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Anfang 20 und allgemeine Sinnkrise?

Dieses Thema im Forum "Umfrage-Forum" wurde erstellt von Henk2004, 4 Dezember 2005.

  1. Henk2004
    Henk2004 (33)
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Fällt anderen eigentlich auch auf, dass viele Menschen unter uns im Alter bis sagen wir mal 22-24 in ne Sinnkrise kommen?

    In letzter Zeit ist mir aufgefallen, das insbesondere Leute mit mehr Grips als der Durchschnit in der Zeit handfeste Probleme haben, wie sie ihr weiteres Leben ausrichten sollen.

    Nen Kumpel von mir ist 22 und bald macht er seinen Bachelor in BWL aber er stellt sich die Frage; "Wozu das Ganze?"

    Will ich das wirklich?

    Ein anderer ist nach dem Abi und Bund erstmal in Australien, wenn er anfängt zu studieren ist er 22... Dann will er erstmal BWl oder VWL oder vllt. doch Tauchlehrer oder Holzfäller werden.

    Kurz: Er weiß auch nicht was er will.

    Ein anderer ist Bürokaufmann, aber dermaßen unzufrieden damit, völlig unterfordert.

    Ein anderer hat erst Tischler gelernt, dann hat sein Betrieb pleite gemacht und dann hat er mit 20 den Meister in nem 11 Monatskurs gemacht.

    Jetzt ist er mit 21 völlig überqualifiziert auf dem Arbeitsmarkt, wenn er keinen Jo bekommt, fängt er an zu studieren...

    Ich selber bin auch in ner Sinnkrise, habe bisher auch immer nur das gemacht, was von mir verlangt wurde.

    Resultat ist, dass ich bald nen Diplomarbeits-Thema aussuchen muss, obwoh ich nicht mal weiß, ob ich das überhaupt wirklich will.

    Die Frage ist jetzt ob wir eher Einzelfälle sind oder ob das mehreren so geht.

    Manchmal beneide ich die Leute, die nach der 10. nen Ausbildung gemacht haben und jetzt jeden Tag die selbe Arbeit verrichten und GLÜCKLICH dabei sind.

    Die machen ihre 8 Std. fahren dann mit ihrem getunten Polo abends von einer Tankstelle zur anderen, besuchen ihre Freundinnen und freuen sich.

    Deren größte Sorge ist, wo sie die speziellen Rücklichter für ihre Karre oder den Subwoofer mit 4356 Watt herbekommen oder das nächste Schützenfest im Ort.

    Kenn da mehrere Exemplare von.

    Wie schwer das ist, glücklich zu sein. Einfach sorgenlos und unbeschwert in den Tag zu leben........

    Schreibt mal eure Gedanken dazu auf!
     
    #1
    Henk2004, 4 Dezember 2005
  2. misty-dawn
    Gast
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    Ihr seid ganz bestimmt keine Einzelfälle. Nur darüber, ob diese Sinnkrise speziell im Alter von 22-24 auftritt, bin ich mir nicht ganz so schlüssig.

    Ich erkläre es mir jedenfalls so: Man geht zur Schule, 13 Jahre derselbe Tagesablauf, immer dasselbe Ziel vor Augen (an welches man wahrscheinlich irgendwann nicht mal mehr denkt), nämlich das Abitur. Danach steht man plötzlich da, hat sich im besten Fall schon Gedanken darüber gemacht, was man tun will. Aber weiß man auch, ob diese Sache wirklich seinen Vorstellungen und Erwartungen entspricht?
    Dann fängt man an zu Studieren oder eine Ausbildung zu machen und arbeitet wieder auf ein Ziel hin, nämlich einen Job zu finden.
    Aber was war dazwischen? Hat man wirklich mal "gelebt"?

