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Angst vor´m Tod

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von goccinella, 4 Oktober 2004.

  1. goccinella
    Verbringt hier viel Zeit
    231
    101
    0
    nicht angegeben
    Wer kennt das noch: Also ich lieg manchmal so abend im Bett und kann nicht schlafen weil ich über´s Sterben nachdenken muss und ich hab wirklich Panik davor. Weil ich mir dass gar nicht vorstellen kann wie dass dann so ist danach halt. Das macht mich manchmal echt fertig. Ich hasse den Gedanken dann für immer weg zu sein.
     
    #1
    goccinella, 4 Oktober 2004
  2. ninja
    ninja (52)
    Verbringt hier viel Zeit
    510
    103
    7
    vergeben und glücklich
    hmm, so kenn ich das nicht. ich denke für MICH manchmal, dass es besser wäre, ich sei nicht mehr da. das heißt aber nicht, dass ich wirklich suizidgedanken hab!

    dirk
     
    #2
    ninja, 4 Oktober 2004
  3. Dreamerin
    Gast
    0
    Ja ich kenn das nur zu gut.

    Früher - als ich noch kleiner war - hab ich immer drüber nachgedacht und bekam dann so nen "Angstschub", mir ist ganz heiß geworden, alles war so hoffnungslos.

    Jetzt verdräng ich den Gedanken total. Das geht. Wenn ich ihn zulasse (erst letztens wieder am Telefon), dann isses genauso wie früher - der Angstschub und so.

    Komische Vorstellung: Jeder nimmt sich so wichtig. Tut und macht, will was erreichen. Und im Endeffekt ist man ein ganz ganz ganz kleines Würmchen, das überhaupt keinen interessiert, genauso wie alle anderen Milliarden Würmchen.

    Hinterher sitzen wir nicht irgendwo auf ner Wolke und gucken von oben zu. Sondern wir sind weg, tot, wir denken nicht mehr, wir sehen nichts mehr.

    Und wenn ich jetzt nicht aufhöre zu schreiben, krieg ich wieder diese blöde Angst... :frown:

    Die ersten 2 Wochen ist man traurig... Dann fängt schon das Gras über meinem Tod zu wachsen an. Man wird irgendwo verscharrt, Friedhof. Irgendwann wirds den Angehörigen lästig, weil sie im Sommer jeden Tag gießen müssen. Und dann die Enkel, Urenkel usw. fragen ihre Eltern "Wer ist die Frau, die da drauf steht?". Dann wird der Grabstein erneuert, weil er zu voll ist - mein Name ist nicht mehr dabei. Und dann irgendwann, wenn keine Nachkommen mehr im Ort sind, wird mein Grab einfach weg gemacht und ein neues anderes kommt hin... :-(

    Das Schlimmste daran ist der Gedanke, dass alles weiter geht und man selbst überhaupt nix mehr mitkriegt. Das macht mir so eine Angst... Das ist wohl auch der Grund, warum sich Menschen an irgendeinem "Weiterleben" festkrallen. Weil sie den Gedanken genauso wenig lieben wie wir!

    Aber wenn alles Leben weiterleben würde, wo wäre dann dieser Platz? Wo es wimmelt und man eingepresst ist wie eine Ölsardine?
     
    #3
    Dreamerin, 4 Oktober 2004
  4. Kathi1980
    Verbringt hier viel Zeit
    1.302
    121
    0
    Verheiratet
    Ich habe eher Angst davor, dass ein Mensch, den ich liebe, stirbt. Und dass man sich danach in einem "Himmel" wiedersieht, ist ja ein schöner Gedanke, aber daran glauben kann ich nicht wirklich. Davor habe ich echt Angst, dass z. B. meinem Mann was passiert und ich ihn nie wiedersehe :cry:
     
    #4
    Kathi1980, 4 Oktober 2004
  5. LadyEttenna
    0
    Der Tod gehört zum Leben.

