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Anam Cara

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von Celestia, 1 April 2002.

  1. Celestia
    Gast
    0
    Hallo Leute,

    ich muss endlich mal was los werden.
    Anam Cara bedeutete für die Kelten sowas wie "Seelenfreund".

    "Dem Anam Cara konnte man sein Innerstes, seinen Geist und sein Herz offenbaren. Diese Freundschaft war ein inniger Akt der Anerkennung und der Zuwendung. Die Beziehung zum Anam Cara war eine Freundschaft, die sich über alle Grenzen der Konvention, Moral und begrifflichen Kategorisierung hinwegsetzte: Man war auf eine urtümliche und ewige Weise mit dem „Freund der Seele“ verbunden." (John O´Donohue)

    Ich bin zwar froh, dass ich einen solchen Menschen in meinem Leben gefunden habe, aber es ist sehr verwirrend. Ich führe seit knapp über drei Jahren eine feste Beziehung. Meinen Anam Cara lernte ich vor knapp über einem Jahr kennen und ich habe einen ganz besondere Beziehung zu ihm, d.h., ich fühle mich ihm auf geistiger Ebene sehr verbunden. Leider muss ich mir auch eingestehen, dass ich mich anderweitig zu ihm hingezogen fühle, aber ich will keine Beziehung zu ihm. Ich liebe meinen freund und will auch mit ihm zusammenbleiben, aber diese Gefühle und Gedanken verwirren mich sehr.
    Ich spüre einfach nur noch diesen Schmerz in mir, der alles auffressen will.

    Habt ihr eine Idee was ich machen könnte ???

    Liebe Grüße Cel
     
    #1
    Celestia, 1 April 2002
  2. palmboy
    Gast
    0
    Hallo!
    Naja, das ist schon etwas schwierig. Du bist ihm in geistiger Ebene sehr verbunden und hast langsam auch andere Interessen an ihm. Hey, das ist doch wohl DER MANN!!!!
    Für mich ist das wichtigste, dass der Partner der/die Anam Cara ist und auch der Liebhaber.
    Man hört aus deinem Text klar raus, dass du vie von deinem Anam Cara hälts und ihm sehr verbunden bist. Dein fester Freund ist nur "der Partner einer Beziehung, eine Beziehung die dir wichtig ist." Also warum kannst du dann nicht mit deinem Anam Cara eine Beziehung haben?

    Tschüss!

    Schreib bitte eine Antwort darauf. Würde mich sehr freuen. Ich bin noch jung und vielleicht ist das was ich rede nicht das beste, aber ich kann Kritik verkraften und habe keine Angst davor. Also, wenn du überhaupt nicht meiner Meinung bist, mach mich ruhig konstruktiv und argumentierend fertig.

    by michael (palmboy)
     
    #2
    palmboy, 5 April 2002
  3. Celestia
    Gast
    0
    DER MANN

    Hallo,

    du hast sicherlich recht, aber die Hintergründe sind sehr schwerwiegend dagegen.
    Eines unserer Lieder ist "Uns trennt das Leben" von Thomas D und leider scheint es auch so zu sein. Das Leben ist nicht immer fair und schon gar nicht dauerhaft gerecht zu dir. Liebe oder Freundschaft !? Wer ist was ? Riskieren oder den sicheren Hafen ansteuern ? Gedanken und Gefühlen kommen und gehen wie sie gerade lustig sind. Man kann sie nicht immer verstehen und schon gar nicht was die Liebe betrifft. Man kann sich nicht aussuchen, wen man liebt, denn die Liebe entscheidet, wen sie für würdig erachtet.

    Liebe Grüße
     
    #3
    Celestia, 7 April 2002
  4. The Saint
    Gast
    0
    Hi Celestia!!

    Also ich muss gestehen ich hab heute zum ersten Mal "Anam Cara" gehört aber dank dem WWW, ich hab mal sen begriff in eine Suchmaschiene eingehackt.

    Also ich werde dir bestimmt nicht sagen was Du machen solltest.
    Ich werde einfachmal ein paar dinge die ich gefunden habe Zitieren, vielleicht hilft Dir das ja auch ein bisserl.

    1.

    2.

    Anam Cara!!

