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an alle MUttis: Geburt

Dieses Thema im Forum "Schwangerschaft, Geburt & Erziehung" wurde erstellt von Mieze, 30 August 2005.

  1. Mieze
    Mieze (31)
    Sehr bekannt hier
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    vergeben und glücklich
    Hallo!
    Mich würde mal interessieren, wie eure Geburten verlaufen sind, bitte beschreibt das doch ein wenig, auch Schmerzen, Komplikationen, eventuelle Medikamente, natürlich geboren oder Kaiserschnit, usw. alles rund um eure Geburt!
    Würde mich sehr über ein paar Berichte freuen :smile:
    lg Mieze
     
    #1
    Mieze, 30 August 2005
  2. Beastie
    Beastialische Beiträge
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    waaaaaarum willst du das wissen???????

    ------------------------------------------

    dieser geburtsbericht is von stefan geschrieben

    Am 02.10.2004 um 19:31 Uhr war es soweit, Xander Leon hat das LIcht der Welt erblickt.

    Nina hatte seit 2:23 Uhr Samstagmorgen Wehen und wir sind um 7:45Uhr zum ersten Mal ins Krankenhaus gefahren zum CTG.
    Nachdem sich bei dieser Untersuchung rausstellte, daß sich der Muttermund nicht weiter Geöffnet hat als er so schon war, wurden wir wieder nach Hause geschickt und Nina bekam noch Zäpfchen zur Entspannung mit.

    Wir waren so gegen 9 Uhr wieder zu Hause und wir haben dann eine kleinigkeit gegessen.
    Nina wollte sich dann Hinlegen und hat sich vorher aber noch so ein Zäpfchen gegönnt.
    Sie wollte gerade einschlafen da fing das Zäpfchen auch schon an zu wirken, Nina ist dann aufgestanden und im Kinderzimmer auf und ab gegangen bis ich sie dazu gedrängt habe ihre Hebamme "Alex" anzurufen.
    Unsere Hebamme selber hatte keine Zeit, also sollten wir ins Krankenhaus zu einer anderen Hebamme aus der gleichen Hebammenpraxis gehen.
    Als wir dort ankamen und uns bei Pat, die andere Hebamme, meldeten sagte sie gleich das wir Nina im Krankenhaus anmelden sollen da sie dort bleiben wird.

    Nach dem ganzen Papierkram in der Anmeldung ging Nina erstmal für knapp eine Stunde in die Badewanne zur entspannung.
    Ich ging kurz nach Hause um noch ein paar kleinigkeiten zu holen, sind ja nur 150 m bis zum Krankenhaus von uns aus.
    Als ich wieder im Krankenhaus ankam war unsere Hebamme auch wieder anwesend und hat sich mit Nina unterhalten.
    Kurze Zeit später wollte Nina dann auch aus der Wanne raus, was dann auch passierte.

    Mittlerweile war es so gegen 13 Uhr,
    Alex Untersuchte Nina dann noch mal und stellte Fest das sich Muttermundtechnisch noch nicht viel verändert hat, Nina hatte zu dem Zeitpunkt schon 11 Stunden Wehen hinter sich.
    Nina ging im Kreissaal auf und ab, hin und her und die Wehen versuchten was zu bewirken, aber es passierte nix.
    Gegen 15 Uhr wurde dann Unterstützt mit einem Wehentropf, wurde langsam von 15ml/h auf 60ml/h hochgefahren. Ab 30ml/h meinte die Hebamme das wir uns jetzt in der Geburt befänden auf Grund der Wehenstärke.
    Man konnte auf dem CTG ganz gut sehen das die Wehen da waren und auch sehr heftig waren. (Digitalanzeige meist so um die 86 )

    Gegen 16:45 Uhr rief unsere Hebamme den Frauenarzt an um weiteres zu besprechen.
    Als sie wiederkam hatte sie 2 Möglichkeiten die wir ins Auge fassen konnten.

    1. Abbrechen und es als Wehenbelastungstest abtun und warten ob es am nächsten Tag vielleicht besser geht.

    2. Die Blase sprengen lassen.

    Nina und ich haben uns dann für den künstlichen Blasensprung entschieden, Nina wollte es endlich hinter sich haben weil sie absolut fertig war.
    Gut um genau 17 Uhr wurde die Fruchtblase geöffnet und kaum 2 Minuten später fingen die Wehen an richtig Heftig zu werden.
    Im Gesicht unserer Hebamme sah ich jetzt erleichterung aber auch hoffen das es vorangeht, sie meinte das in der nächsten Stude die Entscheidung steht was weiter passieren wird.

    Um 18 Uhr war dann der Frauenarzt mit der Hebamme zusammen anwesend und untersuchten Nina.
    Der Frauenarzt hat uns dann erklärt das wir 2 Möglichkeiten hätten, da jedes mal in der Wehe die Herztöne von Xander runtergingen sich aber nach der Wehe wieder sehr schnell stabilisierten und man schon eine sogenannte Geburtsgeschwulst am Kopf ertasten kann, könne man es versuchen und hoffen das Xander in den nächsten Stunden auf normalen Wege kommt oder man zum Kaiserschnitt greift.

    Wir haben uns für den Kaiserschnitt entscheiden, Nina konnte und wollte auch nicht mehr, sie hatte zu dem Zeitpunkt schon seit 16 Stunden Wehen und noch nicht eine Minute geschlafen.

    Um 18:30 Uhr wurde dann langsam alles vorbereitet, Nina musste unter starken Wehen die ganzen Formalitäten machen, besser, das was ich beantworten konnte habe ich gemacht, nur Dinge die ich nicht wusste musste Nina machen und Unterschreiben musste sie auch alleine.

    Als ich um ca. 19:20 Uhr in den Op dazugeführt wurde lag Nina schon komplett verkabelt auf dem OP-Tisch.
    Es wurde noch schnell geschaut ob Nina etwas merkt und dann fingen sie an zu operieren.
    Ich saß am Kopfende und hab mich mit Nina unterhalten und der Anästhesist hat alles genau erklärt was sie gerade machen.

    Um 19:31 Uhr wurde Xander dann geboren, leider war es nicht möglich das ich die Nabelschnur durchschneiden konnte.
    Nina wurde dann weiterversorgt und die Hebamme ist mit Xander dann kurz rausgegangen und hat ihn untersucht zusammen mit den Anästhesisten.
    Als alles in Ordnung war hab ich mich von Nina verabschiedet und bin mit Xander und der Hebamme wieder runter gegangen.
    Unten wurden dann Fussabdrücke genommen und er wurde vom Kinderarzt untersucht, U1 halt.
    Nachdem das alles geschehen ist, haben wir ihn angezogen und gut eingepackt.
    Sind dann mit ihm auf die Intensivstation zu seiner Mama gegangen.
    Nina lag auf der Intensiv wegen ihrem Kreislauf und der Spinal Anästhesie, sie war nach dem ganzen Streß dem Schlafmangel einfach zu fertig.
    Ihr geht es aber sonst sehr gut und Xander hat die Nacht auch bei Ihr verbracht.

    Ich bin gegen 21 Uhr nach Hause gegangen, da Xander und Nina sehr müde waren und ich nicht blöd rumstehen wollte.

    Ich hab die Familie noch Informiert und bin dann auch ins Bett gegangen.

