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Ausbildungsplatz bekommen - Zweifel

Dieses Thema im Forum "Off-Topic-Location" wurde erstellt von -Tobi-, 12 August 2009.

  1. -Tobi-
    -Tobi- (29)
    Verbringt hier viel Zeit
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    in einer Beziehung
    Jetzt hats doch noch geklappt, ich habe für 2009 einen Ausbildungsplatz als Gesundheits- und Krankenpfleger bekommen Träger ist eine Schwesternschaft vom BRK, praktische Ausbildung findet in einem Klinikum statt. Allerdings verspüre ich im Moment nicht nur Freude, sondern auch so manchen Zweifel...

    Ich habe bereits 2007 Abitur gemacht und dann gleich meinen Zivildienst in einem Altenheim abgeleistet - in der Pflege. War am Anfang knüppelhart, bin dann aber doch gut damit zurecht gekommen und habe auch (fast) alles rechtlich mögliche gemacht, was die normalen Pflegekräfte gemacht haben. Habe nach dem ZVD dann auch noch als ungelernter Pflegehelfer dort weitergearbeitet. Die Bewohner haben mich gemocht, der Großteil meiner Kollegen hat mich gemocht und ich habe ein exzellentes Arbeitszeugnis bekommen.

    Studium ist etwas das ich zwar immer in Betracht gezogen habe, aber mich nie wirklich auf was festlegen konnte. Zudem ist es für mich finanziell schwierig und ich bin immerhin "schon" fast 22, im Moment möchte ich kaum was lieber als mal selbst ein eigenes Einkommen zu haben, auch wenns nur 640€ im Monat sind und selbstständiger zu werden. Wenn ich etwas wüsste das ich unbedingt machen will, ok, aber so nicht...

    Naja, habe heute eine schöne Wohnung gefunden die ich erstmal mit einem Kumpel übernehmen würde, alles toll so weit.

    Allerdings habe ich gestern auch den Bescheid von der Uni in dieser Stadt bekommen dass ich im Herbstsemester anfangen könnte Soziale Arbeit zu studieren...
    Und jetzt fängt mein Kopf wieder an zu rattern, bin ich der typische deutsche Mittelschichtler der nur nicht studiert weil seine Eltern keine Akademiker sind? Etc. pp.

    Falls es gar nichts für mich ist, die Uni läuft mir nicht weg, habe immer noch ein vollkommen legitimes Alter zum Studieren. Insofern, ich würde mir bei ALLEN Entscheidungen Gedanken machen, hätte ich jetzt einen Platz zum Fachinformatiker würde ich mir Gedanken machen ob mein Mathe reicht, beim Studium wärs so ziemlich das gleiche.

    Mir scheints im Moment das Richtige zu sein, aber ich kann das Nachdenken einfach nicht lassen... Und ich lasse mich zu leicht beeinflussen, das Mädel aus einer WG die wir uns heute angesehen haben, studiert beispielsweise soziale Arbeit. Und schon gehts wieder los... Argh, richtig schlimm :zwinker:

    Vielleicht gehts ja jemandem ähnlich und er kann mir ein paar Worte dazu sagen oder wie er solche Zweifel überwunden hat.
     
    #1
    -Tobi-, 12 August 2009
  2. glashaus
    Gast
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    Wenns Gefühl stimmt, dann bleib dabei!
    Die Ausbildung und v.a. die Praxiserfahrung kann dir niemand nehmen. Das Studium kannst du hinterher noch anschließen, das habe ich auch so gemacht. Die Erfahrungen aus meiner Ausbildung waren dabei teilweise wirklich Gold wert und keineswegs verschwendete Zeit.
     
    #2
    glashaus, 12 August 2009
  3. -Tobi-
    -Tobi- (29)
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    Das ist eben auch meine Sorge. Kenne auch schon genug aus meinem Jahrgang die jetzt im zweiten Studium sind. Gerade bei Leuten die sowas wie Germanistik/Anglistik allein oder auf Lehramt studieren, da frage ich mich was die alle mal werden wollen...

    Ich habe das Gefühl bei vielen steckt da auch der Gedanke "ich studiere, ich kann gar nicht blöd sein" dahinter. So möchte ich das keinenfalls machen, auch wenn ich jetzt vielleicht ein paar blöde Blicke bekomme.
     
