Willkommen auf Planet-Liebe

diskutiere über Liebe, Sex und Leidenschaft und werde Teil einer spannenden Community! :)

jetzt registrieren

Arbeitszeitabrechnung

Dieses Thema im Forum "Off-Topic-Location" wurde erstellt von Trogdor, 4 November 2007.

  1. Trogdor
    Trogdor (40)
    Verbringt hier viel Zeit
    472
    101
    0
    nicht angegeben
    Offiziell gilt für mich der Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes mit einer Wochenarbeitszeit von 39.5 Stunden. Inoffiziell sollte man als wissenschaftlicher Angestellter genug Enthusiasmus für seinen Job haben, dass das weitgehend irrelevant ist. Trotzdem führe ich Protokoll über meine Arbeitszeiten, einfach um ein Gefühl dafür zu bekommen, wieviel ich wirklich in meine Arbeit stecke.
    Dabei sind mir ein paar Punkte bei der Abrechnung unklar:
    Wie ist ein Geschäftessen zu werten, Arbeitszeit oder Freizeit? Einerseits ist man dabei gebunden, hat nicht die Freiheit dahin zu gehen, wohin man sonst gegangen wäre. Und es wird in der Regel auch über dienstliches Gesprochen. Andererseits müsste man ja sowieso seine Mittagspause machen und Essen gehen, das spart man sich so.

    Wie sieht es bei Dienstreisen aus. Zählt Anreise als Arbeitszeit? Ich gehe schon davon aus. Und wie kann man mehrtägige Reisen vernünftig abrechnen. Ich würde annehmen, dass bei mehrtägigen Reisen grundsätzlich immer die normale Arbeitszeit pro Tag angenommen wird, es sei denn es handelt sich um spezielle Aufgaben, Ingenieur auf Montage oder so.

    Wie wirkt sich ein Feiertag auf die Wochenarbeitszeit aus. Bei mir scheint die "Sollarbeitszeit" Freitags weniger als an den anderen Wochentagen zu sein. Zählt ein Feiertag als 1/5 der Wochenarbeitszeit? Oder als die Wochenarbeitszeit des Tages auf den er gerade fällt, also Donnerstag versus Freitag.

    Wie gesagt, das ganze interessiert mich aus rein privatem Interesse, da es bei mir keine offizielle Zeiterfassung gibt. Aber vielleicht kennt ja einer die korrekten Abrechnungsweisen in und aus wendig.
     
    #1
    Trogdor, 4 November 2007
  2. Schildkaempfer
    Verbringt hier viel Zeit
    511
    101
    0
    nicht angegeben
    Da alles im öffentlichen Dienst gesetzlich geregelt ist, wird es auch für deine Fragen Verordnungen geben, also z.B. Dienstreiseverordnungen oder es wird eine Richtlinie deiner Hochschule geben, die du im Personal- oder Finanzfeferat bekommst.

    Aus Der "freien" Wirtschaft kenne ich folgende Regelungen:
    - Geschäftsessen --> keine Arbeitszeit
    - An- und Abreise zu Dienstgeschäften außerhalb des normalen Arbeitsplatzes --> keine Arbeitszeit, die Tage werden mit 1/5 der Wochenarbeitszeit angesetzt.
    - Feiertage --> 1/5 der Wochenarbeitszeit, es sei denn es gibt eine verbindliche Arbeitszeitregelung, bei der die Arbeitszeit am Freitag deutlich kürzer als an den anderen Tagen.

    Promovierst Du im Bereich Controlling? Man könnte glatt auf den Gedanken kommen...
     
    #2
    Schildkaempfer, 4 November 2007
  3. Trogdor
    Trogdor (40)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
    472
    101
    0
    nicht angegeben
    Nöp, Elektrotechnik. Mir ist es nur persönlich wichtig, ein Gefühl dafür zu bekommen, wie groß die Diskrepanz zwischen theoretischer Arbeitszeit und real geleistetem in echten Zahlen ist.
     
    #3
    Trogdor, 4 November 2007
  4. User 29290
    User 29290 (37)
    Meistens hier zu finden
    3.703
    148
    200
    Verheiratet
    Wie laeuft das eigentlich ueberhaupt? Kannst du die Zeit fuer deine Promotion nutzten oder musst du die 39.5 Stunden Admin Zeug machen und fuer deinen Prof arbeiten?
     
