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Beckenbodentraumen

Dieses Thema im Forum "Schwangerschaft, Geburt & Erziehung" wurde erstellt von Miss_Marple, 28 September 2009.

  1. Miss_Marple
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    sehr intimes thema, ich weiß. aber hier im forum wird auch so freimütig übers blasen, swingerclubbesuche, fremdgehen etc berichetet, dass ich dachte, ich probiers mal...

    mir war ja bewusst, dass ich mit dreieinhalb stunden austreibungsphase und falsch eingestelltem köpfchen keine leichte geburt hatte und mein blöder beckenboden reichlich widerstand bot - aber wie sehr es mich zerlegt hat merke ich erst jetzt.

    nachdem ich an mir eine leichte senkung sowohl der gebärmutter als auch der hinteren scheidenwand festgestellt habe und vor allem bemerken musste, dass ich derzeit nicht im stande bin, die ollen smartballs festzuhalten (die untere kugel ploppt nach maximal ner minute einfach raus... ich hab erstmal geheult, so schockiert war ich), würde es mich interessieren, wie "zerstört" ihr nach der geburt beckenbodentechnisch wart und wie lange es gedauert hat, bis alles wieder am ort war.
    habt ihr "nur" die übliche rückbildungsgymnastik gemacht oder war eine weitere behandlung (koni, pessare, strom, op...) erforderlich?
     
    #1
    Miss_Marple, 28 September 2009
  2. User 35546
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    Also ich hatte das auch... teilweise hatte ich das Gefühl, meine Gebärmutter bzw. meine Blase fällt beim gehen raus. Echt unangenehm. Beim Wasserlassen konnte ich nichts anhalten, ein komisches Gefühl, weil ich das immer konnte!

    Ich habe die normale Rückbildung gemacht und zwischendurch immer wieder Beckenbodenübungen. Dann nach einem jahr etwas mehr Sport. Aber nichts wildes!

    Jetzt ist alles wieder recht normal, manchmal beim heftige Niesen merke ich ab und an noch eine kleine Schwäche, aber nicht das ich "undicht" bin! Ich hab immer nur das Gefühl!

    Ich bin gespannt, wie das dann nach der 2. Schwangerschaft sein wird!
     
    #2
    User 35546, 28 September 2009
  3. User 71335
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    Also erstamal - das ist alles völlig normal.
    Man kann und soll natürlich mit sanfter Beckenbodengymnastik (ohne Hilfsmittel, nur Urinstrahl halten und Aufzugübung) so früh wie möglich anfangen, mit einem Kurs frühestens nach 6-8 Wochen (wenn die Geburtsverletzungen verheilt und der FA die 1. Nachuntersuchung gemacht hat), mit Kaiserschnitt erst nach 3 Monaten.
    In den ersten 3 Monaten auf gar keinen Fall den geraden Bauchmuskel trainieren! Nur die seitlichen, wenn überhaupt, alles andere ist absolut kontraproduktv und belastet Beckenboden und Bauchmuskeln irreversibel.:zwinker:
    Nicht zu viel und schwer heben (kind plus 3 Kilo in den ersten Wochen).
    Bei Druckbewegungen der Arme und des Oberkörpers (ganz klassisch die Situation, wenn man mit dem Kinderwagen einen Bordstein hoch will:zwinker: ) unbedingt den Beckenboden dabei aktiv anspannen.

    Nun mal meine Eigenerfahrung: Nach 4 Wochen waren Geburtsverletzungen soweit verheilt, Rippenprellung und Steißbeinprellung erträglich und ich konnte so langsam normal laufen ohne Schmerzen.:grin: Aber der Beckenboden war schon noch merklich weich und nicht so leicht zu steuern, fand ich aber nicht tragisch da ich eh noch Blutungen hatte.

    Rückbildungsgymnastik habe ich mit 3 Monaten begonnen, vorher hat die Hebamme keinen angenommen.

