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Antwort auf Brief meines Vaters

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von Zuckerpuppe89, 9 September 2007.

  1. Zuckerpuppe89
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Soo ihr Lieben, vor fast einem Jahr habe ich die Situation zwischen mir und meinem Vater beschrieben und mir euren Rat eingeholt. Keinen Kontakt mehr zu meinem Vater
    Jetzt, fast ein Jahr später habe ich mich endlich aufgerafft ihm zu schreiben und bekam auch eine Antwort. Nur ist leider auch in der Zwischenzeit einiges passiert, was eine Rolle spielt.

    Zuletzt habe ich von dem Geburtstag meines Vaters und seiner Reaktion auf mein Geschenk berichtet. Klar, nach der Aktion habe ich mich natürlich gar nicht mehr zu Papa getraut, bin weiterhin ab und zu zu meiner Oma, bis ich auch davor Angst hatte.
    Dann ein Anruf meines Vaters. Natürlich nicht zu Hause, wo er mich hätte sprechen können sonderm im Geschäft meiner Mutter. Der Grund: Meine Oma wurde krank, Altersdemens. Es sähe schlecht aus, ich solle sie besuchen. Allein das zu schreiben bringt mir wieder die Tränen in die Augen. Ich überlegte, aber zu lang 10 Tage später ein 2. Anruf. Meine Oma starb am 2.12.2006. Ein Teil meiner Welt brach zusammen. Sie war die beste Oma, die ich mir vorstellen konnte. Immer um mein Wohl besorgt und hat mir immer gezeigt wie sehr sie mich liebt. Und ich habe sie nicht mal verabschiedet, nur weil ich zu feige war.
    Ich rief ihn an, fragte b wir spazieren gehen sollen, er meinte er müsste sich um die Beerdigung kümmern und würde sich melden. Auf den Anruf warte ich bis heute.
    Die Beerdigung fand statt, natürlich ging ich mit meiner Mutter hin. Einer der Härtesten Momente, die ich erlebt habe. Mein Vater saß vorne. So hab ich ihn noch nie gesehen. Ich habe mich mit meiner Mama eher hinten hin gesetzt weil ich wieder Angst hatte. Außerdem hat er ewig nicht mit mir gesprochen, was wenn er mich auch da ignoriert hätte. Nach der Messe ging ich auf ihn zu, gab ihm die Hand, sprach ihm mein Beileid aus, ich habe keines von irgendwem bekommen. Er blickte mich kalt an, ich zitterte, dann ging ich, brach in Tränen aus. Auch auf dem Friedhof war ich allein. Am Grab ging ich erneut zu ihm und wollte was sagen da nahm er mich in den Arm. Dann ging ich.
    Das war das letzte Lebenzeichen von ihm. 9 Monate lang nichts.

