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antisozial -aber ich brauche Menschen

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von zickzackbum, 7 Oktober 2008.

  1. zickzackbum
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Hi,

    ich glaube ich bin sowas wie antisozial. Tue mir im Kontakt mit anderen schwer. Ich kann mich kaum auf sie einlassen und mich öffnen.


    . Ich habe kaum Freunde, eigentlich nur noch einen richtig guten, den ich seit Jahren kenne. Aber auch so gut wie keine Bekannten. Der einzige Nachteil ist, ich muss mich immer bei ihm melden. Aber ich kann auch oft einfach so bei ihm vorbeikommen, er nimmt sich dann Zeit und macht auch ab und zu was mit mir.
    Dann habe ich noch 2 Bekannte, die ich aber eher nur alle 2-3 Monate sehe. Oder noch seltener teilweise. Das wars. Geht schon seit Jahren mehr oder weniger so. Ich weiß mittlerweile nicht mal mehr wohin an Silvester (habe die letzten beiden alleine zu Hause gesessen) und am Geburtstag ruft mich keiner an. Ich hatte noch 3 Jahre lang eine gute Freundin. Mit der ist es daran gescheitert, dass sie erst auf mich stand, aber sich dann am Ende doch nicht von ihrem Freund trennen wollte. In Gedanken klammere ich mich immer noch an sie, denn sie hat mir lange Zeit richtig gut getan, hat immer Initiative gezeigt und mehr für mich gemacht, als ich für sie. Mir gings damals extrem gut.

    Dabei bin ich extrem darauf angewiesen, dass ich Menschen habe, denen ich wichtig bin. Ich hasse es ein Einzelgänger zu sein. Alleine durch die Welt zu streifen ist nicht mein Ding. Wenn ich mit jemandem reden will, weiss ich nicht wohin. Außer den einen Freund, aber ich kann ja auch nicht jede Woche unangemeldet vorbei kommen. Der hat auch viele andere Dinge zu tun.
    Fast jeder hat an der Uni zig Kontakte zu anderen. Ich weiss ich bin selbst Schuld, aber ich tue mir so schwer, mich auf andere einzulassen. Vielleicht ist der Umgang mit mir einfach schwer ?!

    Ich brauche Menschen, aber lasse sie nicht an mich ran. Das frisst mich auf. Ich kann zu Menschen keine Bindung aufbauen. Das dauert ewig bei mir. Außerdem kann kleinste Ablehnung schon eine totale Stimmungsschwankung ins Depressive auslösen.

    Manchmal schmerzt die ganze Situation so schlimm, dass ich es kaum aushalte. Ich fühle mich allein auf verlorenem Posten.
    Ich weiss das Selbstmitleid nichts bringt. Aber wie kann ich mein Problem denn nur in den Griff bekommen ??

    Die Situation ist absolut untragbar. Ich halt das nicht mehr lange aus, dann geh ich endgültig kaputt dran.

    Ich hätte auch lieber einige sehr treue Freundschaften als viele lose Kontakte.

    Manchmal glaube ich, das ist nicht erfüllbar und ich warte auf etwas, das nie eintreffen wird. Ich weiss ja auch nicht, was ihr mir raten könnt.. wie macht ihr das denn???
     
    #1
    zickzackbum, 7 Oktober 2008
  2. User 38494
    Sehr bekannt hier
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    Verheiratet
    ich denke, das jeder mensch mal solche phasen mitmacht in denen er sich ungeliebt und alleine fühlt.

    letztlich kann man auch nicht erwarten, das sich aus jeder bekanntschaft gleich eine feste freundschaft entwickelt.

    wenn ich ehrlich bin, kann ich meine innigsten und besten freundschaften an einer hand abzählen, auch wenn ich mir sicher bin, das falls ich hilfe bräuchte eine vielzahl an menschen für mich da wären.
    ich glaube aber auch, das eine einzige echte und tiefe freundschaft völlig ausreicht.