    Mir erscheint das Ganze wie eine lange Straße, deren Ende sich irgendwo hinter dem Horizont verläuft. Eine Straße mit vielen Abzweigungen, die man aber gar nicht wahrnimmt, weil man immer nur auf ein bestimmtes Ziel hingesteuert hat. Und irgendwann fragt man sich vielleicht, was wäre, wenn man einfach eine dieser Abzweigungen genommen hätte oder nehmen würde. Man fragt sich, wohin man eigentlich läuft, wenn man das Ende der Straße nicht sehen kann, man fragt sich, wozu man das alles überhaupt macht, ob man das wirklich will. Ob man SO den Rest seines Lebens verbringen will. Möglicherweise hat man Angst vor dieser Vorstellung.

    Ich gebe dir Recht, dass es so wahrscheinlich fast nur Leuten "mit Grips" ergeht. Denn wir denken einfach mehr über uns und unsere Umwelt nach, wir stellen Fragen, über deren Antwort wir selber grübeln müssen. Wir denken einfach weiter, über den Tellerrand hinaus und versuchen, dort etwas anderes zu erkennen, als schwarze Luft. Wir haben einfach "höhere" Ziele, als die Leute mit den getunten Autos.

    Ob wir uns nun darüber freuen können, oder nicht, ist die Frage. Wenn ich mich zwischen Glück und Beschränktheit oder ewige Suche und Grips entscheiden müsste, würde ich trotzdem letzteres wählen.
     
    #2
    misty-dawn, 4 Dezember 2005
  3. Daisy80
    Daisy80 (36)
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Jaja, ich kenn das auch. Bin jetzt 25 und hatte die dicke Sinnkrise mit 23 und momentan auch nochmal. Oder vielleciht immer noch?

    Ich hab studiert, weiß, was ich draufhab und bin trotzdem arbeitslos. Wozu hab ich das alles also überhaupt gemacht? Kann ich das alles wirklich, oder bilde ich mir das nur ein?
    Lass ich´s gleich ganz bleiben, mach ich was anderes oder raff ich mich doch wieder auf und ackere weiter...
    Gründe ich eine Familie oder mache ich mich vielleicht selbstständig oder WAS AUCH IMMER...

    Ich schätze, je mehr Möglichkeiten einem Menschen offenstehen, desto größer ist das Risiko, sich nicht entscheiden zu können und in eine fette Krise zu rutschen.

    Aber es geht ja weiter! Also auf geht´s... :grrr:
     
    #3
    Daisy80, 5 Dezember 2005
  4. Schnecke21
    Gast
    0
    Hallo,

    dieses Phänomen scheint leider allgegenwärtig zu sein. Ich bin grad mitten im Examen, da schnallen ganz schön viele Leute total ab und denken sich "wär ich doch besser sektretärin geworden".Zu Abizeiten hab ich immer gedacht "nieee will ich einfach nur im büro sitzen", aber jetzt beneidet man die Leute doch sehr, die um 5 nach Hause gehen und bis zum nächsten Morgen nicht an die Arbeit denken müssen... :kotz:
    Wenn man dann keinen Job kriegt, oder gar nicht mit dem zufrieden ist was man gelernt hat ist das natürlich noch schlimmer :geknickt:
    Andererseits habe ich mehr Chancen mit nem Studium und verdiene im besten Fall mehr Geld als ne Sekretärin. So ist halt das Leben....

    Da muss man wohl durch. Und durch kann auch in dem Sinne gemeint sein, dass man alles über einen Haufen schmeißt und endlich das tut was man will!

    tschakka... :karate-ki
     
    #4
    Schnecke21, 5 Dezember 2005
  5. Altkanzler
    Altkanzler (37)
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    Single
    aus eigener Erfahrung kann ich sagen - es ist nicht nur mit Anfang 20 so... wenn ihr die 25 überschritten habt so wird auch bewusst, dass bald die 30 kommt... das erfreut einen aber erst :frown:
     
    #5
    Altkanzler, 5 Dezember 2005
  6. MissMosher
    MissMosher (32)
    Verbringt hier viel Zeit
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    0
    Single
    Mir gehts genauso.