    Letzte Woche habe ich ihm endlich geschrieben und bekam prompt eine Antwort. Zum teil, wunderschön, weil ich meinen Vater noch nie so erlebt habe, auf der anderen Seite verletzend.
    Er schrieb er hätte sich mehr über Socken gefreut als darüber, dass ich was mit ihm unternehmen wollte. Eine Ansicht, die ich nicht nachvollziehen kann.
    Desweiteren bemangelt er, dass ich so viel weggehe. Tja, irgendwie verständlich er macht sich Sorgen, andererseits bin ich bei ihm kaum weggegangen sondern habe immer bei Freundinne geschlafen wennw ir feiern gingen um nich um 12 Uhr gehen zu müssen, immerhin durfte ich damals von meiner Mutter aus auch bis 2 Uhr.
    Aber immer wieder schrieb er Sachen wo ich mir denk " Mein Gott, das hätte er mir mal sagen müssen" denn wenn man nicht redet kann ich ja nicht wissen, dass er das nicht ok findet.
    Dann macht er mir Vorwürfe wegen meiner Oma. Die mache ich mir aber schon selbst und grundlos war das wohl nicht!Und die Gründe habe ich ihm in meinem Brief auch geliefert.
    Dann auch die Beerdingung, er findet meine Sicht der Dinge falsch und fands nicht gut, dass ich nich bei dem saß. Aber wie sollte ich das machen. Mich neben den Mann setzen der mich einfach gehn ließ und mich danach immer wieder verletzte.
    Er sagt, die die man Liebt tritt man nicht mit Füßen, aber was tat er dann bitte mit mir? Ich hab ihn nie verletzen wollen und war nie ich selbst, nein ich war jemand von dem ich wusste, dass er ihn lieber mag. Ein Mädchen dass nur zu DVD Abenden o.ä. geht aber bloß nicht in Discos.
    Zuletzt schreibt er mir, dass er sich gefreut hat und, dass ich eine Art "Gang nach Kanossa" gemacht habe. Er habe es schon manches Mal im Leben gemacht. Vllt. würde ich ja eines Tages noch einen machen und vor seiner Tür stehen. So waren seine Worte.
    Da frage ich mich nun wirklich ob das sein Ernst ist und ob er es sich nicht ein bisschen einfach macht. Ich kam jetzt so oft auf ihn zu und er? Er spielt mir jetzt wieder die Karte zu den großen Schritt zu machen? Ja bin ich denn nun 48 oder er? Natürlich bin ich bereit dazu nur frage ich mich warum er nicht auf mich zu kommt, warum ich alles machen muss?

    Jetzt weiß ich nicht was ich darauf antworten soll, ob ich all das wirklich kritisieren soll. Und ich brauche nun wirklich mal Hilfe denn ich will nichts wieder kaputt machen. Ich bin mir eben nur so gut wie keiner Schuld bewusst.

    Eure Zucki
     
    #1
    Zuckerpuppe89, 9 September 2007
  2. User 37284
    User 37284 (31)
    Benutzer gesperrt
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    vergeben und glücklich
    mh, das ist wirklich eine sehr schwierige Situation aber mir kommt es so vor, als hätte dein Vater gar kein richtiges Interesse an dir. Ich meine, du schreibst ihm nach langer Zeit einen Brief, hast dich wirklich dazu überwindet und er gibt dir nur Vorwürfe zurück, was soll das? Ich kann das absolut nicht nachvollziehen.
    Aber weißt du, wenn du eine Antwort auf all deine Fragen haben willst, dann geh zu ihm, stell dich vor seine Haustür, sowie er es geschrieben hat!

    Ich glaube, dass da wahrscheinlich auch sehr viel gesprächsstoff ist, es gibt wohl einfach viele Dinge, die ihr aus der Welt schaffen müsst und solltet - auch wenn dieser große Schritt wieder von dir verlangt wird!
     
    #2
    User 37284, 9 September 2007
  3. daniseb
    daniseb (33)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    Hi,
    ich sehe es nciht so wie San Dee, dass deinem Vater nichts an dir liegt und das das durch den Brief ausgedrückt wird. Stimme aber mit ihr überein, was deine nächsten Schritte angeht. Denke bei so etwas nur immer, was hast du zu verlieren, ich meine viel schlechter als jetzt kann eure Beziehung ja nicht werden, oder? Das einzige also, was du tatsächlich zu verlieren hast, ist dein Stolz. Ob und inwieweit dir der gegenüber deinem Vater wichtig ist, musst natürlich dann du dentscheiden.
    Zu gewinnen auf der anderen Seite gibt es viel. Ihr könntet wieder ein normales Verhältnis haben, (Du könntest denke ich mit ihm sehr gut den Tod deiner Oma aufarbeiten, den du anscheinend noch nicht wirklich verarbeitet hast. Die Vorwürfe die er dir das betreffend gemacht hat sind, meiner Ansicht nach, eher daraus entstanden, dass er einfach selbst nicht mit dieser Situation umgehen kann.) aber selbst wenn das nicht möglich ist und es nur kleine Annäherungen gibt, wäre nicht das auch schon ein Gewinn? Erwarte, falls du dich zu diesem Schritt entschließt aber nicht zu viel. Dein Vater ist zwar deutlch älter als du, aber er ist wohl auch das erste mal in dieser Situation, weiß also auch nicht wie er damit umgehen soll!
    Grüße und viel Glück Daniel
     
