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ARTE-Doku: Monsanto - Gentechnisch veränderte Nahrungsmittel & Gift

Dieses Thema im Forum "Off-Topic-Location" wurde erstellt von neruda, 29 März 2009.

  1. neruda
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Auf dokumentarfilm24.de ist jetzt die interessante ARTE-Dokumentation über den Biotechnologie-Konzern "Monsanto" zu finden. Die Machenschaften dieses Unternehmens werden ja schon so einigen bekannt sein. Gentechnisch veränderte Pflanzen wie z.B. Sojasamen ermöglichen den kostengünstigen Einsatz von hochgiftigen Unkrautvernichtungsmitteln, die unter anderem PCB enthalten.
    Ich schreib jetzt mal gar nicht mehr dazu, seht euch die Doku einfach an, darüber sollte man in der heutigen Zeit unbedingt Bescheid wissen :ratlos:

    http://www.dokumentarfilm24.de/2009/03/22/monsanto-gentechnisch-veraenderte-nahrungsmittel-gift/
     
    #1
    neruda, 29 März 2009
  2. User 76250
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    Vor 3, 4 Jahren war Monsanto schon mal Ziel einer Reportage. Damals ging es um genmanipulierte Futter- und Saatmittel. Wenn beispielsweise Pflanzen aus genmanipuliertem Saatgut auf einem genmanipulationsfreiem Feld gefunden werden (z.B. durch die normale Verteilung über die Luft), geht die Erpressung los: Entweder setzt der Farmer dann konsequent das teure Saatgut von Monsanto ein und verpflichtet sich, das Getreide daraus komplett zu nutzen und nicht wieder als Saatgut einzusetzen (damit auch für jedes Jahr die Saat komplett neu bei Monsanto gekauft werden muss) oder es folgt eine millionenschwere Patentverletzungsklage, die die Pleite bedeutet. Leider hat das Saatgut von Monsanto dramatische Nachteile: Beim Einsatz als Futtermittel verringert sich die Milchabgabe der gefütterten Kühe dramatisch, Mastschweine sterben vielfach von selbst oder produzieren nicht ausreichend Fleisch im Vergleich mit Schweinen, die nicht mit genmanipulierten Futtermitteln gefüttert wurden. Und die Konsequenzen für die Menschen, die Fleisch und Milch dieser Tiere konsumieren, sind auch nicht klar.

    Wie die arbeiten, ist bekannt. Aber die haben zu viele Politiker weltweit auf ihrer "Unterstützungs"liste...
     
    #2
    User 76250, 29 März 2009
  3. Thomaxx
    Gast
    0
    Monsanto......hatten die nicht die "Terminator-Technologie" eingeführt?
     
    #3
    Thomaxx, 30 März 2009
  4. metamorphosen
    Sehr bekannt hier
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    vergeben und glücklich
    Diese Machenschaften gehören zu den größten Bedrohungen denen wir auf diesem Planeten ausgesetzt sind. Die Folgen für Gesundheit und Umwelt sind nicht abzuschätzen und die Abhängigkeit von einer Handvoll Patentbesitzern die weltweit die Lebensmittelerzeugung in der Hand haben, wird Millionen von Menschen die Lebensgrundlage entziehen.

    Bescheid wissen reicht aber nicht, ich glaube man muss auch etwas dagegen tun. :zwinker:

    Es gibt im Moment ein paar Lichtblicke und eventuell könnten die EU Minister die Weichen so stellen, dass vorerst das schlimmste verhindert werden könnte. Eine extrem wichtige Entscheidung gegen Monsanto Saatgut ist positiv verlaufen und Österreich und Ungarn dürfen ihre nationalen Verbote vorerst Aufrecht erhalten. Auch Dank der deutschen Stimme. Luxemburg hat in den letzten Tagen auch ein Verbot ausgesprochen. Damit sind es schon 5 EU Staaten.

