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Ausbildung zum "Sanitäter"

Dieses Thema im Forum "Off-Topic-Location" wurde erstellt von User 41942, 3 November 2009.

  1. User 41942
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    Hallo ihr,

    ich studiere momentan und interessiere mich dafür, "nebenbei", also nicht hauptberuflich, bei Rettungseinsätzen zu helfen.

    Ich kenne mich noch nicht aus und hoffe, hier ein paar gute Tipps zu bekommen.

    Ist es überhaupt möglich neben dem Studium eine Ausbildung zu machen? (also zB am Wochenende oder abends, tagsüber studiere ich ja)
    Welche Möglichkeiten zur Ausbildung gibt es denn und wo werde ich damit dann eingesetzt? Also ich möchte nicht nur den Wagen fahren, sondern den Menschen aktiv helfen!
    Wie sind die Verdienstmöglichkeiten? bzw Vergütungen?

    UND: wie hoch ist die psychische Belastung? Mir ist schon klar das ich nicht jeden Tag Blut ohne Ende und überaus spannende Fälle sehen werde... Aber mich würde interessieren, wie ihr damit zurecht kommt!

    Danke schonmal!
     
    #1
    User 41942, 3 November 2009
  2. User 11345
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    ja, ist neben dem Studium möglich. Habe ich ebenfalls neben dem Studium getan.
    Verdienst. Naja. Nicht wirklich.

    Psychische Belastung? Mindestens genauso hoch wie die Physische. Da braucht man schon starke Nerven.

    Die andere Frage ist was du unter Sanitäter verstehst.
    Sanitäter ist definiert alles alles vom Erste-Hilfe Kurs bishin zum Notarzt.
     
    #2
    User 11345, 4 November 2009
  3. SunShineDream
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    also zur ausbildung schaust du am besten mal auf den seiten der entsprechenden dienste, also asb, DRK, Maltheser, johanniter. da steht meist wann lehrgänge sind. in der regel macht man erst rettungssanitäter und anschließend kannst du noch rettungsassistenz machen. wobei das schon einiges ist für neben dem studium.
    soweit ich weis ist das ganze ehrenamtlich, kann mich natürlich auch irren. (mache das ncith selbst, kenne nur einige die da aktiv sind...)
     
    #3
    SunShineDream, 4 November 2009
  4. Wundertüte
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    Psychische Belastung schwankt ganz stark, es kann Tage geben an denen du nur,
    Patientenfahrten machst, sprich alte Leute von zu Hause zum Krankenhaus z.B. zur Dialyse.
    Es kann aber auch Tage geben wo ein Verkehrsunfall nach dem nächsten ist.
    Oder Menschen Selbstmord begehen wollen, kann man nicht verallgemeineren.
    Manche kommen in Ihrer ganzen ehrenamtlichen Karriere nie zu einem schweren Unfall
    andere bei jedem Dienst.
    Sehr schwer ist es natürlich immer, wenn Unfälle mit Kindern sind.
    Zu nahe darf man das ganze nicht an sich herankommen lassen...
     
    #4
    Wundertüte, 4 November 2009
  5. squarepusher
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    zumindest in österreich gibt es die möglichkeit, freiwillig sanitäter zu werden und dann nicht unbedingt das härteste zu erleben. du kannst einfach nur krankentransport machen - das beinhält jedenfalls sanitätshilfliche herausforderungen, aber du hast nicht jeden dritten tag einen schwerverletzten oder so.

    sanitäterausbildung (in ö) ist umfangreich, kann aber als "abendkurs" gemacht werden.

    psychische belastung.. als zivi wurden wir in die sache "reingestoßen" und es haben auch die meisten geschafft. ich würde es einfach ausprobieren - als freiwillige erfolgt der kontakt mit (schwer)verletzten jedenfalls viel allmählicher, schritttweiser und reflektierter als als zivi.
     
    #5
    squarepusher, 4 November 2009
  6. Schweinebacke
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    Entweder halt freiwillige Feuerwehr, DRK oder sonstwas, als Bereitschaft etc., da gibts aber keine Geld für.

    Oder man sieht zu das man irgendwo den Schein zum Rettungsanitäter macht (dauert Vollzeit ein paar Wochen). Damit kann man bei allen möglichen Anbietern für gutes Geld im Krankentransport helfen (ist jetzt aber auch nicht sooo spannend).
     
