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Beruf = Poker

Dieses Thema im Forum "Flirt & Dating" wurde erstellt von Schulle, 30 Juni 2009.

  1. Schulle
    Schulle (27)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    Nein, das ist keine dieser "ein Freund von mir"-Themen oder ähnliches.

    Ich selber spiele Poker und bin dementsprechend auch in einem Poker-Forum aktiv, wo vor kurzem ein ziemlich interessantes Thema aufgemacht wurde. Dazu hätte ich gern ein paar objektiverere Meinungen, da es zu solch einem Thema in einem Themen-bezogenen Forum nur einseitige Antworten gibt.

    Wie sicher einige von euch wissen gibt es professionelle Poker-Spieler. Einige sind bekannt, da sie oft in TV-Übertragungen sind und andere machen eher im "Untergrund"(= Internet-Poker) ihr Geld.

    Nun gin es in dem Thema darum, das die betroffene Person mit einer Frau in einer Disco eine Unterhaltung geführt/geflirtet hat. Von ihr wurde er gefragt, was er denn beruflich macht. Daraufhin meinte er, eher erschrocken und/oder verunsichert, das er Poker spielt.
    Sie war erstmal verwirrt und verabschiedete sich, laut seiner Aussage, kurz darauf.

    Nun wurde über die Gründe und mögliche (Falsch-)Antworten in dem Thema diskutiert.

    Meine Meinung ist ganz klar, das er viel zu verunsichert war und auch die falsche Wortwahl traf. Wenn er mit vollem Selbstbewusstsein gesagt hätte "Ich bin professioneller Pokerspieler", wäre sie in vielen Fällen nicht davon abgeschreckt gewesen.
    Alternativ wurde noch vorgeschlagen, das man sagen soll, das man physikalische Wahrscheinlichkeiten und menschliche Psychologie analysiert.


    Soviel dazu. Mich würde jetzt interessieren, wie Poker-Laien darauf reagieren würden. Besonders die Meinungen der Frauen.

    Ich hoffe, ich hab euch mit meinem Beitrag auch nicht zu sehr im vorraus in eine Richtung beeinflusst, auch wenn das nicht immer vermeidbar ist. Später werd ich vielleicht noch expliziter etwas dazu schreiben.
     
    #1
    Schulle, 30 Juni 2009
  2. User 86199
    User 86199 (36)
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    Verheiratet
    Also für mich wäre das ganz ehrlich ein Abturner. Als intensives Hobby fände ich es zwar wahrscheinlich ganz spannend und interessant beim Gegenüber, als Beruf aber nicht.

    Andererseit reizen mich Männer, die beruflich ungelernte Tätigkeiten ausüben, sowieso recht wenig. (Nur um einem möglichen Missverständnis vorzubeugen: das liegt nicht am Geld, sondern an zu unterschiedlichen Vorstellungen von Lebensgestaltung.)

    Da helfen dann auch keine "mathematischen Wahrscheinlichkeiten und menschliche Psychologie"-Ausführungen.
     
    #2
    User 86199, 30 Juni 2009
  3. pikki
    pikki (26)
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    in einer Beziehung
    bin keine Frau aber...

    Es schreckt ab da viele eine wahnvorstellung haben profesionell poker zu spielen und sich überschulden

    srry aber du kannst das doch nicht als beruf nennen
    Du zahlst keine Rentenversicherung, Krankenversicherung usw. das zahlt alles der staat..

    und wenn zu mir eine Frau sagen würde Sie spielt professionell poker würd ich mich auch verabschieden da ich keine lust hätte auf die geldprobleme

    meinst du echt du wirst davon reich?
    es verlieren da mehr leute ihr geld wie dass welches gewonnen wird

    such dir nen normalen job und mach es nebenbei!
    oder geh nochmal zur schule...
     
    #3
    pikki, 30 Juni 2009
  4. Luc
    Luc (29)
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    nicht angegeben
    Kommt darauf an, wieviel Geld er gewinnt. :grin:

    Nein, für mich klingt sowas wie ein Spielsüchtiger der nicht mit beiden Beinen am Boden steht. Er hat gerade Erfolg aber das kann jederzeit kippen und dann hat sie einen arbeitslosen, frustrierten Mann.
     