    Vielleicht lässt sich ja gerade im Wahljahr etwas machen, um auch in Deutschland endlich was zu bewegen. Ich hab jedenfalls dem Herrn Gabriel schon ein E-Mail geschrieben (Text gibt es bei Greenpeace) und hoffe das er für die richtigen Sachen stimmt. :cool1:
     
    #4
    metamorphosen, 30 März 2009
  5. neruda
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    nicht angegeben
    Seh ich genauso. Mir ist daher auch rätselhaft, warum dieses enorme Problem in der Bevölkerung eigentlich doch relativ wenig bekannt ist :ratlos:

    Gute Idee, hab ich auch eben getan. Ich stell mal den direkten Link dazu hier rein:

    http://www.greenpeace.de/themen/gentechnik/mitmach_aktionen/aktion/protest_e_mail/naechster_akt_keine_gen_pflanzen_in_europa/
     
    #5
    neruda, 31 März 2009
  6. 4more_boy86
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    #6
    4more_boy86, 1 April 2009
  7. metamorphosen
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    vergeben und glücklich
    Seine Argumente finde ich ehrlich gesagt nicht sehr überzeugend. :ratlos:

    Auch wenn Firmen es in anderen Märkten durch massive Einflussnahme geschafft haben, einen Status quo zu schaffen der ihnen eine gigantische Marktmacht sichert, muss die EU das nicht mitmachen.

    Wie jemand das öffentlich kritisieren kann das mögliche Risiken untersucht werden ist mir schleierhaft. :hmm: Die möglichen Risiken müssen zuerst mal ausführlich erforscht werden.

    Das Argument mit der Welternährung ist so alt wie unsinnig. Das Problem bei der Welternährung ist ja nach wie vor das die Leute nicht genug Geld haben um Nahrungsmittel zu kaufen und keineswegs, dass der Markt die Nahrung nicht zur Verfügung stellen könnte. Die Situation wird sich durch sauteures Saatgut, das es nur noch von einzelnen Anbietern geben wird, nicht gerade verbessern. :eek: Das übliche wirtschaften mit eigenem Saatgut ist dann patentrechtlich nicht mehr erlaubt.

    Selbst wenn die Flächen irgendwann nicht mehr ausreichen sollten, dann wird der Markt sich eben dahingehend regulieren, dass die Erzeugung von Billigfleisch nicht mehr so leicht möglich ist, wenn jemand höhere Preise für Nahrung zahlen kann und will. Und auch Pflanzen zur Energieerzeugung wird man nicht in beliebiger Menge in riesigen Monokulturen anbauen können.

    Da wird nur mit Scheinargumenten gekämpft.
     
    #7
    metamorphosen, 1 April 2009
  8. Subway
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    Verheiratet
    Das ganze sind ja eigentlich zwei Themen. Einmal das Verhalten von Monsanto. Welches, wenn man den Quellen glauben schenkt, nicht gerade sozial war. Das ist nichts gutes, aber es ist halt auch eine Firma und keine soziale Einrichtung.
    Dazu möchte ich allerdings nicht viel sagen, da ich es nur am Rande mitbekommen habe.

    Das andere ist wiederrum die manipulierten Pflanzen ansich und da bin ich klar dafür. Natürlich sollte es nicht das Ziel sein, dass man die Pflanze so resistent macht, dass man stärkere Pestizide einsetzen kann. Aber gegen einen besseren Selbstschutz vor Insekten (= weniger Pesitizide), mehr Vitamine, längere Haltbarkeit und was man noch so alles verändern kann, da hab ich nichts dagegen.
    Klar, die ersten "Versionen" sind bestimmt nicht perfekt, haben Nebenwirkungen oder ähnliches. Aber genau deshalb sollte man eben weiter forschen.
     
    #8
    Subway, 1 April 2009
  9. metamorphosen
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    vergeben und glücklich
    Zumächst ist es ja schon... nennen wie es einfach mal bemerkenswert... das man manche dieser Vorgänge als "nicht gerade sozial" bezeichnet. Man kann die Quellen anzweifeln, das ist ja auch ok. Aber wenn man sie nicht als falsch ansieht, dann hat das ja nichts mit sozial oder unsozial zu tun, sondern mit Gesetzesverstößen, Täuschung, Betrug und Bestechung. Das ist ehrlich gesagt eine andere Liga als einfach nur der Versuch rücksichtslos finanzielle Interessen durchzusetzen.

