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An alle, die in der (alten) BRD aufgewachsen sind

Dieses Thema im Forum "Off-Topic-Location" wurde erstellt von User 77547, 9 März 2009.

  1. User 77547
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    Es gibt hier ja einen Thread, in dem Leute, die in der DDR aufgewachsen sind, ihre Mauerfallerlebnisse beschreiben.

    Ich finde es wird Zeit für einen Thread, in dem die Wessis ihre Mauerfallerlebnisse beschreiben. Wie war das damals für Euch? Was habt Ihr empfunden?
     
    #1
    User 77547, 9 März 2009
  2. zwiebel
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    ....verlesen...sry ^^
     
    #2
    zwiebel, 9 März 2009
  3. Schmusekatze05
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    Ich war damals neun Jahre alt und mich hat das ehrlich gesagt gar nicht weiter interessiert.
     
    #3
    Schmusekatze05, 9 März 2009
  4. User 56700
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    Den Abend des Mauerfalls habe ich nicht mehr genau in Erinnerung, nur noch die Bilder die Tags darauf in der Zeitung waren. Im Fernsehen habe ich das erst viel später gesehen.
    Ich weiß noch dass meine Eltern damals 2 Familien mit Kindern in unser Haus eingeladen haben. Wir haben die damals in einer Sporthalle in Ort abgeholt, da wars randvoll, überall nur Leute und Matratzen auf dem Boden. Irgendwie fand ich den unbekannten Besuch damals seltsam, die kannten vieles was hier ganz normal war nicht, wie z.B. die Bananen!:smile: Als damals 8 Jähriger konnte ich das nicht wirklich verstehen.
     
    #4
    User 56700, 9 März 2009
  5. Subway
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    So war es bei mir auch. Ich kann mich zwar noch erinnern, dass ich da was im Fernseh darüber gesehen hab... aber da war ich einfach noch zu jung, als dass ich da großartig was mit anfangen hätte können.
     
    #5
    Subway, 9 März 2009
  6. Drachengirlie
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    naja.... der mauerfall war ja 1989 :grin:...... da war ich erst 1 Jahr alt und ich glaub die meisten hier im forum werden noch sehr jung gewesen sein...

    aber an eines kann ich mich noch erinnern, aber da müsste die mauer eigentlich schon gefallen sein:

    Wir haben mal Freunde in der DDR besucht und wir durfte nur durch Passkontrolle und durch ne Schranke durch. Daneben standen zwei uniformierte Männer... Das weiß ich noch.... mehr aber auch nicht...
     
    #6
    Drachengirlie, 9 März 2009
  7. glashaus
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    Ich war 5 und kann mich kaum erinnern. Meine Erinnerung vermischt sich auch womöglich mit dem, was ich später an Geschichtswissen gesammelt habe.
     
    #7
    glashaus, 9 März 2009
  8. many--
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    Ich war 6 Jahre alt damals. Da war irgendwas im Fernsehen, und die Erwachsenen waren komisch drauf und haben gesagt, das wäre total wichtig. Später hat mein Vater mir dann erklärt, dass Deutschland jetzt wieder das größte Land der Erde werden würde :zwinker:

    Ich habe damals absolut nicht verstanden, worum es ging, aber die ganz besondere Atmosphäre des Mauerfall-Tages ist mir im Gedächtnis geblieben.
     
    #8
    many--, 9 März 2009
  9. User 67627
    User 67627 (46)
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    vergeben und glücklich
    Dann gehör ich wohl zu der Generation, die das schon bewusst wahrgenommen hat mit fast 20 :zwinker:

    Ich war damals sehr überrascht. Ich hab das ganze erst durch das Fernsehen mitbekommen und konnte es gar nicht richtig glauben. Man starrte die ganze Zeit in die Röhre und konnte nicht wirklich verstehen, wie es dazu jetzt gekommen ist.

    Obwohl ich die Berichte über Grenzgänger in Ungarn mitverfolgt hatte, dachte ich doch nicht wirklich daran, dass sich was ändern würde.
    Aber man wurde ja eines besseren belehrt.
     