    #4
    Luc, 30 Juni 2009
  5. User 71335
    User 71335 (49)
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    Hmmm mich würde es vermutlich nicht so verschrecken, liegt aber auch daran das ich eine bekannte habe, die damit ihr geld verdient und zwar nicht schlecht und die ist ansonsten sehr normal und nett und hat keine geldprobleme.

    übrigens eine hochattraktive frau und ihr ergeht es oft nicht anders, wenn sie von ihrem neuen beruf erzählt.
    allein die vielen reisen wirken auf die männer abschreckend oder sie wird als spielsüchtiges dummchen abgetan.
    halt vorurteile.:zwinker:
     
    #5
    User 71335, 30 Juni 2009
  6. xoxo
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    Verheiratet
    Ich glaube, dass viele Menschen Geldverlust und Verschuldung mit Pokern in Verbindung bringen.

    Mein Mitbewohner und mein Cousin sind auch hauptberufliche Pokerspieler (haben beide zuerst bzw. nebenbei studiert), verdienen ordentlich Geld und ich finde das ganze sehr interessant und spannend, kenne mich ein wenig in dem Feld aus. Also es hätte sicher nicht geschadet, das ganze mit Selbstbewusstsein rüber zu bringen und der Dame das alles schmackhafter zu machen (z.B. durch Erläuterung und Erklärung).
     
    #6
    xoxo, 30 Juni 2009
  7. wellenreiten
    Benutzer gesperrt
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    nicht angegeben
    sowas zählt als beruf? also ich würde mir wohl denken "kann sich der typ nicht was ordentliches suchen?". man kann sowas ja nebenbei als hobby machen, aber ausschließlich? irgendwie seltsam. ich würde wohl auch die flucht ergreifen.
     
    #7
    wellenreiten, 30 Juni 2009
  8. AquAticO
    AquAticO (28)
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    Single
    Naja ich kann dazu nur soviel sagen, dass ich es als Hobby selbst betrieben habe (teilweise auch recht intensiv, 4-5 Std. pro Tag) aber leider nicht den großen Gewinn damit gemacht habe. (Gewinn und Verlust haben sich in etwa die Waage gehalten).

    Ich habe aber nen Kumpel, der selbst recht professionell Online-Poker spielt und damit, auf die Dauer gerechnet, durchschnittlich inzwischen etwa 50 € pro gespielte Stunde verdient. (Damit sind die Verluste also schon eingerechnet^^)

    Und da es eben immer wieder "dumme" Spieler gibt, die dir das Geld quasi in den Rachen werfen, wird diese Quelle auch nicht so leicht versiegen, außer man wird selbst Spielsüchtig und übertreibt es (Setzt zu viel, spielt nicht diszipliniert).

    Also wenn man es kann, sehe ich das durchaus als guten "Job" an, der für mich aber nur als nebenberufliche oder neben dem Studium laufende Tätigkeit in frage kommen würde.

    so long
    AquAticO
     
    #8
    AquAticO, 1 Juli 2009
  9. Scheich Assis
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Das wär ungefähr so attraktiv wie wenn das Mädl mit vollem Selbstbewusstsein gesagt hätte: Ich bin Professionelle ... wait for it....still waiting...now it's getting awkward.


    Besser nicht, denn physikalische Wahrscheinlichkeit wär mir beim Poker noch nicht untergekommen, außer du berechnest ständig die Chiprotation in Abhängigkeit von Erdbeschleunigung, Luft- und Materialwiderstand anstatt dich auf das Spiel zu konzentrieren.


    Du könntest auch "Poker" weglassen und sagen: Ich bin Spieler...trifft es in meinen Augen sogar deutlicher. Und viel Geld verzocken ist nicht sexy.
     
    #9
    Scheich Assis, 1 Juli 2009
  10. brainforce
    brainforce (33)
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    naja für mich hat das etwas von Unseriösität bzw. vielmehr von finanzieller Ungewissheit...

    Also eher ein Minuspunkt... allerdings sollte man(n) im Normalfall auch einen normalen Beruf gelernt haben und evtl. trägt die Erklärung des ganzen Sachverhaltes doch zur (positiven) Aufklärung bei...
     
    #10
    brainforce, 1 Juli 2009
  11. Félin
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    Für mich wäre es auch ein deutlicher Minuspunkt.
    Ich will jemanden, der einen vernünftigen Beruf hat - Pokerspieler ist für mich kein vernünftiger Beruf.
    Als Hobby, ok - alles andere, nein.
     
