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Angst bestimmt (fast) mein Leben

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von Igraine, 12 August 2007.

  1. Igraine
    Gast
    0
    Ich weiß nicht, was ich mir von diesem Thread erhoffe, eigentlich soll es erstmal ein Sammelstelle für meine Gedanken sein.

    Ich weiß nicht, wann das angefangen hat, aber irgendwie ist es im Laufe der Zeit immer mehr und schlimmer geworden. Wie soll ich dagegen ankämpfen? Wie soll ich diese Angst vor allem ablegen?

    Es fängt schon beim einfachsten an: Angst, vor der Höhe, wenn ich auf einer Leiter stehe oder über Brücken laufe; Angst, über eine Straße zu gehen; Angst, Auto zu fahren; Angst, gekündigt zu werden; Angst, etwas falsch zu machen; Angst, daß meinem Freund etwas zustößt, daß meinen Eltern etwas zustößt; Angst, daß ich das alles einfach nicht mehr schaffe.

    Ich bin so kurz vor einem Totalzusammenbruch. Ich seh keinen Ausweg mehr, kein Licht am Ende des langen dunklen Tunnels. Alles scheint einfach immer schief laufen zu MÜSSEN.

    Ich kann nicht mehr, ich möchte flüchten, aber das wird mir auch nix bringen. Meine Mutter meint, ich soll professionelle Hilfe in Anspruch nehmen, damit ich diese Angst vor allem weg bekomme.

    Aber will ich das wirklich? Schaffe ich das?

    Wie soll ich weitermachen? Wie soll es weitergehen?

    Wer es nicht ganz versteht, der soll sich nix draus machen. Antworten sind erbeten.
     
    #1
    Igraine, 12 August 2007
  2. User 35148
    User 35148 (43)
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    nicht angegeben
    Ist es eine innere Angst?
    Ein ungutes Gefühl? Dass Du vielleicht als Angst auffassts?

    Du kannst nicht allen helfen, kannst nich alle vor egal was bewahren.
    Jeder ist für sich selber verantwortlich.

    Dass Du Dich um Deine Mitmenschen sorgst, ist normal bis löblich.
    Doch es sollte Dich nicht zerstören.

    Wenn Du das nicht mehr alleine schaffst, dann rede mit echten Freunden, die dich in dieser Zeit unterstützen und Dich auch begleiten!

    :engel_alt:
     
    #2
    User 35148, 12 August 2007
  3. Prof_Tom
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    nicht angegeben
    Ich denke, aus diesen Text lässt sich sehr gut herauslesen, dass die Angst ein Bestandteil des Leben jedes einzelnen ist. Sie drückt sich nicht nur im Gefühl aus, Angst vor etwas zu haben, sondern sie auch ein allgegenwärtiges, bedrückendes Gefühl. Eine böse Vorahnung im Unterbewusstsein. Diese Angst kann aber überwunden werden, wenn man sich bewusst wird was man zu verlieren hat. Im Vergleich zum Universum ist unser eigenes Leben klein und unbedeutend. Ich denke um das absolute erfüllende Glück zu erreichen muss unbedingt die Angst überwunden werden.

    LG
     
    #3
    Prof_Tom, 12 August 2007
  4. Razzepar
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    1
    nicht angegeben
    Ich denke auch, dass du professionelle Hilfe in Anspruch nehmen solltest. So wie du es beschreibst, ist es nämlich wirklich eine Angststörung und keine normale Angst. Eine Selbsttherapie würde dich wahrscheinlich nicht viel weiter bringen, wenn du nicht weißt, wo du ansetzen sollst. So eine allgemein verfasste Angst wie du sie beschreibst ist im Vergleich zu Phobien auch etwas ganz anderes und wirkt sich untherapiert sehr schlecht auf dein Leben aus. Such dir unbedingt einen Therapeuten aus, der dir sympathisch ist und dem du vertrauen kannst..

    Und lass dir bitte nicht erzählen, dass eine allgegenwärtige Angst normal ist. Ich finde es gut, dass du dich damit auseinandersetzt und ich denke, dass du die Angst überwinden kannst, wenn du qualifizierte Hilfe dabei hast. Ob du aus Gesprächem mit Freunden klug wirst, kann ich dir nicht sagen... es kann sich sowohl negativ als auch positiv (selbsttherapierend) auswirken, wobei du mit qualifizierter Hilfe da sehr viel bessere Aussichten hast.
     
    #4
    Razzepar, 13 August 2007
  5. Igraine
    Gast
    0
    Ich kann diese Angst nicht beschreiben. Sie wirkt sich so aus, daß ich mir fast nix zutraue, daß ich noch aus der Wohnung gehe ist fast ein Wunder. Ich fahr zb kaum noch Auto.

    Es ist nicht so, daß ich hauptsächlich Angst um meine Mitmenschen habe, bis auf meinen Freund, meine Familie und Freunde. In erster Linie hab ich Angst, daß mir etwas zustößt, daß ich verletzt werde, sowohl körperlich als auch seelisch.

    Ich habe Angst im Dunkeln, deshalb mach ich, wenn ich abends alleine zu hause bin, überall Licht an, damit hab ich dann aber Angst, daß mich jemand beobachtet und auf mich zielt und dann erschießt. Wenn ich allein in der Wohnung bin, mein Freund auswärts schläft, schließ ich die Wohnungstür immer zweimal ab, weil ich Angst habe, daß jemand reinkommt und mich überfällt.

    Ich habe Angst, wenn jemand zu dicht hinter mir steht oder läuft, daß er mich wegzerrt und mir weh tut, mich vergewaltigt zb.