    Das was Du als zwei getrennte Probleme siehst, ist ja leider zu einem Problem verquickt worden, weil massiv auf Zulassungsverfahren und die beteiligten Behörden Einfluss ausgeübt worden ist.

    Ok, das kann man wohl bisher als die Hauptanwendung ansehen, aber vielleicht ändert sich das ja noch. Glauben wir mal an das Gute in Monsanto und Co.

    Wofür sollte das gut sein? Vitaminzusätze sind in rauen Mengen in unseren Lebensmitteln. Haltbar sind die auch lang genug und im Zweifelsfall wird bestrahlt. Wie weit soll man das Zeug denn noch transportieren, das man eine längere Haltbarkeit gebrauchen könnte? Warum sollte man einen Selbstschutz vor Insekten einbauen, wenn man z.B. die Stoppeln wie früher unterpflügen könnte? Klar, das kostet ein bisschen Zeit und damit Geld, aber ist das wirklich so schlimm?

    Ok, das klingt ganz gut und das könnte man einsehen, dass dann die Pflanzen der 1. Generation durch bessere Varianten ersetzt werden. Die Frage ist halt nur, ob die Pflanzen der 1. Generation das auch einsehen?! :ratlos: Bei Kartoffeln lässt sich das ja vielleicht noch machen, aber der Mais hat sich bis dahin ja schon längst verbreitet und mit anderen Sorten gekreuzt, so das man den nicht so ohne weiteres wieder beseitigt bekommt.

    Als Verbraucher muss ich sichergestellt bekommen, dass Lebensmittel gesundheitlich und umweltmäßig unbedenklich sind. Weiter muss auch die Wahl bestehen ob ich das Zeug konsumieren möchte oder nicht und es muss sichergestellt sein das sich das Zeug nicht verbreitet.

    Wenn mir das zu einem späteren Zeitpunkt jemand garantieren kann, dann kann man noch mal darüber reden. Im Moment ist das sicher nicht so.
     
    #9
    metamorphosen, 1 April 2009
  10. zickzackbum
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Ich finde auch, dass man zwischen den Machenschaften einiger Unternehmen und der Technologie an sich unterscheiden muss.

    Teilweise dubiosen Firmen sollte per Gesetz das Handwerk gelegt werden, jedoch nicht dadurch, dass man die grüne Gentechnik an sich verteufelt.

    Wenn Bruchpilot-Airlines immer abstürzt verteufelt man schließlich auch nicht das Fliegen an sich, sondern die Airline.


    Es gibt immer Leute, die so etwas missbrauchen. Es gibt auch Kriminelle, die Menschen klonen möchten. Kein seriöser Wissenschaftler würde sich dafür hingeben.


    Durch den Einsatz von Gentechnik ist es z.B. möglich, für den Menschen harmlose Insektizide wie z.B. Bt-Toxin (das an speziellen Rezeptoren in der Darmwand von Insekten wirkt und damit für den Menschen absolut harmlos ist) gezielt nur in den Pflanzen oder bestimmten Pflanzenteilen auszubilden.

    Die konventionelle Alternative besteht darin, das Insektizid zu versprühen.

    Was ist nun besser ? Wenn nur Schädlinge, die die Pflanze anknabbern dieses Insektizid aufnehmen, oder wenn alle auf dem Feld befindlichen Insekten damit eingenebelt werden ?

    Denn das Einsprühen ganzer Felder mit Pestiziden ist ja wie gesagt die konventionelle und gängig praktizierte Methode. Ist das aber besser ??

    Die Antwort kann man sich selbst geben.

    Bei der Argumentation gegen grüne Gentechnik wird oft eindimensional argumentiert. Es werden auch oft veraltete Argumente gebracht, die sich mittlerweile als falsch herausgestellt haben. Dabei wird auch die Ahnungslosigkeit der Leute ausgenutzt.
    Auch wird das Thema instrumentalisiert, wie man z.B. in der Werbung sieht, in der "ohne Einsatz von Gentechnik" mittlerweile zum inoffiziellen Qualitäts-Siegel aufgestiegen ist.