    Mit 4080g und einer Größe von 54 cm sowie einem Kopfumfang von 35,5 cm präsentiert er sich nun auf den Bildern....


    und nun kommt noch der KS wie ich ihn erlebt habe...
    ich hatte presswehen bei 3 cm mumu und musste die zwei std aushalten, bis fa gesagt hat: entweder weiter aushalten ohne aussicht auf erfolg, oder KS...
    ich hatte nur noch einen wunsch: aufschneiden!!

    dann hat mich der fa über die risiken eines KS aufgeklärt *nerv*, dann der anästhesist mit nem riesen fragekatalog... halloo???? ich hab presswehen!!!*arrgghh*

    dann wurde katheder gelegt (was ich als total angenehm empfand, weil ich alle zwei minuten - und dass is NICHT übertrieben - aufs klo musste), ich wurde umgezogen, kam dann innen op.. mein mann war weg.. meine hebi auch (beide umziehen)und ich war ganz allein .. naja, nich ganz allein.. da waren ganz liebe op-schwestern und mein fa und der anästhesist war auch wieder da*g*

    um 19:20 ca haben sie das messer angesetzt und um 19.31h sagte das kreissaalteam im chor: was für ein brocken!!! und xander war geboren
    da ich nur eine spinale hatte, hab ich xander gleich gesehen, meine hebi is dann aber mit ihm raus, wegen absaugen usw...
    dann kam sie wieder und wir konnten ihn länger sehen...
    stefan is dann mit ihr mitgegangen, zur u1 und anziehen usw
    ich wurde inzwischen zugenäht und kam dann in die aufwach-intensiv...

    als alex (hebi), stefan und xander reinkamen war mein erster satz: ich glaub ich muss brechen.. und ich brauch was gegen das zittern (die zitterei is echt ätzend, wenn sich die hormone umstellen), sonst kann ich den kleinen nich halten
    hab also zwei spritzen in meine braunüle bekommen und übelkeit und zittern war sofort weg
    xander wurde dann angelegt und alle sind irgendwie gegangen
    dann kam ne schwester und hat mich überall da unten (bauch, scheide, oberschenkel) gewaschen, hat mir nen wehentropf und nen schmerztropf gelegt
    die beiden hatte ich bis zum nächsten morgen... meine spinale war gegen 22h ca weg
    wenn der schmerzmitteltropf alle war, hatte ich schon ganz schön wehenschmerzen .. aber die narbe bzw den schnitt hab ich nich gemerkt.. der bauch is ja auch ohne betäubung komplett taub (bei mir heute noch um die narbe)
    am nächsten morgen wurden beide tropfs abgemacht und die schwester sagte, wenn ich noch schmerzmittel brauche, soll ich es früh genug sagen, wenn der schmerz richtig da is, schlagen sie nich mehr an
    10 minuten später hab ich nach der schwester geklingelt
    hab dann noch ein paar tropfen bekommen und danach brauchte ich nix mehr
    bin am morgen nach dem KS um 7h aufgestanden (mit hilfe der schwester - falls der kreislauf zusammenbricht) und hab mich gewaschen (alleine)

    schmerzen hatte ich so keine, nur auf der seite liegen war doof (bauch sowieso), da hab ich ein stillkissen benutzt, und beim aufstehen musste ich den bauch festhalten, lachen, niesen und husten tat weh

    aber nach 5 tagen bin ich schon wieder rumgesprungen als wenn nix gewesen wäre
    ich war auch sonntag mittag (samstag abend war der KS) eigentlich schon wieder so ganz fit.. hatte nur noch diese drenage im bauch.. die hat genervt, weil ich ja den beutel überall mit hinschleppen musste

    also alles in allem empfand ich es schon als positives erlebnis... auch wenn ich lieber spontan gebiert hätte und es auch beim nächsten wieder versuchen werde
     
    #2
    Beastie, 30 August 2005
  3. Ceraphine
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    also ich hab meinen sohn per notkaiserschnitt zur welt bringen müssen, hatte das hellp syndrom plötzlich nachts bekommen...
    war die hölle pur wären beide beinahe gestorben...
     
    #3
    Ceraphine, 30 August 2005
  4. Sandy22w
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    1. Geburtsbericht - Tady Seán:


    Los ging es um 23:11 Uhr als meine Fruchtblase sprang, ich hatte von jetzt auf gleich auch direkt Wehen und hab erstmal am ganzen Körper gezittert. Habe mich doch etwas erschreckt, obwohl ich ja wusste das es jeden Moment los gehen könnte, immerhin war ich bereits 8 Tage überm ET. ​

    Da mein geliebter Schatz die halbe Ladung Fruchtwasser abbekommen hatte, ist er erstmal duschen gegangen und ich hab noch schnell ein paar Sachen gepackt, z.B. Zahnbürste, Bürste, usw.! Dann hat Schatzi noch die Omis und Opis verständigt und wir sind zum KH gefahren.

    Dort angekommen wurde erstmal CTG gemacht und mein Muttermund kontrolliert. Der war bereits 4 cm geöffnet. Die Krankenschwestern dort riefen die Hebamme an und wir durften dann nach dem CTG noch auf dem Flur auf und ab laufen bis die Hebamme dann kam.

    Als sie da war, ging es direkt ab in den Kreissaal. Ich bekam einen Einlauf und sollte mich dann 15 Min. aufs Örtchen begeben ;o)! Mein Mann setze sich daneben und wir machten noch unsere Späßchen. Stark waren die Wehen noch nicht wirklich, aber sie wurden schnell stärker. Irgendwann hab ich mich dann hingelegt weil ich nicht mehr stehen konnte und wollte, und dann bekam ich auch die ersten Schmerzmittel.

    Leider machten mich die Schmerzmittel mehr müde als alles andere und ich hab nicht mehr wirklich viel mitbekommen, nur die Schmerzen und die fand ich fast unerträglich.

    Irgendwann nach einer halben Ewigkeit (so kam es mir zumindest vor) durfte ich dann mitpressen. Der Oberarzt kam dann auch noch dazu und eine Ärztin. Als der Kopf raus kam hab ich erstmal fast hyperventiliert ;o), so das mich alle erstmal beruhigen mussten. Nach ca. 5-6 Presswehen war Tady dann da. Er wurde mir gleich auf den Bauch gelegt.

    Ich hatte zum Glück nur 2 leichte Abschürfungen die kurz genäht wurden, ansonsten ist alles bestens verlaufen, und die gesamte Geburt vom Blasensprung bis er schließlich da war, hatte nur 3 1/2 Std. gedauert.

    Tady wurde dann gebadet, gemessen und gewogen, und dann bekam ich ihn wieder in die Arme.

    2. Geburtsbericht - Mishale Angelina:


    Ich hatte durch XXX schon öfter Wehen bekommen, die auch eigentlich immer was bewirkt hatten am MuMu, außer 1x. Die Wehen waren zwar schon stärker, hatten aber nichts gebracht. Das fand ich so enttäuschend das ich mir gedacht hab das ich einfach abwarte bis es von allein los geht.
    Naja, dann war ich aber am ET und dachte mir das ich noch einen weiteren Versuch starte. Und siehe da, nach ca. 30-45 Min. kam die erste Wehe. Aber ich wollte erstmal abwarten, weil ich öfter Wehen hatte die nach 2-4 Std. wieder weg gingen. Hab mir dann also gedacht das ich am besten ein bisschen was tue um die Wehen zu fördern. Hab angefangen zu fegen und sie wurden auch immer stärker und häufiger, so das ich ca. alle 3-4 Min. inne halten musste. Trotzdem hab ich noch alles fertig gemacht und dann mal so langsam meinem Mann gesagt das wir besser mal ins KH fahren sollten. Hab mich und meinen Sohn dann fertig gemacht und mein Mann hat einen Freund angerufen damit der zum KH kommt um dort unseren Sohn abzuholen.
    Im Auto wurden die Wehen dann immer schlimmer und ich hatte schon einen Druck nach unten, mein Mann ist gefahren wie ein Schwein und hat auf der Autobahn nicht nur links überholt sondern auch rechts !
    Im Kreissaal angekommen hat die Hebamme dann erstmal nach meinem MuMu getastet und fragte dann seit wann ich denn Wehen hätte, ich sagte "Seit ca. 1 Std." und sie meinte "Wie schnell wollen sie denn entbinden? Ist fast vollständig geöffnet". Der Arzt machte nur noch kurz US und die Hebamme CTG, dann durfte ich endlich mitpressen. Nach 3x pressen war unsere Maus dann endlich da, wir waren gerade mal 45 Min. im KH gewesen.
    Sie kam gesund um 14:27 Uhr, mit 3060 g, 50 cm und 34 cm KU auf die Welt!!!
    Ich war fit wie ein Turnschuh, und bis auf eine leichte Abschürfung die mit 4 Stichen genäht wurde, war alles perfekt. Ich empfinde diese Geburt als echte Traumgeburt, und wäre die erste schon so gewesen, dann hätte ich vor dieser gar keine Angst gehabt!