    Eine Geschichte über das Licht, die ich einmal von meiner Schwester mit einem besonderen Vogel bekommen habe.
    Im Lande des Lichtes war überall Schönheit. Die Wesen des Lichtes lebten glücklich in einem Meer von goldener Liebe. Die Königin dieses Landes hatte Augen wie tanzende Sterne und ihr Herz schien wie die Sonne.
    Aber die Königin wusste, dass jenseits dieses Landes des Lichtes ein dunkles und unglückliches Land lag. Seine Bewohner sahen nicht länger die Schönheit oder fühlten die Liebe um sie herum, und die Königin fühlte ihr unglückliches Sein als wäre es ihr eigenes.
    Die Ratgeber der Königin schlugen folgenden Plan vor: "Jemand muss in dieses unglückliche Land reisen um die Menschen dort an Liebe und Schönheit zu erinnern. Aber diese Mission wird sehr gefährlich sein", warnten sie, "denn in der Dunkelheit der anderen Seite ist es leicht, das Licht zu vergessen."
    Für diese gefährliche Mission wählte die Königin ein kleines Kind namens Gloria, denn es hatte das strahlendste Herz von allen. Glorias Mut und Liebe waren grösser als ihre Furcht und die Königin erkläre ihr die Mission: "Nicht weit von hier liegt eine Welt, die aus dieser geboren wurde. Die Wesen dort haben vergessen, dass sie auch Wesen des Lichtes sind. Bald werden sie von ihrer eigenen Dunkelheit überwältigt sein. Du musst ihnen helfen, sich zu erinnern, wer sie sind."
    Indem sie Gloria mit ihrem eigenen Licht segnete, versicherte die Königin dem Mädchen: "Ganz gleich was passiert, wir werden dich nicht vergessen." Dann erinnerte sich Gloria nur noch, dass sie durch einen dunklen Tunnel taummelte. Ihr Körper wurde schwerer und schwerer. Endlich fühlte sich Gloria aus dem Tunnel gezogen. Hände hielten sie und schüttelten sie mit dem Kopf nach unten. Sie öffnete ihren Mund, um von ihrer Mission zu erzählen, aber alles was heraus kam, war ein Schrei. Sie schämte sich so sehr, dass ihr Licht ein wenig abnahm. Dann fand sie sich allein in einer kleinen Box wieder. Sie versuchte zu sagen: "Bitte bleibe bei mir", denn sie war vorher noch nie alleine gewesen, aber sie konnte nur seltsame Laute ausstossen, die keine Bedeutung hatten. Ihr Herz schmerzte so sehr, dass es sich zusammen zu ziehen begann. Hände nahmen Gloria, legten sie von einer Box in die andere, wechselten ihre Kleider und umarmten sie manchmal. Aber oft wurde sie allein gelassen und sie weinte vor Einsamkeit.
    Als die Jahre vergingen, lernte Gloria die Sprache dieses Landes. Aber als sie dann reden konnte, war die Erinnerung an das Land des Lichtes verblasst, so dass sie es nicht mehr erreichen konnte. Wann immer sie Sonnenstrahlen hervorbrechen sah, fühlte sie den Ruf des Lichtes in ihrem Herzen, aber sie konnte sich nicht ganz erinnern, warum sie diese Strahlen so sehr liebte. Nichts anderes erinnerte Gloria an das Land des Lichtes. Die Menschen hier waren viel grauer, denn ihre Gedanken waren Gedanken der Dunkelheit. Sie hatten sich selber mit den Gedanken umgeben, dass ihre Welt ein dunkler und gefährlicher Ort sei. Und weil die Menschen das glaubten, war es so. Glorias Eltern waren freundliche Menschen, aber auch sie glaubten, dass die Welt ein dunkler Ort sei. "Das Beste was du tun kannst", lehrten sie das Mädchen, "ist zu lächeln und so zu tun, als ob alles on Ordnung wäre." Viele Menschen trugen falsche Lächeln auf ihren Gesichtern, obwohl ihre Herzen schwer waren. Sogar die Kinder waren unglücklich in diesem Land. In dieser Umgebung breitete sich Traurigkeit in Glorias Herzen aus und ihr Licht verschwand beinahe. Mehr und mehr zog sie sich zurück. Ihre einzigen wahren Freunde waren die grossen Bäume in den Wäldern.
