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  • sad_girl
    sad_girl (32)
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    1 März 2009
    #1

    altes sparbuch

    meine oma hat noch ein altes sparbuch mit 800 reichsmark. es wurde da weder etwas ausgezahlt, noch entwertet. meine oma lebt auch noch. könnten wir das irgendwie ausgezahlt kriegen? schließlich ist das ihr geld und die sparkasse hat auch lang genug damit gearbeitet...
     
  • Grottenolmin
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    1 März 2009
    #2
    Quelle: http://www.anwaltzentrale.de/rechtsanwalt_fachartikel/fachartikel_detail.php?id=560&Fachgebiet_id=85

    Ob's stimmt, weiß ich nicht, klingt aber plausibel.
     
  • sad_girl
    sad_girl (32)
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    1 März 2009
    #3
    das hab ich auch schon gelesen, aber meine oma lebt ja und es handelt sich nicht um irgendetwas was man auf dem dachboden von tante emma gefunden hat.
    im grunde ist es ihr persönliches geld, welches dann ohne ihre zustimmung weg wäre?
     
  • Grottenolmin
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    nicht angegeben
    1 März 2009
    #4
    Ob sie lebt oder nicht lebt ist in dem Zusammenhang egal. Denn wäre sie tot und du hättest das Sparbuch geerbt, hätte das nur bedeutet, dass du insofern in ihre Rechtsstellung eingetreten bist; der Erbe hat da keine "schlechtere" Stellung als der noch lebende Sparbuchinhaber.

    Es ist normal, dass nach einer Währungsreform (oder gar mehreren) irgendwann einfach mal Schluss sein muss mit einer Umtauschmöglichkeit. Meistens sind die Übergangsfristen da so großzügig bemessen, dass es zumutbar ist, bis dahin alte Sparbücher ausfindig zu machen bzw. nach dieser Frist eben nichts mehr zu bekommen. Zumal ja noch die Schwierigkeit dazukommt, einen Wechselkurs festzulegen - von einer Währung zur anderen mag das noch gehen, aber von Reichsmark über D-Mark zu Euro...

    Ist natürlich im Einzelfall schade, aber irgendwie hätte deine Oma in den fast 30 Jahren, die ihr zur Geltendmachung/Umschreibung nach der Währungsreform blieben, da ja auch mal dran denken können...
     
  • sad_girl
    sad_girl (32)
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    1 März 2009
    #5
    sie wurde aber auch nie benachrichtig. weder, dass sie irgendwelche anträge stellen muss, noch dass da etwas abläuft. ganz davon abgesehn war sie in dieser zeit im ausland.

    hab gelesen, dass das Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen in Berlin einzelfälle prüft. stimmt das? wäre es ratsam dort zuerst zu fragen, bevor ich mich an die bank wende (raiffeisen)?
     
  • Grottenolmin
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    nicht angegeben
    1 März 2009
    #6
    Na ja, dass es in Deutschland schon "etwas" länger keine Reichsmark mehr gibt, wird sie ja aber mitbekommen haben...

    Keine Ahnung. Fragen kostet ja nichts, von daher, versuchen kannst du's ja mal.
     
  • sad_girl
    sad_girl (32)
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    1 März 2009
    #7
    hab eben das sparbuch näher angeschaut. letzte einzahlung erfolgte 1944. in dem sparbuch ist vermerkt, dass wenn 30 jahre keine bewegungen auf dem konto vollzogen werden, das geld für einen reservefond der gesellschaft eingezogen werden kann. ist das von vor- oder nachteil?

    ja, aber sie dachte, dass sie ihr geld auf jeden fall immer irgendwie zurück bekommen. was ja an sich auch kein völlig abwegiger gedanke ist.
     
  • Koyote
    Koyote (39)
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    1 März 2009
    #8
    Ich finde den Gedanken schon abwegig...
    jeder normale Mensch wäre einfach mal irgendwann zur Bank gestiefelt und hätte nachgefragt, dann wäre das aufgefallen, dass eine Umstellung nötig ist, diese wäre vollzogen worden und es gäbe jetzt keine Probleme!
    Gerade in den 1940er Jahren war ja wohl ein etwas größerer Umbruch in Deutschland... da wird man doch nicht ernsthaft glauben dass alles um einen herum sich ändert...aber das Geld auf dem Sparbuch kann unverändert bleiben...sorry, aber das ist weltfremd!

    Gruß
     
  • sad_girl
    sad_girl (32)
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    1 März 2009
    #9

    sie war ein kind als das sparbuch eröffnet wurde. später musste ihre familie fliehen und somit kamen sie ins ausland. da war nichts mit eben mal zur bank stiefeln.

    ich wollte hier auch nicht die geschichte meiner oma ausrollen - die wahrlich schlimm genug ist - sondern nach den chancen fragen.
     
  • brainforce
    brainforce (35)
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    1 März 2009
    #10
    Versucht doch einfach mal bei der Bank anzufragen (bzw. deren NachNachNachNachfolgeinstitut:tongue: ) ob da noch was zu machen ist.

    Ansonsten im Internet recherchieren oder bei diesem von dir genannten "Bundesaufsichtsamt":ratlos: nachfragen - Fragen kostet nichts...

    Abschließend finde ich auch das deine Oma trotz allem selbst schuld ist... nach 1945 war Deutschland wieder eine Demokratie und die Möglichkeit hätte ja irgendwann mal bestanden nach dem Geld nachzufragen - aber erst 64 Jahre nach der letzten Einzahlung ist schon etwas "sonderbar"...

    Vielleicht "genießt" deine Oma als Flüchtlich etc. eine Sonderstellung:ratlos:

    Ansonsten: Bank fragen kostet nichts...
     
  • Steirerboy
    Steirerboy (38)
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    3 März 2009
    #11
    In Österreich ist nach 30 Jahren die Zahlungspflicht der Bank beendet, damit besteht da keine Chance mehr, was zu bekommen. In Deutschland wird es wohl nicht viel anders sein denke ich mal.

    Nachtrag: Nach meiner schnellen Recherche sind das ca 60 Euro, wenn man diverse Gebühren abrechnet, bleibt da wohl nicht so viel übrig.
     

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