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An die Studenten der Wirtschaftswissenschaften

Dieses Thema im Forum "Off-Topic-Location" wurde erstellt von Joppi, 28 Dezember 2007.

  1. Joppi
    Gast
    0
    Habt(hattet) ihr manchmal das Gefühl, das euch das Studium eine zu ökonomische Sichtweise auf die Welt bietet und ihr diese in euer privates Leben übernehmt? Habt ihr manchmal das Gefühl, dass euch das Studium teilweise auch negativ beeinflusst?
     
    #1
    Joppi, 28 Dezember 2007
  2. dj6239
    Verbringt hier viel Zeit
    67
    91
    0
    Single

    Ich habe deswegen aufgehört, weil die "Lehre" nicht mit meiner pers.
    "Moral" vereinbar ist...
     
    #2
    dj6239, 28 Dezember 2007
  3. Samaire
    Verbringt hier viel Zeit
    3.555
    123
    19
    nicht angegeben
    Ich habe während meines Studiums gemerkt, dass ich mein Leben nicht damit verbringen möchte, Reichtum hinterherzujagen, Reiche noch reicher zu machen und mich dabei auf halbem Wege selbst zu verlieren :smile: Also ja, mich hat das Studium beeinflusst und die sehr negativen Seiten aufgezeigt. Die lassen sich auch bei mir zu einem grossen Teil eigentlich nicht mit meinen moralischen Ansichten vertreten. Nichtsdestotrotz habe ich das Studium beendet, arbeite jetzt aber nicht in den "typischen" Unternehmen, in die es Wiwis sonst so hinverschlägt. Lieber verzichte ich auf ein bisschen Lohn, als mich dem Schrott hinzugeben... Ich denke, man braucht schon eine ziemliche Portion Differenzierungsfähigkeit und Rückgrat, um während des Studiums zu erkennen, dass eben nicht alles Gold ist, was glänzt und zu realisieren, wann zu viel eben zu viel ist. Ich kenne so einige, die den Sinn für Realität und Bodenständiges verlieren - kein Wunder, hört man doch von allen Seiten, wie toll man ja sei :smile: Viele kommen mMn durchaus dann unter die Räder - oder aber sie sind schlicht für dieses Leben geboren, dann passt es ja wieder. Für mich ist es nichts, aber muss jeder selbst wissen :smile:

    Hätte ich nochmals die Wahl, so würde ich was anderes studieren :smile:
     
    #3
    Samaire, 28 Dezember 2007
  4. Flowerlady
    Verbringt hier viel Zeit
    1.273
    123
    1
    vergeben und glücklich
    Also mir wurde in den ersten 4 Semestern nichts vermittelt, was mein privates Verhalten geändert hätte. Bei allen ökonomischen Theorien haben wir immer gleich dazu gesagt bekommen, dass und warum es in der Realität eben NICHT zu 100% so passieren wird und in den ganzen betriebswirtschaftlichen Bereichen haben wir gelernt, dass sich das Eine nunmal nicht IMMER positiv auf das Andere auswirkt. Welchen Weg man selber letztendlich für vertretbar hält, ist natürlich jedem selber überlassen, aber ich für mich habe nicht das Gefühl, dass man mich einer ökonomischen Gehirnwäsche unterziehen wollte :zwinker:
    Gerade bei uns schnuppern viele Soziologie- und Politik-Studenten in die Vorlesungen hinein. Und mit einem BWL/VWL/WIWI-Studium muss man nicht ins Management, es stehen einem sooo viele Bereiche offen, in denen man nicht kaltherzig-finanzoptimierend denken muss :zwinker:
    Ein Kommilitone und guter Freund von mir hat aber ab und an solche Gedanken...
     
    #4
    Flowerlady, 28 Dezember 2007
  5. Sunbaby
    Verbringt hier viel Zeit
    210
    101
    0
    nicht angegeben
    Doch, ich würde sagen es beeinflusst sehr! Ich muss sagen ich fange schon "kaltherzig" denken an, so richtig an den Profit, und die Menschen stehen da ziemlich im Hintergrund.

    Sollte nicht so sein, ist aber so! Und ehrlich gesagt, habe ich damit überhaupt kein Problem! Sonst hätte ich mich nicht für diese Richtung entschieden oder?
     
