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An eine unerfüllte Liebe! Ich vermisse Dich!

Dieses Thema im Forum "Geschichten, Gedichte und Nachdenkliches" wurde erstellt von Der Poet, 21 Januar 2007.

  1. Der Poet
    Der Poet (32)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    Fast eine Woche ist es her, dass ich Dich das letzte Mal gesehen habe und noch immer wünsche ich mir, dass Du bei mir bist. Tausende Gedanken gingen und gehen mir durch den Kopf, als ich Dich gesehen habe, und wenn Du heute in meinen Träumen erscheinst.
    An einem Montag sahen wir uns wieder, nachdem wir für eine relativ lange Zeit nichts voneinander gehört hatten. Es war eine merkwürdiges Gefühl auf Dich zu warten ehe wir uns Minuten später trafen. Es war deshalb merkwürdig, weil ich sonst nie das folgende Gefühl hatte, wenn ich davor stand, Dich zu treffen, oder wenn Du bei mir warst. Ich denke, dass es Nervosität gewesen ist, die mich keinen klaren Gedanken fassen ließ. Wie würde ich Dich begrüßen? Wie würden wir aufeinander zugehen? Würde ich Dir meine Traurigkeit offenbaren und Dir davon erzählen, wie oft ich an Dich gedacht habe? Tagsüber erwischte ich mich, wie ich urplötzlich mir die Frage stellte, was Du jetzt wohl in genau diesem Moment machst. Schlummert sie gerade? Triffst Du Dich mit jemandem? Hat sich durch mich was für Dich geändert? Sehen wir uns heute anders, als in den Monaten, in denen Du mir ein Fenster mit atemberaubender, göttlicher Aussicht öffnetest? Bereut Du alles, was wir erlebt haben?
    Eigenartig. Denn nachdem Du Dich dafür entschieden hast, letztendlich doch bei dem anderen Jungen, der Dein Freund ist, zu bleiben, hat sich an meinen Gefühlen für Dich kaum etwas geändert. Ich gebe zu, dass ich verletzt bin. Aber ich gebe ich auch zu, dass ich mir diese Schmerzen selbst und mit Ahnung von diesem Ende zugefügt habe. Es ist wie etwas Unsichtbares, dass nach meinem Herzen greift und es mit sich nimmt. Wenn es draußen dunkel wird und die Stunden nur so vergehen, dann muss ich daran denken, wie wir manchmal zusammen in einer Bar saßen und die abendliche Atmosphäre genossen. Kerzenschein stand Dir besonders gut. Du hast oft gefragt, woran ich gerade denke, wenn ich in Deine Augen schaute. Ich habe Dir wahrscheinlich nie gesagt, dass es die Kerze war, die ich Deinen Augen sah. Die Art und Weise wie sie in Deinen Augen tanzte, wie sie Deine Augen erhellte und wie magisch diese Momente gewesen sind, erinnert mich daran, dass mein Herz auf jemanden wie Dich gewartet hatte. Gleichzeitig wurde mir aber auch bewusst, dass nicht ich derjenige hätte sein sollen, der in diesen Momenten neben Dir saß.
    Ich weiß immer noch nicht, ob ich Dich wieder treffen soll. Die Versuchung ist groß, weil Du in mir etwas weckst, dass für mich die Vergangenheit greifbar und gegenwärtig macht. Wie kann es nur sein, dass ein so besonderer Mensch für mich nicht bestimmt sein soll? Warum habe ich Dich getroffen? Nur um Erfahrungen zu sammeln? Nur weil die alltägliche Begegnung mit Menschen bedeutet, dass sich die Zukunft für einen selbst ändert? Dass wir mit all unserem Tun, mit jedem Blick, den wir einem Fremden schenken, mit jedem Atemzug, den wir machen, mit jeder Berührung, die wir austauschen, letztendlich mit unserem Sein, einen anderen Menschen inspirieren und ihm hin und wieder das Gefühl geben, dass es eine von einer höheren Macht ausgehende Bestimmung sei? Ich möchte nicht daran glauben, dass das Wesen unserer ersten Begegnung wusste, dass wir einmal in eine für uns nicht sehr leichte Situation kommen würden. Warum ist es so gekommen wie es dann gekommen ist? Haben wir das Universum in Unordnung gebracht? Wenn es so sein sollte, ist das nun meine Bestrafung? Dass ich immer an Dich denken muss, dass ich zu Dir möchte, Dich sehen möchte, Dich berühren möchte, Dich riechen möchte, Dich fühlen möchte, Dich küssen möchte? Ist es anmaßend, dass ich nicht vergessen möchte, dass wir leidenschaftlich waren? Trotze ich einem höheren Willen, indem ich mich immer und immer wieder an uns erinnere? Fragen, auf die ich wahrscheinlich nie eine Antwort bekommen werde.
    Warum zweifle ich an all dem, was Du mir einst sagtest? Dass ich etwas Besonderes für Dich bin, dass Du mich nicht vermissen möchtest, dass wir einander bedeuten? Warum glaubst Du daran? Kannst Du Dir auch vorstellen, dass ich nur das Werkzeug einer höheren Macht gewesen bin, die Dich daran erinnert, dass Du schon jemanden hast, der Dich liebt, Dich verehrt, Dir neue Wege bereitet und Dich bis ans Ende der Welt und darüber hinaus begleitet? Manchmal wünschte ich mir, ich könnte nur erahnen wie es sein muss, wenn ich an Deiner Seite wäre. Aber ich verwerfe diesen Gedanken alsbald und schäme mich dafür, weil es mir nicht zusteht und mich am Ende nur um meine Träume beraubt. Es bleibt nur die Hoffnung an eine andere Welt zu glauben, in der ich mit Dir glücklich bin. Wo sie existiert weiß ich nicht. Ich weiß nicht was es heißt, eine feste Freundin zu haben. Ich weiß nicht was es heißt, einen Menschen zu haben, der immer für mich da wäre und mich in den Arm nähme, wenn ich traurig bin. Ich weiß nicht wie es ist, einen Tag ohne Angst davor leben zu müssen, jemanden wie Dich an einen anderen Menschen zu verlieren. Ich weiß nicht wie es ist jemanden zu haben, der mich liebt. Der mir dasselbe Gefühl gibt akzeptiert zu werden, so wie Du es mir gegeben hast. Ich weiß nicht wie es ist jemanden zu haben, der sich ausschließlich nur zu mir hingezogen fühlt.
    Ich weiß nur, dass ich immerzu davon träume.
    Manchmal ertappe ich mich dabei, wie ich mir wünsche, dass ich in einen langen, tiefen, nie endenden Schlaf falle und von Dir träume. Alles wäre möglich, ich würde wieder klare Gedanken fassen können, mich mit Dir an jeden Ort der Welt begeben, und wir könnten das erschaffen, was Menschen nur möglich ist.
    Schon wieder stehen Tränen in meinen Augen und laufen langsam an meinen Wangen herunter. Trösten wird mich keiner, denn ich habe keinen, der das tun würde. Stattdessen lasse ich meinen Tränen freien Lauf. Weine alleine und warte auf einen besonderen Menschen. Meine Tränen trocknen langsam.
    Zurück bleiben ihre Spuren, die sich an einem Gedanken treffen und ich fange wieder an Dir zu schreiben, beginnend mit den drei Worten, die mich in meinem Herzen immer begleiten werden:
    Es war einmal…
     