    #11
    Félin, 1 Juli 2009
  12. der gute König
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    Ich glaube, ich fänd's ziemlich cool. Ich mag Menschen, die ihren Weg irgendwie abseits von gesellschaftlichen Konventionen gehen. Nur, weil wir von Kleinauf das Schema Schule-Ausbildung-Beruf-Rente lernen, muss das ja nicht der einzig gangbare Weg sein. Die Welt ist groß genug für verschiedene Lebensentwürfe.

    Ich frage mich aber gerade bei professionellen Spielern (egal ob Poker, Computer oder sonstwas) immer, wie da die Altersvorsorge aussieht. Die werden ja wohl kaum bis an ihr Lebensende spielen, irgendwann lässt ja auch mal die geistige Aufnahmefähigkeit nach. Und wenn es nicht gerade einer der oberen 3% ist, die wirkliche Vermögen damit machen, muss er ja auch im letzten Drittel seines Lebens von irgendwas leben.

    Aber ansonsten find' ich das prima, wenn jemand, der sich in kein gesellschaftliches Förmchen pressen lässt, gut über die Runden kommt.
     
    #12
    der gute König, 1 Juli 2009
  13. neverknow
    neverknow (28)
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    Das ist doch kein Beruf, tut mir Leid. Andere haben das ja schon angesprochen: was ist mit Altersvorsorge?

    Das für mich noch viel größere Problem daran wäre, dass ich "Berufe" nicht respektieren kann, die niemandem nützen außer demjenigen selbst. Klar, nicht jeder muss Altenpfleger werden, aber so ziemlich jeder Beruf ist wohl nützlicher als Poker spielen. Welchen Sinn hat das? Außer Geld in die eigene Tasche zu spülen?

    Wenn Pokerspielen ein Beruf wär, dann müsste auch "Flaschenpfand sammeln" als Beruf gelten :zwinker:


    Ich hab nix gegen Poker, ich spiel das selbst ganz gern mal, aber das ist eben ein Hobby. Im Beruf sollte man was "sinnvolles" machen.
     
    #13
    neverknow, 1 Juli 2009
  14. der gute König
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    Das ist aber ein relativ schwaches Argument. Dann kann man auch fragen, welchen Sinn der Beruf "Aktienanalyst" hat, außer Geld in die eigene Tasche zu spülen. Oder man kann sich fragen, ob man wirklich 20 Handyhersteller braucht.

    Unsere Volkswirtschaft basiert nunmal auf Einkommen, das als Nachfrage wieder auf dem Markt auftaucht, und der professionelle Pokerspieler hält hinterher als Konsument den Markt genauso am Laufen wie der Altenpfleger.

    Über Sinn und Unsinn einzelner Berufe kann man immer diskutieren, aber als Hauptargument gegen professionelle Spieler taugt das erstmal nicht besonders.
     
    #14
    der gute König, 1 Juli 2009
  15. Subway
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    Verheiratet
    Letztens gab es doch mal eine Umfrage, was einer Person am Beruf wichtig ist. Spaß und Geld waren ganz weit vorne (wenn ich mich noch richtig erinnere).

    Poker fängt bei vielen als Hobby an und wenn man sich mit beschäftigt kann daraus eine gute Einnahmequelle werden. Dafür reicht es eben nicht ein paar Turniere im Fernseh und die TV Total Pokerstars Nacht anzuschauen, sondern dafür muss man Bücher lesen, Videos anschauen, vielleicht ein paar Coachings nehmen und viel viel viel üben.

    Ich selbst bin auch Pokerspieler, habe 3 Jahre lang gepokert, habe dann aufgehört und fange gerade wieder an. Gegen Ende gab es Monate, bei denen ich über $1000 gemacht habe und das mit nur ~1h Zeit pro Tag.
    Was andere, bessere Spieler mit mehr Zeit da pro Monat machen können, ist mehr als genug um sich auch was für die Rente zurück zu legen, wahrscheinlich mehr als man je vom Staat kriegen würde.

    Mal ein paar Beispiele vom Monat Juni:
    Gewinn von Wheelie - Ein Kollege von mir, studiert nebenbei BWL.
    Gewinn von Buzzdee - Dazu kommen nochmal ~$6000 an Boni
    Gewinne von Raise_or_Fold - Kenne ich auch schon länger, er spielt eher die kleinen Limits und wie man sieht, kann man auch da gut was dazu verdienen.