    #6
    Schweinebacke, 4 November 2009
  7. Wundertüte
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    Hmmm so würd ich das nicht sagen,
    du machst zwar freiwillig deinen Dienst, musst aber
    trotzdem fahren wo dich die Einsatzzentrale hinschickt.
    Da wird nicht entschieden, ob du mitkommst oder nicht.
    Du bist während der Einschulung bei dem Rettungsteam als dritter Mann und wo das Team hin muss da musst du mit und basta.
    Du musst ja dann im nachhinein auch fähig sein solche Situationen alleine zu meistern und kannst nicht einfach sagen aus .... das mach ich nicht
     
    #7
    Wundertüte, 4 November 2009
  8. squarepusher
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    natürlich. aber von meiner erfahrung (10,5 monate 40h/woche im wiener krankentransport-dienst beim wiener roten kreuz, mehr als die meisten freiwilligen in ihrem ganzen leben) hab ich einen ziemlich genauen überblick, was wie oft vorkommt. zwar ist es so, dass autos, die nur mit freiwilligen besetzt sind, tendenziell zu ärgeren sachen geschickt werden, weil die das selber wollen und darum bitten. aber wenn man das nicht tut, ist man als auto genauso wie alle anderen krankentransportwagen, und die haben idR keine schwerverletzten zu versorgen. wien hat ein sehr gut ausgebautes EH-netzwerk (rettungstransportwagen, notarztwagen, ..), sodass sich ktws im wesentlichen auf den krankentransport beschränken. in der regel. man muss sich jedenfalls trotzdem darauf vorbereiten, weil es vorkommen kann, aber in der frequenz, in der das dort vorkommt, hat das bisher noch so gut wie jeder ausgehalten. die psychohygienische brisanz entsteht ja aus der häufigkeit der "verarbeitungsbedürftigen" erlebnisse.

    natürlich musst du es können. natürlich gibt es am krankentransportwagen häufig situationen, in denen man kühlen kopf behalten muss, konsequent und konzentriert handeln muss, und die auf ihre weise notfall-charakter haben, auch wenn es nicht unmittelbar um leben und tod geht, und die oberfläche der situation nicht brenzlig wirkt.
    psychisch verarbeiten muss man jedenfalls auch viel am ktw, auch dinge, die nicht auf den ersten blick furchtbar sind, wie ein autounfall mit zerquetschen menschen. aber mit den anforderungen an die psychohygiene, die der ktw stellt, werden die meisten menschen ohne probleme fertig, weil es eben *nicht* sehr ins grausliche geht. sowas erlebt man am ktw in wien beim roten kreuz gemäß meiner erfahrung allerhöchstens vielleicht. (damit meine ich wirklich krass verarbeitungsbedürftige erlebnisse, also aus der familie der unfälle mehr als die ktw-typische kleine fleischwunde und aus der familie der internen notfälle mehr als die ktw-typische interne einweisung wegen kardialer dekompensation o.ä. dort hört die ktw-kompetenz auf. auch wenn die sanitäter am ktw theoretisch auch einen rtw bedienen könnten, ist es, aufgrund der guten ausbausituation der EH-netze in wien, so gut wie ausgeschlossen, dass man als ktw zu so etwas hinbeordert wird. und die frequenz, in der so etwas zufällig an einen ktw fällt, etwa, weil er grad zufällig an einem frischen unfallort vorbeikommt, oder first-responder ist, ist so gering, dass das eher als erlebnis gesehen wird, das man gut verarbeiten kann. wie gesagt, psychohygienisch brisant wird es mit der häufigkeit solcher erlebnisse.)

    man sollte rettungsarbeit auch unbedingt nicht dramatisieren. "du musst es können, wenn es zum ernstfall kommt kannst du auch nicht aussteigen" stimmt zweifelsohne, aber wenn du konzentriert arbeitest, alles brav lernst und übst, ist das alles überhaupt kein problem. mit der zeit sieht man notfälle und unfälle als sanitätshilfliches problem, das man löst, und aus. einerseits das, andererseits bekommt man auch eine dickere haut. es ist okay, angst zu haben und es ist okay, sich anfangs psychisch belastet vorzukommen - wenn man das anfangs nicht dramatisiert, ist man später auch viel entspannter und konzentrierter bei der sache.
     
