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Angst, etwas falsch zu machen ... und zu bereuen!

Dieses Thema im Forum "Beziehung & Partnerschaft" wurde erstellt von dannycologne, 5 April 2010.

  1. dannycologne
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    nicht angegeben
    Hallo,

    ich weiß nicht so wirklich, unter welcher Kategorie ich eine Story einsortieren sollte, daher bin ich nun hier gelandet.

    Es ist alles durchaus kompliziert und ich weiß gerade nicht, was falsch oder richtig ist.

    Auf einer Onlinebörse lernte ich ein Mädel kennen. Wir fanden uns sofort sympathisch und sie hatte so schnell Vertrauen gefunden, dass wir uns in ihrer Wohnung trafen. Ein Erlebnis, das mich prägte und beeindruckte. Eine tolle Frau dachte ich und sie war auch nicht abgeneigt. Anschließend telefonierten wir sehr oft und lange. Mittlerweile wissen wir soviel von uns, dass wir uns enorm vertrauen und sehr viel intimes voneinander wissen.

    Irgendwann kam in einem Gespräch heraus, dass sie wegen ihrer Kindheitserlebnisse eine Therapie gemacht hatte. Außerdem dass sie in ihrer vorletzten Beziehung von ihrem Partner kräftig verprügelt wurde. die Nacht endete mit Polizei etc. Danach war sie kurz mit einem Typ zusammen, der sie wieder "aufgepeppelt" hatte und ihr Selbstvertrauen zurückgab. Durch diese Zeit hätte sie alles gut verkraftet und verarbeitet.

    Nun steht sie als Lehrerin kurz vor ihrer "Festanstellung" (im September). Als Härteprobe oder gar Mobbing wird sie seitdem mit Arbeit zugeschüttet. Außerdem stürzt sie sich wie eine Besessene bis in die Nächte hinein, so dass es praktisch auch keine Freizeit mehr gibt.

    Wir haben uns beide eine handvoll gesehen, gelaufen im eigentlichen Sinne ist nix. Wir sind in der Kennenlernphase. Immer wenn es mit Dates danach konkreter wurde, kam etwas dazwischen ... woraufhin sie sich dann immer entschuldigte, dass es nicht ihre Schuld sei. Dennoch hatte es zwischenzeitlich mal geklappt und ich habe ihr zweimal offen gebeichtet, dass ich in sie verliebt bin, ihr aber Zeit gebe und sie gerne in allem unterstütze. Sie sagte nur, dass sie im Moment keinen freien Kopf wegen dem Job hätte ... und lieber gucken möchte, was die Zeit mit uns bringt. Außerdem wollte sie es mit Treffen deshalb nicht übertreiben, damit sie mich nicht verletzt ... weil ich verliebt sei und sie noch Zeit bräuchte. Auf meine Frage, wo die Reise hingeht, antwortete sie: "Liebend gerne auf jeden Fall eine Freundschaft und mit weiterem bitte ich einfach um deine Geduld, die brauche ich gerade einfach von dir."

    Das Problem ist zudem, dass sie wegen der Probezeit ihre Therapie abbrechen musste, da dadurch keine Festanstellung möglich wäre. Und das wurde ihr nun zum Verhängnis. Nach meiner Festanstellung hörte ich plötzlich nichts mehr von ihr. es kamen Mails mit Entschuldigungen, sie würde sich bald wieder melden ... und ich wartete. Das ging dann gute ein-einhalb Monate lang so. Zum Schluss war ich stinkesauer. Ich hatte mir sogar die Deadline für Ende der Osterferien gesetzt – nach dem Motto "Wenn ich bis dahin nix höre, war's das!" Denn als Lehrerin hat man ja in den Ferien meist Zeit.

    Irgendwann kam es dann zu einem Telefonat, wo sie erzählte, dass sie wegen dem Job in Depressionen verfallen sei und sich komplett abgeschottet hat. Auf die Depressionen kamen nun auchnoch ein paar schwerwiegende Arztdiagosen, die das alles nicht besser machten. Außerdem hätte sie den Tick, immer einen Schritt zurückzugehen, wenn ein Typ ihr zu nahe kommt. Aber sie würde mir enorm vertrauen, obwohl sie immer ein Problem bei anderen damit hätte. Bei diesem langen Gespräch, wo ich ihr auch sagte, dass so ein Kontaktabbruch nicht mit mir machbar ist, habe ich ihr meine Hilfe angeboten ... und ihr versprochen, dass ich ihr nie weh tun würde.

