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Schule/Beruf Angst vor der Zukunft

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von Mitternachtssonne, 8 November 2009.

  1. Mitternachtssonne
    Sorgt für Gesprächsstoff
    19
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    0
    nicht angegeben
    Hallo liebe Community,

    eigentlich war ich gerade fertig mit Schreiben und dann ist mein PC abgestürzt *grrr* Naja, das passiert, wenn man es sich nicht vorher abspeichert, also auf ein neues.

    Für mich ist es etwas ungewohnt, über so etwas in einem Forum zu reden, aber mich würde die Meinung von ein paar Außenstehenden interessieren.

    Könnte etwas länger werden, aber ich hoffe trotzdem, dass sich der ein oder andere etwas Zeit dafür nimmt.

    Nun denn, ich bin 19 Jahre alt und habe im Juli meine Ausbildung abgeschlossen. Seitdem arbeite ich im öffentlichen Dienst. Zuerst war ich in einer Abteilung, wo es mir eigentlich recht gut gefallen hat, wurde dann aber bereits nach acht Wochen in eine andere Abteilung versetzt, da sie dort personell unterbesetzt waren und da ich quasi noch frisch war von der Ausbildung, suchten sie mich aus, da ich am schnellsten eingearbeitet sein würde, als jemand, der von außen kommen würde.
    Für mich war es im ersten Moment ein Schock, da ich in der Ausbildung ein bisschen Praxiserfahrung sammeln durfte und ich damals schon wusste, dass ist die Stelle, wo ich niemals hin möchte. Naja, hab dann versucht, mich damit anzufreunden, die Kollegen sind eigentlich alle ganz nett soweit, aber die Arbeit ist der reinste Horror. Es geht eigentlich nur um Zahlen und Rechnungen. Ich + Zahlen = Disaster.
    Mittlerweile ist es echt so, dass es mich an Tagen wie z.B. heute an einem Sonntag Abend vor morgen total graust. Wieder eine total lange Woche im Büro, die nicht vergehen will.
    Bei uns ist es so, dass immer noch großer Mangel an Personal herrscht, welches wir aber nicht bekommen werden. Es ist Standart, dass man um sieben Uhr morgens in die Arbeit kommt und sie um halb sechs wieder verlässt. Und man steht unter großem Druck, da man sich keine großen Fehler erlauben darf. Und die Arbeit wächst trotzdem einen über den Kopf.

    Zurzeit merke ich immer mehr, dass ich dort weg will und ich weiß auch von Kollegen, soweit ich das mitbekommen habe, dass sie versuchen, sich intern wegzubewerben auf eine andere Stelle, aber die Chancen wegzukommen, sind sehr gering. Keiner möchte unseren Job machen und die Vorstellungsgespräche intern sind recht brutal, was ich bisher gehört.
    Ich schau ebenfalls regelmäßig in den internen Stellenanzeiger, aber zurzeit ist nicht viel ausgeschrieben. Ich wüsste nicht mal, was ich in den Bewerbungstext schreiben sollte, denn die Stellen werden nur in 2-3 Stichpunkten beschrieben, was man da zu tun hat. Man kann eigl nur fantasieren. Außerdem frage ich mich immer mehr, ob ich überhaupt im öffentlichen Dienst bleiben will. Und hier beginnt mein eigentliches Problem.
    Denn eigentlich darf ich mich nicht beschweren: Öfftl. Dienst bietet mir einen sicheren Arbeitsplatz und der Lohn reicht, um ein vernünftiges Leben führen zu können (auch wenn er deutlich unterbezahlt ist, für das, was man dort leisten muss).
    Jeder in meiner Familie sagt, ich soll mich glücklich schätzen, dass ich diesen Job habe, einen sicheren Arbeitsplatz bis zur Rente. Doch wenn ich diesen Satz schon höre, würde ich am liebsten alles hinschmeißen (was ich natürlich nicht mache, so vernünftig bin ich noch ^^).
    Ich möchte nicht einfach kündigen, arbeitslos werden und dann nach etwas neuem suchen. Das wäre quatsch. Ich wohne noch daheim und möchte dann nicht meiner Mutter einfach auf der Tasche liegen, sondern möglichst selbstständig sein.