    Da die komplette Station belegt war und kein Bett mehr frei war, haben wir es kurzerhand ambulant gemacht, und ich durfte nach 5 Std. heim.


    --------------------------------------------------

    Hab ich nur alles schnell kopiert von meiner HP, also alles sehr ausführlich!
     
    #4
    Sandy22w, 31 August 2005
  5. Beastie
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    irgendwie find ich das schon ein bischen frech *g*.. :zwinker:
     
    #5
    Beastie, 31 August 2005
  6. Sandy22w
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    Findest??? Naja, so bin ich halt *g* :tongue:
     
    #6
    Sandy22w, 31 August 2005
  7. ...oleander...
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    Bin zwar "nur" der Vati *fg*...

    ...war aber bei beiden Geburten dabei.

    In Kurzform:

    1. Baby:

    unverhoffte Geburt (zu früh), Frau war schon vor mir im Krankenhaus. Anruf auf dem Handy. Schnell noch heim, Koffer holen. Als ich in den Kreißsaal kam, schon heftige Wehen, Frau kann aber noch aufstehen.

    Kurzes Gespräch mit dem Arzt: alles im grünen Bereich. Wehenschreiber und Herztonmesser werden angeschlossen. Kurze Zeit später geht es richtig los. Bei jeder Wehe rutscht das Baby einige Millimeter oder Zentimeter tiefer. Baby "arbeitet" (preßt) mit, gutes Zeichen (Herztöne des Babys fallen bei jeder Wehe deutlich ab).

    Frau hat starke Schmerzen (Wehen kommt von "weh"), nach einiger Zeit kaum noch ansprechbar, kann sie aber trotzdem unterstützen (Halten eines Beins beim Pressen, ihr sagen, wann sie aufhören soll mit Pressen - zwischen den Wehen), wie sie mir nachher sagte.

    Problem: Baby kommt nicht durch, liegt verkehrt herum (Kopf zwar unten, Gesicht aber nach oben = "Sternengucker"). Dammschnitt erforderlich - machen Arzt und Hebamme aber sehr routiniert. 5 Minuten später ist der kleine da. Mutter schlagkaputt, kann die Situation noch gar nicht richtig begreifen.

    2. Baby:

    Wehen setzen zu Hause ein, wie es in den Büchern steht, wie Bauchkrämpfe. Wir essen noch zu Mittag, dann ins Krankenhaus. Untersuchung: Dableiben, Baby kommt. Noch etwas herumlaufen, dann in den Kreißsaal. Wehen werden stärker - ich kann Frau unterstützen (festhalten) beim in die Knie gehen, so lassen sich die Schmerzen am besten aushalten. Wehen werden noch stärker, Frau legt sich hin. Starke Schmerzen, aber alles OK. Ca. 30 Minuten pressen, Baby ist schon fast da, aber kommt nicht durch. Dammschnitt erforderlich, dann noch 1x pressen und er war da.


    Fazit: 2x ohne (größere) Komplikationen, 2x natürliche Geburt, 2x keine Betäubung, 2x starke Schmerzen (ich möchte es nicht erleben und bewundere seitdem in dieser Beziehung jede Frau, die das hinter sich gebracht hat). Dauer: 1. Geburt 3 Stunden, 2. Geburt 3,5 Stunden (nach Eintreffen im Krankenhaus).

    Tips: vorher die Informationsveranstaltungen der Krankenhäuser besuchen, sich mit den Betäubungsmöglichkeiten auseinandersetzen (ggf. separaten Termin mit dem Anästhesist vereinbaren) und darüber sprechen.

    Ich würde immer eine Geburt im Krankenhaus mit Kinderklinik wählen, um bei Komplikationen auf der sicheren Seite zu sein.

    Gruß

    oleander

     
    #7
    ...oleander..., 2 September 2005
  8. Juicyle
    Juicyle (32)
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    Verheiratet
    Ich hab mir auch mal erlaubt meinen Geburtsbericht zu kopieren. Alles in allem kann ich aber sagen das die Geburt nicht besonders schön war und ich das nächste mal von vornherein vieles anders machen werde aber seht selbst....


    Geburtsbericht von Philipp *29.12.2004

    Alles begann am 28.12.2004 um 20uhr damit, dass mir nachdem ich seit 16uhr im Bett gelegen und geschlafen hatte die Fruchtblase platzte. Ich lag grad im noch im Bett und wartete das sich der Bauchbewohner bewegt als ich so ein “plupp“ im bauch spürte und ich dachte noch das so wohl das Gefühl sein müsste über das ich im netz gelesen hatte, das manche Frauen beim Blasensprung beschrieben hatten.

    Dann bin ich aufgestanden weil sich im bauch nichts rührte und plötzlich merkte ich wie mir etwas warmes zwischen den Beinen rauslief und ich lief schnell ins Bad weil ich doch daran dachte wie ich gelesen hab das Fruchtwasser so schlimme Flecken gibt *g*
    Dann hab ich mich auf die Toilette gesetzt und erstmal geschaut was da überhaupt rausläuft und ich sah eine durchsichtige Flüssigkeit. Ich bin dann erstmal aufgestanden um zu schauen ob es dann weiterläuft oder ob es nur eine Ansammlung von Ausfluss war aber es lief weiter und somit atmete ich tief durch und rief Ronny auf der Arbeit an das er nach hause kommen muss weil mir die Fruchtblase geplatzt ist. Mir hat dabei so die stimme gezittert vor Aufregung aber Ronny war ganz ruhig und meinte nur er kommt jetzt und ich soll im Kreißsaal anrufen.
    So rief ich dann im Kreißsaal an und sagte der Hebamme das mir eben die Blase geplatzt sei und mein FA nichts davon gesagt hatte ob der Kopf fest im Becken war oder nicht, nur das der Kopf tief liegt und sie meinte daraufhin das das reichen würde und wir uns zeit lassen können.
    Ich hab dann meine Tasche fertig gepackt und meiner Schwester von dem Blasensprung erzählt, sie musste es aber für sich behalten…
    Ronny kam dann so gegen 21uhr und musste erstmal die Wäsche aufhängen die noch in der Waschmaschine lag und dann ging er noch schnell mit dem Hund Gassi, wir gaben unserer Nachbarin den Schlüssel zu unserer Wohnung und fuhren dann los. Im KKH kamen wir gegen 22uhr an wo wir zum Noteingang mussten weil es schon nach 21uhr war und die schickten uns dann zum Kreißsaal. Dort empfing uns eine Hebamme die wir noch nicht kannten aber sie schien ganz nett zu sein.

