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Ausbildung und schwanger

Dieses Thema im Forum "Schwangerschaft, Geburt & Erziehung" wurde erstellt von Zuckerherz, 2 September 2009.

  1. Zuckerherz
    Zuckerherz (30)
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    Hallo Leute, ich möchte euren Rat zur folgenden Situation:

    Ein Mädchen, um die 20, ist schwanger von ihrem Freund, mit dem sie erst kurz zusammen ist. Sie waren aber vor ein paar Jahren schonmal lange zusammen.

    Sie ist in der Ausbildung und das Kind würde 1 Monat vor der Abschlussprüfung kommen.

    Beide wohnen noch bei ihren Eltern.

    Gründe für die Abtreibung, die bald statt finden soll:
    - sie will erst sehen ob es mit ihrem Freund länger klappt
    - sie will erstmal eine eigene Wohnung haben und Geld, bevor sie schwanger wird
    - das Kind hindert sie daran ihre Ausbildung abzuschließen
    - sie will nicht dass ihre Eltern ihr in die Erziehung reinreden

    Aber dann scheint es so, als würde sie es doch gern behalten.
    Sie sagt, wenn sie ein paar Monate später schwanger geworden wäre, hätte sie es behalten.
    Sie hat sich informiert, ob sie die Ausbildung noch verkürzen kann, aber dafür ist es jetzt zu spät. Wenn sie in Mutterschutz geht hat sie Angst, dass sie danach keine Motivation mehr hat die Ausbildung abzuschließen.

    Was sagt ihr dazu?
     
    #1
    Zuckerherz, 2 September 2009
  2. User 69081
    User 69081 (31)
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    nicht angegeben
    Ich finde die Gründe eigentlich sehr vernünftig und durchdacht.

    Hat sie denn schonmal mit dem Arbeitgeber und/oder dem Schulleiter darüber gesprochen, ob nicht eine Sonderregelung gemacht werden kann?
     
    #2
    User 69081, 3 September 2009
  3. Miss_Marple
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    In manchen Ausbildungszweigen gibt es die Möglichkeit für eine Nachprüfung, einige Wochen bis zu einem halben Jahr nach der offiziellen Prüfung. Sowas kann bei der Schulleitung/der Innung/der Handwerkskammer recht problemlos erfragt werden auch ohne dass sie sich gleich "outen" muss.
    Desweiteren gibt es Ausbildungs- und Prüfungsordnungen für jeden Beruf, auch die sind in der Regel mit wenig Aufwand einsehbar, ist ja kein Geheimnis ;-) Dort sind auch Ausnahmen wie Fehlzeiten bei Krankheit/Schwangerschaft geregelt, ggf Besonderheiten bei den Mutterschutzbestimmungen etc.

    Grundsätzlich ist der Mutterschutz vor der Entbindung "freiwillig". Die Schwangere darf beschäftigt werden, wenn sie sich dazu ausdrücklich bereit erklärt. Es gelten dabei natürlich trotzdem die anderen Mutterschutzrichtlinien und bestimmte Tätigkeiten sind tabu, ebenso wie zB Nachtarbeit.
    Ein absolutes Beschäftigungsverbot besteht bei komplikationslosem Verlauf nur nach der Geburt und zwar für in der Regel 8 Wochen (12 bei Frühgeburten). Prüfungen und meines Wissens auch theoretischer Unterricht im Rahmen einer Ausbildung sind davon ausgenommen, dh daran darf auch nach der Entbindung teilgenommen werden.

    Ob jetzt die Schwangerschaft einen planmäßigen Abschluss der Ausbildung verhindert und wie das im Einzelfall zu regeln ist, kann hier keiner beantworten - schon allein, weil wir ja nicht wissen, um was für eine Art von Ausbildung es sich handelt und ob nicht schon von Anfang an Mutterschutzbestimmungen das Erbringen bestimmter Leistungsnachweise im praktischen Bereich verhindern.
     
    #3
    Miss_Marple, 3 September 2009
    • Danke (import) Danke (import) x 1
  4. Sunflower84
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    Hat deine schwangere Freundin die von Miss Marple aufgeführten Ansätze schon durchdacht?
    Wenn sie nur ein paar Monate später schwanger geworden wäre, würde sie das Kind behalten? Dann sehe ich im Falle einer Abtreibung die große Gefahr, dass sie es bitter bereut und nicht damit klar kommt.

    Rede nochmal mit ihr und sprecht alle Möglichkeiten nochmal durch. Vielleicht findet sie ja doch noch eine Möglichkeit, ihre Ausbildung zu Ende zu bringen. Denn das scheint ja der Hauptgrund für die Abtreibung zu sein. Die anderen Aspekte wären in ein paar Monaten noch nicht viel anders.
     
    #4
    Sunflower84, 3 September 2009
  5. User 35546
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    Es wurden ja schon viele gute Sachen gesagt. So wie ich es lese, hat sie zwar gute und einleuchtende Gründe für eine Abtreibung, aber ich denke vom herzen her ist da noch nicht entschieden!

    Ich denke auch, sie sollte sich erkundigen, welche Möglichkeiten es gibt, die Prüfungen etwas zu verschieben, bzw. doch ein Jahr auszusetzen und dann wieder einzusteigen etc. halt nur, wenn sie das wauch wirklich wollen würde!