    du sagst, das es für dich extrem wichtig ist, das du menschen hast denen du wichtig bist.
    das geht doch jedem menschen so und ist ein völlig normales gefühl.

    was du machen kannst?
    tja, so genau kann ich das wohl auch nicht sagen, denn ich kenne dich nicht.
    vielleicht solltest du dir darüber im klaren werden, das man sich zunächst einmal selber mögen muss, denn dann strahlt man das aus und der kontakt zu anderen menschen fällt einem nicht nur leichter, sondern die haben dann auch gerne mit einem zu tun.

    man muss sich auch darüber im klaren sein, das eine echte tiefe freundschaft beinhaltet, das man dem anderen (fast) alles offen und ehrlich sagen kann.
    das man sich für nichts schämen muss.
    gerade diese offenheit und ehrlichkeit macht ja eine freundschaft aus und aus einer bekanntschaft eine freundschaft.
    man darf aber nicht erwarten, das andere gedanken lesen können .... nichts geben und nur verlangen.
    wie in einer partnerschaft ist es bei einer freundschaft ein gegenseitiges geben und nehmen.
    ein achten und geachtet werden ... und letztlich ist eine partnerschaft nichts anderes als eine art von noch innigerer freundschaft, wo sich eben die liebe spezieller verhält.

    hängst du ständig in diesen depressionen und selbstzweifeln fest, dann würde ich dir raten mit einem profi über deine probleme zu reden ... das du eben so lernst offener über deine gefühle reden zu können.
    zu unterscheiden, wem man was sagen kann und was man wem besser nicht erzählt, um nicht vielleicht von demjenigen enttäuscht zu werden und dann erneut in so einen teufelskreis zu geraten.
     
    #2
    User 38494, 7 Oktober 2008
  3. zickzackbum
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    nicht angegeben
    Ich habe das Bedürfnis nach Leuten die mich verstehen. Leute, die mit mir lachen können. Und Leute, auf die ich mich verlassen kann.

    Ich kannte solche Leute schon. Aber auch schon falsche Freunde, die hinter mir über mich herziehen.

    Viele gute Freunde will ich ja gar nicht, aber mehr als einen. Denn der kann das nicht alleine schultern. Und es ist ja nie gut sich nur auf 1 Person zu verlassen..
     
    #3
    zickzackbum, 7 Oktober 2008
  4. glashaus
    Gast
    0
    Erzähl doch nochmal ein bißchen was über dich! Wie alt bist du, hast du Hobbies, gehst du noch in die Schule?

    Hast du das Gefühl dass es so etwas wie tiefer gehende Bindungsängste bei dir gibt?
     
    #4
    glashaus, 7 Oktober 2008
  5. $p0nT@nK€!nPL4n
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    0
    nicht angegeben
    also gute freunde zu finden ist sehr schwer
    die findet man nicht an der nächsten straßenecke weil (leider!) die heutige lebensweise sehr egoistisch und ignorant ist

    du kannst aber freunde durch interessen finden
    ich mein jeder mensch hat interessen und du mit sicherheit auch
    dadurch kannst du extrem schnell freunde finden ob sie gut oder schlecht sind musst du für dich selbst entscheiden das kann dir niemand abnehmen
    es klopft auch keiner an deine tür und fragt dich ob du sein freund sein willst :zwinker: aber das hast du selbst schon erkannt

    ich hab mal so eine statistik gelesen schon länger her
    dort wurde gefragt wieviel gute freunde man hat....
    der durchschnitt war 2,also 2 gute freunde der rest ist meist nur flüchtig,wieviele leute befragt wurden weiss ich leider nicht mehr

    und ich habe auch 2 sehr gute freunde die ich für kein geld auf der welt weggeben würde der rest besteht nur aus "hallo und wie gehts und tschüss" ABER auch aus solchen bekanntschaften können freunde werden!
     