    Es wurde dann CTG geschrieben und der Muttermund getastet der bei 1cm war. Am Tag davor beim FA war er noch zu, von daher war ich froh, dass schon etwas passiert war.
    Leider waren die Herztöne auf dem CTG nicht so toll und so wurde ich an den Wehentropf gehangen, da war es ziemlich genau 22.30uhr. Schon bald bekam ich schmerzhafte Wehen…
    Dann stellte die Hebamme fest das mein Becken verschoben war und ruckte an mir rum, zum glück tat das wenigstens nicht weh. Dann machte sie noch irgendwas mit akkupunktur und gab mir irgendwelche Globuli, keine Ahnung wofür die waren.
    Dann versuchte sie auch noch den Muttermund selbst mit den fingern zu dehnen, was wirklich sehr schmerzhaft war, danach war ich richtig weggetreten für ein paar Minuten und sie verpasste mir in der Zeit einen Einlauf der auch noch Wehen anregen sollte…
    Als ich dann vom Klo kam durfte ich mich wenigstens in ein richtiges Bett legen und nicht wieder auf die Liege vom CTG, ich musste aber weiterhin die ganze Zeit auf dem Rücken liegen was die Wehen für mein empfinden noch schmerzhafter machte. Ich schaute auf die Uhr und soweit ich das sehen konnte kamen die Wehen ungefähr alle 1-2 Minuten und ich hatte vor Schmerzen Probleme mit dem atmen. Die Hebamme hat mir dann ein Kirschkernkissen unter den Rücken geschoben damit der wenigstens nicht mehr so weh tut. Um 1uhr hielt ich es dann vor Schmerzen nicht mehr aus und Ronny holte die Hebamme die aber nur meinte was ich denn gedacht hätte wie man Babys bekommt *grummel* Sie gab mir dann aber doch eine Spritze, die allerdings überhaupt nichts gebracht hat ausser das ich in den Wehenpausen dermaßen müde war das ich richtig weggetreten bin. Ich begann dann vor Schmerzen wie wild zu zittern und sie gab mir dagegen wieder Globuli und drehte den Tropf ein wenig runter womit die Wehen etwas nachließen.
    Ronny saß neben mir und hielt meine Hand und hat bei den Wehen immer mit mir geatmet, ich war so froh das er da war.
    Die Hebamme hatte mir ja schon vorher gesagt das es sein könnte das ein Kaiserschnitt nötig wird und nach jeder Wehe sagte ich zu Ronny ich will das ein Kaiserschnitt gemacht wird damit die Schmerzen endlich aufhören und er sagte dann das er die Hebamme holt wenn ich ihr das dann auch sage aber ich wollte nie einen Kaiserschnitt und dachte das ich es schon irgendwie schaffen werde.

    Um 3uhr kam dann die Hebamme rein und untersuchte erneut den Muttermund *autsch* der allerdings nur bei 2cm!!! war und das nach 4,5Stunden Wehen.
    Sie rief dann meinen FA an weil die Herztöne auch immer schlechter wurden und dann kam sie wieder und meinte es wird jetzt ein Kaiserschnitt gemacht, mein FA ist schon auf dem Weg ins KKH. Ich war so erleichtert…
    Dann ging alles ganz schnell, mein FA kam und untersuchte mich auch noch mal. Danach musste ich ein Formular unterschreiben und wurde dann umgezogen, es wurde der Katheter gelegt und alles sowas... Dann fuhren sie mich im Laufschritt zum OP, da hab ich mir zum ersten mal Sorgen gemacht das wirklich etwas nicht zu stimmen scheint. Im OP musste ich mich dann von Ronny verabschieden und mir wurde gesagt, dass ich eine Vollnarkose bekomme weil die am schnellsten geht.
    Dann haben sie mich auch schon in den OP geschoben und ich war noch wach und habe mitbekommen wie mein bauch desinfiziert wurde und ich an alle Geräte angeschlossen wurde, bevor mir der Arzt dann das Narkosemittel spritzte.

    Das nächste woran ich mich erinner ist das ich schon im OP das erste mal wieder aufgewacht bin und einer der Ärzte meinen Namen sagte. Ich hab dann so in entfernter Erninnerung wie ich versorgt wurde von zwei Schwestern und so richtig wach war ich das erste mal als ich schon im Zimmer war. Die ersten zwei male wo ich aufgewacht bin hab ich nur “Aua“ rausbekommen weil mir der bauch weh tat aber was das für ein Schmerz war weiss ich gar nicht mehr. Ich bekam dann zweimal ein Schmerzmittel und als ich dann richtig wach war hatte ich keine starken schmerzen mehr, das war so gegen 5.30uhr.
    Ich fragte dann die Schwester ob Ronny noch da ist weil ich ja gar nicht wusste wie lange ich nun geschlafen hatte und sie meinte erst das er nicht da wäre aber dann meinte sie das er bestimmt noch im Kreißsaal ist und bald kommt, ich solle noch solange schlafen. An mein Baby habe ich in diesem Moment gar nicht gedacht. Erst als Ronny dann mit der Hebamme reinkam und er ein Bündel im Arm hielt fiel mir ein, dass ja mein Baby geboren war.
    Die Hebamme meinte dann „Herzlichen Glückwunsch zu ihrer Tochter, es ist aber gar kein Mädchen“ und ich schaute Ronny an und er meinte auch „Es ist ein Junge“

    Ich konnte es gar nicht glauben weil uns doch zu 90% ein Mädchen beim Feinultraschall vorhergesagt wurde aber mir war es dann egal…
    Ronny kam und legte mir das Bündel in den Arm und da sah ich nun meinen Sohn zum ersten mal. 2,5stunden alt und schon sauber und angezogen. Ich fasste ihn an und wunderte mich wie unglaublich weich er war und wie viele Haare er hatte. Er blieb dann noch kurz bei mir bevor er von den Schwestern abgeholt wurde und Ronny ging dann auch. Ich grübelte statt zu schlafen über einen Namen denn wir hatten ja nur einen Mädchennamen ausgesucht und Ronny hat dann entschieden, dass der Kleine Philipp heissen soll.
    Im Nachhinein habe ich erfahren, dass er nie normal zur Welt gekommen wäre weil er mit dem Kopf schief im Geburtskanal lag und die Herztöne waren so schlecht weil er die Nabelschnur zweimal um den Hals hatte. Er hatte aber trotzdem einen Apgar Wert vom 10/10 *freu*

    Unser Sohn Philipp ist am 29.12.2004 um 3.32uhr per Kaiserschnitt zur Welt gekommen.
    Er wog 3550g und war 52cm groß, der Kopfumfang war 35cm
     
    #8
    Juicyle, 3 September 2005
  9. SottoVoce
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    So, jetzt erzähl ich auch mal von der Geburt vom Keks. Die, die keine starken Nerven haben, sollten das nicht lesen. *lach* Und auch die werdenden Mütter, die Angst vor der Geburt haben, sollten es tunlichst vermeiden. *grins*

    Also, nach ner 23-Stunden-Geburt bin ich wohl nicht das beste Beispiel, denn die meisten Kinder (selbst, wenns die ersten sind) brauchen vielleicht die Hälfte der Zeit. Ich hab mir da vor meiner Schwangerschaft gar nicht so viel Gedanken drum gemacht, und während der Schwangerschaft hatte ich dann meistens andere Gedanken im Kopf. Und ganz am Ende machte sich dann langsam Panik (neben der irren Vorfreude) breit, dass das Kleine ja auch wieder irgendwie "raus" muss. Aber dann hab ich den Gedanken immer lieber wieder weg geschoben, weil ich lieber locker und gelassen an die Geburt gehen wollte, aus dem Gefühl heraus, es dann leichter zu finden, wenn ich nicht so genau weiß, was eigentlich auf mich zukommt.