    #4
    User 29290, 4 November 2007
  5. Trogdor
    Trogdor (40)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
    472
    101
    0
    nicht angegeben
    Offiziell läuft das so, dass ich 39.5 Stunden für meinen Prof. knechten muss. Es ist eine Stelle "mit Möglichkeit zur Promotion", aber es ist nicht spezifiziert, dass ein bestimmter Zeitraum dafür vorgesehen ist. Streng genommen ist meine Promotion Privatsache, ebenso wie alles was jenseits der 39.5 Stunden passiert. Das würde natürlich keiner freiwillig nachen.
    In der Praxis sieht es so ein, dass mein Chef mich einstellt um im Rahmen von Forschungsprojekten Dinge zu untersuchen. Und aus den Erkenntnissen, die ich dabei gewinne, kann ich dann meine Dissertation und andere Veröffentlichungen schreiben. Je nach dem, wie relavant also meine momentane Arbeit ist für die Diss. ist, nutze ich zwischen 0 und 39.5+ Stunden einer Woche für meine Promotion. Zumindest in meinem Institut ist es kein Problem, während der Zeit als Assi ausreichend theoretisches und praktisches Material für Diss. und Veröffentlichungen zusammenzukriegen. Der haarige Teil ist es, die Zeit zu finden, die eigentliche Diss. daraus zu schreiben, da muss man schon aufpassen, dass man vorankommt. Der Vorteil bei dieser Art von Projektarbeit ist, dass das Institut einem eine schöne volle Stelle zahlen kann und man auch vergleichsweise viel Geld für seine praktischen Arbeiten zur Verfügung hat.
    Was von der Arbeitszeit wirklich wegfällt, sind solche Ding wie Übungen betreuen und Prüfungen korrigieren. Aber auch das würde ich nicht als unnütze Zeit ansehen. Bei uns im Institut wir oft genug darauf hingewiesen, dass man in seiner mündlichen Doktorprüfung auch gut mit den theoretischen Grundlagen vertraut sein soll. Die der Chef eben in seinen Vorlesungen behandelt. Von der Erfahrung mal ganz abgesehen, vor einem Hörsaal voller Leute zu stehen und etwas verständlich zu erklären.
     
    #5
    Trogdor, 4 November 2007
  6. User 29290
    User 29290 (37)
    Meistens hier zu finden
    3.703
    148
    200
    Verheiratet
    Das ist aber echt hart. Ich habe damals eine halbe wissenschaftliche Mitarbeiterstelle angeboten bekommen, aber dass haette auch nichts anderes bedeutet, also fuer halbes Geld im Grunde genauso soviel zu arbeiten wie du (so ging es wenigstens den anderen Doktoranden) und die Diss waere "Hobby" gewesen. Da bin ich doch echt froh ins Ausland gegangen zu sein und auschliesslich promovieren zu koennen, wofuer es dank Stipendium sogar mehr Geld gibt als fuer eine deutsche volle WiMi Stelle. Tutorien/Arbeiten korrigieren wird dann hier noch mal extra bezahlt, wenn man das machen will. An deutschen Unis ist man echt arm dran.:ratlos:
     
    #6
    User 29290, 5 November 2007
  7. Trogdor
    Trogdor (40)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
    472
    101
    0
    nicht angegeben
    Halbe Stelle ist hart, gibt es in E-Technik allerdings kaum. Und da man als Assi in der Regel ja wissenschaftlich tätig ist, sollte man auch in der Dienstzeit ausreichend Material für eine Promotion hinkriegen. Irgendwelche neuen Erkenntnisse sollte ja bei dem Forschungsprojekt, an dem man arbeitet, rauskommen,
    Hängt aber sicher vom Fach ab, ist bei technischen Fächern vielleicht einfacher.
    Hängt wohl vom Fach ab. Ich habe keine Ahnung, was Du in England bekommst, ich weiss aber von einer ganzen Menge Doktoranden sowohl in USA als auch UK, dass das dort mit der Bezahlung alles andere als rosig aussieht. Und vor allem muss ich mir bei meiner BAT-Stelle keine Sorgen machen, wie es im nächsten Jahr weitergeht, TA/RA/Stipendien-geschichten sind doch oft nur auf ein Jahr oder sogar nur ein Semester begrenzt.
    Der Arbeitsaufwand ist sicher da, ich kann mir aber nicht vorstellen, dass die Promotion in irgendeinem Land ein Zuckerschlecken ist. Und man hat in Deutschland wenigstens den Vorteil, dass man als Doktorand nicht auch noch Vorlesungen besuchen muss. An der amerikanischen Uni, an der ich meinen Master gemacht habe, muss ein Doktorand noch einmal 60 Credits Coursework belegen. Da denke ich hat ein Doktorand wesentlich mehr davon, wenn er im Hörsaal steht (zumindest bei Übungen) als wenn er drin sitzt. Ich bereue es jedenfalls nicht in D. zu promovieren.
     
    #7
    Trogdor, 5 November 2007
  8. User 29290
    User 29290 (37)
    Meistens hier zu finden
    3.703
    148
    200
    Verheiratet
    Mein Stipendium fuer medizinische Informatik wird vom Medical Research Council und vom Economic and Social Science Research Council bezahlt und es gibt pro Jahr umgerechnet knapp 22.000€ Netto fuer Lebensunterhalt, ca. 6000€ fuer Studiengebuehren und 1500€ Reisegeld fuer einen Zeitraum von 3 Jahren mit Verlaengerungsmoeglichkeit aus guten Gruenden.

    Das muss man in GB auch nicht und das war auch einer der Hautgruende, warum ich nicht in die USA wollte. Ich habe ja schon einen Master, da wollte ich nicht nochmal Kurse besuchen muessen, sondern eben lieber welche halten.:smile:

    Aber solange du mit deiner Stelle zufrieden bist, ist das ja die Hautpsache. Wenn einem etwas Spass macht, geht man ja auch gerne hin.
     
    #8
    User 29290, 5 November 2007

jetzt kostenlos registrieren und hier antworten