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Angst um meinen Vater

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von Malin, 4 August 2008.

  1. Malin
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    Mein Vater hat schon seit ca. 10Jahren Diabetes. Bisher hat er noch nicht spritzen müssen, weil er versucht hat das ganze durch gesunde Lebensführung- die er auch wirklich durchzieht- in den Griff zu bekommen. Aber das scheint nicht zu reichen.
    Seit paar Wochen hat er einen dick geschwollenen Fuß und ist damit erst heute zum Arzt und das hängt mit der Krankheit zusammen! Die Zuckerwerte sind wohl auch viel zu hoch! Nun hab ich bisschen gelesen und der diabetische Fuß gehört schon zu den Spätfolgen und wurde da in einem Atemzug mit Herzinfarkt etc. genannt. Das beunruhigt mich jetzt doch sehr. In 2 Wochen fahren meine Eltern in Urlaub- das macht mir nun auch Sorgen- nicht das da was passiert.
    Ich weiß jetzt grad auch nicht wie das jetzt weiter geht? :kopfschue

    Mein Opa, also sein Vater, ist übrigens an Herzinfarkt gestorben. Weiß nicht, ob der vlt auch Zucker hatte und es nicht bemerkt hat...
     
    #1
    Malin, 4 August 2008
  2. User 11345
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    nicht angegeben
    Diabetis ist eine nicht zu unterschätzende Zivilisationerscheinung. In der Tat kann der unbehandelte Diabetis viele Nebenwirkungen mit sich führen.

    Wenn möglich sollte sich dein Vater weiterhin sportlich betätigen und seine Ernährung komplett umstellen. Hat er nach deiner Aussage wohl auch einigermaßen gemacht.

    Ferner regelmäßig den Blutzuckerspiegel kontrollieren.
    Wenn nötig Insulin spritzen. Vorsicht ist geboten, dass man nicht zuviel spritzt. Klingt jedoch so, dass dein Vater noch geistig fit ist und sich die Dosen selbst anpassen/errechnen kann.

    Du darfst das nicht schwarz sehen! Wenn man wirklich komplett alles umstellt, und die Zuckerwerte in der Norm hält kann man mit Diabetis ohne Probleme alt werden.
     
    #2
    User 11345, 5 August 2008
  3. Malin
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    Ja, die Ernährungsumstellung hat ja auch lange Zeit ausgereicht. Aber jetzt ja offensichtlich nicht mehr....
     
    #3
    Malin, 5 August 2008
  4. CCFly
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    es gibt doch antidiabetika, die der arzt verschreiben kann. oder nimmt er die schon? bei typ 2 muss man ja nicht unbedingt insulinspritzen. nur, wenns anders nicht mehr geht.
     
    #4
    CCFly, 5 August 2008
  5. Nevery
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    wie, nur gesunde lebensführung? nichtmal tabletten? damit bringt er sich auf ziemlich unangenehme art und weise selber um... ich versteh nicht wie mans schafft so ne krankheit zu haben und sich so wenig drüber zu informieren....

    beim spritzen kann man, wenn man zuviel spritzt, sich selber umbringen: das ist richtig. aber das geht schnell und schmerzlos. bei zu hohem blutzucker, was er dann wohl permanent gehabt hat, kriegt man unmengen spätfolgen. man zerstört seinen körper langsam aber sicher, erst merkt man nichts, und wenn man was merkt, dann erst weil wirklich viel kaputt ist...
     
    #5
    Nevery, 7 August 2008
  6. Schweinebacke
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    nicht angegeben
    Diabetes Typ II bekommt man eigentlich mit vernünftiger Ernährung fast völlig in den Griff, bei Typ I sieht es natürlich anders aus, die Leute die spritzen sind aber afaik auch zum Großteil Typ Ier.
     
    #6
    Schweinebacke, 7 August 2008
  7. Nevery
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    nope. disbetes heisst, dass die bauchspeicheldrüse teilweise oder vollständig im arsch ist. man kann sie mit vernünftiger ernährung entlasten (auch wenn die ansichten über "vernünftige ernährung" oft völlig daneben sind), aber wenns erstmal soweit ist dass sie angeschlagen ist bringt nur ne gute ernährung auch nicht mehr genug. kann höchstens sein dass die spätfolgen sich soweit verzögern dass man bis dahin tot ist... mit viel glück. das is bei dem vater der ts nicht gegeben so wies aussieht.

    in dem sinne halte ich selbst das "fast völlig" von dir für falsch. aber von nem "so geht das klar, und es passiert nichts" kann nun wirklich nicht die rede sein...
     