    @Dreamerin....du lebst immer weiter und zwar in der Erinnerung die die Menschen stets an dich haben werden. Die Menschen denen du wichtig warst, die dich kannten und die dich liebten. Es wird immer Momente geben, wo sie an dich denken und die Zeit die du mit ihnen verbracht hast, deine Erfahrungen die du mit ihnen geteilt hast, werden lebendig erhalten.

    Das einzige was mir dabei Angst macht, wäre die Vorstellung in den letzten Stunden allein zu sein..ohne die Nähe eines mir wichtigen Menschen.
     
    #5
    LadyEttenna, 4 Oktober 2004
  6. Dreamerin
    Gast
    0
    Stimmt @ Kathi23

    Der Gedanke, dass man jemanden nie wieder sieht, ist auch schrecklich.

    Allerdings ist die Zeit, die man seinen Mann dann nicht mehr sieht, ein Witz gegen die Zeit, die nach einem kommt, wo man nix mehr mitkriegt.

    Der 1. Freund meiner Schwester hat sich umgebracht, kurz vorm Zusammenziehen. Ich hätte das nie verkraftet...

    Und was nützt es mir im Endeffekt, wenn Leute an mich denken? Deshalb lebe ich auch nicht. Das selbe ist, dass es mich nicht beruhigt, "in meinen Kindern weiterzuleben".

    Lieber wär ich ja noch ein Geist, der rumspuken kann, auch wenn keiner ihn sieht... :eek:
     
    #6
    Dreamerin, 4 Oktober 2004
  7. Kathi1980
    Verbringt hier viel Zeit
    1.302
    121
    0
    Verheiratet
    Also, davor, dass ich irgendwann nichts mehr mitkriege, habe ich eigentlich weniger Angst. Hat doch auch was für sich. Zu Lebzeiten macht man sich ständig einen Kopf um jeden Mist, dann hab ich endlich meine Ruhe :zwinker: ...
     
    #7
    Kathi1980, 4 Oktober 2004
  8. Dreamerin
    Gast
    0
    Ja aber von dieser Ruhe hat man nix, weil man sich deshalb nicht irgendwo in die Hängematte knallen kann und relaxen. Man kriegts ja nimmer mit.
    Da lob ich mir meine Sorgen...
     
    #8
    Dreamerin, 4 Oktober 2004
  9. LadyEttenna
    0
    Natürlich lebst du dann nicht mehr, aber für mich ist diese Vorstellung ein Trost. Damit kann ich auch u.a. verkraften, meinen Mann verloren zu haben. Er ist in vielen Dingen und Momenten immer noch für mich da, wenn auch nur in Gedanken.
    Kommt in jedem Fall auch auf die eigene Einstellung an und ist sicherlich nicht zu verallgemeinern. Da muß jeder seinen eigenen Weg finden, mit dieser Tatsache umzugehen. Und du wirst sicherlich auch noch den deinigen finden.
     
    #9
    LadyEttenna, 4 Oktober 2004
  10. Dreamerin
    Gast
    0
    Ja, nicht dran denken und das Leben genießen!
     