    Z.B. hat man mal absichtlich ein Allergen (aus einer Nuss glaube ich) in eine andere Pflanze eingebracht - und oh wunder : Das Allergen war immer noch allergen. (das war auch die erwartete Konsequenz).
    In der Presse wurde es dann aber so dargstellt, als würde Gentechnik neue Allergene hervorbringen. Das ist Unsinn.

    Desweiteren wurde behauptet, in den USA sei der Monarchfalter durch gentechnisch veränderte Pflanzen bedroht. Der dazugehörige Versuch war allerdings fehlerhaft. Der Monarchfalter frisst diese Pflanzen nur wenn man ihn im Laborversuch quasi dazu zwingt. Hat er die Wahl, rührt er diese Pflanzen gar nicht an.
    Von daher ist auch der Monarchfalter nicht bedroht.

    Sind jetzt nur 2 Beispiele die mir spontan einfallen.

    Wo für mich allerdings die Freundschaft mit grüner Gentechnik aufhört ist dort , wo man versucht, besonders resistenten Golfrasen herzustellen. Das halte ich für überflüssig und auch gefährlich, da man damit ein extrem widerstandsfähiges Unkraut produzieren würde. Das muss wirklich nicht sein.
    Die meisten Wissenschaftler sind sehr vorsichtig, aber wie überall, gibt es auch Spinner. Das ist aber eine Frage der Gesetzgebung und nicht der Technik an sich.
    Man sollte die Sache mit Bedacht einsetzen, aber nicht aus Angst vor dem Unbekannten verteufeln.

    Desweiteren geht diese Debatte an der Realität vorbei, da mittlerweile in vielen Ländern Millionen ha gentechnisch veränderter Pflanzen angebaut sind.
    Da wird Deutschland sich nicht auf lange Zeit als unbeugsames Gallier-Dorf widersetzen können.
    Mais, Soja, Baumwolle und Raps werden z.T. schon zu über 50% weltweit als gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut, und diese Zahl beszog sich noch auf 2007.


    Inwiefern sollte der Verzehr denn bedenklich sein ? Du nimmst täglich DNA mit den Nahrungsmitteln zu dir. Diese wird in deinem Darm verdaut und abgebaut. Ebenso die enthaltenen Proteine. Auf Unverträglichkeiten muss man eben prüfen, aber auch kein Medikament wird schließlich ohne Prüfung zugelassen. Gerade letztens habe ich auch gelesen, dass die Verfütterung gentechnischer Pflanzen an Nutztiere die Milchqualität und deren Zusammensetzung in keinster Weise beeinflusst hat.
    Die umweltmäßige Sicherheit muss durch entsprechende Gesetzgebung gewährleistet werden. Schon jetzt ist es ja so, dass man als Anbauer gentechnisch veränderter Pflanzen für Verunreinigungen innerhalb einer bestimmten Nähe zu herkömmlichen Feldern haftet, auch wenn gar nicht feststeht, ob man selbst für diese Verunreinigung überhaupt verantwortlich ist.


    Ja, in Deutschland. Es gibt aber auch andere Länder in denen die Leute stärker von Vitaminmangel betroffen sind.


    Tomaten werden z.B. oft unreif geerntet, da sie sonst schnell matschig werden, und dann später mit Ethylen begast (wirkt als Pflanzenhormon), um den Reifeprozess auszulösen.
    Bei gentechnisch veränderten Tomaten können diese im reifen Zustand geerntet werden. Der Vorteil ist : sie sind länger lagerfähig und der volle Geschmack der Tomate bleibt erhalten. Unreif geerntete Tomaten schmecken fader. Das funktioniert, indem in dieser veränderten Tomate einfach ein Gen ausgeschaltet wird, welches für das Weichwerden verantwortlich ist.


    Gerade auch in Afrika wären hitze- und trockenheitsresistentere Nutzpflanzen sicherlich sinnvoll.