    Ich will natürlich auch nicht vorenthalten, dass man mal einen Monat auf die Fresse fliegt:
    Verluste von FrankS - Aber der Durchschnitt machts halt.

    Das sind alles normale Menschen, keine Stars. Und diese Graphen sind auch keine Ausnahme, sondern erscheinen in der Form Monat für Monat (natürlich mit Ausnahmen).

    Ja, die meisten Leute verlieren beim Poker. Allerdings haben die meisten auch einfach keine Ahnung, sehen das einmal im Fernseh und denken sich: Das kann ich auch!
    Wenn man sich ein wenig damit beschäftigt, ein Buch liest, ein wenig in entsprechenden Foren unterwegs ist, Ausdauer und Selbstbeherrschung (ganz wichtig) hat, dann halte ich es für fast unmöglich in den kleineren Limits nicht dauerhaft zu gewinnen. Das reicht dann nicht fürs Leben, aber zumindest für ein gutes Taschengeld.

    @Eigentliches Topic:
    Das Selbstbewusstsein machts auch beim Ansprechen. Wenn man nicht direkt ansprechen möchte, dass man mit Pokern sein Geld verdient, dann muss man halt ein wenig drum herum reden. :smile:

    Warum muss ein Beruf denn nützlich sein? Ein Beruf soll einem persönlich Spaß bringen und einem genug Geld für ein angemessenes Leben liefern.
     
    #15
    Subway, 1 Juli 2009
  16. dreader
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Dazu will ich mal kurz was sagen: Klar verlieren viel Leute ihr Geld, aber die haben auch alle keine Ahnung und denken einfach mal "das ist ja einfach, das kann ich auch!"...

    Aber selbst ich als "Nichtprofi" habe ohne Einsatz (somit ohne Risiko) schon um die 80$ gewonnen (spiel aber auch nur bei kleinen Tischen und setze ca. 4 $ ein), was für mich als Schüler schon ein praktisches Taschengeld ist. Und ich spiele überhaupt nicht viel (paar Stunden in der Woche gesamt). Klar verliert man hin und wieder auch was, aber mit der richtigen Spielweise macht man im Endeffekt eigentlich nur Gewinn.
    Wenn man an richtig großen Tischen spielt und sich besser auskennt als ich :zwinker: ist da schon einiges drin. Ein paar Tausend im Monat gehen schon (ich kenne auch einen, der das macht).

    Ich würde mal sagen, dass z.B. bei einem Selbstständigen die Chance viel höher ist, dass er pleite geht, aber so einer wird komischerweise von den meisten Frauen als "interessant" angesehen. Naja...


    Zum Thema kein Beruf: wie "sinnvoll" ist den bitte z.B. die Putzfrau einer Firma? Klar für die Firma ist sie toll, aber für die Allgemeinheit?
    Poker ist halt auch nur sinnvoll für sich selbst, aber auch nicht für alle.
     
    #16
    dreader, 1 Juli 2009
  17. xoxo
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    Verheiratet
    Was noch nicht angesprochen wurde, ist wohl die moralische Ebene. Erstens muss man als Online-Pokerspieler Abgaben leisten und wirft so bereits reichen Menschen das Geld in den Rachen, zweitens zockt man das Geld ja anderen real existierenden Menschen ab. D.h. ist man als Mitspieler dafür verantwortlich, wenn der spielsüchtige Vater sein Haus, Hab und Gut verzockt und mit Ehefrau und zwei Kindern dann auf der Straße hockt bzw. Hartz4 beziehen muss?

    Wie gesagt, ich persönlich habe nichts gegen gewinnbringende Pokerspieler, im Gegenteil, aber mir fällt da doch noch ein Minus ein. Die Launen des Spielers, wenn er sich nicht (mehr) unter Kontrolle hat. Mein Mitbewohner und mein Cousin halten sich da ganz gut, aber was die manchmal für Stories von Bekannten erzählen. Gewinnt man einen hohen Beitrag, sind sie so verzückt, dass sie glauben derzeit ein Glückshändchen zu besitzen und zocken dann mal eben 16 Stunden am Stück. Verlieren sie, wollen sie so lange weiterspielen, bis sie dem Gewinner das Geld wieder abgezockt haben. Manchmal frage ich mich, wo Sucht beginnt und wo sie aufhört. Die Jungs spielen nämlich in Intervallen. Manchmal 4 Wochen am Stück und machen dann eben 50.000 $ und dann wieder 3 Monate gar nicht. Mit einem solchen Leben und mit solchen Summen, (als Profi rechnet man damit, auch mal 30.000 $ im Monat zu verspielen), muss man erstmal klar kommen.
     