    Die erste Wehe kam nachts gegen 3 Uhr. Wir waren bei den Eltern meines (damaligen) Freundes, weil er dort die PCs der Firma seiner Mutter einrichtete. Ich war auf dem Sofa eingeschlafen, hatte so ab 1 Uhr (also 2 Stunden) etwa geschlafen, als er mich weckte. Mir fiel als allererstes so eine Art Gefühl auf, als würde ich meine Tage bekommen. Da ist schon 2 Tage über dem ET war, hab ich mir schon Gedanken gemacht, aber mal noch nix gesagt, weil ich keinen falschen Alarm auslösen wollte. Wir haben dann zusammengepackt und das Gefühl ging wieder weg. Dachte also erst, dass es gut war, nichts zu sagen. Im Aufzug zur Tiefgarage zum Auto war das Gefühl wieder da, diesmal stärker. Wieder sagte ich erstmal nix. Im Auto wars wieder weg. Ich begann, aufgeregt zu werden. Wir fuhren etwa 10 Minuten, bis wir daheim waren, und dort im Aufzug zur Wohnung hatte ich das Gefühl wieder. Ich warnte meinen Freund und sagte ihm, dass er wohl schnell schlafen sollte, ich glaube, es gehe langsam los. Er war erst völlig durch den Wind und wollte mich sofort ins KH fahren. Hab mich erstmal total gewehrt. *g* Daheim hat er sich aufs Sofa gelegt und geschlafen und mir noch gesagt, ich soll ihn wecken, wenn ich ins KH will.

    Die Wehen wurden schnell stärker. Ich hatte von Anfang an nicht nur Wehen im Rücken oder Wehen im Bauch (wie es die meisten Gebärenden haben), sondern beides, also so eine Art Rundumschmerz, dem auszuweichen praktisch nicht möglich war. Im Liegen machte ich mich ganz klein und krümmte mich zusammen, wenn mich eine Wehe "überrollte" (passendster Ausdruck), anschließend konnte ich für 2 bis 3 Minuten rumlaufen und mich beruhigen, ehe mich die nächste Wehe zwang, das einzustellen. Ich packte meinen Koffer fürs KH fertig und räumte noch ein bisschen auf. So von 5 bis 6 war ich dann in der Badewanne... *g* Morgens um 8 kamen die Wehen so alle 5 Minuten für etwa eine Minute und ich weckte dann mal meinen Freund, der immerhin 5 Stunden Schlaf hatte. Komischerweise war ich gar nicht müde, obwohl ich ja nur die 2 Stunden am Anfang der Nacht geschlafen hatte. Wir haben dann meine und seine Eltern angerufen und Bescheid gesagt, dass wir ins Krankenhaus gefahren. Ich wurde erstmal untersucht (MuMu auf ca. 2 der 3 cm), kam ans CTG und durfte dann aber noch weiter rumlaufen. Da waren es schon 6 Stunden Wehen, nachdem ich alle Formalitäten über mich hatte ergehen lassen. Ich bezog schonmal das Zimmer und mir wurde der Wehenraum gezeigt.

    Nach 9 oder 10 Stunden (da war es dann 12 oder 13 Uhr) weigerte ich mich, im Krankenhaus was zu Mittag zu essen und lief vor Schmerzen fast Amok. Trotzdem wollte ich erstmal kein Wehenmittel. Da mein Freund kein Mittagessen im KH bekam (nur ich), sind wir dort in die Cafeteria, wo er was gegessen hat. Ich saß dabei und sah ihm zu und versuchte verzweifelt, mir meine Wehen nicht anmerken zu lassen. Danach sind wir in diesen Wehenraum gegangen. Ich konnte die Wehen nur noch auf nem harten Holzstuhl ertragen (in unserem KH gabs diesen Wehenraum, in dem die Wehenmütter sich aufhalten konnten, ich war zu dem Zeitpunkt die einzige da drin), weil ich da meinen Rücken gegen das Holz pressen konnte und dem Schmerz gefühlsmäßig so weniger Angriffsfläche bot. In nem weichen Sessel bin ich fast umgekommen. So gegen 15 oder 16 Uhr (nach 12 oder 13 Stunden Wehen) wollte ich ein Schmerzmittel und bekam zwei so Zäpfchen - die gar nichts brachten.

    Nach 14 oder 15 Stunden heulte ich und "hatte keine Lust mehr" (war abends, etwa 17 oder 18 Uhr). (Hatte ja auch da schon eine ganze Nacht lang fast nix geschlafen.) Ich wollte ein Schmerzmittel haben (also was stärkeres als die Zäpfchen), obwohl ich davor immer überzeugt gewesen war, keins zu wollen. (Da dachte ich aber immer noch, dass das ne relativ "normale" Geburt werden wollte / sollte / würde.) Ich ging nochmal aufs Klo und geriet in Panik, weil ich merkte, dass ich zu bluten angefangen hatte. Also bin ich sofort in den Kreissaal und hab denen das gesagt und auch, dass ichs vor Schmerzen nicht mehr aushalte und dass die Zäpfchen nichts geholfen haben. Bei der Untersuchung, die dann gemacht wurde, ehe ich endgültig in den Kreissaal kam (davor durfte ich noch im Krankenhaus rumwandern, obwohl ich das gar net wollte), kam dann raus, dass mein Baby verkehrt lag und darum alles viel schlimmer ist und so lange dauert (als "Sterngucker", zwar Kopf nach unten, aber Gesicht nach oben). Ich bin dann noch baden gegangen, weil die meinten, vielleicht brauche ich dann kein Schmerzmittel, das hat aber gar nichts gebracht. Wassergeburt, was ich mir davor überlegt hatte, war somit gestorben - die Wehen im warmen Wasser wurden schlimmer statt besser und ich bin in der großen Wanne fast ertrunken. *g* Dann gabs nen Einlauf und ich kam in den Kreissaal.

    Ich wurde gefragt, ob ich ne PDA will, hab das aber vehement verneint. Mit den anderen Schmerzmitteln, die ich dann bekam, wurde es dann besser. Ich war an so nen Tropf angeschlossen und von dem Zeug stand ich irgendwie neben mir. Ich lag auf diesem Bett, meistens irgendwo zwischen richtig wach sein und vor mich hin dösen, und wenn ne Wehe kam, schrie ich alles zusammen und brachte nebenher die Hand meines Freundes um (*sfg* Die war danach ganz blau... *ups*). Danach döste ich für ne Minute wieder weg, bis zur nächsten Wehe... Ich bin eigentlich ein Mensch, der selten Fremden Gefühle zeigt und nur bei einer tiefen Vertrauensgrundlage aus sich raus gehen kann. War mir während der Geburt aber alles egal, ohne Schreien lief nix. *s* Ich hätte das gar nicht lassen können, selbst wenn ich gewollt hätte.

    Dann kam raus, dass die Herztöne immer schlechter wurden, von dem Baby. Man hat da ja das CTG dauerhaft um den Bauch (hatte ich wenigstens), womit man ja dann immer die Herzschläge hört und die Wehenkontraktionen auch. Und immer, wenn ne Wehe kam, wurde der Herzschlag ganz langsam und schwer und schleppend, und anschließend raste es wie verrückt, so, als würde ich es in mir drin "zerquetschen". Danach bekam ich die Wehen nur noch in Form von "Herzschlägen" mit, weil ich nur noch darauf achtete, und total panisch war, bis die Wehe wieder vorbei war. Hab mir sooooo Sorgen um das Baby gemacht! Irgendwann waren die Herztöne dann unter den Wehen völlig verschwunden und irgendeine Warnsirene brachte ein paar Hebammen auf den Plan. Dann wurde die Fruchtblase aufgestochen, etwa 3l Wasser schwappten auf den Boden und dem Baby wurde am Kopf eine Sonde befestigt, die auch die schwachen Herztöne hörbar machte (von der Sonde hat er dann eine kleine Wunde am Kopf, hat man nach der Geburt gesehen). Ich hatte Panik wegen dem Kind. Der Muttermund war da schon seit Stunden konstant auf 6 oder 7 cm... Nix ging vorwärts.