    Finde aber, dass auch die Schule ein kleines bisschen mit dran Schuld ist. Ich wusste nach dem Abi auch nicht, was ich machen soll. Man war in seiner Fächer- und damit Interessenwahl ja doch sehr eingeschränkt. Und dann soll man auf einmal ohne jegliche Ahnung aus den 1.000 Möglichkeiten eine auswählen, die einen für den Rest des Lebens begleiten soll. Oder auch nicht.

    Ich mach jetzt erstmal ne Ausbildung, damit ich überhaupt was habe. Aber auch im Betrieb denke ich auch immer, die wollen mich vielleicht gar nicht, die anderen finden sie bestimmt besser, was mach ich hier noch. Auch wenn es in echt evtl. gar nicht so ist und ich einfach jeden falschen Ton auf mich beziehe.
    Ich hab die Zeit zwischen Abi und Studium und dann bis zur Ausbildung sehr, sehr genossen. Hatte einen Minijob und konnte sonst tun und lassen, was ich wollte. Klingt jetzt extrem faul und undankbar, aber DAS war die Zeit meines Lebens.

    Jetzt hab ich nicht mal mehr nen Freund und werde in nem Jahr endlich ausziehen, wer soll das alles bezahlen und bla bla.
    Ja, doch, Sinnkrise kenne ich auch.
     
    #6
    MissMosher, 5 Dezember 2005
  7. Dreams_heaven1
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    nicht angegeben
    Ich finde es gibt eine Lösung. Ich glaub ich hab da den besten weg gefunden. Nach meiner Matura bin ich arbeiten gegangen (3 Jahre lang, bzw 6 Saisonen). Ich war glücklich, wirklich wahnsinnig glüklich. Konnte endlich leben. Irgendwann aber, wurde mir klar, dass es so nicht weitergehen konnte. AUch wenn dieses Leben noch so genial war. Denn mein alleroberstes Ziel in meinem Leben ist es bald eine Familie zu gründen. Also entschloss ich mich eine weitere Ausbildung zu machen. Ich werde in 1,5 Jahren zu 99% einen sicheren Arbeitsplatz haben.
    Also mein Tipp, legt eine Pause ein, wenn ihr nicht mehr weiter wisst. Dann wird euch klar was ihr wirklich wollt. Mit Pause meine ich tatsächlich arbeiten gehen (auch wenns mir viele nicht glauben)
     
    #7
    Dreams_heaven1, 6 Dezember 2005
  8. haXor
    haXor (36)
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    Verlobt
    da ist wohl was dran.

    Hab meine Krise zum Glück endlich überwunden.
    Aber nur weil ich den richtigen Job mit der richtigen
    Bezahlung gefunden habe.

    War vorher 1 Jahr lang selbständig und das hat mich
    wirklich extrem belastet.
    Ständig nur Sorgen ob das Geld für die Fixkosten reicht
    und ob noch was zum Essen übrig bleibt.
    Obwohl ich eine gute Auftragslage hatte, aber leider
    ist die Zahlungsmoral in Deutschland unter aller Sau...

    Nunja, momentan scheint alles aufwärts zu gehen,
    aber diese Krise Anfang - Mitte 20 kann ich nur bestätigen.
     
    #8
    haXor, 6 Dezember 2005
  9. furfur
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Also manchmal denke ich, dass ich dazu nie im Stande sein werde. Ich frag mich dauernd wohin der Weg meines Lebens gehen soll. Ich kann mich auch schwer entscheiden. Was ist wenn ich anfange zu studieren? Soll ich mich selbstständig machen? Das Problem ist das das manchmal schon in richtiger Entscheidungsangst ausartet und sich dadurch überhaupt nix ändert.

    Manchmal wünsch ich mir einfach nen Van und genug Geld um die Welt zu sehen und mich selbst zu finden...
     
    #9
    furfur, 6 Dezember 2005
  10. metamorphosen
    Sehr bekannt hier
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    vergeben und glücklich
    Sinnkrisen sind allgegenwärtig. Gehäuft natürlich immer an entscheidenden Punkten im Leben wie z.B. am Ende der Schule, Ausbildung etc.