    #17
    xoxo, 1 Juli 2009
  18. Subway
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    Diese Diskussion gab es in meinem Pokerforum des öfteren. Allgemeine Meinung war, dass jeder Spieler für sich selbst verantwortlich ist.
    Ich kann nicht wissen, ob der Spieler dem ich gerade $100 abgenommen hab, ob dieser damit eigentlich Essen hätte kaufen sollen, ob es ein normaler Spieler ist und diese $100 in seinem Limit liegen oder ob es ein reicher Knacker ist, der das ganze mit einem "hehe" abtut.
    Jeder Spieler weiß, dass er das Risiko eingeht das Geld zu verlieren. Wenn ich das Geld nicht gewinne, dann gewinnt es eben der, der sich anstatt meiner an den Tisch setzt oder zur Not gewinnt es der Slotautomat am Kiosk.

    Gehört also jemand wirklich zu den süchtigen Spielern, dann wird er das Geld eh verlieren.

    Da hast du recht. Nicht zu tilten (so nennt man es bei Pokerspielern, wenn sie anfangen unvernünftig zu spielen, weil sie gerade Pech haben) ist eine der Dinge, die ein Anfänger lernen muss. Wer nicht damit umgehen kann, dass man auch mal mit der besseren Hand verlieren kann, der wird sich sehr viel ärgern und unter Umständen auch sehr viel verlieren.
    War übrigens auch der Grund für meine längere Pause und meinen Neuanfang. In einem Monat eine 4-stellige Summe zu verlieren war einfach ein wenig viel und hat sehr an der Motivation genagt.
     
    #18
    Subway, 1 Juli 2009
  19. User 44981
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    Genau so sehe ich das auch.

    Wer Glücksspiel professionell betreibt und als seinen Job bezeichnet, hat wohl einen verdammt unsicheren Job - so unsicher, dass es für mich kein wirklicher Job ist...

    Auch wenn ich weiß, dass es durchaus möglich ist, mit Poker viel Geld zu veredienen, ist mir jegliche Form von Glücksspiel einfach ziemlich suspekt.
     
    #19
    User 44981, 1 Juli 2009
  20. Schulle
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    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    Wollte erstmal schauen, was für Antworten kommen, bevor ich auch nochmal was zu schreibe. Insgesamt scheint es aber doch auf recht großes Interesse zu stoßen. Im Übrigen ist das hier fundiertes Wissen, was ich jetzt benenne, da nur 1x Geld eingezahlt hab und mehr als das 10-fache dessen mittlerweile schon ausgezahlt habe.


    Geld ist Geld oder? Und ob ich nun durch rackern aufn Bau, verkaufen von selbstgestrickten Pullis oder vom Poker spielen lebe ist dabei völlig irrelevant. Desweiteren brauchen auch Poker-Spieler Versicherungen. Schonmal was von privaten Kranken- und Rentenversicherungen gehört? Kaum einer bezieht nebenbei Hartz IV. Wäre auch Schwachsinn, da sie so Einschränkungen bekommen würden, die sie nicht müssten (kein Auto, etc.)


    Wer sagt denn, das es zu Geld Problemen führt? Poker ist ein Strategie-Spiel, das durch das mischen der Karten kurzfristig einen Glücksfaktor inne hat. Auf Dauer setzt sich aber der bessere Spieler durch.


    Ich vermutlich nicht, aber es gibt genügend (Multi-)Millionäre, die durchs Pokern reich geworden sind.


    Nein, kann es nicht. Wenn er gut spielt, wird er auf Dauer Gewinne einfahren. Bei CashGame (= keine Turniere, sondernd normales Poker, wo man z.B. mit 10 € sich an den Tisch sitzt) redet man in der Regel von einer ausreichend großen Stichprobe bei 50.000 Händen, um zu sehen wie erfolgreich ein Spieler ist. Da man am Tisch im Schnitt (Online) ca. 80 Hände in der Stunde spielt und ein Großteil der Spieler mehrere Tische spielen (meisst von 6-9, gibt aber auch welche die über 15 Spielen und welche die nur 2-3 Spielen) wird das auch relativ schnell abgearbeitet. Bei 6 Tischen wären das etwas mehr als 100 Stunden Spielzeit, was wahrlich nicht viel ist, wenn man das in 1-2 Monaten macht. Und wenn ein Spieler sich bei solch einer Masse an gespielten Händen bewiesen hat, das er langfristig Gewinne macht und sein Spiel sich nicht verschlechtert bzw die Gegner sich nicht zu stark verbessern, dann wird das auch so bleiben.

