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Angst vor dem Vaterwerden normal?

Dieses Thema im Forum "Schwangerschaft, Geburt & Erziehung" wurde erstellt von Elbstrand, 3 Februar 2005.

  1. Elbstrand
    Elbstrand (40)
    Verbringt hier viel Zeit
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    0
    Single
    Also, irgendwie scheinen sich die Männer ja hier zurückzuhalten, deshalb frage ich jetzt einfach mal selbst.

    Obwohl ich und meine Ex-Freundin momentan in einer ziemlich komplizierten Beziehungspause sind und es deswegen bei mir nicht konkret um eine kommende Vaterschaft geht, mache ich mir in letzter Zeit sehr oft Gedanken darüber. Es ist so, dass ich jetzt schon sehr wenig Freiraum für mich habe. Das liegt daran, dass ich viel Streß bei der Arbeit und meine Freizeit auch gerne mit Kram vollstopfe. Ich hätte gerne mehr Zeit für mich um einfach mal rumzuspinnen und private Projekte anzupacken, auf die ich Lust hätte.

    Die Vorstellung, dass ich mich dazu noch um ein Kind kümmern müsste, erscheint mir abenteuerlich. Ich hätte Angst, dann so gar keine Zeit mehr für mich zu haben. Ich fühle mich weder bereit noch befähigt dazu, obwohl ich grundsätzlich nichts gegen Kinder habe. Nur fehlt mir halt der Wunsch dazu. In meiner Beziehung war das Thema Kinder auch das große Reizthema, weil ich mich aufgrund meiner Bedenken nie eindeutig dazu äusserte. Und dann lese ich von anderen Paaren, die schon sehr früh einen gemeinsamen Kinderwunsch haben. Da frage ich mich halt, ob mit mir irgendwas nicht stimmt, weil mir halt dieser Wunsch fehlt.

    Dabei würde ich mich gerne mit meiner Freundin darauf freuen, unsere eigene Familie zu gründen. Aber obwohl ich mich gerade in den letzten Monaten mit dem Gedanken "angefreundet" habe, fehlt mir doch persönlich die richtige Motivation, das Verlangen danach, Vater zu werden.

    Meine Frage: Woran liegt das? Bin ich zu jung? Gibt es einfach Menschen, denen das Familiengründungs-Gen fehlt?

    Oder ist es einfach so, dass viele Männer sich niemals vorstellen konnten, wirklich Vater zu sein, wirklich Glück durch und mit ihrem Kind zu finden - bis es da war?

    Sprich, ich suche Skeptiker wie mich :smile:
     
    #1
    Elbstrand, 3 Februar 2005
  2. legath
    legath (39)
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Also ich muß Dir sagen, daß Du im Moment noch viel
    zu sehr daran zweifelst einer Vaterrolle gerecht zu
    werden und keine Zeit mehr für Dich zu haben.

    Von daher solltest Du Dir noch ein wenig Zeit lassen,
    um Deine Prioritäten zu ordnen.

    Ich selber bin mit 24 Vater geworden und kann Dir
    sagen, dass es das schönste im Leben eines Mannes
    ist zu sehen wie etwas heranwächst das zur Hälfte
    Dein eigen Fleisch und Blut ist.

    Deine Ängste kann ich nachvollziehen, sie sollten
    jedoch nicht Dein Leben so dermaßen beeinflußen, dass
    Du keine Entscheidungen mehr treffen kannst.
    Vielmehr solltest Du Dir einige Sachen klar machen.

    Zum einen ist es ganz normal dass Du wenn der kleine
    Wurm da ist weniger Zeit hast um Deinen privaten
    Hobbies nachzugehen, da Vater zu sein auch bedeutet
    das mann die Mutter unterstützt und hilft. Da der Mann
    ja auch meistens arbeiten geht, und die Mutter sich
    zu hause um das Kind kümmert sollte das selbstverständ-
    lich sein.

    Auf der anderen Seite ist es so, dass Dir dein Kind auch
    eine ganze Menge zurück gibt.
    Das Lächeln in seinem/ihrem Gesicht wenn Du sie/ihn
    berührst und zärtlich über die Wange streichelst.
    Oder wenn sie/er nach dem Essen auf deiner Brust liegt
    und dort mit dir zusammen einschläft.
    Oder die kleinen Kulleraugen,die Dich angucken und Dir
    sagen: Ich bin froh, dass Du auf mich aufpasst und immer
    für mich da bist.