    In der ganzen Stillzeit war es aber nicht optimal , ich hatte nach 7-8 Monaten eine schwere Bronchitis und bei so einem Hustenreiz sollte man keine volle Blase haben oder Wechselwäsche dabei haben :grin:, erst nach dem Abstillen war es vermutlich besser, da war ich dann leider längst wieder schwanger.:grin:

    Beim Zweiten hatte ich auch eine Gebärmuttersenkung davon getragen, vermutlich noch nichtmal von der Geburt, sondern vom Tragen sofort danach, ich hatte ja zwei Babys zu schleppen , der Große war mit seinen 18 Monaten ja auch noch kein großer Läufer und Treppen mussten immer mit zwei Kindern auf dem Arm überwunden werden, ausserdem war der Geschwisterwagen extrem schwer zu steuern und man war halt sofort ab der Krankenhausentlassung in der Alltagsroutine und erledigte Einkäufe, Spielgruppenbesuche sofort alleine und immer mit 2 Kindern, da gab es keine Schonfrist mehr, was dem Beckenboden merklich schwer schädigte.
    Habe beim zweiten auch ab der 8. LW einen Rückbildungskurs besucht, hätte auch nach dem Arzt zufolge zusätzliche Gymnastik gebraucht, aber da das zweite ein Schreikind war und auch niemand auf der ganzen weiten Welt den länger als 30 Minuten ertragen konnte, war es einfach nicht mehr möglich einen Kurs zu besuchen und selber zuhause kam ich auch nicht dazu.
    Das hat sich also länger hingezogen bis der Beckenboden halbwegs stabil war und sich die Gebärmuttersenkung langsam zurückentwickelte, etwa ein Jahr nach der Geburt, wobei ich bei Husten usw. noch sehr viel länger Probleme hatte.
    Beim Sex kann ich das jetzt gar nicht beurteilen, wir hatten total selten Sex, aber der war eigentlich ok, soweit ich mich erinnere.
    Seit ca. 4-5 Jahren (also wie die Kinder in die Grundschule kamen) habe ich eigentlich wieder meinen Urzustand würde ich sagen. :grin:
     
    #3
    User 71335, 28 September 2009
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  4. User 85905
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    Laut der Hebi, die meinen RüBi-Kurs leitet, soll man das nur mal machen, um "zu lernen", wo der Beckenboden ist/ wie der sich anfühlt und maximal, um mal zu testen, welche Fortschritte man gemacht hat. Man würde sonst seine Blase verwirren. *schulterzuck*

    Wo meine Gebärmutter liegt, habe ich nicht mal in der Schwangerschaft erkannt :grin: , mein Beckenboden war aber GsD nach der Geburt ganz ok... zumindest hatte ich keine Probleme...

    Was sagt denn deine Nachsorgehebamme dazu, wie deine bisherige Rückbildung verläuft?
     
    #4
    User 85905, 28 September 2009
  5. Miss_Marple
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    Meine Rückbildung verläuft eigentlich mustergültig - nach 5 Tagen war die Gebärmutter bereits nicht mehr tastbar, die Dammnaht ist völlig problemlos verheilt und ich hab auch keine wirklichen Probleme mit dem Beckenboden. Beim Lachen spüre ich manchmal noch, dass das nicht alles so ganz heile ist, aber ansonsten... ich bin absolut kontinent und hab auch nicht das Gefühl, es fiele mir unten was raus. Die Senkung selbst macht auch keine echten Probleme, hab halt mal getastet und gemerkt, dass mein MuMu doch noch um einiges tiefer sitzt als normal, und beim Dammnaht begutachten festgestellt, dass sich eben auch die hintere Scheidenwand nicht ganz da befindet, wo sie hingehört. Schmerzen oder so hab ich keine, aber allein dieser Anblick da unten hat mich geschockt...

    Auf einer Hebammenseite zum Thema hab ich gelesen, dass frau beckenbodentechnisch wieder fit sei, wenn sie 300x hintereinander kurz anspannen und mit voller Blase husten könne. Toll, kann ich. Zum Glück hab ich das mit den Smartballs probiert, ich wär sonst wahrscheinlich demnächst laufen gegangen ;-) So hab ich jetzt zumindest nen Maßstab, wann ich wirklich wieder darf - nämlich nicht ehe die Dinger wieder fest sitzen.
     
    #5
    Miss_Marple, 28 September 2009
  6. User 69081
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    Du hast doch neulich erst entbunden, das Wochenbett dauert nicht umsonst 8 Wochen. Gib deinem Körper Zeit. Mag sein dass deine Gebärmutter ganz schnell geschrumpft war, aber Beckenboden und all das braucht viel mehr Zeit.

    Ist dein Wochenfluss denn schon vorbei, dass du schon Smartballs testest? Ich würde an deiner Stelle wesentlich langsamer anfangen, erstmal Urinstrahl halten (wieso verwirre ich damit meine Blase - das habe ich ja noch nie gehört :ratlos: ) und kleinere Übungen, die dir deine Schwester sicher gut zeigen kann.