    Naja, aber dann gibts diese andere Seite in mir, die denkt, scheiß auf den Job, auch wenn er noch so sicher ist, sondern such nach etwas, das dir Spaß macht. Mhhh, ja... was macht mir Spaß? Ich würde so gerne etwas kreatives machen. Das was ich jetzt mache, ist trockene Büroarbeit basierend auf Paragraphen. Naja, aber genaue Vorstellungen hab ich nicht.
    Soll ich nochmal eine Ausbildung machen? Aber ich bin schon 19, bald 20 und ich hab irgendwie das Gefühl, dass mir die Zeit davon rennt.
    Außerdem hab ich nicht die besten Chancen bald etwas anderes zu finden. Ich hab einen guten Quali gemacht (1,7), aber mit 16 kurz vor meinem Realschulabschluss die Schule abgebrochen, da ich damals unter schweren Depressionen litt. Da hatte ich aber schon den Ausbildungsplatz und sie nahmen mich trotzdem noch Gott sei Dank.

    Ich weiß, dass ich jetzt alles andere als glücklich bin, der Job macht mich fertig, auch die Kunden, die teilweise schwere Schickschalsschläge haben und denen wir helfen müssen. Oft darf man sich auch beleidigen lassen, aber ich hab gelernt, dass nicht persönlich zu nehmen, da sie sich in schwierigen Lebenssituationen befinden.
    Privat läuft es bei mir zurzeit auch nicht unbedingt toll, aber etwas besser mittlerweile, weshalb ich wieder etwas positiver gestimmt bin.
    Einerseits denke ich mir, man lebt nur einmal, man sollte sein Leben so gut genießen, wie es möglich ist und dann ist da andererseits dieses Sicherheitsdenken, das mich daran hindert, den Schritt zu wagen und einfach etwas anderes zu machen. Ich hab Angst, zu gehen und es hinterher zu bereuen, weil ich dann vllt in der Arbeitslosigkeit ende und mir das Geld in dem anderen Job dann nicht reichen wird usw. usf.

    Momentan hab ich so die Angst, das wars jetzt, da sitz ich nun auf meinem Platz und tu was ich kann. Ich hab Angst dort zu versauern. Vllt nicht unbedingt auf dieser Stelle, sondern generell da drinnen. Aber konkrete Vorstellungen hab ich auch nicht. Auch wenn es blöd klingt, ich könnte mir vorstellen, dass Friseur mir richtig gefallen würde, aber die Zukunftschancen sind da doch eher gering glaub ich.
    Ich hab Angst, für immer dort festzusetzen, aber genauso hab ich Angst etwas neues zu wagen und dann zu scheitern.

    Ich weiß, keiner wird mir hier die Entscheidung abnehmen können, aber evtl. habt ihr ein paar Tipps für mich, weil ihr selber solche Erfahrungen gemacht habt? Oder was würdet ihr an meiner Stelle machen?

    Sorry, ist nun doch etwas länger geworden...
     
    #1
    Mitternachtssonne, 8 November 2009
  2. User 37284
    User 37284 (31)
    Benutzer gesperrt
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    248
    474
    vergeben und glücklich
    Zuerst einmal die Frage: Was hast du denn für eine Ausbildung gemacht? Wenn man das weiß, kann man wohl mehr dazu sagen un dir besser weiterhelfen :zwinker:

    Ansonsten: Es ist ja nicht so, dass du dein Leben lang auf dieser Abteilung bleiben musst! Versuche doch dich weiterhin zu bewerben auf eine andere Stelle, worin liegt das Problem? Du bist momentan unglücklich und denkst nicht, dass es sich legen wird, oder?
     