    #3
    daniseb, 10 September 2007
  4. User 37284
    User 37284 (31)
    Benutzer gesperrt
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    vergeben und glücklich
    Das habe ich nicht gesagt sondern, dass in dem Brief mangelndes Interesse hervorkommt. Da ich mir aber nicht vorstellen kann, dass dies seine Absicht war, sollte es zu einem Treffen kommen lassen, gerade weil wahrscheinlich viel aus dem Weg geräumt werden sollte :smile:
     
    #4
    User 37284, 10 September 2007
  5. Jakob220357
    0
    Hallo,

    schon eine schwierige Situation in der du da bist. Euch hilft letztlich nur ein Gespräch. Sinnvoll wäre, ihr macht das zusammen mit einer neutralen dritten Person. Das kann ein Psychologe sein oder ein guter Freund von Euch beiden. Jedenfalls sollte weder deiner Mutter noch seine Frau dabei sein. Auch ein neutraler Ort sollte es sein, ein Lokal oder etwas ähnliches. Und dann müsst ihr die Dinge alle mal ansprechen und da auch ehrlich zueinander sein, aber höflich bleiben. Denn die Idee mit dem Brief war schon nicht schlecht, jedoch eine solche Diskussion über Briefe zu klären ist recht schwierig.

    Ein Psychologe als Vermittler wäre ideal, weil Ihr beiden dann eher mit dem Psychologen redet und doch alles von einander erfahrt, euch aber nicht direkt ansprecht. Mir hat das sehr gut geholfen, auch wenn die Situation etwas anders war.

    Dir alles Gute. Jakob
     
    #5
    Jakob220357, 10 September 2007
  6. Silverbell
    Silverbell (33)
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Hallo,

    genau das hat mein Vater nach der Scheidung auch gemacht. MIR die Wahl gelassen ob unser Verhältnis gut bleibt oder nicht. Als damals rauskam, daß er sich eine andere gesucht und meine Mutter betrogen hatte, fragte er mich nach meiner Meinung dazu. Ich sagte ihm was ich denke und das war das erste mal überhaupt, daß wir uns mal über etwas Persönliches unterhalten haben. Ich habe ihm die ganze Sache bis heute nicht verziehen, allein schon deswegen weil meine Mutter deswegen zusammengebrochen und seitdem ein psychisches Wrack ist. Meine Schwestern und ich mußten uns sehr viel um sie kümmern und es war und ist eine enorme Belastung. Ein paarmal habe ich mit meinem Vater noch über die Sache gesprochen. Natürlich habe ich ihm auch gewisse Vorwürfe gemacht. Doch dabei habe ich gemerkt, daß er sofort beleidigt reagiert und keine Schuld bei sich sieht. Er hat doch alles richtig gemacht. Wir haben auch E-Mails hin und her geschrieben (er wohnt weit weg von hier), in denen sinngemäß stand, wie ich mich denn erdreisten könne solche Vorwürfe zu erheben, ich solle nicht so hysterisch sein und es läge allein an mir ob wir Kontakt hätten oder nicht.

    Da denkt man sich doch: was bedeute ich meinem Vater eigentlich? Er hat Mist gebaut, er hat uns mit einer riesigen Belastung im Stich gelassen... Sollte ER sich nicht eigentlich bemühen das enttäuschte Vertrauen seiner Töchter wiederherzustellen?

