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  • metamorphosen
    Sehr bekannt hier
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    vergeben und glücklich
    6 September 2007
    #1

    An die Rechtskundigen: Missbrauch meiner Kundendaten

    Mein Mobilfunkanbieter hat mich in regelmäßigen Abständen mit Werbeanrufen belästigt. Nachdem einmal gegen meinen ausdrücklichen Willen mein Tarif umgestellt wurde (ist nach 3 Monaten aber dann wieder korrigiert und gutgeschrieben worden), habe ich durch Anruf beim Kundenservice jegliche Nutzung meiner Kundendaten zu Werbezwecken untersagt.

    Ich hab dann aber wieder einen Anruf erhalten, wo mir eine Dame ein günstiges Handy andrehen wollte, wenn ich bei diesem Anbieter bleibe (hab aufgrund der Vorfälle gekündigt). Auf eine Beschwerde hin hat der Kundenservice den Fehler eingestanden und 5 Euro gutgeschrieben. :rolleyes:

    Welche Möglichkeiten habe ich, vorzugsweise strafrechtlich, gegen den Missbrauch meiner Daten vorzugehen?
     
  • C++
    C++
    Gast
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    6 September 2007
    #2
    Ganz sicher bin ich mir jetzt nicht, aber ich meine in einer Vorlesung Folgendes gehört zu haben:
    Zunächst musst du einen Brief an die besagte Firma schreiben, dass du keine Werbung mehr möchtest.
    Falls dann doch noch Werbung kommt, folgt von dir aus eine Mahnung (hier bin ich mir nicht sicher!).
    Und wenn dann immer noch Werbung kommt, kannst du eine Unterlassungsklage einreichen.
     
  • Chabibi
    Sehr bekannt hier
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    in einer Beziehung
    6 September 2007
    #3
    Wenn du eh gekündigt hast, warum dann noch den Aufwand betreiben ? Nächstes Mal dann eben einen Anbieter suchen der's da genauer nimmt...
     
  • such pain
    Benutzer gesperrt
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    nicht angegeben
    6 September 2007
    #4
    die frage ist, ob du befürchtest, dass noch weitere belästigungen kommen könnten oder ob du nun sühne für den zweiten versuch (handy andrehen) suchst?

    naja, ich hatte mal vor langer zeit verwendung für diesen text, aber das bezog sich damals auf email-korrespondenz. vielleicht bringts dir was und kannst irgendwelche dinge ableiten oder so.




    Da Ihre E-Mail an mich persoenlich adressiert ist,
    fordere ich Sie hiermit gemaess Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) auf:

    a) Sie haben mir gegenueber unverzueglich
    offenzulegen, welche Daten ausser Name und E-Mail-Adresse Sie ueber meine durch
    diesen Namen/diese Adresse identifizierte Person gespeichert haben, und aus welchen Quellen diese Daten stammen.
    § 19 Abs. 1, § 34 Abs. 1 BDSG

    b) Sie haben den Verwendungszweck dieser Daten ebenfalls unverzueglich
    mir gegenueber offenzulegen. § 19 Abs. 1, § 34 Abs. 1 BDSG

    c) Sie haben _saemtliche_ meine Person/meine E-Mail-Adresse
    betreffenden Daten unverzueglich zu loeschen und mir diese Loeschung zu bestaetigen.
    § 20 Abs. 2 Satz 1, § 28 Abs. 3, § 30 Abs. 3, ferner § 4 Abs. 1 BDSG

    d) Ich untersage Ihnen jedwede zukuenftige Speicherung meine Person
    bzw. meine E-Mail-Adresse betreffenden Daten ohne meine vorherige ausdrueckliche schriftliche Genehmigung.
    § 14 Abs. 2 Satz 2, § 4 Abs. 2 BDSG

    e) Ich untersage Ihnen die Uebermittlung dieser Daten an Dritte.
    Fuer bereits an Dritte uebermittelte Daten fordere ich eine unverzuegliche Sperrung.
    § 28 Abs. 3 BDSG

    Ich setze Ihnen zur Erfuellung dieser Forderung eine
    Frist von zwei Wochen beginnend mit dem Datum dieses Schreibens.
     
  • metamorphosen
    Sehr bekannt hier Themenstarter
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    vergeben und glücklich
    6 September 2007
    #5
    Das habe ich ja inzwischen getan. Weitere Belästigungen werden wohl auch nicht kommen.

    Aber ok, ich gebe es mal offen zu, ich bin ein schlechter Mensch :engel: : Ich würde denen gerne ordentlich eins auswischen dafür das sie mehrfach versucht haben mich zu besch... :angryfire
     
  • User 38494
    Sehr bekannt hier
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    Verheiratet
    6 September 2007
    #6
    in den meisten verträgen steht sowas doch wohl im kleingedruckten.
    eben das sie deine daten speichern und sie dich über günstige angebote informieren.

    dein telefonat, wo du ihnen untersagt hast, das du keine werbeanrufe mehr bekommen willst, hast du ja wohl nicht aufgenommen (was ja auch, falls es nicht mit einverständnis des gesprächspartners gemacht wurde) ebenfalls strafbar ist.
    selbst wenn jemand mithören sollte, ist man verpflichtet dieses dem gesprächspartner mitzuteilen. :zwinker:

    wenn man also so eine unterlassung fordert, dann sollte man das schriftlich machen, um anschließend was in der hand zu haben.

    ich sehe da jetzt keine möglichkeit sowas strafrechtlich verfolgen zu lassen.
    dir ist kein schaden entstanden, da sie den "vertragsabschluss" (irrtum) rückgängig gemacht haben.
     
  • Wowbagger
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    6 September 2007
    #7
    Wenn du dich schon unbedingt wegen solcher Klamotten und dann auch noch strafrechtlich rumstreiten willst, solltest du vielleicht zu einem Anwalt gehen, hm?
    Dafür studieren Leute den Spaß und kennen sich damit aus, antworten nur natürlich nicht kostenlos in nem Onlineforum. Aber wenn es einem wirklich ernst ist, sollte das wohl kein Hindernis sein.
     
  • DerRabauke
    DerRabauke (32)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    7 September 2007
    #8
    Hast du denn schon in dem Vertrag nachgesehen was da bezüglich deiner persönlichen Daten steht?
    Oft steht dort auch das persönliche Daten ledeglich für Statistiken, innerbetriebliche Gewinnspiele und dergleichen benutzt wird!

    Außerdem ist dein letzterer Fall mit dem Handy völlig normal und meiner Meinung nach garkein Vertragsbruch (sollte oben genanntes nicht der Fall sein). Das ist schließlich keine Werbung sondern "Kundenservice"!

    Achja, Beschwerden wenn möglich immer schriftlich!
     

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