    Das ging ein paar Stunden lang so (da hatte ich dann zum Schluss etwa 20 bis 21 Stunden Wehen gehabt). Dabei wurden die Wehen kaum merklich schwächer und kamen nicht mehr ganz so oft (so alle 5 Minuten). Also wurde mir das Schmerzmittel weggenommen, statt dessen gabs nen Wehentropf. Mir wurde gesagt, wenn der nichts hilft, gibts einen Kaiserschnitt, mein Kind hält nicht mehr lange sowas durch. Ich hätte den Arzt am liebsten angeschrien, ich wolle den Wehentropf nicht sondern gleich einen Kaiserschnitt, ich könne einfach nicht mehr. Ich sagte aber nichts. Irgendwie hatte ich nicht die Kraft dazu, irgendwas zu sagen... Da war es irgendwas zwischen 23 und 24 abends / nachts. Ich schlug mir bereits die zweite Nacht um die Ohren. Von da an hatte ich dann aber fast ununterbrochen Wehen und kaum mehr Zeit zum Luftholen. Ich war gerade dabei, mir die zweite Nacht in Folge um die Ohren zu schlagen und von den vielen Schmerzen total fertig. Und ich durfte kein Schmerzmittel mehr haben und hielt es fast nicht aus.

    Und dann bekam ich Presswehen. Es fühlt sich ja irgendwie einfach so an, als müsse man JETZT SOFORT pressen - und ich durfte nicht, weil der Muttermund noch nicht weit genug geöffnet war (so auf 8cm oder etwas weniger) und sonst der Druck auf das Baby zu groß geworden wäre (war er ja eh schon, darum ja die schlechten Herztöne). Man soll zwar nicht die Luft anhalten, das wusste ich auch, aber anders schaffte ich es einfach nicht.

    Ha! Und dann kam noch der Knüller. Um den Muttermund zu öffnen, massierte die Hebamme ihn. Da gab es außer Schmerzen gar nichts mehr um mich rum, nicht mal Wehen und auch keine Herztöne. Ich hab noch nie so einen allumfassenden, überschwemmenden Schmerz gespürt, auch hinterher nie wieder. Ich möchte das nie mehr erleben. Ich glaube, ich habe das halbe Krankenhaus zusammengeschrien, die Tränen sind nur so runtergelaufen, ich hab außer dem Schmerz NICHTS mehr mitbekommen.

    Aber dann war der Muttermund irgendwann weit genug auf, so auf etwas mehr als 9cm, kurz danach dann auch 10, und ich durfte pressen, und das war dann eine totale Erleichterung. Da spürt man den Schmerz auch irgendwie kaum mehr. Da war der einzige klare Gedanke eigentlich auch nur, jetzt hab ich bald mein Kind!

    Danach ging es rasend schnell, ne halbe Stunde später war der Keks da. Erst kam der Kopf. Kurz eine Pause zwischen zwei Wehen, die Hebamme fragte, ob ich den Kopf fühlen wollte, aber da kam schon die nächste Wehe, ich hatte nicht einmal Zeit zu ner Antwort. Die Hebamme zog am Köpfchen (ich dachte, sie macht das Kind noch kaputt!) und half den Körper seitlich zu drehen, ich presste und das war dann die letzte Wehe... Es war überstanden. Und dann die Panik: Er schrie nicht. Ich sah ihn, wie er "rausflutschte" - seine Haut war dunkellila oder blau - auf jeden Fall unnatürlich. Und dann kam kein Mucks von da unten und gesehen hab ich auch nix mehr. Ich hab nur mitbekommen, dass die Ärzte in Panik ausbrachen, die Hebamme sich so stellte, dass ich nicht sehen konnte und an der Nabelschnur zog, damit die Nachgeburt kommt. Hatte dann noch 2 oder 3 heftige Wehen, dann war die Nachgeburt da - und der Keks schrie immer noch nicht... In mir machte sich lodernde Panik breit. Ein Arzthelfer rannte quer durchs Zimmer und holte irgendwas. Ich dachte, sie saugen damit den Schleim ab - aber das war ein Beatmungsgerät, hab ich später mitbekommen. Sie haben den Keks dann mit Sauerstoff beatmet, und auf einmal holte er laut hörbar, richtig rasselnd, Luft und plärrte los. Ich war noch nie so erleichtert... Er hatte so schlechte Herztöne, weil er die Nabelschnur doppelt um den Hals hatte (er hatte Würgemale am Hals!) :eek:. Und dadurch, dass er als Sterngucker kam, dauerte die Geburt so lange und verursachte darum bei ihm einen akuten Sauerstoffmangel. Im Prinzip ist es ein Wunder, dass er die Geburt überhaupt überlebt hat! Er hat übrigens bis heute leichte Entwicklungsverzögerungen wegen dem Sauerstoffmangel...

    Danach durfte ich ihn gleich haben. Sie legten ihn mir so verschmiert auf den Bauch wie er war und ich hielt meinen Schatz in den Armen. Ich konnte zwar nur laufen, wenn mich wer stützte und war über und über voller Tränen und nassgeschwitzt ohne Ende und zitterte überall, aber ich war ja SOOOO glücklich. :gluecklic Ich hab das alles zwar nicht vergessen. Aber der Moment, in dem man es geschafft, hat, der lohnt alles andere!

    Und ich würde auch noch 20 weitere Kinder kriegen!

    Anschließend: Beim Sitzen tat mir gar nix weh, auch nicht beim Laufen. Aber das aufs-Klo-gehen war ne Zeitlang sehr unangenehm, weil bei mir durch die Falschlage unten rum was eingerissen war (tausend kleine Risse, sternförmig, wurde nicht genäht, die Narben sieht man noch heute sehr deutlich). Nach 3 Wochen war das aber auch mehr oder weniger verheilt und jetzt freu ich mich aufs nächste Kind - und auch auf die Geburt (auch wenn ich ehrlicherweise etwas Angst davor hab...)!

    (Übrigens: Normale Geburten laufen viel, viel leichter ab! *s* Also keine Panik, wenn man das hier liest. *s*)
     
    #9
    SottoVoce, 3 September 2005
  10. Petra85
    Verbringt hier viel Zeit
    262
    101
    0
    vergeben und glücklich
    Das ist echt ein toller Thread! hoffentlich schreiben noch mehr ihren Geburtsbericht hier rein. Mir ist aufgefallen, dass die meisten geschrieben haben, dass die Herztöne des Babys so schlecht geworden sind. Ist das denn normal, dass die Herztöne während der Geburt oft schlecht werden?

    Wie ist das eigentlich, was könnte man denn als "Idealgeburt" betrachten, von der Länge, den Wehen oder was habt ihr denn da schon gehört? :zwinker:
     
    #10
    Petra85, 4 September 2005
  11. *lupus*
    *lupus* (40)
    Verbringt hier viel Zeit
    3.811
    123
    5
    nicht angegeben
    In gewissem Maße kann ein Abfall der Herztöne unter der Geburt bzw. Wehen völlig normal sein. Schließlich wird bei jeder Wehe enormer Druck im Uterus (Gebärmutter) aufgebaut, der zu einer kurzzeitigen Beeinflußung der Durchblutung der Gebärmutter, der Plazenta und natürlich auch des Kindes führt.