    #2
    User 37284, 8 November 2009
  3. Mitternachtssonne
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
    19
    26
    0
    nicht angegeben
    Im Büro im öffentlichen Dienst.
    Ja wie gesagt, ich rechne mir keine guten Chancen aus, intern gibt es zurzeit nicht viele freie Stellen. Mein Selbstbewusstsein ist nicht gerade das größte, deshalb bin ich da eher etwas negativ immer eingestellt. Mir geht es auch nicht um die Abteilung an sich (auch wenn ich heilfroh wär, da raus zu kommen ^^ wirklich heilfroh!), sondern ob ich mich ganz anders orientieren soll beruflich, sprich evtl. nochmal eine Ausbildung in einem ganz anderen Bereich als Büro bzw. Arbeit mit Paragraphen usw. zu machen.

    Danke dafür, dass du dir den Beitrag durchgelesen hast :smile:
     
    #3
    Mitternachtssonne, 8 November 2009
  4. User 37284
    User 37284 (31)
    Benutzer gesperrt
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    248
    474
    vergeben und glücklich
    Hast du denn Bürokauffrau gelernt oder Rechtsanwaltsfachangestellte (weil du von Arbeit mit Paragraphen sprichst)?
    Wenn ja, dann wäre es doch eigentlich kein Problem in einer anderen Firma unterzukommen. Im öffentlichen Dienst sind die Stellen meist sowieso total unterbezahlt....
    Es wäre zumindest eine Möglichkeit sich woanders zu bewerben. Wenn du aber natürlich sagst, du willst grundsätzlich was anderes machen, dann wäre es vielleicht gar nicht so schlecht wenn du mal ins Berufsinformationszentrum gehen würdest? Dort könntest du dich über andere Berufsmöglichkeiten informieren!
    Oder du machst deinen Realschulabschluss nach, dann hast du hinterher auch bessere Chancen!
     
    #4
    User 37284, 8 November 2009
  5. glashaus
    Gast
    0
    Langfristig kannst du natürlich in Erwägung ziehen, dich wegzubewerben. Ist kurzfristig eine Option, mal mit der Personalentwicklung zu sprechen und zu schauen, ob es Optionen gibt, mit denen dir die Arbeit in deiner jetzigen Abteilung leichter fällt?
     
    #5
    glashaus, 9 November 2009
  6. Subway
    Planet-Liebe Berühmtheit
    5.921
    398
    2.212
    Verheiratet
    Schwer schwer schwer...

    Erstmal muss man sagen, dass einem eine Arbeit zwar nicht unbedingt Spaß machen muss, aber sie sollte dann doch wenigstens für jeden selbst ein gewisses Maß an Befriedigung bringen und man sollte sich nicht durch den Tag quälen müssen. Da ist jetzt die Frage, ob dir nur die Abteilung und die aktuelle Arbeit absolut nicht zusagt oder ob es wirklich der Beruf ansich ist, du also nichts mit der Arbeit als KFB (war das jetzt deine Ausbildung?) anfangen kannst. Ist es nur die Arbeit im Moment, dann beiß dich durch, da kommen auch wieder bessere Zeiten. Ist dir die trockene Büroarbeit ein Dorn im Auge, dann würde ich schon eher zu einer neuen Ausbildung tendieren.

    Im Alter seh ich da kein Problem. 19 ist da wirklich noch kein Alter, in dem Alter war ich in etwa auch und ich kenne Leute, die noch sehr viel später eine Ausbildung anfangen (die weder faul noch dumm sind, sondern einfach Pech hatten oder die erst zu spät gemerkt haben, dass das was sie gelernt haben einfach nicht das ist, was sie ein Leben lang machen wollen). Dein Problem seh ich eher in deinem Schulabschluss. Wobei es natürlich sehr drauf ankommt, was du mit "etwas kreatives machen" verstehst und man dann eben schauen muss, was die Anforderungen für diese Ausbildung sind.
     
    #6
    Subway, 9 November 2009

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