    #9
    User 67627, 9 März 2009
  10. happy&sad
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    nicht angegeben
    Ich kann mich, obwohl ich alt genug wäre, eigentlich gar nicht an den Mauerfall erinnern. Eigentlich stimmt 'eigentlich' gar nicht, denn ich kann mich überhaupt nicht daran erinnern. Ich wohne nicht in der Nähe der ehemaligen Deutsch-Deutschen-Grenze, habe deshalb keinen wirklichen Kontakt gehabt. Zwar wohnt ein Teil meiner Familie in der ehemaligen DDR, aber die habe ich nie besucht und sie selbst erst vor wenigen Jahren kennen gelernt.
    Wenn meine Oma hinüber fuhr sagte sie, dass sie ihre Familie in Ostdeutschland besuchte. Für mich bedeutete das einfach, dass ihre Familie im Osten von Deutschland wohnte. Dass es nicht zur BRD gehörte wusste ich nicht.
    Beim Fall der Mauer war ich 6 Jahre alt und gerade erst in der ersten Klasse. Dort lernten wir noch nichts über Politik und ähnliches, sondern waren gerade mal bei der Schreibschrift angelangt ;-).
     
    #10
    happy&sad, 9 März 2009
  11. User 56700
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    Ich wohne auch ganz und gar nicht in der Nähe der ehemaligen innerdeutschen Grenze- es sind sicher mindestens 400km bis zum nächsten Punkt- aber dennoch waren hier im Ort damals alle Sporthallen überfüllt und man merkte schon als Kind dass irgendwas großes passiert sein muss.
    Ich glaube es ging damals sogar ein Aufruf durch den Ort die Leute aus dem Osten aufzunehmen, was meine Eltern auch getan haben.
     
    #11
    User 56700, 9 März 2009
  12. *Mario*
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    vergeben und glücklich
    Ich war damals gerade 12 Jahre alt geworden und erinnere mich daran, dass ich den Mauerfall im Fernsehen gesehen habe. Was ist dabei empfunden haben, weiß ich nicht mehr.

    Bei den Juffis (DPSG-Pfadfinder) wurden in der Stufenzeitschrift ein Wettbewerb gestartet, bei dem man aus den Konturen der BRD und der DDR eine Zeichnung machen sollte. Ich erinnere mich da an eine Hexe mit Rucksack :zwinker:

    In meiner Kindheit war die DDR eher in der Weise präsent, dass wir beim Ostsee-Urlaub auf den Priwall gefahren sind und aus der Ferne DDR-Wachposten sehen konnten. Ach ja: und meine Großtante (aus der DDR geflüchtet) schenkte mir mal ein Bilderbuch aus der DDR. Außerdem war es bis 1989 am Tag der deutschen Einheit (17. Juni) immer schön warm :smile:
     
    #12
    *Mario*, 9 März 2009
  13. ülpentülp
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    Off-Topic:
    in der DDR war es an diesem tag immer regelrecht "heiss" :zwinker:
     
    #13
    ülpentülp, 9 März 2009
  14. *Mario*
    *Mario* (39)
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    vergeben und glücklich
    Off-Topic:
    Aber wir konnten nach Holland an den Strand :zwinker:
     
    #14
    *Mario*, 9 März 2009
  15. happy&sad
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    nicht angegeben
    Bei uns war das eben nicht so. Ich wohnte in einem kleinen Vorort in dem jeder jeden kannte und da kam keine Flut von Leuten an. Zu keiner Zeit. Das lag nicht daran, dass ich es mit 6 Jahren nicht gemerkt hätte. Es war wie gesagt ein kleiner Vorort. Die Turnhalle war zwei Minuten Fußweg entfernt, die Kirche fünf Minuten. An beiden bin ich täglich vorbeigegangen auf dem Weg zu meiner besten Freundin. Davon abgesehen ist unser Sport- und Religionsunterricht nie ausgefallen (leider) und ich denke nicht, dass man die ganzen Leute verscheucht hat, nur damit 15 Kinder Fußball spielen können.

    Flüchtlinge können ja auch gar nicht in jeder Stadt gewesen sein, immerhin ist nicht jeder Bürger der ehemaligen DDR sofort geflüchtet als es die Möglichkeit dazu gab.