    Ich weiß, dass alles kommt Dir mit Sicherheit etwas
    merkwürdig und ungewohnt vor. Und mit Sicherheit
    hast Du vor diesen Gefühlen Angst.

    Aber DU kannst mir glauben wenn ich Dir sage, dass
    Du in diese Rolle hineinwachsen wirst.

    Ich denke mal ich habe Dir hier einige Punkte an die
    Hand gegeben über die Du dir Gedanken machen kannst
    und solltest.

    Vielleicht kannst DU dich ja einfacher entscheiden welchen
    Weg Du jetzt gehen möchtest.

    Good Luck

    LG Legat
     
    #2
    legath, 3 Februar 2005
  3. Elbstrand
    Elbstrand (40)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    Single
    Wie kann ich die Prioritäten ggü. etwas setzen, was ich bisher nicht erfahren konnte? Ich kann ja nicht Vater sein, bevor ich es nicht bin. Trotzdem klingt dein Post sehr positiv. Auch ich stelle es mir ziemlich... abgefahren vor, einen Menschen vor sich zu haben, der mein eigen Fleisch und Blut ist. Wie war es denn vorher bei dir: Wolltest du das Kind, hast du dich darauf gefreut oder warst du skeptisch, dachtest, du könntest nicht damit umgehen?
     
    #3
    Elbstrand, 3 Februar 2005
  4. Stina
    Stina (36)
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Also, mein Freund ist jetzt 27 und ich 24, unser Wurm kommt in wenigen Wochen zur Welt...

    Das Kind war nicht geplant, aber wir hatten vorher schonmal darüber gesprochen, das wir beide auch Kinder wollen...

    Natürlich kann man sich nicht wirklich vorstellen, was da auf einen zukommt und was es wirklich bedeutet, Eltern zu werden. Als ich es meinem Freund erzählt habe hat r sich tierisch gefreut. Natürlich sind uns während der ganzen Schwangerschaft immer wieder Zweifel gekommen, ob und wie wir das alles schaffen... natürlich will jeder auch noch ein bisschen Freizeit für sich haben, nicht sein ganzes Leben aufgeben und nur noch Eltern sein. Mein Freudn fängt zusätzlich jetzt noch eine Umschulung an und ist die ganze Woche über nicht zu hause. Ausserdem spielt er noch in seiner Freizeit Schlagzeug in eienr Band und hat auch öfter Auftritte in ganz Deutschland verteilt... aber wir sind zuversichtlich das wir das schaffen.

    Er hatte auch öfter Bedenken, ob er seiner Vaterrolle gerecht werden kann, ob er überhupt noch ein bisschen Zeit für sich un seine Hobbies haben wird usw. Ich denke das ist normal, das geht sicher jedem Vater und übrigens auch jeder Mutter so.

    Wenn Du Dich noch nicht bereit dazu fühlst ist das doch auch okay, es zwingt Dich ja niemand dazu, bis spätestens 30 Vater zu werden! :zwinker:

    Ich denke, das der Wunsch nach eienr Familie mit Kind usw. irgendwann bei Dir auch kommen wird, und dann wirst Du vielleicht gar nicht mehr so viel Zweifel und Bedenken haben. Lass Dir einfach noc ein wenig Zeit damit, und setz Dich auch nicht selbst unter Druck, nur weil andere Männer diesen Wunsch in dem Alter verspüren und Du eben noch nicht!
     
    #4
    Stina, 4 Februar 2005
  5. legath
    legath (39)
    Verbringt hier viel Zeit
    33
    91
    0
    vergeben und glücklich
    Da kann ich mich meiner Vorrednerin nur anschließen.

    So ist halt das Leben. Manchmal muß eben Risiken eingehen und sich seine
    Prioritäten neu ordnen. Das ist es doch was das Leben so abwechslungsreich
    und interessant macht.