    Dein Vater scheint zumindest ähnlich auf Kritik zu reagieren. Und das finde ich total mies. Seine Kinder so zu enttäuschen und dann noch so zu tun, als sei es die Schuld der Kinder. Damit du ein schlechtes Gewissen hast.

    Wie genau hast du denn den Brief geschrieben? Mein Vorschlag wäre nämlich, alles was mit irgendwelchen Geschenken oder sachlichen Themen zu tun hat, wegzulassen und einfach nochmal einen Brief zu schreiben, der sich auf das Wesentliche beschränkt. Das was zwischen deiner Stiefmutter und dir vorgefallen ist, deine Angst und dein daraus folgendes Verhalten, deine Enttäuschung über die Antwort, in der nur Vorwürfe zu lesen waren, das was du dir von ihm erhoffst und erwartest... Einfach einen offenen und ehrlichen Brief, als Versuch euer Verhältnis wieder herzustellen. Ich vermute, vieles von dem was du gesehen hast (die Beziehung zwischen ihm und deiner Stiefmutter nach dem Streit, seine Ablehnung und bestimmte Reaktionen) sind ihm vielleicht nicht bewußt geworden und er hat nur gesehen, daß du dich immer weiter von ihm entfernt hast. Wenn du ihm das alles nochmal vor Augen führst, wird er vielleicht verstehen was da alles schiefgelaufen ist. Und wenn er nicht ein völlig charakterloser Mensch ist, wird er darauf eingehen.

    Ich weiß, daß es bei meinem Vater nichts bringen würde. Ich habe es oft genug versucht und Ablehnung geerntet. Also habe ich einen Weg gefunden damit zu leben. Wir kommunizieren auf sachlicher Ebene, wie es im Studium läuft, wie das Wetter ist, was es Neues gibt... eben nichts persönliches woran sich wieder ein Streit entfachen könnte. Das tut weh, aber ich muß mich eben damit abfinden.

    Sowas wünsche ich dir nicht. Und deshalb solltest du versuchen, das alles nochmal zusammenzufassen und ihm als Brief zu schicken. Vielleicht ist dein Vater ja einsichtiger?

    Übrigens, das Verhalten auf der Beerdigung würde ich als Ausnahmesituation werten. Dein Vater war sicher total aufgewühlt und da reagiert man schonmal anders als gewollt.
     
    #6
    Silverbell, 11 September 2007
  7. dummdidumm
    dummdidumm (53)
    Verbringt hier viel Zeit
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    0
    nicht angegeben
    Der Satz ist bei mir irgendwie hängengeblieben...

    Nur mal so ein Gedankenspiel: Dein Vater ist die ganze Zeit ja mit seiner neuen Frau zusammen, die Dich aus irgendwelchen Gründen nicht leiden kann (Kann Konkurrenz sein, die verhasste Bindung an sein "altes" Leben, eigentlich egal was). Gibt es ggf. in dem Brief Deines Vaters oder auch sonstwie irgendwelche Unstimmigkeiten, die darauf schließen lassen, daß er quasi falsch informiert ist? (Da fällt mir die Sache mit dem Taschengeld bei Deiner Oma ein, könnte das eine Fehlinformation sein?)

    Vielleicht ist es wirklich am besten, wenn Du Dich mit Deinem Vater einmal an einem neutralen Ort verabredest um viele, viele Missverständnisse und falsche Informationen aufzuklären?

    Off-Topic:
    Okay, sehr knappe Schilderung, vielleicht ne vorschnelle Reaktion von mir, aber ich kann mir nicht vorstellen, daß ein Mensch alleine durch das Verlassenwerden plötzlich und ohne entsprechende Vorgeschichte zum psychischen Wrack mutiert. Kann es nicht sein, daß Dein Vater das nicht mehr tragen konnte, was Ihr hinterher getragen habt? - Aber das macht macht es wahrscheinlich auch nicht besser und ist auch nur so ein Gedanke von mir... sorry
     
    #7
    dummdidumm, 11 September 2007

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