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Alte Freundin gestorben...

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von myspecialname, 27 März 2008.

  1. myspecialname
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Guten Tag liebe Community,

    ich war heute auf der Beerdigung einer alten Freundin, die bei einem Unfall gestorben ist. Seit dem ich von ihrem Tot gehört habe gehts mir jeden Tag irgendwie schlechter. Ich müsste eigentlich arbeiten und andere Dinge tun, aber ich bekomm den Kopf einfach nicht frei. Die ganze Sache hat mir irgendwie auf den Magen geschlagen und ich ess kaum noch was. Hat von euch vll. jemand einen guten Vorschlag was ich tun könnte, damit es mir besser geht?

    Vielen Dank.
     
    #1
    myspecialname, 27 März 2008
  2. brainforce
    brainforce (33)
    Beiträge füllen Bücher
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    Single
    hallo, das ist natürlich tragisch wenn man so etwas mitbekommt noch dazu wenn es sich um eine Freundin handelt.

    Das wird einem erstmal bewusst wie vergänglich man doch selbst auch ist...

    Würde dir raten mit Kumpels drüber zu sprechen bzw. sonstigen gemeinsamen Freunden und Bekannten - geteiltes Leid ist halbes Leid.
     
    #2
    brainforce, 27 März 2008
  3. User 20976
    (be)sticht mit Gefühl
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    vergeben und glücklich
    Was beschäftigt Dich denn am meisten? Die Gedanken daran, wie schnell das Leben vorbei sein kann, also eher eben das Bewusstsein, wie sehr der Tod Teil vom Alltag ist? Oder der Gedanke an Deine Freundin ganz konkret? Geht es Dir schlecht, weil Du sie vermisst? Oder ist einfach die plötzliche Präsenz des Todes das, was Dir auf den Magen schlägt?

    Was heißt "alte Freundin" - Du kanntest sie schon lange, sie ist aber jung/im gleichen Alter wie Du? Der Tod eines jungen Menschen, womöglich im gleichen Alter, reißt einen oft richtig aus dem eigenen Leben heraus, weil uns bewusst wird, dass es eben jederzeit endgültig für jeden vorbei sein kann - auch wenn wir noch so viel vorhaben...

    Ich würd sagen: Nimm Dir die Zeit zum Verdauen, verlange nicht, dass Du sofort funktionierst. Denk über ihren Tod nach, trauere so, wie Du es für richtig hältst, auch wenn sie ggf. Dir nicht enorm nahestand.
    Ist doch normal, dass es einem erst einmal nicht geht wie normal, wenn man von einem Todesfall Kenntnis bekommt.
     
    #3
    User 20976, 27 März 2008
  4. Dornenreich
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Mein Beileid.

    Ich kann mich gut in dich hineinversetzen denn ich habe vor 3 Jahren auch einen geliebten Menschen verloren den ich seit 14 Jahren kannte. Es ist schwer und keiner kann von dir verlangen dass du jetzt arbeiten oder andere Dinge machen kannst. Jeder wird dich verstehen dass du gedanklich einfach woanders bist.

    Ich persönliche habe die ersten Tage nach dem Tod(Es gab nie eine Beerdigung..) einfach nichts gemacht weil ich nicht dazu in der Lage war, außerdem habe auch ich tagelang nichts gegessen. Es wird einem erst später bewusste was passiert ist und dann sollte man anfangen es zu verarbeiten. Ich habe gezeichnet. Meine Gefühle gezeichnet und wenn es auch nur lose Striche waren, mir hat es geholfen.. Außerdem war ich oft im Wald und habe meine "Wut" einfach rausgeschrien, das kann unglaublich guttun. Und auch du solltest dir auch eine Möglichkeit suchen "lebe wohl" zu sagen. Zeichnen, Musik hören, spazierengehen. Jeder Mensch verarbeitet das anders. Lass deinen Gefühlen freien Lauf. Du darfst weinen, schreien, schimpfen. Alles was dir und deiner gekränkten Seele guttut. Kümmere dich erstmal um dich und deine Gefühle. Dein Arbeitsgeber, deine Arbeitskollegen und deine Familie und Freunde werden das sicher verstehen.

    Ich wünsche dir ganz viel Kraft und Mut das alles zu überstehen!!
     
    #4
    Dornenreich, 27 März 2008
  5. myspecialname
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    vergeben und glücklich
    Vielen Dank für die Antworten.

    Ich kann mir selbst nicht so ganz erklären warum mich das so beschäfftigt. Der Kontakt brach im letzten halben Jahr, auf Grund von Zeitmangel (beider Seiten), ab. Nur irgendwie spür ich fast schon das jemand wichtiges fehlt, und das macht mir irgendwie zu schaffen, schwer zu beschreiben.
     