    #5
    Sunbaby, 28 Dezember 2007
  6. Lil'Kitty
    Gast
    0
    Ich persönlich kann nicht nachvollziehen, wie beispielsweise das Wissen über die Geldpolitik der EZB die Moral beeinflussen könnte :drool:

    Was ich aber bei mir im Studiengang stark beobachte: viele sind sowas von wichtig! Es zählt nur noch Erfolg, Geld und Macht.

    MMn ist das aber nicht auf den Studiengang zurückzuführen sondern auf den Charakter des Menschen.
     
    #6
    Lil'Kitty, 29 Dezember 2007
  7. wanci
    Gast
    0
    Off-Topic:
    Warum studiert man sonst BWL?

    Aber es ist interessant zu beobachten, dass BWLer so ziemlich überall recht unbeliebt sind. Wäre mal gut zu wissen, warum eigentlich:zwinker:
     
    #7
    wanci, 29 Dezember 2007
  8. Sunbaby
    Verbringt hier viel Zeit
    210
    101
    0
    nicht angegeben
    Aber das ist es doch, genau das ist doch in der Wirtschaft wichtig, ich versteh euch nicht, wie soll man erfolgreich sein in der Wirtschaft wenn man nicht so eine Einstellung hat!

    Ich hab deswegen BWL genommen & dazu noch Recht damit ich mich da "perfekt" auskenne.
     
    #8
    Sunbaby, 29 Dezember 2007
  9. neruda
    Verbringt hier viel Zeit
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    9
    nicht angegeben
    Mit qualitativ hochwertiger Arbeitsleistung?

    Off-Topic:
    Ich hab neben meinem Informatikstudium auch BWL studiert und würde das nie nie wieder tun. War für mich persönlich gesehen einfach Zeitverschwendung. Realitätsfremd, oberflächlich und die Prüfungen sind mittels stupidem Auswendiglernen locker absolvierbar. Von 95% meiner BWL-Kommilitionen habe ich nicht viel gehalten, können _absolut nichts_ aber überheblich und eingebildet ohne Ende. Ich konnte mir richtig vorstellen, in welcher Art und Weise die später in Firmen in eventuellen Führungspositionen agieren *schauder*
    Nach nun einigen Jahren im Arbeitsleben hat sich meine Meinung diesbezüglich nicht gebessert, sondern eher gefestigt, auf die (meisten) Betriebswirte, auf die ich beruflich treffe, trifft nach wie vor mein Bild von oben zu.
    Es gibt natürlich immer Ausnahmen, aber den Grossteil schätze ich so ein.
     
    #9
    neruda, 29 Dezember 2007
  10. SottoVoce
    SottoVoce (34)
    Sehr bekannt hier
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    Verheiratet
    Das halt ich jetzt mal für nicht ganz richtig...

    Ich strebe glaub eher weniger nach beruflichem Erfolg (Kinder und Familie ist mir viel wichtiger, wer mich nicht kennt denkt immer, ich hätt irgendwas in Richtung SozPäd gemacht *g*) und Macht ist mir ziemlich zuwider.

    Trotzdem fühle ich mich mit WiWi ziemlich wohl. Ich hab BWL studiert und arbeite in einer Bank, direkt am Kunden. Da ist gar nicht das fachliche Wissen das allerwichtigste, sondern der "Draht" zum Kunden, seine Bedürfnisse und Wünsche verstehen und respektieren.

    Dennoch macht mir mein Fachwissen Freude, ich bilde mich gern weiter in diesem Bereich und ich mag auch die Bereiche von VWL sehr gern, die wir angeschnitten haben, obwohl ich weiß, dass das natürlich THEORIEN sind.

    Ausgebildet wurde ich eigentlich schon für einen Managerposten (hat jedenfalls unser Studienleiter immer behauptet und wie der uns gequält hat, glaub ich so langsam auch, dass ich für ALLES gewappnet wäre, wenn ich nur wollte *g*), aber ich hab da gar kein Interesse dran. Ich mag nur die Zusammenhänge in der Wirtschaft gern verstehen, mir gefällt das "nüchterne" und "kühle" und "logische" so gut. Ich denke, ich hätt mich mit irgendeiner Naturwissenschaft genauso wohl gefühlt, nur hätt ich da schlechtere Jobaussichten gehabt...
     