    #4
    -Tobi-, 13 August 2009
  4. xoxo
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    Ich würde an deiner Stelle wohl erst die Ausbildung machen und dann studieren. Wenn du in deiner Ausbildung jeden Monat 50 bis 100 Euro zurücklegst, dann hast du ein wunderbares Startkapital.

    Off-Topic:
    Germanistik und Anglistik kann man nicht auf Lehramt studieren, dann studiert man Deutsch und Englisch, besucht ein paar Parallel-Vorlesungen mit den Germanisten und Anglisten und man wird später Lehrer.

    Germanisten und Anglisten - Berufsfeldern: u.a. Verlagswesen, Presse, Rundfunk, Fernsehen, öffentliche und private Bildungseinrichtungen, Kulturinstitutionen, Unternehmen mit Beziehungen zum englischsprachigen Ausland sowie Institutionen wissenschaftlicher Forschung und akademischer Lehre.

    http://www.joboter.de/jobs-germanistik.html
     
    #6
    xoxo, 13 August 2009
  5. brainforce
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    nicht angegeben
    Genau das sehe ich anders! Bist du erstmal auf den "Geschmack des Geldverdienens" gekommen wird es dir umso schwerer Fallen nochmals ein Studium zu beginnen!
    Ich denke du hast die Möglichkeit zu studieren und auch den Wunsch dazu - eigentlich steht dir nur dein "Ausbildungsplatz" so blöd wie es klingt im Weg.
    Eher würde ich den umgekehrten Weg gehen - erst studieren und falls das nicht dein Fall ist eine Lehre beginnen.

    Klar ist das alles eine finanzielle Angelegenheit und ich kann verstehen das man mit 22 Jahren Geld verdienen möchte - nur das möchtest du mit 27 Jahren auch... und deshalb glaube ich das es dir dann noch schwerer fallen würde ein Studium zu beginnen...

    Zumal ich einige Studenten kenne die neben den Studium noch gutes Geld verdienen - ist zwar hart beides unter einen Hut zu bringen aber möglich wäre es - evtl. kannst du dein Studium durch einen "Nebenjob" im sozialen Bereich verdienen. Viel weniger als die 640,- Euro werden da auch kaum rausspringen zusammen mit Bafög etc.! Da bleibt eher mehr hängen als in einem Ausbildungsjob - natürlich ist es auch stressiger...
     
    #7
    brainforce, 13 August 2009
  6. -Tobi-
    -Tobi- (29)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    in einer Beziehung
    Ja, das reicht für viele schon. Und dann noch "Krankenschwester", als Mann, nee... :zwinker:

    Du hast sicher Recht, aber letztes Jahr stand mir kein Ausbildungsplatz im Weg und ich konnte mich doch nicht dazu durchringen ein Studium zu beginnen, bin nach Australien und habe Work&Travel gemacht...

    Sicher richtig. Habe ich ja auch schon von einigen Bekannten gehört, die Wenigsten fangen nach dem Eintritt ins Berufsleben noch mal ein Studium an. Ist aber auch nicht unmöglich, also brauch ich es nicht gleich komplett abzuhaken.
    Und wenn ich glücklich werde mit der Ausbildung, warum nicht in dem Beruf bleiben? Habe ich kein Problem mit, ich brauche nicht zum Selbstzweck studieren und habe auch nicht den Plan mal mindestens ein Einkommen über 40.000€ haben zu müssen.

    Aber in dem Bereich gibt es nach der Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger tatsächlich noch einige interessante Studiengänge, die darauf aufbauen und bei denen eine zuvor abgeschlossene Ausbildung sicher hilfreich ist - darüber wurde auch im Vorstellungsgespräch schon gesprochen.

    Was meinst du mit es bleibt mehr hängen? Im Gegensatz zur Ausbildung bereiten die Studiengänge wie Soziologie, die für mich in Betracht kommen, nämlich eher nicht direkt auf einen Beruf vor. Damit kann man Einiges machen, aber was muss erst mal herausgefunden werden.
     