    Im Lande des Lichtes erkannte die Königin, dass etwas unternommen werden musste, um Gloria zu retten. Aber niemand erbot sich, ebenfalls in das Land der Schatten zu gehen. Alle hatten Angst, auch sie würden dort ihr Licht vergessen und von der Dunkelheit überwältigt werden. Eines Tages flog eine Drossel auf die Hand der Königin. Der kleine, dumpf gefärbte Vogel wurde selten gesehen, denn er liebte es, seine Tage in den Wäldern zu verbringen. Dort goss er seine Freude in Gesang, ein Lied wie ein Wasserfall von goldenem Licht. Die Drossel bat die Königin: "Bitte lass mich gehen. Ich kann schnell durch die Dunkelheit fliegen und mit meinem Gesang das Licht in jenes Land bringen. Ich will für Gloria singen. Vielleicht wird ihr mein Lied helfen, sich an das Licht zu erinnern." Die Königin gab ihm ihren Segen: "Flieg in Liebe, kleiner Vogel".
    Nachdem er eine weite Strecke in vollkommener Dunkelheit geflogen war, fand der kleine Vogel Gloria, wie sie allein in den Wäldern sass und weinte. In den Bäumen versteckt, begann er für das Mädchen zu singen. Sein Herz floss über in Liedern voller Liebe und Schönheit. Durch ihre Traurigkeit hindurch hörte Gloria das Lied. Sie fühlte, wie es ihr Herz wärmte, Sonnenstrahlen gleich. Ihr Herz füllte sich mit einem Ozean von goldenem Licht und sie hörte fernen Widerhall von etwas, woran sie sich beinahe erinnern konnte. Glorias Licht begann zu glühen, als der kleine Vogel für sie sang. Jeden Tag kam sie zurück, um ihn zu hören, und jeden Tag sang er bis zur Erschöpfung seiner Kräfte. Doch der kleine Vogel wusste, dass er noch genügend Kräfte sparen musste, um durch die Dunkelheit zurück nach Hause fliegen zu können. Also gab sich die Drossel zu erkennen. Als er Glorias Erstaunen über sein unscheinbares Aussehen bemerkte, sagte der kleine Vogel: "Nicht ich bin wundervoll, sondern das, von dem ich singe. Du findest die Schönheit dieses Lichtes in deinem eigenen Herzen." Die Drossel sprach weiter: "Lass dich nicht von dem täuschen, das du siehst. Das Licht ist in allen Wesen. Du wirst es finden, versteckt in ihren Herzen, wenn du mit Augen der Liebe schaust. Ich muss dich jetzt verlassen, doch das Licht ist immer mit dir."
    Als der kleine Vogel weg flog, begann Gloria zu weinen. In diesem Moment erschien ein Junge und spottete: "Heul-Liesel, Heul-Liesel!" Sie wollte weglaufen und sich verstecken, doch da erinnerte sie sich an die Worte des kleinen Vogels. Sie schaute den Jungen an. Sein Gesicht war von Schmerzen gezeichnet. Und als sie tiefer schaute, erkannte sie, dass sein Herz sogar noch mehr schmerzte, als ihr eigenes Herz. Anstatt sich zusammen zu ziehen, öffnete sich ihr Herz in Liebe für diesen Jungen. Und während sie dies tat, sah sie das Licht, welches tief in ihm verborgen war.
    Von da an erinnerte sich Gloria immer an das Licht in ihrem eigenen Herzen, wenn sich ihr Herz zusammen ziehen wollte wegen all den Verletzungen und Hässlichkeiten dieses Landes. Und wenn andere Menschen so handelten, als wäre die Welt ein dunkler Ort, schaute sie tief in ihre Herzen und sah das darin verborgene Licht. Wenn die Menschen dann ihr eigenes Licht erkannten, das in Glorias Augen reflektiert wurde, waren sie von ihrer Traurigkeit geheilt. Durch die Jahre öffneten sich viele Herzen dem Licht von Gloria. Es breitete sich aus von einem Menschen zum anderen, bis schliesslich die ganze Welt erhellt war durch die Liebe. Und das Land der Dunkelheit wurde wieder ein Land des Lichtes.
    Als Glorias Werk beendet war, starb sie und liess ihren alten Körper zurück. Gloria aber kehrte in das Land des Lichtes zurück und dort herrschte grosser Jubel und grosse Freude.


    Ich weis das es nicht direkt was mit Deiner Geschichte zu tun hat aber ich denke mal das es sehr aussagekräftig ist.

    The Saint
     
    #4
    The Saint, 10 April 2002

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