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Behinderung

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von User 40300, 15 Mai 2008.

  1. User 40300
    Benutzer gesperrt
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    Verheiratet
    Ich weiß nicht wie ich es beschreiben soll; aber mich plagt es derzeit wieder ganz besonders, dass ich nicht bin wie andere Leute und leide an ziemlichen Depressionen. Ich kann das nur hier bei PL loswerden, weil mir sonst kaum jemand zuhört und ich meistens alleine bin. Ich habe zudem ständig höllische Schmerzen, kann kaum arbeiten geschweige denn gehen; wenn dann nur an Krücken; meine Prothese steht in der Ecke. Ich weiß nicht wie das weitergehen soll. Ärzte wissen keinen Rat. Dabei wäre alles so gut gelaufen in den letzten Monaten. Ich will mich nich verkriechen, bin eigentlich eine lebensfrohe Frau.
     
    #1
    User 40300, 15 Mai 2008
  2. BABY_TARZAN_90
    Sehr bekannt hier
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    Verliebt
    Aber du hast so viele Interessen! Haben die Schmerzen mit der Amputation zu tun? Warum fühlst du dich anders als die andern?

    :knuddel:
     
    #2
    BABY_TARZAN_90, 15 Mai 2008
  3. Sunflower84
    Meistens hier zu finden
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    Verheiratet
    :knuddel:
    Woran liegt es denn, dass es dich gerade im Moment so besonders plagt? Ist irgendetwas vorgefallen?
     
    #3
    Sunflower84, 15 Mai 2008
  4. User 20976
    (be)sticht mit Gefühl
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    vergeben und glücklich
    Phantomschmerzen? Oder gereizte Haut/gereizte Nerven am Stumpf? Ich erinner mich, dass Du mal schriebst, keine Prothese mehr benutzen zu können, sondern auf Krücken unterwegs zu sein? Ups, das steht ja sogar oben, sorry. Woran liegt es denn, dass Du die Prothese derzeit nicht nutzen kannst? Bist Du deswegen in Behandlung? Muss die Prothese angepasst werden oder so?
    Was ist jetzt anders als in den vergangenen Monaten?


    Sorry für die ganzen Fragen. Es ist sicher nicht so einfach, wenn man aufgrund körperlicher Einschränkungen auffällt. Liegt es auch einfach an den warmen Temperaturen und luftigeren Klamotten, dass Dir Dein Andersaussehen so auffällt?
    Die Schmerzen sind natürlich eine riesige Belastung, was kann man denn dagegen machen? Schmerzmittel sind ja auch keine Dauerlösung...
     
    #4
    User 20976, 15 Mai 2008
  5. User 40300
    Benutzer gesperrt Themenstarter
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    Verheiratet
    Hallo Mosquito, ich danke dir für deinen Beitrag. Die Ärzte meinen, dass mir körperlich pathologisch derzeit gar nichts fehlt; es könnte psychisch bedingt sein, dass wieder alles hervorkommt. Ich hatte eine neue Prothese bekommen, die mir sehr gut passte. Jetzt seit einem Monat ist alles wieder wie früher. Mein Stumpf ist auch sehr kurz, was alles Technische bei mir zum Problem werden läßt. Das könnte man aber alles in den Griff kriegen. Ich hoffe dass die Nervenschmerzen (besonders schlimm an der Stumpfspitze) bald nachlassen, sonst weiß ich nicht was ich noch tun soll. Dass ich mit Krücken auf die Straße gehe, ist für mich eigentlich nicht das Problem; daran bin ich gewöhnt und es macht mir nichts aus wenn mich jemand anglotzt weil ich nur ein Bein habe. Was das betrifft bräuchte ich keine Prothese.
    Ich habe das Problem nicht allein sein zu können; meine Partnerin ist vor sechs Wochen ausgezogen wegen einer anderen... Das macht mich total fertig.
     
    #5
    User 40300, 15 Mai 2008
  6. User 20976
    (be)sticht mit Gefühl
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    2.055
    vergeben und glücklich
    Oha! Oh nein. Das tut mir sehr leid, von dem Auszug zu hören. Das ist sehr belastend.

    Inwiefern Deine Schmerzen psychisch bedingt sind, kann ich natürlich nicht beurteilen. Hast Du denn jemanden zum Reden?
    Schmerzen nach Amputationen sind meines Laienswissens nach ja manchmal kompliziert zu erklären. Inwiefern da seelische Belastungen gerade auch dort auftreten, weiß ich nicht. Sind Deine Ärzte denn auf dem Gebiet der Schmerztherapie fit? Fühlst Du Dich da ernstgenommen? Du EMPFINDEST die Schmerzen ja, auch wenns organisch eventuell keinen Grund gibt oder der nicht zu erkennen ist. Es gibt ja auch Schmerzambulanzen, die sich auf Patienten mit Schmerzen spezialisiert haben.

    Sind die jetzt auftretenden Schmerzen "neu" in ihrer Art oder "altbekannt"?
     
    #6
    User 20976, 15 Mai 2008
  7. sonnenschein26
    Verbringt hier viel Zeit
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    0
    nicht angegeben
    Hast du gute Freunde die mit dir rausgehn und dich vom Auszug deiner Freundin und deinen Schmerzen ablenken?
     
    #7
    sonnenschein26, 16 Mai 2008
  8. dummdidumm
    dummdidumm (53)
    Verbringt hier viel Zeit
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    0
    nicht angegeben
    hmmmmmmm

    das, was ich schreiben will, klingt vielleicht sehr böse, aber so ist es mit Sicherheit nicht gemeint. Dir ist ja eigentlich nur das passiert, was allen anderen Menschen auch immer wieder passiert: vom Partner verlassen zu werden. Das ist sehr bitter und tut weh. Und was macht man, wenn einem so etwas passiert? Man versucht es zu begreifen. Aber hat das wirklich mit Deiner Behinderung zutun? Bist Du deswegen wirklich anders?