    Seitdem sprechen wir wieder locker und offen ... so wie zu Beginn. Auch ist von der Depression nichts mehr erkennbar ... sie denkt und spricht positiv. Gerade ist sie für eine Woche bei einem Freund, also raus aus ihrem Heimatort und abschalten. Ich finde, dass das bei ihrer depressiven auch gut ist – nix sehen und hören. Allerdings hatte ich ihr gesagt, dass ich sie nach ihrer Rückkehr gerne sehen möchte. "Grundsätzlich spricht da gar nix dagegen", so ihre Antwort. Als ich ihr sagte, dass mir diese Antwort nicht gefällt, korrigierte sie: "Ja klar, will dich auch sehen ... weiß nur nicht wann ich genau zurück sind!"

    Sie hätte am ersten Ferientag eine Kneipentour mit Bekannten bis in die Morgenstunden gemacht. "Ich würde mir wünsche, wenn wir so ne Spontanaktion auch mal gemeinsam machen würden", so ich. "Ja, ich muss das endlich mal lernen, dass ich sowas nicht alleine mache. Blöde Gewohnheit." so sie.

    Jetzt ist sie seit zwei Tage zu dem Freund weg ... und bei mir gehen die Gedanken los. Ich merke derzeit, dass ich meine Gefühle und reine Freundschaft bei ihr nicht trennen kann. Ich schaffe es nicht. Denn ich habe enorm viel Power und nen langen Atem gehabt, da ich gerne wissen wollte, ob es mit uns klappen könnte. Und sie war ja (zumindest anfangs) nicht abgeneigt, wie ich das empfunden habe.

    Wenn sie zurück ist, wird sie sicherlich nach nem Treffen fragen ... das weiß ich. Aber ich würde ihr so gerne vorher sagen, dass ich meine Verliebtheit nicht mit Freundschaft trennen kann. Und nur dann macht für mich auch das Date ein Sinn. Ich will aber nicht, dass sie dann wieder untertaucht und sich wieder abschottet ... bzw. in ihre Depression verfällt und ich bin's schuld.

    Es ist schwierig und weiß nicht, was richtig ist. Allerdings habe ich so oft Rücksicht genommen und müsste mal an mich denken, oder? Ich spüre halt, dass meine Geduld jetzt auch wirklich ihre Grenzen hat ... ich muss aber Klarheit für mich bekommen. Immerhin spreche ich über eine Zeitraum von Oktober bis heute, wo ich sie unterstützt habe.

    Der Punkt ist, dass ich meine Deadline nicht vergessen habe – trotz allem. Ein Zeitpunkt, wo ich eine Entscheidung "für uns beide" hätte treffen müssen, was uns beiden nicht gefallen hätte. Ich merke, dass die Gefühle einfach zu groß sind, um nun auf Fingerschnippen "Kumpeltyp" zu sein. Und nur dann macht es nun für mich Sinn, sich bei einem Date näher kennenzulernen. Es macht keinen Sinn, zu denken: "Naja, lass uns erstmal treffen und dann sehen wir." Endweder sie will diesen Weg mit mir zusammen gehen und probieren und schauen, ob es mit uns beiden klappen könnte. Wenns nicht klappt, dann ist es gut und alle sind schlauer. Nur diese unnötige Rücksicht von ihr, die macht mich kaputt.

    Wie seht ihr das? Wie würdet ihr entscheiden? Sehe ich etwas komplett falsch oder zu egoistisch? Immerhin geht es um Depression ...
     
    #1
    dannycologne, 5 April 2010
  2. xoxo
    Sophisticated Sexaholic
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    2.618
    Verheiratet
    Off-Topic:
    Im Alter bereuen die Menschen nicht Dinge, die sie getan haben, sondern Dinge, die sie nicht getan haben.
     