    #10
    Dreamerin, 4 Oktober 2004
  11. smithers
    Verbringt hier viel Zeit
    1.349
    121
    0
    nicht angegeben
    Ich denke diese Gedanken huschen jeden mal durch den Kopf. Guck mal, wir Menschen sind halt nicht für die Ewigkeit gebaut. Wir werden alle einmal sterben, selbst wenn wir unsterblich werden, wird diese Welt nicht für immer existieren. Das ist Fakt und sicher! Wir Mensch haben halt ein Problem mit der Endlichkeit unseres Daseins. Aber davon erschrecken lassen würde ich mich nicht. Ich sehe es als meine Lebensaufgabe an „Werte“ zu schaffen die bleiben, auch wenn ich nicht mehr bin. Es ist richtig, dass wenn Du einmal begraben bist nicht mehr sehr viel passieren wird, schlimmsten Fall vergessen Dich deine Angehörigen und dein Grab ist noch 20 Jahren mit jemand anders belegt. Aber wir haben es selber in der Hand was und wie viel nach unserem Tot von uns über bleibt. Kein Mensch weis was nach dem Tot ist, sogar die höchsten Wissenschaftler streiten sich darum, was nun ist. Das schön ist, keiner kann es mit Sicherheit sagen, und diese Unwissenheit sollte uns Menschen vielleicht auch ein wenig neugierig machen, auf das was uns am Ende erwartet.
    Wenn Du ein langes und erfülltes Leben hattest, dann wirst Du auch keine Angst haben vor dem Sterben - so sagt mir das meine 92 jährige Schwiegeroma. Selbst sie sagt mir, dass sie nicht ewig leben möchte und schon gar nicht möchte sie ihren 100sten erleben. Ich denke es kommt immer darauf an, wie man an solche fragen über den „Tot“ herangeht. Solltest Du Dir Gedanken über das Thema machen, dann versuche Dich doch mal in verschiedene Personen einzudenken – also verschiedenen Alters. Du wirst feststellen, dass es immer aus dem Betrachtungswinkel ankommt, wie man gerade zum Thema „Tot“ steht. Hat man Probleme, so kann auch schon der Wunsch zu eigenen Ableben haben, oder ist gerade jemand sehr nahes gestorben, so wünscht man sich hinterher zugehen, oder ein guter Freund ist gestorben und man macht sich die Gedanken über: „Mensch – was wäre mit mir/uns passiert, wenn ich nun diese Krankheit gehabt hätte ....“
    Jeder ist sein Glückes Schmied, und wir sollten uns auch nicht von Gedanken an den Tot runterziehen zu lassen. Mal Dir doch lieber aus, was zwischen der Zeit deiner Geburt und deinem Tode liegen wird. Der Gedanke ist viel viel schöner als immer nur an der letztendliche zu denken. Gut das wir nicht wissen wie sich das „anfühlt“ tot zu sein, vielleicht hätten wir dann wirkliche Gründe um davor Angst zu haben.

    Der Tot dauert dein ganzes Leben und hört erst auf, wenn Du stirbst. Auch eine Sichtweise, aber ich bin der Meinung, man darf das nicht negativ sehen, wir Menschen sind halt nur für eine Zeit hier im Universum, und spätestens wenn unsere Sonne sich aufbläht, um unsere Galaxis zu verschlingen wird der Mensch so in seiner Art und Weise nicht mehr existent sein. Aber für das dazwischen sind wir – die Menschen – verantwortlich. Und.... ist es nicht interessant wenigstens ein wenig bei der gesamten Entwicklung mitzuwirken..............


    Freundlichst

    smithers
     
    #11
    smithers, 4 Oktober 2004
  12. ninja
    ninja (52)
    Verbringt hier viel Zeit
    510
    103
    7
    vergeben und glücklich
    wer kann denn den beweis führen, dass es nach dem tod NICHT weitergeht? ich meine, es wird wie selbstverständlich gesagt: wenn ich tot bin, kriege ich nichts mehr mit. aus dem "lebenden" bewusstsein heraus stimmt das sicher, aber ist das wirklich so? ist wirklich alles zuende?

    dirk
     
    #12
    ninja, 4 Oktober 2004
  13. goccinella
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
    231
    101
    0
    nicht angegeben
    Dass ist ja grad dass Schlimme dass ich nicht weiss wie´s danach ist. Was ist wenn schon was danach ist aber wenn das dann nicht schön ist und das ist dann unendlich
     
    #13
    goccinella, 4 Oktober 2004
  14. Dreamerin
    Gast
    0
    Man hört ja immer die Stories von wegen man geht durch einen langen dunklen Gang.
    Was ich auch gehört hab: Dass Leute einen Herzstillstand hatten und "aus sich heraus gegangen sind". Die sahen sich dann da liegen und sterben. Wurden dann aber wieder ins Leben zurück geholt, daher konnten sie das erzählen.
    Oder die Leute, die immer behaupten, einen Geist im Haus zu haben oder mit Toten Kontakt aufzunehmen...
     