    Das ist jetzt sechs Wochen her und ich glaube, es braucht eine ganze Menge mehr Zeit, damit man aus so einem Tief wieder herauskommt, wenn man nicht selber derjenige ist, der den anderen verlässt, weil man sich vielleicht längst neu orientiert hat.

    Ich weiß, daß das furchtbar altväterlich/klugschitterich klingt, aber Du solltest Dir den Schmerz darüber bewußt gönnen. Das tut einfach weh. Aber es geht dann auch vorbei! Und dafür mußt Du dann hinterher die Augen wieder aufmachen. Leider kann Dir da niemand so direkt bei helfen, weil man da einfach durch muß. Aber ich wünsche Dir, daß Du es bald schaffst und Dich dann wieder neu auf jeden Tag freust.

    Ich wünsche Dir auch, daß Du die Freunde die Du hoffentlich hast, jetzt möglichst oft um Dich hast, damit sie Dich davor bewahren, noch tiefer in dieses schwarze Loch zu fallen. Und da bin ich viel beunruhigter: wieso kannst Du mit denen nicht darüber reden? Du mußt ja nicht gleich jammern aber Freunde sind doch dazu da, daß man mit ihnen auch den Kummer teilt. Ich wünsch Dir, daß Du jetzt die passenden Freunde zur Hand hast :knuddel:
     
    #8
    dummdidumm, 16 Mai 2008
  9. User 40300
    Benutzer gesperrt Themenstarter
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    Verheiratet
    Was ich trotz meiner zugegebenermaßen zur Zeit schwierigen psychischen Situation durch die Trennung von meiner Partnerin kann ich mir die momentanen Schmerzen nicht so ganz erkären; ich kenne diese Art durchaus von früher nach der Amputation, aber nicht so extrem. Ich meine aber schon, dass die Psyche alles noch schlimmer macht. Ich bin seit zwei Wochen in einer Schmerzambulanz in Behandlung und hoffe, dass es langfristig erfolgreich sein wird. Ihr habt mich hier schon wieder stärker gemacht; Euere Beiträge tun mir schon sehr gut; das möchte ich schon sagen; vielen Dank dafür!
    Ich muß aber sehen, wie ich die Schmerzmittel nach und nach wegbekomme, da dies sicher die schlechteste Lösung ist.
    Ich bin aber schon sehr froh darüber, dass mir organisch nichts fehlt.
     
    #9
    User 40300, 16 Mai 2008
  10. Tinkerbellw
    Meistens hier zu finden
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    nicht angegeben
    Hey du, ich weiß aus eigener erfahrung wie stark man mit körperlichen Symptomen reagieren kann, wenn man psychischen/seelischschen Stress hat. da kommt manchmal einfach zu viel zusammen und der Körper sucht sich dann einfach sein Ventil. Vielleicht sind das dann bei dir dir Schmerzen am amputierten Bein.
    Das mit den Schmerzmitteln kann ich verstehen, ich musste damals auch medikamente nehmen, aber meine größte Sorge war dann acuh en zeitlang, wann ich die wieder wegnehmen darf, damit ich mich nicht dran gewöhne.
    Komischerweise hat mir dann die Zeit geholfen.
    Ich hoffe das es dir bald wieder besser geht.:gruppe:
     
    #10
    Tinkerbellw, 17 Mai 2008
  11. User 20976
    (be)sticht mit Gefühl
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    vergeben und glücklich
    Es beruhigt mich zu hören, dass Du schon bei einer Schmerzambulanz bist. Das gibt es ja auch nicht überall.

    Ich wünsch Dir, dass die Schmerzen zu bewältigen sind, natürlich mit möglichst wenigen Schmerzmitteln.

    Direkt mit dem amputierten Bein/der Behinderung hat die Trennung natürlich nichts zu tun, klar musst Du die Trennung bzw. den Auszug verkraften wie jeder andere auch - aber auch "jeder andere" hat dran zu knapsen. Es ist ganz verschieden, wie Leute auf Trennungen reagieren. Die Familie Deiner Exfreundin war ja für Dich auch wichtig, wenn ich das richtig weiß. Da ist ein wichtiger Teil des eigenen Lebens jetzt fort. Ich hoffe, Du hast Freunde und/oder Familie, die Dir zur Seite stehen?

    Ist sonst noch was los, was Dir auf der Seele liegt?
     
    #11
    User 20976, 17 Mai 2008
  12. User 40300
    Benutzer gesperrt Themenstarter
    281
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    11
    Verheiratet
    Ich habe zwar Familie und Freunde; aber mit dem Zur-Seite-Stehen ist das so eine Sache. Ich denke ich werde nicht so ernstgenommen.
    Ich muß da wohl selbst durch und will das auch. Ich will ein normales Leben führen. Ich bekomme neben der Schmerzambulanz jetzt auch psychologische Beratung in dem Klinikum, wo ich auch amputiert und lange nachbehandelt wurde. Ich möchte nicht in eine echte Depression verfallen; das könnte ich gar nicht gebrauchen. Eine leichte Besserung habe ich auch schon bemerkt; es scheint erfolgreich zu sein.
    Nein, die Trennung hat nichts mit meinem fehlenden Bein zu tun; das hat meine Ex immer wieder betont. Sie sagte, sie wollte uns beide; die neue und mich... was soll ich davon halten? Ich denke nichts.
     
    #12
    User 40300, 20 Mai 2008

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