    Auch kann man den Nährwert von Obst und Gemüse erhöhen, z.B. einen höheren Anteil an Aminosäuren ermöglichen. Dann würde sich auch das Problem lösen, dass man unbedingt Fleisch essen müsse wie einige Leute sagen (außer weil es schmeckt), da man dann mithilfe der Primärproduzenten viel größere Proteinmengen herstellen könnte als es je über tierische Produkte möglich wäre (da bei jedem Schritt innerhalb der Nahrungskette ein Großteil der Energie "verloren" geht). Das würde eine gesunde und ausgewogene Ernährung deutlich billiger machen und auch für viel mehr Menschen zugänglich.

    Vielleicht sollte man Ländern der Dritten Welt dann diese Pflanzen subventionieren. Besser als den Tabakanbau in Europa zu subventionieren, wie wir das ja momentan noch machen. Auch besser, als diesen Ländern einfach Geld zu überweisen, dass sich diverse Machthaber dann in die eigene Tasche stecken.

    Dass wir in Deutschland momentan(..) auch ohne all das auskommen ist klar, aber wir können ja auch mal über die Landesgrenze hinaus denken.


    Da wird schon sehr viel erforscht, auch wenn es nicht immer in der Zeitung steht. Ist teilweise auch schwierig, wenn kleine Versuchsfelder von militanten Gegnern zertrampelt werden.

    Denk mal über die nächsten 5 Jahre hinaus. Die Menschheit wächst noch hyperexponentiell. Diese Entwicklung kann nicht schlagartig aufgehalten werden (außer durch eine riesige Hungerskatastrophe). In der Übergangszeit bis die Menschheit wieder auf ein gesundes Maß geschrumpft werden kann (durch limitierte Anzahl an Kindern, anders wohl nicht möglich, jedenfalls besser als durch Hungertote) wird eine enorme Menge an Nahrung gebraucht werden.
    Und zu den Kosten habe ich ja bereits gesagt, dass wir denen dann bei der Bezahlung des Saatguts helfen müssen.
    Desweiteren sollte man auch hier versuchen, global player Kartelle zu verhindern.

    Generell kann man sagen, dass ich dafür bin, lokal gezielt bestimmte Pflanzen mit bestimmten sinnvollen Veränderungen einzusetzen. Meinetwegen soll die Verpackung eines Produkts dieser Pflanzen dann mit einer im Internet abgleichbaren Kennzahl versehen sein, so dass man genau nachschlagen kann, was hier verändert wurde.
     
    #10
    zickzackbum, 3 April 2009
  11. 4more_boy86
    Verbringt hier viel Zeit
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    17
    nicht angegeben
    Sehr passender Vergleich! Aufgrund der Komplexität wird gerade auch bei diesem Thema sehr viel polemisiert.

    Man sollte bei gentechnischer Veränderung meiner Ansicht nach auch bedenken, dass die Menschheit schon immer versucht hat, Pflanzen zu "manipulieren", sei es durch Zucht, Veredelung etc.! Mit dem technischen Wandel ändern sich halt auch hier die Methoden.
     
    #11
    4more_boy86, 4 April 2009
  12. metamorphosen
    Sehr bekannt hier
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    vergeben und glücklich
    Ach, jetzt soll die Gentechnik die armen anderen Insekten schützen? Ich dachte BT ist nur für den Maiszünsler giftig, also macht den anderen Insekten das versprühen nichts. Da wird auch argumentiert wie es gerade rein passt.

    Klar kann man sich die Antwort selber geben. Es werden beim Anbau von gv Sorten wesentlich mehr Pestizide versprüht. Ist ja auch kein Zufall, denn es sind ja die selben Hersteller und round up ready soya ist nicht unbedingt dafür gemacht worden, den Pestizidverbrauch zu senken.

    Wieder ein Versuch Leute für dumm zu verkaufen. Mir ist sehr wohl klar, dass es darum geht den Arbeitsschritt des BT Spritzen zu eliminieren und damit Kosten zu sparen.