    Wir wissen, dass du ein ehrgeiziger und sportlicher Mensch bist, aber bei der Rückbildung ist es wichtig, dass du von deinem Körper nicht zuviel forderst und das langsam angehst. Du warst ja auch 9 Monate schwanger, der Druck auf den Beckenboden und die ganzen anderen Muskeln hat 9 Monate bestanden, das kannst du nicht in 2 Wochen wieder aufbauen. Schon garnicht so schnell nach der Geburt.
     
    #6
    User 69081, 28 September 2009
  7. Miss_Marple
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    Nö, der Wochenfluss ist noch nicht vorbei, wenn auch nur noch sehr schwach. Aber warum darf man mit Wochenfluss keine Smartballs testen?
    Ich hatte ja nicht vor, die dauerhaft drinzulassen - geht ja auch gar nicht :-D
    Urinstrahl halten war auch beim ersten Klogang nach der Geburt schon kein Problem, ich war ganz begeistert. Auch deswegen hat mich die Erkenntnis mit der Senkung und den Smartballs jetzt ein bisschen demoralisiert.

    Meine Schwester hat mir schon ein paar Übungen gegeben und ich hab mich auch gestern durch dieses berühmte "Tiger feeling" gequält. Damit kann ich aber genau gar nichts anfangen, ich find den Großteil der Übungen einfach nur verwirrend und unnötig kompliziert.

    Das mit der Blasenverwirrung ist mir auch neu, was soll das sein?
     
    #7
    Miss_Marple, 28 September 2009
  8. User 69081
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    Wegen der Infektionsgefahr. Wenn sich die Flüssigkeit, die raus kommt, staut, kann sich was entzünden. Es ist ja zuerst Blut, dann eine gelbliche Flüssigkeit und irgendwann dann ganz weg. Aber solange noch irgendwas läuft, darfst du weder Tampons, noch Menstassen oder Smartballs oder anderes invasives benutzen. (Sex auch nur mit Gummi und auch nur, wenn wirklich alle Verletzungen verheilt sind - sind sie es nicht, merkst du es ganz schnell) Es könnten Bakterien eindringen die die Geburtswunde entzünden und das muss ja nicht sein. Also warte lieber noch mit den Smartballs. a) wegen reinkommender Bakterien, b) weil sich die Flüssigkeit sonst staut, statt abzufließen.

    Du hast ja bei Lollypoppy gelesen, sie hatte eine Senkung wegen zuviel Belastung nach der 2. Geburt. Also mach lieber langsam, dein Körper ist ein Unikat und du hast ihn noch ein paar Jahre. Training ist gut, aber nur solange man es der aktuellen Verfassung anpasst.

    Das mit der Blasenverwirrung klingt für mich so ein bisschen nach Ammenmärchen. :hmm:
     
    #8
    User 69081, 28 September 2009
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  9. Miss_Marple
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    Okay, mir hatten nur gerade eine Ärztin und eine Hebi erzählt, das mit der Infektionsgefahr sei inzwischen überholt und man dürfe auch Tampons benutzen, wenn es die Schleimhaut toleriere - deshalb die Nachfrage.
    Ich weiß da auch nicht, was ich glauben soll, aber grundsätzlich ist ja die Geburtswunde nach ein paar Wochen, wenn die Gebärmutter wieder auf Normalmaß zusammen geschrumpelt ist, auch nicht mehr größer und damit infektionsgefährdeter als die abblutende Schleimhaut während der Mens. Scheint mir durchaus logisch. Hm, keine Ahnung was stimmt.

    In Sachen Training bin ich ja ganz brav vorsichtig bisher, auch deshalb der Thread :smile:
     
    #9
    Miss_Marple, 28 September 2009
  10. User 85905
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    Wie gesagt, das mit der Blasenverwirrung ist nur, was die Hebamme gesagt hat.
    Ich halte es aber nicht für schlimm, auf das "Stotter-Pinkeln" zu verzichten und die Beckenbodenübungen bei anderen Tätigkeiten zu machen. (Sie meinte auch, dass man die Beckenbodenübungen nicht beim Stillen machen soll. Man würde dabei automatisch auch andere Muskeln mit anspannen und dann würde irgendwie die Milch wegbleiben... Eine aus ihrem ersten RüBi-Kurs hätte es mal ausprobiert und sich so quasi abgestillt)
    Ich habe keine Ahnung, ob beides stimmt. Aber ich lasse es einfach - schadet ja nicht :zwinker:
     
    #10
    User 85905, 29 September 2009

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