    #10
    SottoVoce, 29 Dezember 2007
  11. User 50283
    Sehr bekannt hier
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    441
    nicht angegeben
    Off-Topic:
    Dieses Forum verfolgt mich, genau darüber habe ich am Mittwoch mit einem Studenten diskutiert, der genau dieser Ansicht ist. Er ist froh, wenn er mit dem Studium fertig ist und wird nicht in einen typischen Bereich gehen.
     
    #11
    User 50283, 29 Dezember 2007
  12. Samaire
    Verbringt hier viel Zeit
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    19
    nicht angegeben
    Man kann auch Wiwi studieren, weil man es an und für sich interessant findet, Freude an etwas komplexeren Fragestellungen hat sowie ein breites und abwechslungsreiches Studium sucht :smile: Man muss kein karrieregeiler Kotzbrocken sein, um sich dafür zu entscheiden. Nur kann es dann halt passieren, dass man im Laufe des Studiums merkt, dass man einfach nicht dafür geboren ist. Ich finde BWL bzw. viele Teilbereiche (v.a. VWL) nach wie vor sehr spannend und diskutiere gerne über alles mögliche, das damit so zusammenhängt, ABER ich will trotzdem keine Karriere im klassischen Sinne (mehr) und die meisten Branchen, in denen man als Wiwi landet, finde ich schlicht und ergreifend zum K* langweilig und die Leute absolut schrecklich *tutmirleid* Mal ganz abgesehen davon, dass es lächerlich ist, welche Jobs man als Wiwi so kriegt... Da nützt mir dann alle Kohle nix mehr, wenn ich dafür oberstupide Jobs ausführen muss, äh darf... Aber diese Ernüchterung kommt wohl nach fast allen Studiengängen.
     
    #12
    Samaire, 29 Dezember 2007
  13. Lil'Kitty
    Gast
    0
    Man studiert doch nicht BWL aus Machtgründen oder weil man besonders geldgeil ist - ich zumindest nicht.
    In meinem Bekanntenkreis zieht auch immer jeder darüber her, was wir aber genau machen und welche Möglichkeiten man hat, das weiß natürlich dann niemand und interessiert auch niemanden, aber hauptsache blöd daherreden.
    Beispiel Praktikum:
    ich werde bald das praktische Studiensemester machen. Glaubt ihr, irgendjemand hätte mich gefragt in welchem Bereich ich das mache? Nein - und warum? weil niemand einen Plan davon hat, dass man Praktika überhaupt im Steuer-, Personal-, Informatik-, Finanzbereich usw. macht. Jeder denkt, ich sitze irgendwo im Büro und schredder Papier :drool:

    Die meisten glauben auch immer, ich will Chef werden und den Bürosessel wärmen und Leute rumkommandieren.
    Gut, für viele mag das sogar ihr Ziel sein - andere wollen vielleicht auch nur einen "normalen" Job haben und ihr Geld verdienen wie andere Menschen auch. Für mich persönlich steht der Job nicht an erster Stelle, ich sehe Arbeit nur als Mittel zur Finanzierung meines Lebens an und nicht als Lebensinhalt.

    Warum BWLer so unbeliebt sind? Kann ich schon beantworten weil ich den Großteil meiner Kommilitonen auch nicht mag :tongue:
    In fast jeder Vorlesung gibt es einen, der gefühlsmäßig schon 10 Jahre Berufserfahrung hat und immer am besten weiß, wie Unternehmensprozesse effizient ablaufen müssen. Die scheuen auch nicht dafür zurück, den Prof ständig dagegenzureden und du denkst dir immer nur "halt halt einfach mal die Fresse du Spasti!"

    Andere müssen ständig betonen, wie wichtig sie im Praktikum waren - einer hat sogar an der Entwicklung des neuen 1er Coupe mitgewirkt - ja, da staunt ihr was :cool: der hatte es einfach drauf und BMW hat nur auf den gewartet :zwinker:

    Ich reg mich zwar auch immer drüber auf, aber was solls: Trottel findet man in jeder Branche.

    Am amüsantesten fand ich eine kleine Frauenrunde bei der Ferienarbeit: man redet so, was jede studiert und alle fallen über mich her weil ja BWL jeder studiert... ja ja, alle waren sie Lehramtstudentinnen :zwinker:

     
    #13
    Lil'Kitty, 30 Dezember 2007

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