    Mein Haustier ist vor ein paar Tagen gestorben, fünf Jahre ist es geworden. Ich hatte von Anfang an einfach immer Angst, daß sie eines morgens nicht mehr lebt. Wenn sie mal keine Geräusche gemacht hat, nicht gequietscht o. ä., dann bin ich sofort zu ihrem Käfig hin und hab geschaut, ob sie noch lebt. Wenn sie einfach nur da lag und geschlafen hat, dann hab ich sie geweckt. Ich hatte ständig Angst, daß ich dann mal alleine bin.

    Mit Freunden kann ich nicht reden. Meine beste Freundin wohnt ewig weit weg und hat ihre eigenen Probleme, da möchte ich sie nicht auch noch mit meinen belasten. Ich habe Angst, daß ich damit unsere Freundschaft kaputt mache.

    Mein Freund kann mir auch nicht helfen, ich kann ihm das zwar erzählen. Aber er kann es nicht verstehen, was ich ihm nicht böse nehme. Er ist halt locker, nimmt sich nicht alles zu Herzen und hat auch vor fast nichts Angst.

    Auf Arbeit hab ich Angst etwas falsch zu machen und deshalb frag ich dann immer auch die unnötigsten Dinge nach. Ich trau mich nicht zur Arbeit zu gehen, weil ich Angst habe, daß ich dann die Kündigung auf dem Tisch liegen habe, jeden Tag.

    Wie wird ein Hausarzt reagieren, wenn ich ihm sage, daß ich einen Überweisung zu einem Therapeuten möchte, weil ich vor allem Angst habe? Das kann sich doch kein normaler Mensch richtig vorstellen? Vor allem, weil ich es auch nie nach außen trage, ich diese Angst nicht wirklich zeige.
     
    #5
    Igraine, 13 August 2007
  6. User 35148
    User 35148 (43)
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    nicht angegeben
    Schade, dass Dir inzwischen niemand weiter geantwortet hat :schuechte

    Ich traue mich schon fast nicht zu fragen, und das musst Du auch nicht hier beantworten. Dafür gibt es ein gesondertes Unterforum,
    in dem Dir eventuell besser geholfen werden kann.

    Wurde Dir mal etwas angetan, wovon Du Dich anscheinend nie erholt hast?
    Es können tatsächlich erlittene körperlische oder seelische Schäden sein,
    die in Deinem Unterbewusstsein schlummerten, und die nun nach und nach in Form dieser Angst auftauchen?

    Du solltest vor allen Dingen vor einem keine Angst haben: Dir helfen zu lassen!

    Wie gut kennst Du Deinen Hausarzt, und wie gut kennt er Dich?

    Er muss Dich ernstnehmen, sonst rate ich Dir, Dir dringend einen anderen zu suchen.

    Du kannst bestimmt auch erstmal zu einer der Beratungsstellen gehen, wenn Du Dir nicht sicher bist.

    Wenn Du Angst hast, dafür alleine außer Haus zu gehen, dann frag Deinen Freund. Selbst wenn er das alles nicht so schlimm sehen mag.
    Ihm muss doch auffallen, dass es Dir nicht gut geht.

    Dass Du Angst vor einer Kündigung hast, ist auch verständlich, bei alle dem was Du anführst.
    Doch die Firma wird Dir eher kündigen, wenn Du unentschuldigt wegbleibst!
    Dass man nicht immer alles richtig macht, ist menschlich.
    Und vieles lässt sich (er- bzw. ver-)lernen.

    So auch deine Ängste. Die hast Du mit der Zeit aufgebaut,
    und nun musst Du lernen, sie wieder abzubauen.
    Doch dafür wirst Du Geduld brauchen.

    Wie schaffst Du es denn, Dich zu beruhigen?
    Gibt es etwas... ein Bild, Musik?
    Gibt es einen Ort, an dem Du gerne wärst?

    Und... Wann hast Du das letzte Mal Urlaub gemacht?
    Dich richtig entspannt, es Dir wirklich gut gehen lassen???
    Vielleicht bist Du nur total gestresst?

    Rede mit einer Person, der Du vertraust, und die Dir in echt helfen kann.

    :engel_alt:
     
    #6
    User 35148, 14 August 2007
  7. rough_rider
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    vergeben und glücklich
    http://de.wikipedia.org/wiki/Phobophobie

    du bist doch gesegnet - du kannst den ganzen tag über MUTIG sein!
    ich selbst suche immer wieder dinge vor denen ich mich fürchte um sie zu bestehen.

    ich HASSE dunkle wälder
    ich HASSE es bei nacht schwimmen zu gehen (see, meer, dunkler pool - egal)

    ich zwinge mich aber dazu diese ängste abzulegen indem ich diese dinge mache denn mal ehrlich WAS SOLL PASSIEREN?
    denke logisch - was soll passieren?

    du stehst auf ner brücke und schaust runter. ne hohe brücke huiii, sicher 150 m und unter fließt ein kleines bächlein.
    die beine werden schwach und du... knickst auf der brücke zusammen? na und? stirbst dadurch?

    ich bin von so ner brücke sogar gesprungen, das bungee-seil an meinen füßen hat mir die 99,9 % sicherheit gegeben, dass NICHTS passieren wird.

    STELL DICH!
     
    #7
    rough_rider, 14 August 2007
  8. User 35148
    User 35148 (43)
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    nicht angegeben
    Eh? Die Angst vor der Angst?
    Sie ist doch schon viel "weiter" und hat aber richtig Angst...
    Fast Lebensangst... "Vitaphobie" oder so...

    :engel_alt:
     
    #8
    User 35148, 14 August 2007

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