    War sie schon bei einer Beratungsstelle? Die haben meist ja doch auch viel Ahnung und können hinsichtlich Beruf und Ausbildung Informationen geben!
     
    #5
    User 35546, 3 September 2009
  6. Zuckerherz
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    Hallo, danke für eure Antworten!

    Also sie macht eine Ausbildung im Büro. Auf der Arbeit wissen nur ein paar Leute Bescheid. Sie hat denen aber schon gesagt, dass sie abtreibt. Außerdem hat sie nächste Woche schon einen Termin zur Abtreibung. Sie hatte diese Woche schon einen, aber den musste sie absagen.
    Sie hat auch Angst, dass sie, wenn das Kind erstmal da ist, keine Motivation mehr hat wieder hinzugehen. Auf der Arbeit haben sie ihr nämlich gesagt, dass sie das schon oft erlebt haben.
    Bei einer Beratungsstelle war sie noch nicht.
    Ich bin jetzt auch nicht soooo gut mit ihr befreundet. Ich will nur nicht dass sie eine falsche Entscheidung trifft :frown:
    Am besten ruf ich sie nochmal an und rede mit ihr.
     
    #6
    Zuckerherz, 4 September 2009
  7. User 505
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    Dann kann sie auch nicht abtreiben, sofern sie in Deutschland wohnt.
     
    #7
    User 505, 4 September 2009
  8. User 85905
    User 85905 (31)
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    Also telefonisch würde ich das nicht bereden :zwinker: Willst du dich mit ihr telefonisch verabreden?

    Ich würde an ihrer Stelle auf jeden Fall erst mal mit den Arbeitgebern reden. Wenn alles gut läuft, dann würde sie (wenn sie auf ihren Mutterschutz vor der Geburt verzichtet) nur einen Monat von der Ausbildung verpassen. Wenn ein Azubi einen Monat vor der Abschlussprüfung für einen Monat krank wird, wird ihm sicherlich kein Arbeitgeber sagen, dass er nun ein Jahr länger lernen muss. Sie sollte sich vorher noch mit dem Arbeitgeber absprechen, nicht dass sie im Nachhinein erfährt, dass er das mit ihr so durchgezogen hätte, dass sie den letzten Monat fehlt und dann "mal einen Tag vorbei kommt, um die Prüfung zu schreiben".
    Wenn es sogar eine Option gewesen wäre, die Ausbildung zu verkürzen, scheint sie ja auch nicht sooo schlecht zu sein und (meine Vermutung!) zum Ende der Ausbildung wird sicherlich mehr wiederholt, als neuer Stoff beigebracht, oder?

    Wenn sie im Nachhinein erfährt, dass es doch hätte funktionieren können, wird sie sich bestimmt viele Vorwürfe machen... :-(

    ... und das könnte ihre Selbstvorwürde nur noch erschweren...
     
    #8
    User 85905, 4 September 2009
  9. Rosenmädchen
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    Sie kann ein halbes Jahr später ihre Prüfung machen.

    Ich lerne Verkäuferin, und ein Mädchen in meiner Klasse ist auch schwanger und macht die Prüfung deswegen ein halbes Jahr später.

    Sie soll einfach mal mit ihrem Klassenlehrer reden, was die Prüfungen angeht. Die können einem nämlich auch wunderbar entgegenkommen.
     
    #9
    Rosenmädchen, 4 September 2009
  10. User 69081
    User 69081 (31)
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    nicht angegeben
    Ohne Beratungsschein bekommt sie doch garkeinen Abtreibungstermin, oder?
    Das wird doch in den anderen Deutschsprachigen Ländern ähnlich sein? :ratlos:

    Ich würde DIR aber raten, sie nicht unter Druck zu setzen, weder in die eine noch in die andere Richtung. Wenn sie bisher gut mit der Entscheidung leben kann, dann rede ihr bitte kein schlechtes Gewissen ein. Für dich ist die Sache irgendwann vergessen, für sie niemals.
     
    #10
    User 69081, 4 September 2009
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  11. Sylphinja
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    wenn die Prüfung ein Monat vor Entbindung ist, und sie eh nen Bürojob hat, wo is da das Problem? 6 Wochen vor Entbindungstermin beginnt der Mutterschutz, in der Zeit kann sie aber noch arbeiten wenn sie will.
    Sie kann also durchaus ab der 34 SSW frei nehmen und in Mutterschutz gehen und dann nur für ihren Prüfungstermin antanzen. Oder aber sie macht dann direkt nach nem halben Jahr den nächsten Prüfungstermin mit ich seh da keine Probleme.

    Und wie gesagt Bürojob, denn kann sie auch schwanger ohne Probleme machen, problematischer wärs wenn sie in nem Labor arbeiten würde oder sowas.

    Sie soll sich das halt mal unter dem Punkt durch den Kopf gehen lassen. Sie hat dann ja immerhin 2 Wochen daheim Ruhe um nochmal in Ruhe für die Prüfung zu lernen, dann macht sie die und bekommt dann ihr Baby und dannach hat sie eh erstmal 8 Wochen weiteren Mutterschutz und kann dann bis zu 3 Jahre Erziehungsurlaub nehmen. Von dennen sie das erste Jahr auch noch bezahlt bekommt mit min. 300 €/monat
     
    #11
    Sylphinja, 5 September 2009

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