    #14
    Dreamerin, 4 Oktober 2004
  15. Luxia
    Luxia (46)
    Verbringt hier viel Zeit
    1.247
    121
    0
    vergeben und glücklich
    Nachdem ich sehr oft mit dem Tod konfrontiert werde, habe ich keine Angst mehr davor...
    Die Leute, die ich bisher nach dem Ableben gesehen habe, machten alle einen zufriedenen Eindruck.
    Denk nicht soviel darüber nach!
     
    #15
    Luxia, 4 Oktober 2004
  16. Soap
    Verbringt hier viel Zeit
    1.180
    123
    2
    nicht angegeben
    Ich habe keine Angst vorm Tod.
    Ich denke, irgend etwas wird danach sein. Was es ist kann keiner sagen.
    Die Tunnel-Licht-Geschichte kommt mir eher so vor wie der Rettungsweg. Die Leute die das erzählt haben sind immerhin zurückgeholt worden. Was die Menschen sehen, die dann wirklich sterben, weiß man nicht. Das Licht ist das Leben, dass sie zurückruft.
    Mir fällt zu diesem Thema immer direkt die Endszene von "2001-Odyssee im Weltraum" ein. Das Wiedergeboren werden als Sternenkind, dass die Schönheit des Kosmos sieht.
    Wer weiß schon was danach kommt... Ich will erstmal mein Leben noch genießen und werde dann mit Spannung das Ende erwarten. :smile:
     
    #16
    Soap, 4 Oktober 2004
  17. smithers
    Verbringt hier viel Zeit
    1.349
    121
    0
    nicht angegeben
    Das wird aber auch von einer ganzen handvoll Mediziener als "Spuk vom Hirn" abgehandelt. Neurologisch ist es schier wahnsinn was wärend des todes mit deinem Hirn / Zellen passiert. Die haben nämlich ein "Selbstmordprogramm" geladen, dass sie auch unaufhaltsam abfahren - kein Scherz! Wenn man mal die Möglickeit hatte eine CT - Aufnahme oder KS - Aufnahme zu sehen wenn ein Arial stirbt, traut man seinen Augen nicht. Da ist nicht "nichts los" beim sterben im Hirn. Da geht das richtig zur Sache. Es kann also eine art Schutzfunktion sein, die dir einfach das Sterben erleichtern soll. Angst ist zwar natürlich, aber die Natur ist selten so grausam dich mit dieser Angst alleine zu lassen - auch wenn Natur eigentlich grausam ist!

    smithers

    smithers
     
    #17
    smithers, 4 Oktober 2004
  18. Gucky
    Gucky (35)
    Verbringt hier viel Zeit
    279
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    0
    Single
    Solche Gedanken hatte ich auch immer als ich noch kleiner war, vor allem wenn ich bei meiner Oma schlafen musste. Aber heute mach ich mir eigentlich andere Sorgen, wenn ich nciht einschlafen kann. Vielleicht liegt es ja in der Natur des Menschen sich Sorgen um etwas zu machen und als Kind braucht man sich ja meist, um nix Sorgen zu machen.
     
    #18
    Gucky, 4 Oktober 2004
  19. ninja
    ninja (52)
    Verbringt hier viel Zeit
    510
    103
    7
    vergeben und glücklich
    könnte es daher kommen, dass viele verstorbene relativ friedlich/zufrieden (oder wie soll ich sagen?) aussehen? ich habe nämlich auch bei meinem sohn diesen fast zufriedenen gesichtsausdruck wahrgenommen.

    dirk
     
    #19
    ninja, 4 Oktober 2004
  20. goccinella
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
    231
    101
    0
    nicht angegeben
    Dein Sohn ist gestorben?
     
    #20
    goccinella, 4 Oktober 2004

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