    #1
    Der Poet, 21 Januar 2007
  2. Chacaline
    Chacaline (27)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    ein großes Lob!!! wunderbar ergreifend und einfach nur traurig- schön geschrieben *seufz*
     
    #2
    Chacaline, 21 Januar 2007
  3. Yukikio
    Yukikio (25)
    Verbringt hier viel Zeit
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    101
    0
    vergeben und glücklich
    waho das war total einzigartig traurig und auch irgendwie fesselnt.
    Echt sehr schön-traurig
    :zwinker:
     
    #3
    Yukikio, 22 Februar 2007
  4. Lover007
    Lover007 (26)
    Verbringt hier viel Zeit
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    91
    0
    vergeben und glücklich
    sehr sehr schön geschrieben - aber sehr traurig.

    Hast du dir das ausgedacht oder ist es wahrheit?

    Wenn letzterer: du tust mir leid, ich habe so ungefähr das gleiche erlebt.

    Es war meine erste Beziehung (ich war 15, sie 14).
    Wir waren 6 Monate zusammen, bis sie mich verlassen hat :cry:

    doch zum glück habe ich noch jemanden gefunden, den ich noch viel mehr liebe :herz:
    Dir auch noch viel glück, lass den kopf nicht hängen, das leben geht weiter!
     
    #4
    Lover007, 27 Februar 2007
  5. Blond501
    Blond501 (25)
    Verbringt hier viel Zeit
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    101
    0
    Single
    Dein Herz ist leer, meins ist voll
    Ich muss dir sagen, ich find dich toll!

    Das passt noch irgendwie dazu

    einfach nur ergreifend die Story
     
    #5
    Blond501, 28 Februar 2007
  6. Syber
    Syber (33)
    Verbringt hier viel Zeit
    627
    103
    1
    vergeben und glücklich
    sehr schön geschrieben..und sehr traurig!
     
    #6
    Syber, 1 März 2007

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