    Es ist nicht auszuschließen, dass in der nächsten Stadt Leute aufgenommen wurden, aber in unserem Vorort nicht. Wie soll ich es also mitbekommen haben? Wenn einem niemand etwas erzählt, man keine Veränderung in der Umgebung sieht und nicht grade mit 6 gerne Tagesschau guckt erfährt man davon einfach nichts.
     
    #15
    happy&sad, 10 März 2009
  16. Mars78
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    Wir wohnten direkt an der Grenze und ich hab dann im Fernsehen gesehen,was dort an der Grenze los war. Eine Trabbikolonne gen Westen die von tausenden mit Sekt begrüsst wurden. von dem Tag an war in den nächsten Wochen die Stadt voll mit Trabbis und es stankt übelst. Der Aldi gegenüber war ratzekahl leergekauft. Ein Trabbi bis unters Dach gefüllt. Die Regale waren nur noch mit Pappe gefüllt. Wir mussten ans andere Ende der Stadt zum einkaufen, aber irgendwie war man froh und freute sich drüber. Einige waren richtig Irre. Aufm dem Markt kam uns jemand entgegen und drückte meiner Mutter, ich war 12, eine Banane in die Hand und sagte, für den kleinen, der kennt soetwas ja nicht.

    Ein Arbeitskollege hatte das nich so mitbekommen auf einer Feier und kam ziemlich angetrunken heim und wunderte sich wieso in der strasse so komische Pappautos stehen, bis er in die Tür kam und die Verwandten ausm Osten zu besuch waren.

    Nach dem Beitritt der fünf neuen Länder,kam dann aber langsam einige negative Auswirkungen zu Tage. durch bis zu 50% Förderung wanderten ganze Betriebe ab ein paar Kilometer hinter die Grenze und billige Handwerker überschwemmten den Markt. die Wirtschaft die vorher zwar gefördert war mit Zonenrandförderung wanderte also weiter und war vorher eh nicht wirklich stark vertreten.(Wer baut große Industribetriebe auch direkt in der Kriegszone im kalten Krieg). So langsam normalisiert sich das aber und die Wirtschaft wächst.Sei es der Hafen der boomt, der Flughafen der ausgebaut werden soll oder die Medizinsparte die langsam stetig wächst. Es entsteht soetwas wie eine große Wirtschaftsregion, auch wenn es noch viele Hürden in den Köpfen gibt
     
    #16
    Mars78, 10 März 2009
  17. Tinkerbellw
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    nicht angegeben
    Also meine Erinenrungen an die Zeit sind eher gering (war 1989 auch grade mal in der ersten Klasse!). Durch ein Preisausschreiben bei dem es ein Luftballonwettfliegen gab(der ballon meiner Schwester verflog sich in den Osten und eine ostdeutsche Familie meldete sich, da sie sich nicht direkt trauten die Karte zurückzusenden) hatten meine Eltern Kontakt zu einer Familie aus dem osten. Nach dem Mauerfall besuchten sie uns und ich als Kind kann mich nur noch daran erinnern, wie wahnsinnig schnell Mamas selbst gemachter kirschkuchen da verschwunden war(und ich aß damals sehr schnell Kuchen). Ein jahr später waren wir dann auch im osten, erst bei einer entfernten Tante(man waren die Häuser da drüben alle baufällig, aber meine Schwester und ich aben viel billiges Ostspielzeug bekommen(Laubsägen, perlen zum Ketten auffädeln) ) und dann bei.oa. aufgeführter Familie. Die hatten einen bauernhof und ich fands toll da! nur bei den Mädels im Bett schlafen mochte ich nicht so!
     
    #17
    Tinkerbellw, 10 März 2009
  18. Bärchen72
    Bärchen72 (44)
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    Ich habe noch in guter Erinnerung, dass schon ein oder zwei Tage nach dem Mauerfall sehr viele Trabbis in unserem Städtchen waren, obwohl wir hier nicht gerade im Zonenrandgebiet sind.
     