    #8
    -Tobi-, 13 August 2009
  7. glashaus
    Gast
    0
    Also der Gap zwischen dem Ausbildungsgehalt und dem, was man so im Studium zur Verfügung hat ist doch nicht so wahnsinnig groß, als Studi hat man dann ja nochmal einige Vergünstigungen. Wenn man voll arbeitet, ist es was anderes, aber bei direktem Umstieg von Ausbildung zur Uni sehe ich das Geld nicht als Argument an.
     
    #9
    glashaus, 13 August 2009
  8. brainforce
    brainforce (33)
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    nicht angegeben
    ich hatte es so verstanden das du auch deswegen die Ausbildung vorziehst da diese mit 640,- Euro vergütet wird - daraufhin meinte ich das du bei einem Studium mit Bafög und kleinen Nebenjob auf ungefähr das gleiche Einkommen kommens solltest (wenn nicht sogar mehr).:zwinker:

    Wie dem auch sei - du musst wissen was du genau willst - und mir scheint das da ein gewisses Defizit besteht:zwinker:. Die Jahre der Orientierung (Zivi, Work & Travel) haben dich scheinbar nicht sooo entscheidend weitergebracht.

    Nun hast eigentlich vier Möglichkeiten, nur Studium, nur Ausbildung, erst Ausbildung dann Studium oder ggf. Studium und wenn das nichts ist Ausbildung...

    Die Frage ist jetzt mit was du beginnst - genaugenommen hast du recht das dich eine Ausbildung evtl. bereits gut auf ein mögliches späteres Studium vorbereiten kann bzw. du dir während der Ausbildungsphase nochmal klar werden kannst was du zukünftig machen willst...
     
    #10
    brainforce, 13 August 2009
  9. User 37284
    User 37284 (31)
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    Naja, also ich finde schon, dass es ein Unterschied ist, ob man gar nichts bekommt außer Kindergeld oder 500 EUR im Monat auf der Hand hält.

    Ansonsten kann ich mich anschließen. Momentan hört es sich so an, als wolltest du die Ausbildung gerne machen, wieso also nicht? Ich finde, es gibt viel zu viele Leute die nur studieren, weil sie nicht schief angeschaut werden wollen, das ist aber überhaupt nicht Sinn der Sache.
     
    #11
    User 37284, 13 August 2009
  10. -Tobi-
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    Stimmt schon, das war wohl nicht schwer rauszulesen :zwinker:

    Ich weiß halt auch nicht wie das aussehen soll, die Erleuchtung "ja, ich will unbedingt dies oder jenes werden"... Immerhin bin ich soweit sagen zu können: Im Zivi hat mir der Bereich zugesagt, also versuche ich das jetzt.

    Ich sehe das aber auch bei vielen meiner ehemaligen Klassenkameraden nicht. Einer hat ein bisschen Geographie studiert, jetzt arbeitet er in einem Fahrrad-Laden. Andere haben ihr erstes Lehramtsstudium hingeschmissen und machen jetzt halt das Zweite. Oder gemerkt dass es doch nicht so toll ist sich mit 400 anderen BWLern in eine Vorlesung zu setzen. Wieder andere haben sich einfach übernommen und hören mit Informatik etc. wieder auf. Und dann gibts noch ein paar die eine typische Ausbildung wie Bürokaufmann gemacht haben, gelangweilt sind und jetzt auch zu studieren anfangen.

    Alles nicht so einfach, gerade im Moment wo jede Woche eine andere Hiobsbotschaft kommt und jedes halbe Jahr mal jenes, dann wieder das andere Studium "gehypt" oder verdammt wird :ratlos:

    Gab dazu vor kurzem auch mal zwei interessante Artikel bei Spiegel und Zeit:
    http://www.spiegel.de/unispiegel/jobundberuf/0,1518,630114,00.html
    http://www.zeit.de/2008/36/Jugend-ohne-Charakter
     
    #12
    -Tobi-, 13 August 2009
  11. glashaus
    Gast
    0
    Wer redet denn von nur Kindergeld?
    Wenn die Eltern ihm nichts zuschießen können, gibt es immerhin Bafög und ein Job hat auch noch keinem geschadet. Da kommt man locker in den Bereich des Azubi-Gehalts.
     
    #13
    glashaus, 14 August 2009

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