    Man muß halt nur immer schauen, wann dieser Abfall der Herzfrequenz auftritt (also schon beim Beginn der Wehe oder erst im Lauf der Wehe) und wie schnell die Herzfrequenz des Kindes wieder ansteigt und ob es zu einer reflektorischen Kompensation (Herzfrequenz steigt nach Ende Wehe auf ein höheres Maß, als vor der Wehe)kommt. Daraus kann man dann schließen, ob es sich um einen völlig harmlosen Abfall handelt oder ob das Kind tatsächlich gefährdet ist.
    Ich hoffe, ich habe Dir Deine Frage beantworten können. :zwinker:
     
    #11
    *lupus*, 4 September 2005
  12. afferl
    Gast
    0
    kann (naturgemäß) auch nur stellvertretend antworten:


    also begonnen hats damit dass mein weibchen in der früh nach dem aufstehen meinte, entweder sei sie inkontinent oder es sei grad die fruchtblase geplatzt...

    wir haben dann noch (rückblickend gesehen) überraschend entspannt geduscht und gefrühstückt und sind dann ins krankenhaus

    dort angekommen haben sie sie ans ctg angehängt und festgestellt, dass die herztöne nicht ganz so regelmäßig sind, wie sie sein sollten...

    langer rede kurzer sinn: nach ner weiteren knappen stunde war unser nikolaus da weil sie ihn per kaiserschnitt geholt haben, war kaum zu glauben wie schnell das geht... vom beginn der op bis zum ersten schrei (subjektiv aus sicht des vaters gesehen) ein paar augenaufschläge und dann hab ich ihn schon schreien gehört
     
    #12
    afferl, 4 September 2005
  13. Juicyle
    Juicyle (32)
    Verbringt hier viel Zeit
    93
    91
    0
    Verheiratet
    Ich denk es liegt auch daran das die Ärzte auf dem US nicht sehen (können die das denn überhaupt sehen?) wenn die Nabelschnur um den Hals des babys geschlungen ist.

    Daher kamen ja bei mir und Sotto die schlechten Herztöne zu stande und ich denke, wenn ich keinen KS gehabt hätte, wäre es auch sehr gefährlich für den Zwerg geworden.
    Vielleicht war es ein Wink des Schicksals das mein Kleiner mit dem Kopf so blöd lag das er nie normal hätte kommen können. Wer weiss, vielleicht wäre er bei der normalen Geburt ja erstickt?!?

    Die Hebamme meinte damals auch das dies bestimmt der Grund war warum die Fruchtblase vorzeitig (normal platzt sie ja erst wenn der Muttermund weit genug geöffnet ist) geplatzt ist, also weil er nicht mehr richtig versorgt wird.

    Es scheint auf jeden Fall häufiger vorzukommen als man denkt...
     
    #13
    Juicyle, 5 September 2005
  14. franziska1986
    Verbringt hier viel Zeit
    124
    101
    0
    vergeben und glücklich
    oh mein gott :tongue:PP total schön geschrieben, trotzdem :smile2:
    mein bruder hatte das auch, nabelschnur um den hals und war blau angelaufen... und hat deswegen probleme mit der motorik.
     
    #14
    franziska1986, 5 September 2005
  15. BlackUnicorn
    Verbringt hier viel Zeit
    55
    91
    0
    nicht angegeben
    @SottoVoce
    Ich hab ja tierische Angst mal wenn ich weiß ich bekomme ein Kind angst vor der Geburt....ich wollte ja eigentlich immer einen Kaiserschnitt um das alles nicht mit zu machen und nachdem ich deinen bericht gelesen habe will ich erst recht einen Kaiserschnitt :zwinker:
    Denn ich glaube die Geburt,die Angst davor ist das einzigste was mich abhält Schwanger zu werden.
     
    #15
    BlackUnicorn, 6 September 2005
  16. ...oleander...
    Verbringt hier viel Zeit
    233
    103
    17
    vergeben und glücklich
    Es gibt auch noch die Tage NACH dem Kaiserschnitt. Und ich könnte mir vorstellen - wenn es einmal soweit ist - wünschst Du Dir dann, Du hättest "regulär" entbunden...

    Im übrigen gibt es die unterschiedlichsten Betäubungen. Wenn Du mal schwanger bist, besuche rechtzeitig die Info-Veranstaltungen und mach einen Beratungstermin mit dem Narkosearzt aus. Wenn Du vorher weißt, wie es laufen soll, ist vieles einfacher.

    Meine Meinung - aus der Sicht eines Mannes.

    Gruß
    ...oleander...
     
    #16
    ...oleander..., 6 September 2005
  17. Angelina
    Gast
    0
    Ochjaaaa...
    also dann erzähl ich auch mal!

    Seit der 26 Woche plagten mich Frühwehen...
    irgendwann bald danach bekam ich nen Pessar gelegt
    worauf hin meine Wehen noch schlimm wurden.
    Als es wieder raus kam in der 37 Woche waren die Wehen danach fast weg.

    Dann fragte ich im EVK nach,
    ob man die Geburt nicht eher einleiten könnte, denn immerhin war ich echt am Ende von den Schmerzen. Ich durfte nur 2 x am Tag Zäpfchen nehmen und musste mich ansonsten durchquälen. Die letzte Zeit war die Hölle. So schlimme Schmerzen hatte ich fast noch nie erlebt. Es ging nur im Bett mit viel Wärme und eben Schmerzmittel.
    Deswegen wollte ich das wir die Geburt einleiten und damit ich die Chance bekomme normal zu entbinden.

    Im EVK nahm man Maß und sagte mir das ich in der 39 Woche am Monatg kommen soll... und dann reden wir darüber ob normal oder nicht normal entbunden wird. Er sagte mir aber schon, dass es wohl auf einen Kaiserschnitt hinläuft, denn mein Becken sei zu klein.

    Bin dann ins Malteser KH gefahren mit Schatz weil ich total verzweifelt war, wo ich direkt wieder raus geschmissen wurde mit meinem Wunsch. Tzzz!
    Da wollte ich dann auch nicht mehr hin, obwohl es das KH war, wo ich immer zum entbinden hin wollte, weils mir einfach so gut gefiel.

    In der St. Barbara Klinik (es war übrigens Freitag) nahm man sofort meine Daten auf, es kam eine Ärztin die mich untersuchte und ich bekam am montag dann einen Termin um 8 Uhr, wo ich hinkommen sollte, da wir dann einleiten.

    Wir haben direkt bei Schatzies Chef angerufen und gesagt, dass wir unser Baby die Tage bekommen und er sich nun die 2 Wochen frei nimmt...

    Morgens haben wir Prince bei meinem Opa abgegeben und keinem was davon gesagt. Ich wollte eine ruhige entspannte Geburt, zumal mir die Ärztin auch nicht viel Mut machte das das Baby direkt noch am Montag kommt. Es könnte áuch bis Mittwoch dauern. Man hatte ich ne Angst davor. Dann ging es ans Wehengerät und die Ausschläge waren eindeutig zu sein. Bekam dann Wehenförderndes Mittel und plötzlich hatte ich eine Dauerkontraktion. Mein Bauch zog sich zusammen. Jaynees Herzschlag war weg und ich bekam solche Angst. Schatz rief dann die Hebamme und plötzlich standen 2 Ärzte und 3 Hebammen neben mir. Hilfe...

    dann bekam ich ein Wehensenkendes Mittel was mir Herzrasen verschaffte. :frown: Man war das ätzend, zumal ich das ja bei einer Angstattacke immer habe und danach is man so schlapp. Schon jetzt dachte ich, das schaffe ich nie. Dann musste ich laufen... runten zum KH Eingang, Scvhatzi rauchte - doch ich woltle wieder hoch. Irgendwie hatte ich Angst das es nochmal passiert mit der Dauerkontraktion und so ließ ich mich wieder ans Gerät anschließen. Auf dem Gang begegnete ich noch dem Oberarzt der meinte zu mir ich solle mich mal in die Badewanne setzen lassen.