    #7
    Nevery, 7 August 2008
  8. RescueGirl22
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    Ganz ehrlich malin, welcher Arzt hat deinen Papa behandelt? Bei Diabetes2 ist es nur mit Ernährungsumstellung nicht getan, er mus auf jeden Fall mit sogenannten oralen Antidiabetika behandelt werden..Ich hoffe, das es für deinen Vater noch keine allzu schlimmen Folgen hatte... LG
     
    #8
    RescueGirl22, 7 August 2008
  9. Malin
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    hmm ich möchts eigentlich nicht auf den Arzt schieben. Mein Vater ist in solchen Sachen ein Sturkopf...
     
    #9
    Malin, 7 August 2008
  10. Mr.Piep
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    Rohkost - www.rawfor30days.com
    Ein Versuch wärs wert :smile:
     
    #10
    Mr.Piep, 7 August 2008
  11. Emilia16
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    nicht angegeben
    Diabetes Typ II ist eine Krankheit die in den letzten Jahren ziemlich zunimmt, schon eine richtige Volkskrankheit. Umso erschreckender ist, dass hier so viele so wenig Bescheid wissen, schließlich wird es in späteren Jahren wahrscheinlich viele von uns treffen.

    Beim Typ II wirkt das Insulin, das dafür zuständig ist den Zucker aus dem Blut in die Zellen zu schaffen, nicht mehr so gut -> erhöhte Insulinresistenz

    Daraus folgt ein erhöhter Blutzucker

    Begünstigt wird diese Insulinresistenz vor allem durch Übergewicht.

    Im Anfangsstadium produziert die Bauchspeicheldrüse noch Insulin, aber nicht mehr genug, da es einfach nicht ausreicht. In diesem Stadium kann eine Ernährungsumstellung sinnvoll sein, da man Gewicht reduzieren sollte und man versuchen sollte Nahrungsmittel zu nutzen, mit denen Kohlenhydrate langsam aufgenommen werden.

    Wenn das nicht reicht kann man Tabletten nehmen, die die Bauchspeicheldrüse weiter anregen Insulin zu produzieren.
    Das geht aber nur so weit, bis die Bauchspeicheldrüse damit überlastet ist und gar kein Insulin mehr produziert.

    An diesem Punkt muss man dann anfangen Insulin zu spritzen.

    @malin
    Das wichtigste bei Diabetes ist, dass die Patienten gut informiert sind, sich mit Ernährung gut auskennen, ihren Blutzucker gut im Griff haben und über die Langzeitschäden bewusst sind.

    Die Folgen von über längere Zeit erhöhtem Zucker sind Schäden an den Gefäßen und den Nerven.

    Ein Diabetiker spürt kleine Verletzungen an den Füßen nicht mehr so gut und sie heilen auch nicht mehr gut ab, weil die Gefäße geschädigt sind.

    Weil dein Papa einen diabetischen Fuß hat, heißt das noch lange nicht, dass er in den nächsten Wochen oder Monaten einen Herzinfarkt bekommt.

    Er sollte nur Bescheid wissen, wie er das mit den erhöhten Blutzuckerwerten wieder in den Griff bekommt und was er mit seinen Füßen machen darf oder nicht darf.
     
    #11
    Emilia16, 8 August 2008
  12. Nevery
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    aber diabetes geht nicht weg nur weil mans nicht wahrhaben will...

    man kann auch durchaus gut leben wenn man sich mit der krankheit beschäftigt und sich drum kümmert, und mir wäre "nen paar jahre keine gedanken machen" wirklich kein restleben in nem zerstörtem körper wert.
     
    #12
    Nevery, 9 August 2008
  13. The q
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    Du Nevery scheinst dich damit ja besonders gut auszukennen...
    Sorry, wenn das vielleicht nicht angemessen ist, aber solche Aussagen, wie die von dir finde ich nicht ok, weil sie einfach nicht stimmen, aber so geschrieben sind, als wisse derjenige über alles bescheid.