    #2
    xoxo, 5 April 2010
  3. Wundertüte
    Sehr bekannt hier
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    676
    nicht angegeben
    Ich würde dir raten, das Treffen auf jeden Fall wahr zunehmen falls es wirklich dazu kommen sollte.
    Du kannst Ihr dann deine Situation von Angesicht zu Angesicht klarlegen,
    dass es für dich einfach nicht möglich ist nur eine Freundschaft zu führen.
    Und Ihr klarmachen das sie sich eintscheiden muss, für die Freundschaft oder eine
    Beziehung.
    Ich finde es gut dass du dir selber eine Deadline gesetzt hast,
    du machst dich nur kaputt damit wenn du dir immer wieder Hoffnungen machst.
    Du musst auch aufpassen dich nicht von Ihren Depressionen runterziehen zu lassen.
    Wie gesagt, dass einzige was du meiner Meinung nach machen kannst ist
    wirklich das persönliche Gespräch mit Ihr zu suchen und Ihr danan einfach
    ohne Rücksicht auf Verluste wirklich zu sagen wies dir geht.
    Dann ist Sie am zug.
     
    #3
    Wundertüte, 6 April 2010
  4. Fuchs
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
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    Single
    Ich habe das Gefühl, du siehst die Sachen schon halbwegs rational, machst dir über vieles Gedanken und setzt dir auch klare Zeitpunkte, wo einfach eine Entscheidung her muss, damit sich überhaupt etwas bewegt.

    Deine Besorgnis ist doch die folgende: Du kennst dich mit ihrer Depression nicht aus und weißt nicht, ob du ihr Verhalten allein damit erklären solltest. Das sie dich "hinhält" und das sie sich über einen Monat nicht ein einziges Mal meldet. Ist das alles nur, weil sie wirklich Zeit braucht - weil es ihre Depression alles so schwierig für sie macht? Oder versteckt sie sich nur dahinter und nutzt dich in dem, was du für sie machst, als Trostspender und Seelenklempner aus?

    Der Gedanke wäre unschön, genauso unschön wie jemanden, der ohnehin Stress und Probleme hat noch zusätzlich zu drängen, weshalb du dich fragst, ob du egoistisch wärest.

    Ich denke, das man in diesem Fall nicht von Egoismus sprechen sollte, sondern eher von Selbstschutz: So wie es bisher läuft, werdet ihr zumindest beide nicht glücklich. Rücksichtnahme darauf, dass es bei ihr vielleicht wirklich schwieriger ist als bei anderen Personen, ist sicher angebracht, aber darf nicht so weit führen, dass sie ihre Depressionen als Blanko-Ausrede dafür nimmt, sich jeglicher Entscheidung zu entziehen. Mit der Depression muss primär sie zurechtkommen und nicht du: du bist nicht ihr Therapeut.

    Du bietest ihr stattdessen andere Dinge und das müsste sie langsam mitbekommen haben. Ich würde daher dazu tendieren, ihr schon zu sagen, was du von ihr erwartest und auch zu betonen, dass du nicht mehr lange warten kannst. Versuche dann zu ergründen, wo ihr genaues Problem mit dir liegt: hat sie keine Gefühle für dich oder sieht sie in ihrer schwarzen Welt einfach keine gemeinsame Zukunft? Vielleicht findet sie sich auch überhaupt nicht liebenswert? Sie kann sich vieles einreden - das gibt ein riesiges Spektrum an Psychomist. Wenn du in der Hinsicht weiterkommen willst, musst du sie so weit bekommen, dass du mit ihr da durch gehst, oder eben nicht. Von alleine scheint sie jedenfalls nur schwer die Kraft zu finden, sich über ihren Standpunkt klarzuwerden.

    Wenn das nicht klappt, würde ich generell von einer Beziehung zu ihr absehen. Ganz davon ab, dass dir natürlich ohnehin klar sein muss, dass Probleme mit ihr vorprogrammiert sein werden, da so eine Depression nicht mal eben verschwindet, nur weil man einen Partner hat, der einen liebt.
     
    #4
    Fuchs, 6 April 2010

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