    Ja da wollte ich auch gerne rein. Sagte das der Hebamme, aber die meinte nur, dass das nicht ginge und ich dann eher ne PDA bekomme. Na ganz toll, ne PDA Ach wie freue ich mich da doch! Ich dachte ich brauch erst kurz vorher ne PDA. Sie untersuchten meinen Muttermund der ja schon seit der 26 SSW auf 1 cm offen oder auch mal 3 cm offen stand. Doch 3 cm offen, mehr hat sich nicht getan. Puh war ich fertig und jetzt schon solche Schmerzen. Naja gut... also ne PDA! Das erste mal half sie ganz gut doch dann dachte ich, ich verrecke. :eek: Die haben mir Zeug in den Körper gespritzt... bin fast ohnmächtig geworden. Auf der einen Seite hab ich die Schmerzen kaum ausgehalten, auf der anderen Seite wollte ich das Zeug aber auch nicht, denn mir wurde dann immer schwarz vor Augen, ich hörte nur noch Roboterstimmen und es war schrecklich. Alles um mich herum war nicht mehr das was es vorher war. Schatz massierte mich immer mit einem Ball aber irgendwie viel zu wenig. Dann fütterte er mich zwischendurch... kraft sammeln eben.

    Als der Muttermund auf 5 cm war (nach der Hebamme) und der Prof meinte, dass sich immernoch nix getan hat, war ich echt am verzweifeln. Da war es ja immerhin schon Nachmittags. Ich hatte so Angst das sie Schatz nach Hause schicken und ich mit den Schmerzen die Nacht durch muss.
    Die Hebamme meinte dann, dass sie nun die Furchtblase aufschniedet. Gerade als sie ansetzen wollte, schrieh nebenan die Frau... und sie wetzte da hin. Ach war ich am Ende in diesem Moment. Zumal ich total Angst davor hatte. Es hat nur einmal kurz geziept und dann kam der Schwall. Alles klar und so... schonmal sehr viel wert. Gestunken hat es - so fand ich - gar nicht.

    Doch auch in den weiteren Stunden wollte Jaynee nicht weiter ins Becken rutschen. irgendwann kam danne ine Ärztin, die meinte... wollen sie es noch weiter versuchen oder geben sie auf? Mittlerweile waren ca. 11 - 12 Stunden vergangen, es war Abend. Wieviel Prozent sind es denn, fragte ich, die sie mir geben das ich normal entbinden kann?

    5 % und 95 % für nen Kaiserschnitt.

    Naja ähm was gabs denn da zu überlegen. Nur stellte ich mich total gehen eine SPA denn wenn wollte ich nen KS nur mit Vollnarkose und weinte, was ich zuvor auch schon getan hatte. Übrigens hatte ich mittlerweile 3 Tropfe an meinem Handgelenk. Eins für mehr Wehentätigkeit, eins für weniger und eins zur Kreislaufstibilisierung! Sie meinte dann, das sie erstmal rausgeht und in 2 Mins wieder kommt.Schatzi redete mit mir und ja ich wollte nen KS da gabs nichts mehr zu reden und das so schnell wie möglich, denn seit dem die Fruchtblase aufmacht wurde hatte ich solche unerträglichen Schmerzen das ich es kaum ausgehalten habe... ohne irgendwelche Medikamente.

    Dann kam ein Professor, der mir erklärte was man bei mir macht. Allerdimgs war er es nicht der mir die SPA legte sondern ein anderer. Ich hatte angst, unterschrieb zitterig diesen doofen Zettel und kam dann in den OP den sie eilig für mich vorbereitet hatten. Ich hätte so heulen können und war so froh, als Schatz dazu kam. Da aber hatte ich schon meine SPA hinter mir. Ich zerdrückte so lange die hand einer OP Schwester, die sie hielt. Musste ja ruhig halten und kräftig einatmen (oder war es ausatmen?). Naja er hatte mir ja alles erklärt. Blöd war ja nur, da ich fast keine Pausen zwischen den Wehen hatten die SPA dann zu setzen wenn ich ne Wehenpause habe. Da sollte ich dann immer Beschied geben und als ich JETZT sagte, find meistens die nächste schon wieder an. Gerade wollte ich JETZT sagen, als der OP Doc meinte:
    Neee jetzt merken sie keine Wehen mehr.. und es kribbelte plötzlich überall.
    Wollte meine Beine noch anders hinstellen, aber ich konnte es nicht mehr, denn ich merkte nichts mehr. irgendjemand fasste mich dann ans Bein, was ich merkte, worauf hin ich solche angst bekam. Aber der Doc sprühte mich mit Eisspray ein, meinte noch Vorsicht Kalt und lachte sich dabei einen ab. Denn ich merkte ja nix mehr... sollte zumindest so sein. Er kniff mich dann noch ein paar mal. Schlimm fand ich, dass ich mit meiner Angst festgekettet wurde. Aber auf dem Op Tisch darf man sich ja nicht bewegen, so das man ja festgekettet werden musste. Bekam dann ein Sauerstoffgerät weil ich nicht gut Luft bekam und das tat echt gut. Schatzi hielt die eine Hand, die andere Hand ne Schwester und meine Zähne klapperten so, weil ich Angst hatte und mir kalt war. Ich zitterte wie Espenlaub und wartete auf das Ruckeln was sie mir vorher erklärt hatten, denn nach diesem Ruckeln müsste es schreien und das Baby wäre da.
    Es ruckelte einmal, kein Schrei - ich hatte Angst,
    Es ruckelte nochmal, kein Schrei - nochmehr Angst.
    Und beim dritten mal, war es endlich soweit,
    meine Maus war geboren.

    Da wir ja immernoch davon ausgingen, dass Schatz recht hatte mit nem Jungen, dachten wir, es wird einer. Ich fragte direkt nach..und ist es ein Junge. Schatz sagte so: Nein sie haben doch gerade gesagt, dass es ein Mädchen ist. Ach und ich freute mich noch mehr...
    schaute Schatz an und dann kam sie auch schon zu uns geflogen... die kleine Maus. Hatte mir das schlimemr vorgestellt.
    Sie hielten uns die Kleine total lange hin... 10 Min mussten wir dann noch ohne sie aushalten weil ich dann noch zugenäht wurde und dann war es vorbei. Ich bekam meine kleine auf den Arm und konnte sie direkt anlegen... viel Hunger hatte sie nicht, eher müde war sie und weinte zwischendurch immer.

    Schatz rief dann meine Mama an, die dachte ich weine im Hintergrund und fragte, ob ich mein Baby bekomme und ihr Freund meinte dann:
    Quatsch das ist doch ein Baby.
    Sie hat ihr Baby schon. (Sie wussten ja von nix!)

    Die nächste Frage war natürlich: WAS IST ES DENN?
    Ein Mädchen...?!?!?!?!?!?!?!?!?!?!

    Ja ein Mädchen!
    Jaynee-Rose Luna
     
    #17
    Angelina, 6 September 2005
  18. Ramalam
    Ramalam (29)
    Benutzer gesperrt
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    Single
    Wenn ick mir dat allet hier so durchlese will ick immer weniger n Kind haben.... :eek: (zum Glück gibts Adoption)
     
    #18
    Ramalam, 6 September 2005
  19. Angelina
    Gast
    0
    Ach das hab ich mir damals auch immer gesagt
    aber es ist bei jeder Frau anders, kommt auch auf die Schmerzempfindung an und meine Mama meinte damals immer:

    Bei meiner Tochter brauche ich nie Angst haben das sie unerwartet ein Kind bekommt. Im Leben nicht!

    Weil ich immer total schmerzempfindlich war und auch nie ein Kind wollte.. bis es passierte! Und glaub mir, ich würde sogar wieder! :grin:
     
    #19
    Angelina, 7 September 2005
  20. Ramalam
    Ramalam (29)
    Benutzer gesperrt
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    Single
    Huaaaa, trotzdem, wenn ick dat alles lese. Von wegen "23 Stunden in den Wehen" oder "dann haben se mich wieder zugenäht, weil ich gerissen war" oder auch "Hab vor Schmerz geheult" waaaaaahaha, da läufts mir doch kalt den Rücken runter... :schuechte

    Aber die Berichte sind trotzdem sehr interessant, schreibt nur weiter! :smile:
     
    #20
    Ramalam, 7 September 2005

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