    Oh ja, ich habe mich drauf gefreut und wie zumal es bei mir gar nicht so sicher
    war ob ich überhaupt jemals kinder zeugen kann.

    Und natürlich war ich aufgeregt und nervös und habe mir oft genug die Frage
    gestellt ob ich mit meiner Vaterrolle umgehen und dem gerecht werden kann.

    Jeder der das Gegenteil behauptet ist entweder ein Lügner oder ein Mensch
    der so von sich überzeugt ist, daß ich mal behaupte das es besser wäre
    wenn so ein Mensch keine Kinder bekommen könnte.

    Klingt zwar hart aber so seh ich das halt.

    Überlege es Dir und treffe Deine Entscheidung ohne Dich von anderen
    zu irgendwas überreden zu lassen. Du mußt hinterher damit leben,
    egal wie Du Dich entscheidest und welche Konsequenzen das hat.

    So long.

    LG Legat
     
    #5
    legath, 4 Februar 2005
  6. Beastie
    Beastialische Beiträge
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    Single
    dem kann ich mich nur anschließen

    mein mannhat auch öfter gezweifelt, ob er denn mit alldem klarkommt.. gar nich so unbedingt mit den aufgaben usw.. sein problem war er, dass er angst hatte, außen vorzusein, weil er in der schwangerschaft ja nich so eine enge Beziehung zum zwerg aufbauen konnte wie ich...

    so, ich hab mir grad noch mal durchgelesen,was er damals geschrieben hat:

    also seine ängste und gefühle:
    er kann nich nachvollziehen, wie ich mich fühle, bzw wie sich die ss anfühlt und überhaupt... und hat angst, dass er deswegen nich richtig auf mich eingehen kann (zitat: Man kann doch eigentlich versuchen alles so gut es möglich ist zu tun, mit zu einer Ultraschalluntersuchung zu gehen, man kann auf dem Monitor den Knirps sehen wie er sich bewegt etc. man sieht wie die Frau zunimmt der Bauch runder wird, der Bauchnabel immer weiter rauskommt und und und, aber im endeffekt nimmt man das alles nur passiv mit. Man sieht es und man merkt es wenn man die Arme nicht mehr komplett um ihren Bauch legen kann.
    Aber das wichtigste geht doch an einem vorbei, sicher hat man auch eine Art von Gefühl, welche sich aber nur als unermüdliche Freude beschreiben würde.
    Das was den Bund zwischen Mutter und Knirps ausmacht ist doch was wesentlich anders als das was ein werdender Vater fühlt.)


    er kam sich die ganze ss über sehr hilflos vor (zitat: Stelle ich mir oft die Frage wie cih als Vater sein werde, kommt man sich da auch so hilflos vor wie in der Schwangerschaft, zumindest teilweise?
    Stellt sich mit der Geburt plötzlich ein Schalter um und man ist der Superpapi und kann alles?
    )

    er hatte angst, dass sich seine vatergefühle nie einstellen werden... weil er in der ss keine hatte...

    naja.. im endeffekt war alles umsonst *g*
    er is ein guter papa und für xander das highlight des tages, wenn er von der arbeit nach hause kommt

    ehrlich gesagt weiß ich nich, ob dir das überhaupt irgendwas hilft... wenn nich.. dann vergiss es einfach wieder :zwinker:
     
    #6
    Beastie, 4 Februar 2005
  7. Elbstrand
    Elbstrand (40)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
    124
    101
    0
    Single
    Also, danke nochmal an die drei Poster hier. Tatsächlich ist es so, dass ich mir momentan nicht vorstellen kann, Vatergefühle zu entwickeln. Aber das ging Beasties Freund ja nicht anders. Einfach ausprobieren sollte natürlich nicht sein, schliesslich geht es um ein menschliches Leben und ich möchte ihm, wenn ich denn wieder die richtige Partnerin dazu habe, ein guter Vater sein. Aber es scheint ja nicht ganz ungewöhnlich zu sein, dass sich die Vatergefühle vorher noch nicht so recht einstellen wollten und man auch Angst vor dem veränderten Leben hat. Wäre ja gelacht, wenn ich das nicht auch hinkriegte - irgendwann dann mal...
     
    #7
    Elbstrand, 5 Februar 2005

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