    #18
    Bärchen72, 10 März 2009
  19. User 77547
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    Ich bin im tiefsten Westen aufgewachsen und hatte eigentlich kaum Berührung zur DDR. Klar, bei der obligatorischen West-Berlin-Klassenfahrt aller baden-württembergischen SchülerInnen, haben wir auch einen Tag im damaligen Berlin (Ost) verbracht.....das war für mich aus verschiedenen Gründen einerseits total spannend aber auch irgendwie total bedrückend. Ich hab mich dort fremder gefühlt als z.B. in Paris oder Rom einfach deswegen, weil ich das Gefühl hatte, ich kenn die "Regeln" nicht, nach denen das alles dort funktionierte. Ich hab mich auch gleich mehrfach "in die Nesseln gesetzt" z.B. weil ich am Grenzübergang Friedrichstraße gegenüber dem DDR-Grenzer den (West-)-Begriff "Zwangsumtausch" verwendet habe, anstelle des offiziellen DDR-Begriffs, was den Grenzer doch ziemlich verärgert hatte, oder: als ich in einem Buchladen nach einer Plastiktüte für meine "Beute" gefragt habe und genervt darauf hingewiesen wurde, dass die DDR ökologisch auf der Höhe sei und es nur Papiertüten gebe.....mein Gott war mir das peinlich.:zwinker:

    Mein 2. Kontakt zur "DDR" war auf einem Campingplatz in Krakau. Da hat ein DDR-Pärchen sein Zelt neben unserem aufgestellt und wir haben den Abend gemeinsam verbracht und uns die Welt erklärt. Das war echt prima! Da hab ich viel erfahren.

    Den Mauerfall hab ich in einer Kneipe erlebt. Die Bedienung hat es uns gesagt, als sie mir und einem Kumpel das Bier brachte.
    Ich bin dann ziemlich bald nach Hause und habs mir im Fernsehen angeschaut, weil ich es zunächst kaum glauben konnte. O.K. man wusste ja, dass da was im Busch ist (Grenzöffnung in Ungarn, die Sache in der Botschaft in Prag, die Demos in der DDR etc.) aber irgendwie war die eigentliche Maueröffnung dann doch ziemlich überraschend.
    Ich habe mich dann noch mit einigen Freunden getroffen und wir waren echt ziemlich aufgeregt und aufgewühlt. Drei aus meiner Clique (2 Jungs, ein Mädel) haben sich dann spontan entschlossen, gleich nach Berlin zu trampen (ca. 600 km), um sich das ganze anzuschauen. Die haben das dann auch gemacht. Mir war das aber in dem Moment zu blöd. Einerseits fand ich das alles zwar auch sehr schön und berührend, dieser "nationale Rausch", hat mich aber gleichzeitig auch etwas abgeschreckt. Deswegen bin ich nicht mitgefahren. Ich fand, das sollte man mal alles ein wenig "nüchternener" sehen....naja, da hat mein Kopf ein wenig versucht, die Herrschaft über mein Gefühl zu bewahren.

    Witzig war es übrigens auch, als man die ersten Trabis auf den Straßen meiner Heimatstadt sichten konnte...wenn ich mich recht erinnere, war das eigentlich ziemlich gleich am nächsten Tag.

    Ich bin dann aber auch im Dezember nach "drüben" gefahren: nach Thüringen und dann nach Berlin.....und ich muss schon sagen, dass war ein tolles Erlebnis. Mich hat das alles mächtig fasziniert. Ich konnte gar nicht genug von den Menschen erfahren.


    Was mir übrigens besonders als DDR-typisch in der Erinnerung geblieben ist: Der Geruch nach Braunkohlefeuer. Den gabs bei uns zu Hause überhaupt nicht. Das hatte ich noch nie gerochen.
     
    #19
    User 77547, 10 März 2009
  20. MrShelby
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    Ich kann mich noch daran erinnern, dass meine Großeltern nach der Wende in der ehemaligen DDR waren, und das nicht mehr gültige ost-Geld als "Andenken" mitgebracht haben. Im direkten Vergleich wiegen heutige Euro- und Centmünzen dagegen aber Tonnen. Die DDR-Münzen wogen echt nix...

    Den Fall der Mauer habe ich am Fernseher mitbekommen, wobei mir nicht klar war, was da gerade vor meinen Augen passiert ist. Menschen lagen sich in den Armen und haben sich gefreut...klar...aber die Zusammenhänge habe ich nicht verstanden.

    Später sang dann David Hasselhoff an der Mauer "Looking for freedom", und im (englischsprachigen) Ausland, entstand der Mythos, dass der David am Fall der Mauer "schuld" war ;-)
     
    #20
    MrShelby, 10 März 2009

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