    Warum ist denn der Maiszünsler hier eigentlich ein Problem? Das war er doch ewige Zeiten nicht, bevor die Industrie ihre jetzigen Anbaumethoden entwickelt und versucht hat, alles ökonomisch zu optimieren.

    Es haben ja andere Länder schon reagiert. Warum sollte man sich nicht widersetzen? Wir sind ein souveränes Land und müssen nicht alles Bedingungslos akzeptieren was uns die USA oder ein Chemiekonzern aufzwingen will.

    Es ist für mich nachvollziehbar, dass die PR Leute von Konzernen so eine Argumentation benutzen um Gegner zu diskreditieren. Aber in einem Diskussionsforum finde ich es inakzeptabel, die Gesprächspartner als Vollidioten hinzustellen die nicht wissen was DNA ist.

    Es geht nicht darum das "Gene" an sich schädlich sind, sondern es ist nicht ganz klar was bei den Verfahren passiert und ob das wirklich unbedenklich ist. Es gibt Wissenschaftler die das anzweifeln, wie zum Beispiel dieses englische Forscherteam das im Film genannt wurde. Die sind halt leider kaltgestellt worden, so dass dort keine weiteren Erkenntnisse zu erwarten sind.

    Die Auswirkungen auf die Umwelt sind auch nicht abzuschätzen.

    Da will ich als Verbraucher und Bürger dieses Staates davor geschützt werden, bis klar ist inwieweit das wirklich unbedenklich ist.

    Du wolltest sagen müsste man prüfen. Genau das wird ja eben kritisiert. Die gigantischen Flächen auf denen bereits gv Sorten angebaut die Du oben als Argument anführst, sind ja ohne wirklich objektive und sorgfältige Prüfung freigegeben worden, weil wirtschaftliche und politische Argumente wichtiger waren. Da wechseln Monsanto Mitarbeiter in größerem Umfang zu den Prüfungsbehörden und anschließen wieder zurück ins Unternehmen, wer sich kritisch äußert kriegt eins drauf oder wird gar entlassen, etc. pp.

    Und das soll mich jetzt überzeugen?

    Und da kann man die nicht zusetzen, so wie in Deutschland?

    Und die Argumentation mit anderen (armen) Ländern finde ich sehr polemisch. Klar, die schöne Gentechnik wird es richten.

    Ich hab da das Bild von glücklichen Schwarzen und von Indern vor Augen, die nicht mehr hungern müssen sondern glücklich und zufrieden Gensoya und Genbaumwolle kauen. :smile: Ein Garten Eden.

    Ich frage nochmal: Wofür soll das gut sein?

    Die Tomaten die ich kaufe sind weder weich noch unreif geerntet, sondern sehr lecker. Ewig lagern muss ich die nicht, ich will sie ja essen und nicht archivieren. :confused:

    Das Problem wird das gleiche sein wie jetzt: Es geht nicht um die Nahrungsmengen, sondern das Geld. Klar wird es viele Hungertote geben, das wird sich so oder so nicht verhindern lassen. Die werden wahrscheinlich verrecken während nebenan die Felder mit genverändertem Pflanzen für die Gewinnung von Biodiesel in voller Pracht stehen. :smile: Schöne Welt dank Gentechnik.

    Die Leute werden das Geld für das Saatgut nicht haben und ich wüsste nicht warum wir dann dabei helfen müssen und die Leute nicht wie seit Jahrtausenden das Saatgut selbst gewinnen können und dürfen. Die einzigen die dabei gewinnen wären die Chemiekonzerne.

    Das andere Problem ist dann noch wer das Land in diesen Ländern besitzt. Und es werden noch viel mehr Bauern ihr Land verlieren.

    Wie soll man das machen. Die Patente die vergeben werden, werden in absehbarer Zeit dazu führen das eine Handvoll Konzerne sämtliche Nahrungsmittel der Erde kontrollieren werden. Die "gehören" dann ihnen, weil sie eben die Patente innehaben und die Pflanzen nur nach Bedingungen und zu ihren beliebig festgelegten Preisen angebaut werden dürfen.
     
    #12
    metamorphosen, 7 April 2009

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