    #8
    squarepusher, 4 November 2009
  9. User 18889
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    Du kannst den Rettungssanitäter als Wochenendkurs machen. Ich weiß allerdings nicht, wie lange das dauert. In Vollzeit waren es 3 Monate: 4 Wochen Schule, 4 Wochen Krankenhauspraktikum und 4 Wochen Rettungswachenpraktikum. Anschließend ist die Prüfungswoche. Die Ausbildung kostet in meiner Nähe knapp 1.000 €. Hilfsorganisationen fördern das hier normalerweise nicht, weil es mehr als genug Sanis gibt.

    Entweder kann man hier in einer Bereitschaft Wochenenddienste machen, also auf Reitturnieren, Zeltfesten o.Ä. Dafür gibt es aber keinen Cent, sondern maximal was zu Essen während der Zeit.

    Ansonsten kann man hier z.B. beim DRK für 5,50 € Aufwandsentschädigung pro Stunde normale Dienste auf Rettungswachen machen. Da fährt man dann zusammen mit einem Rettungsassistenten RTW. Das geht hier aber nur noch beim DRK. Alle anderen Unternehmen stellen keine Sanis, sondern nur Rettungsassistenten ein. Das gilt sowohl für hauptamtliches als auch für ehrenamtliches, also aushelfendes, Personal.

    Psychisch empfinde ich persönlich das ganze als nahezu überhaupt nicht belastend. Ich kann sehr gut damit umgehen. Kann man das nicht, sollte man das auch sein lassen. Was bringt es, wenn man Zuhause über die Patienten grübelt? Leid, in Form von schlechten Altenheimen, Messie-Wohungen oder einsamen Menschen, sieht man ständig. Das sollte einem schon klar sein.
     
    #9
    User 18889, 5 November 2009
  10. tinchenmaus
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    Woher kommst du denn?
    Ich kann jetzt nur für das BRK sprechen, bei anderen Organisationen kenne ich mich nicht so aus.
    Hier im schönen Bayern :grin: ist es so, dass du eine Ausbildung zumeist in gestaffelter Form bekommst, wenn du einer Bereitschaft beitrittst.
    Die Ausbildung fängt mit einem 60-stündigen Lehrgang zum Sanitätshelfer an (ist keine Pflicht, aber ganz nett). Damit kannst du auf Sanitätsdiensten, also Konzerten, Reitturnieren, polit. Veranstaltungen usw. als Sani mithelfen und bekommst je nachdem bei welcher Bereitschaft du bist Geld oder eben nicht, meistens so zwischen 3 und 5 Euro pro Stunde.
    Die nächste Stufe in Bayern ist der Rettungsdiensthelfer, RDH. Dieser besteht aus einer theoretischen Ausbildung von 160 Stunden und 160 Stunden Praktikum an der Rettungswache. Bist du fertiger RDH, kannst du - vorerst bis 2011 - als Fahrer auf dem Krankentransportwagen oder Rettungswagen eingesetzt werden.
    Weiter geht es nach 160 Stunden Klinikpraktikum und einem 40stündigen Abschlusslehrgang mit dem Rettungssanitäter, RS. Als RS kannst du auf dem Krankentransport als Beifahrer eingesetzt werden.
    Für die ehrenamtliche Arbeit "nebenbei" reicht der RS eigentlich, es gibt noch die Berufsausbildung zum Rettungsassistenten, das ist die höchste nichtärztliche Ausbildung im Rettungsdienst.

    Ich habe neben dem Studium die Ausbildung zum RS beim BRK gemacht und fahre wann immer es mir möglich ist, ehrenamtlich im Rettungsdienst oder gehe auf Sandienste.

    Die Verdienstmöglichkeiten sind ehrenamtlich wie hauptamtlich nicht so der Brüller, aber es macht auf jeden Fall sehr viel Spaß und man lernt viele tolle Menschen kennen.
    Physisch und psychisch solltest du schon gut damit zurechtkommen, vielleicht zusätzlich bei Kieser oder so Rückentraining machen, weil man doch oft schwere Patienten heben oder Treppen runtertragen muss...
     
    #10
    tinchenmaus, 9 November 2009

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