafen, damit ich vielleicht ruhiger schlafen kann. Ich hoffe, dass das hilft, bin aber noch nicht überzeugt... Ich bin inzwischen so müde, dass ich dauerhaft Kopfweh habe. Wie lange hält ein menschlicher Körper Schlafmangel durch? (also, wenn man etwa 5 oder 6 Stunden pro Nacht "schläft", sich davon aber einiges wach rumschmeißt oder man unruhig / oberflächlich schläft, oft wach wird und schlecht träumt?)
     
    #4
    SottoVoce, 26 März 2004
  5. SottoVoce
    SottoVoce (34)
    Sehr bekannt hier Themenstarter
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    Verheiratet
    Okay, in den Armen meines Freundes werd ich so bald wohl nicht wieder schlafen können... :cry: Von ihm träum ich jetzt auch noch. Ich kann bald nimmer...
     
    #5
    SottoVoce, 29 März 2004
  6. chillah
    Gast
    0
    :cry: wenn ich dir nur helfen könnt!
     
    #6
    chillah, 29 März 2004
  7. majra
    majra (37)
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    vergeben und glücklich
    :frown:
    Oh man, das klingt echt nicht gut. Ich weiss nicht, wie das wirkt, aber ich würd mir überlegen
    mal eine (!) Schlaftablette zu nehmen, nur um Deinem Körper die Möglichkeit zu geben, dass
    Du Dich ein wenig erholst.
    Ansonsten mein ich schon mal gehört zu haben, dass man sich einen Alptraum vorstellen
    sollte, den man hat, und sich dann einen Schluss dazu überlegt. Etwas, was man sich wünscht,
    wie der Traum weitergehen sollte. Z.B. das die Pistole von dem Mann im Haus in eine Wasser-
    pistole verwandelt oder Polizei auftaucht oder sowas und Du dann Deinen Sohn in die Arme
    schliessen kannst.
    Weiss nicht, wie das dann in Deinen Traum kommen soll, vielleicht hilft ja sich das intensivst
    und öfter vorzustellen. Konzentrier Dich drauf.
    Wenn sich eine Sportlerin am Reck vorher genau vorstellt, wie sie sich zu bewegen hat, damit
    eine bestimmte "Figur" rauskommt, dann kann sie das nachher, weil der Körper es gelernt hat.
    Könnte mir vorstellen, dass sowas ähnliches auch bei Träumen funktionieren kann.
    Ich wünsche Dir viel Glück und alles Gute!
     
    #7
    majra, 30 März 2004
  8. bunnylein
    bunnylein (34)
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    vergeben und glücklich
    hä? du hast in seinen armen geschlafen und seitdem von ihm auch alpträume?



    probier das mit dem ende vorstellen, schreib die träume auf und schreib ein schönes ende dazu. du musst dir das ende richtig einprägen, unterbewusst fällt dir im traum ein wie es weitergehen zu hat. - bei mir hats mal funktioniert...

    hast du schon mal versucht mit deinem kleinen in einem bett zu schlafen, vielleicht spürst du im schlaf seine nähe und die verlustängste (nichts anderes sind deine träume) kommen so nicht mehr zustande?!

    oder probiers mal mit etwas homäopatischen zum schlafen - schaden tuts ja nicht.


    ich schlafe grundsätzlich nicht mehr als 6 std., die aber dafür durch. aber ich glaube wenn dein körper mit dem schlafmangel wirklich gar nicht mehr zurecht kommt holt er sich den schlaf schon - da halten ihn auch keine alpträume davon ab...


    ich wünsch dir das beste! ich kann mir nichts schlimmeres vorstellen als die angst, eventuell sein kind zu verlieren... *ganzfestdrück*
     
    #8
    bunnylein, 30 März 2004
  9. SottoVoce
    SottoVoce (34)
    Sehr bekannt hier Themenstarter
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    Verheiratet
    Danke für Eure Beiträge und Hilfen! *allemalknuddel*

    Also, meine Träume werden langsam besser. Ich träum wegen dem Beziehungsstress mit meinem Freund grad weniger von meinem Sohn. Dafür zwar öfters von meinem Freund (auch viel Mist), aber das macht einfach auch weniger Angst. Mein Freund STIRBT in meinen Träumen wenigstens nicht dauernd...

    Ich schlaf auch wieder länger und besser (so um die 7 oder 8 Stunden in der Nacht). Jetzt weckt mich zwar oft mein Sohn, weil der grad krank ist und es ihm nicht sehr gut geht, aber damit komme ich besser zurecht als dieses aus-dem-Schlaf-schießen nach einem Alptraum...
     
    #9
    SottoVoce, 1 April 2004
  10. Neila
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    nicht angegeben
    Ich hoffe, dass ich es nicht falsch verstanden hab. Du hast doch geschrieben, dass es einen Sorgerechtsstreit um deinen Sohn gibt. Ich glaube deine Träume zeigen deine Angst, deine Sohn zu verliehren.
    Wegen deinem Freund solltest du dir nicht so große Sorgen machen. Wenn du auch noch Angst hast, ihn zu verliehren, ist es kein Wunder, dass du von ihm Träumst. Du solltest vieleicht mal mit jemandem nicht nur über deine Träume sondern auch über deine Ängste und Sorgen sprechen.

    Ich hoffe dir geht es bald besser.
     
    #10
    Neila, 2 April 2004
  11. SottoVoce
    SottoVoce (34)
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    Verheiratet
    @Neila: Ja, ich rede auch mit Leuten über meine Ängste. Dass ich mir jetzt Sorgen mache, meinen Freund verlieren zu können, ist gar nicht so abwegig, unsere Beziehung steht zurzeit auf recht wackeligen Beinen. Da meine Kraft schon für die Sache mit meinem Sohn drauf geht (mein Freund ist nicht der Vater), weiß ich nicht, wie lange ich noch durchhalte in meiner Beziehung, wenn mein Freund es nicht schafft, etwas zu ändern...

    Das "Problem" an der Sache ist, dass ich ziemlich lange nur immer meinen Sohn hatte. Meine Familie schmeißt mich in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen raus (immer dann, wenn ich was tue, was ihnen nicht passt), ich wohne mit meinem Sohn alleine. Er ist schon drei, meinen Freund hab ich erst seit einem Jahr. Davor war ich mit meinem Kleinen irgendwie gefühlsmäßig immer recht alleine, wenn auch sonst manchmal äußerlich jemand da war. Darum hab ich jetzt vor dem Sorgerechtsstreit so Angst... Und darum weiß ich zwar, woher die Träume kommen, aber nicht, was ich dagegen tun könnte...
     
    #11
    SottoVoce, 2 April 2004

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