    Maximale Leistungsfähigkeit bedingt fast zwangsläufig das die Frage nach dem Warum in den Hintergrund gedrängt werden muss. Man muss möglichst 120% Leistung bringen und da kann man sich nicht mit irgendwelchen unnützen philosophischen Fragen rumschlagen. Man ist also die ganze Zeit "beschäftigt" aber irgendwann drängen sich die Fragen wieder in den Vordergrund. Man hat etwas erreicht, aber warum, wozu und war es den Aufwand wert?

    Ein allgemeingültiges Muster, wie ein Leben auszusehen hat, gibt es längst nicht mehr. Jeder soll nach seiner Fasson glücklich werden und jeder ist Individualist. Das stellt einen aber auch vor eine riesige Aufgabe, ohne viele Anhaltspunkte von außen soll man Entscheiden wie das perfekte Leben für einen selber aussieht. Am besten sollte das noch so geschehen, dass man "den Betrieb nicht aufhält" also z.B. mal eben zwischen Examen und Jobsuche.

    Da es kein Muster gibt, mit dem man sich vergleichen könnte, liegt es nahe sich mit den Anderen zu vergleichen. Das wächst schon fast zu einer Krankheit unserer Zeit aus. Da macht einer einen coolen und angesehen Job und investiert da sehr viel Zeit und pfeift dabei aufs Geld. Jemand anderes beneidet ihn vielleicht, er denkt dann aber darüber nach, ob der mit dem langweiligen Job und der Eigentumswohnung oder der mit der Familie vielleicht nicht doch glücklicher ist als er. Am besten wäre es doch wohl ohnehin, alles zu haben. Aber irgendetwas wird man immer finden, auf das man bei dem für sich eingeschlagenen Weg verzichten muss.

    Das einen die zu großen geistigen Fähigkeiten unglücklich machen, glaube ich nicht. Nur weil das Denken zu falschen Schlüssen kommen kann und jemanden dadurch unglücklich machen könnte, ist das Denken noch lange nicht das übel. Hat man denn tatsächlich eine Vorstellung davon, wie ein um ein paar mm zu hoher Polo oder ein zu kleiner und schlecht eingebauter Subwoofer das Glück eines Menschen beeinträchtigen kann? Wer glaubt das sein Verstand ihn am glücklichsein hindert, der solll ihn sich doch einfach wegtrinken.

    Gruß

    m
     
    #10
    metamorphosen, 6 Dezember 2005
  11. Kleeneflocke
    0
    Am Abend meines zwanzigsten Geburtstages hab ich aufeinmal über Dinge nachgedacht...

    Das ich ja "schon" alt wäre. Und einer der heftigsten gedanken: Du bist nun 20, wenn du jetzt solo wirst kriegste keinen mehr ab, die ü-20 schnappen dir alle 15-19 jährigen weg". Ja ich weiß... :tongue:

    Und naja ich dachte irgendwie mehr über meine Zukunft nach. Also Schulende und was danach kommt.
     
    #11
    Kleeneflocke, 6 Dezember 2005
  12. Kenshin_01
    Kenshin_01 (33)
    Verbringt hier viel Zeit
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    123
    1
    Verliebt
    Kommt mir bissl bekannt vor. Auch wenn ned jeder der nach der 10. gelernt hat abends tiefergelegt daherkommt. Und schon garned nach 8 Stunden. Ich gehöre zu der Sorte (aussterbende Rasse) Ausgelernter die ihre Arbeite lieben und hochmotiviert sind. Und ich muss immer damit rechnen das es bald heißt "Sag zum Abschied...."

    'n Bekannter von mir ist mitlerweile bei der 3. Ausbildung angelangt und ich bin auch schon am Überlegen....

    Es leben Firmen die immer mehr Milliarden Gewinn machen und aufgrund ihrer guten Situation no mehr Leute auf die Straße setzen. Weil angeblich keine Arbeit für die Leute da ist. Is wohl eher umgekehrt, keine Leute für die Arbeit....das ist traurig :flennen:
     
    #12
    Kenshin_01, 6 Dezember 2005

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