    Ich selber habe Typ1 und meine Mutter Typ2, ich habe also durchaus Praxisbezug.

    Mit Typ1 muss man sich zwingend genauer damit beschäftigen, wenn man eine gute Einstellung gewährleisten will und durch meine Mutter habe ich mich auch mit dem Typ2 beschäftigt.

    Die Erklärung von Emilia16 ist schon super, aber noch nicht ganz Stimmig. Die Bauchspeicheldrüse hört nicht irgendwann auf zu produzieren, sondern kann diese großen Abgabemengen durch Erschöpfung nicht mehr erbringen Deswegen muss irgendwann zusätzlich Insulin gespritzt werden. Das ist aber nur der Fall, wenn sich der Blutzucker nicht über eine Ernährungsumstellung und Bewegung und/oder orale Antidiabetika in den Griff bekommen lässt.
    Es ist beim Typ2 in keinem Fall so, dass das zugeführte Insulin das Körpereigene ersetzt. Es unterstützt dieses nur, weil größere Mengen für die gleiche Menge Glukose nötig sind als bei einem Gesunden. Bei mir (also beim Typ1) ist es so, dass ich ohne Insulin sterben würde, weil meine Bauchspeicheldrüse keines mehr produziert.

    @Nevery:Ja, wenn man zu viel spritzt kann man sich damit umbringen, aber dazu reichen kleine Mengen, wie ein oder zwei Einheiten Insulin nicht aus. Außerdem ist das alles andere als schmerzfrei, wenn man ein Insulinanaloga hat. Dort führt es erst zu Erblinden und schmerzen, bis man dann, ich finde das Wort hier angemessen, daran verreckt. Bei einem Normalinsulin geht der Prozess schleichender und wohl auch ohne Erblinden. DAnn wäre der Tod durchaus schmerzfreier, wobei ich persönlich bezweifel, dass man selber davon nichts mitbekommt und am Ende einfach weg sackt. Zu viel Insulin führt zu einer Unterzuckerung. Ich habe schon einige gehabt und ich merke das. Ich fühle mich dann sehr unwohl und fange auch an zu zittern. Ob so ein Tod wirklich angenehm ist? Ich glaube nicht.

    @Malin: kontrolliert dein Vater denn regelmäßig seinen Blutzucker? Ist er bei einem Diabetologen in Behandlung oder beim Hausarzt? Wenn er nämlich schon Fußprobleme hat, sollte er wirklich zum Diabetologen. Ich weiß nicht, was er für Werte hat, aber ich würde ihm doch mal raten, sich in die Hände eines Facharztes zu begeben. Wenn er spritzen muss ist das auch kein Beinbruch, damit kann man sich gut arrangieren. Sehr wahrscheinlich wird er erstmal ein Basalinsulin bekommen, dass er abends oder morgens oder eben beides spritzen muss. Er wird schon damit zurecht kommen. Wenn sein Blutzucker dann wieder im Normalbereich ist, wird es ihm wieder besser gehen.

    Zu den Folgeschäden: Die möchte ich nicht aufzählen, aber der Herzinfarkt hat primär nichts mit dem Diabetes zu tun, sondern mit anderen Faktoren, die bei vielen Typ2 Diabetikern eine Rolle spielen, nämlich Übergewicht und ungesunde Ernährung. Wenn dein Vater sich jetzt bemüht, sich gut einstellen zu lassen, dann würde ich vor weiteren Folgeschäden erstmal keine so großen Bedenken haben, außerdem reicht der Fuß ja auch :zwinker: Das wird schon wieder! Heutzutage kann man mit der Diagnose Diabetes mellitus ziemlich alt werden und das ohne Probleme.
     
    #13
    The q, 10 August 2008
  14. Andrea120885
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    Ich denke das der Arzt deinem Vater alles ausführlich erklärt hat, und dein Vater geistig noch fit genug ist damit umzugehen, er scheint auch sehr diszipliniert zu sein, es wird schon gut werden, wär es so schlecht würde er nicht in den Urlaub fahren, oder?
    Hoffe ich habe mit meinen Vermutungen recht!
    Gute Besserung an deinen Vater
    Gruß Drea
     
    #14
    Andrea120885, 10 August 2008

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