    #5
    myspecialname, 27 März 2008
  6. User 20976
    (be)sticht mit Gefühl
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    vergeben und glücklich
    Kann ich verstehen. Vor gut zehn Jahren ist eine Freundin von mir gestorben, genauer gesagt hat sie sich das Leben genommen (war auch wegen Depressionen in Behandlung, was ich erst erfuhr, als sie eben gestorben war). Wir waren viele Jahre zuvor mal richtig gut befreundet, im Laufe der Gymnasialzeit ging das dann auseinander - gar nicht mit einem großen Krach, wir haben uns halt je umorientiert. Später haben wir uns noch einmal angenähert. Etwa sieben Wochen vor ihrem Tod sind wir uns zufällig begegnet, ich war Laufen und sie ritt auf ihrem Pflegepferd aus. Wir haben uns etwas unterhalten.

    Ich war ziemlich von den Socken, als ich von ihrem Suizid erfuhr (war der dritte - und erstmalig "erfolgreiche" Versuch). Ich konnte das erst nicht glauben - sowohl das mit dem Suizid als auch überhaupt die Tatsache, dass sie nun tot ist.

    Klar hab ich mir Vorwürfe gemacht, ob ich nicht was hätte merken müssen oder ob ich nicht was hätte tun können... hätte ich nicht. Sie war krank und hat eine Entscheidung getroffen.

    Mich hat ihr Tod sehr beschäftigt, sie fehlte mir, ich habe häufig an sie gedacht in den folgenden Monaten und Jahren. Auch heute noch kommt sie mir in den Sinn, vermutlich werde ich im kommenden Monat wie jedes Jahr auch von ihr träumen (da hatte sie Geburtstag - genau zwei Tage vor mir). Finde ich aber eher berreichernd als schlimm :zwinker:.

    Deine Freundin ist durch einen Unfall ums Leben gekommen, das ist nochmal anders als Tod durch Suizid - gleich bleibt, dass sie nicht mehr lebt und sie eben fehlt. Wär doch schlimm, wenn sie Dir nicht fehlte und wenn es Dich ganz kalt ließe.

    Erinner Dich an sie, wenn Du magst, auch an Eure Freundschaft - auch wenn der Kontakt in dem letzten Jahr nicht mehr so intensiv war. Das darfst Du auch bedauern. Manchmal gehen Freundschaften aueinander, natürlich fragt man sich bei einem solchen Todesfall dann, ob man vielleicht etwas versäumt hat, vielleicht hätte die Freundschaft ja wieder stärker werden können... weiß man nicht.

    Vielleicht magst Du ja auch Deine Erinnerungen aufschreiben. Oder schreib einen Brief an ihre Eltern. Viele hinterbliebene Eltern, die ihr Kind verlieren, sind dankbar, wenn die Freunde des verstorbenen Kindes sich mit Briefen an sie wenden und ihnen etwas von ihrem Kind erzählen.
     
    #6
    User 20976, 27 März 2008
  7. User 44981
    User 44981 (29)
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    Single
    Zuerst mal mein Beileid.

    Ich kann gut verstehen, dass dich der Tod deiner Freundin ziemlich aus der Bahn wirft...
    Der frühe Tod eines Menschen, der noch fast das ganze Leben vor sich hatte, ist wirklich eine schlimme Erfahrung. Sie zeigt einem die Vergänglichkeit des eigenen Lebens und die Tatsache, dass das Leben wirklich jederzeit vorbei sein kann.

    In meinem Umfeld gab es zwar noch keinen so jungen Todesfall, aber auch der Tod von meinem Opa und besonders der relativ frühe Tod eines anderen Menschen, der mir ziemlich viel bedeutet hat, haben mich in der ersten Zeit danach ziemlich belastet.

    Mir hat es geholfen, mit einer sehr guten Freundin darüber zu reden. Sie war die einzige Person, mit der ich wirklich über diese Todesfälle und meine Trauer reden konnte, weil ich einfach genau wusste, dass sie mich ernst nimmt, mir zuhört und passend auf meine Trauer reagieren kann...
    Mit anderen Freunden habe ich aber eher wenig darüber geredet, weil ich nicht glaube, dass sie mit meiner Trauer so gut umgehen hätten können...

    Ach ja... mir hat noch was geholfen: Zeit!
    Lass dir Zeit. Nach einiger Zeit wird es schon wieder besser...
     
    #7
    User 44981, 28 März 2008

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