    #5
    $p0nT@nK€!nPL4n, 7 Oktober 2008
  6. zickzackbum
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    64
    nicht angegeben
    Ich bin 23 und studiere. Hobbys ? Hmm gute Frage, ich mache (momentan leider extrem unregelmäßig) Sport im Fitness-Studio.
    Ansonsten habe ich ein Chamaeleon und fotografiere (leider im Moment auch keine Zeit).
    Die Uni kostet auch wirklich sehr viel Zeit, obwohl ich garantiert kein Streber bin, der nur für die Uni leben möchte.
    Habe gerade an der Uni 3 Wochen lang Übungen, und verstehe mich mit den Leuten dort doch halbwegs gut. Ist okay, viel besser als ganz allein da rumzuwerkeln, aber soo richtig erfüllend ist es halt nicht. Damit meine ich sozial erfüllend.
    Dass man so zwar bestimmt mal flüchtige bis gute Bekannte kennenlernt (die man aber auch schnell wieder aus den Augen verlieren kann), kann ich mir mittlerweile schon vorstellen.

    Wen rufe ich aber abends an, wenn ich nach Hause komme ? Flüchtige Bekannte ja nicht. Also bräuchte ich noch ein bis zwei gute Freunde mehr oder ne Freundin.
    Tja, aber eine Freundin bekomme ich nur mit guten Freunden, da ich ja auch ohne diese Freundin zurecht kommen muss. Wird hier ja immer gesagt, man darf eine Freundin nicht als Anker oder Lebensstütze verstehen.
    Irgendwie klingt das alles so, als ob die Chancen relativ mies sind.

    Ich komme mir auch irgnedwie unbedeutend vor. In der Gruppe an der Uni z.B. sind eigentlich nur nette, sympathische Menschen, die alle auch nicht schlechter (oder eher besser, nach meiner Einschätzung jedenfalls) aussehen oder charakterlich uninteressanter wären als ich. Was unterscheidet mich also von denen ? Warum sollte mich überhaupt jemand als Freund oder Partner haben wollen ?! Da könnte er ja auch jeden anderen nehmen. Das kommt mir so willkürlich vor.
     
    #6
    zickzackbum, 8 Oktober 2008
  7. HC/DC
    HC/DC (28)
    Sorgt für Gesprächsstoff
    14
    26
    0
    Single
    Ich hab auch son Kumpel...der hat mit mir zusammen gelern und war das üübelste Mauerblümchen. Hat mit keinem geredet, hat sich nie in Diskussionen eingebracht und war nie zu nem spaß bereit...ich glaub der war noch schlimmer als du. Wir haben den dann irgendwann einfach mal in unsere Damalige stammkneipe eingeladen und ihm gefiels da gut. Daraus is dann so ne Art ritual geworden. Jeden Freitag (teilweise auch jeden Samstag) ahben wir also in unserer Stammkneipe rumgesessen und in den 3 Jahren ausbildung hat er angefangen sich zu öffnen. Is zwar immernoch sehr schüchtern und kann ni mit ihm unbekannten Menschen (vor allem ni mit Frauen) reden, hält sich sehr zurück, aber es is echt besser gworden.

    Mein Tipp also, hau n paar leute in der Uni an, mit denen du dich gut verstehst und geht ma in ne Bar, unterhaltet euch über dies und das...vlt entwickelt sich auch sone art ritual...

    LG
    HC/DC
     
    #7
    HC/DC, 9 Oktober 2008
  8. Neko-Neko
    Neko-Neko (31)
    Verbringt hier viel Zeit
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    103
    3
    nicht angegeben
    ja, mir gehts ähnlich. ich bin deshalb auch mal in der psychologischen beratung von der uni gewesen. das ist für studenten auch kostenlos.
    (ich hab nur leider nicht den elan gehabt das weiter durchzuziehen :/ )
    es gibt auch bestimmt selbsthilfegruppen zu dem thema. da trifft man dann auf gleichgesinnte, und das kann auch sehr gut helfen (daraus können sich auch freundschaften entwickeln)
     
    #8
    Neko-Neko, 9 Oktober 2008

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