    Als guter Spieler gibt es kaum Möglichkeiten, sein Geld zu verlieren bzw Verluste einzufahren. Da ich es aber dennoch ebenso beleuchten will, damit es nicht zu einseitig wird, nenn ich die hier mal:

    - Es gibt bessere Spieler (von denen sollte man sich einfach fern halten oder sein Spiel so gut wie möglich verbessern)
    - Man spielt gegen gleich gute Spieler. Dann macht man auf Dauer Verlust, da ein Teil des Geldes ja an die Pokerseiten-Betreiber fließt. (wenn beide Spieler gegeneinander etwa +/-0 spielen, der Betreiber aber immer 1$ abzieht alle 10 Hände, werden beide Verlust machen)
    - man spielt nicht sein bestes Spiel, da man eventuell unkonzentriert ist (Müdigkeit, Alkoholkonsum, Streß)
    - Man tiltet. Das bedeutet das man seine Emotionen über Pechsträhnen nicht gut genug kontrolliert und somit nicht sein bestes Spiel aufziehen kann. Wer das nicht in den Griff bekommt, sollte aber nie professionell Pokern.


    Man ist sicherlich kein staatlich anerkannter Poker-Spieler, aber wenn man damit seinen Lebensunterhalt bestreiten kann, dann würd ich es schon als Berfu bezeichnen.


    Spieler hat aber noch eine negativere Assoziation, als Poker-Spieler so oder so schon hat. Das wird dem aber nicht gerecht, da ebend nicht alle professionellen Spieler ihr Geld verzocken (eigentlich garkeiner, ich wüsste zumindest von keinem Fall). Das beste Beispiel ist doch Doyle Brunson. Der ist 75 Jahre alt und spielt seit er 18 ist professionell Poker. Damals nur in kleinen Bars, da Poker damals noch nicht so bekannt war.
    Im Übrigen spielt er z.B. im Bellagio bei Blinds von 8000$/4000$, was einen minimal Stack(=die Menge an Geld mit der man sich an den Tisch setzt) von 20 Big Blinds(=160.000$) entspricht. In der Regel setzen sich die Spieler aber mit dem maximal Stack von 100 Big Blinds(=800.000$) an den Tisch.


    Wie oben schon geschrieben -> private Altersvorsorge und Krankenkasse.

    Wie schon gesagt wurde. Konsum ist das Zauberwort. Solange der Spieler das Geld nicht irgendwo hortet, sondernd auch ausgibt (was er wohl muss, wenn er nur davon leben will), dann gibt er der Gesellschaft was zurück.


    Warum sollte man als Online Spieler Abgaben leisten? Da Poker hierzulande als Glücksspiel deklariert ist, sind die Gewinne, solange man sie nicht auf einem Konto oder ähnlichen lagert, absolut Steuerfrei (Staat ist selber daran schuld^^). Oder meinst du den Rake, der an die Betreiber der Seiten geht? Der ist in etwa ähnlich, wie bei den Casinos.

    Zum zweiteren. Ein Großteil der Spieler, verspielt nur das, was er sich leisten kann. Wenn ca. 90 der Spieler 60 $ im Monat verzocken, 10 $ davon an die Seite gehen und 10 Spieler die gewinne Einheimsen, dann machen die 10 Spieler zusammen 4500$ Gewinn(der Rake von ihnen muss zwar noch abgezogen werden, aber will das jetzt nicht zu ausführlich machen). Da das alles aber deutlich größere Dimensionen hat mit durchschnittlich über 10.000 Spielern täglich Online zu jeder Tageszeit, kann man davon ausgehen, das selbst solch kleine Beträge Geld für die guten Spieler reinbringt. Geschätzt wird auch, das maximal 5% der Spieler wirklich Gewinnspielend spielen. Der Rest spielt nur Breakeven(= +/- 0) oder verliert.

    Zum Thema Süchtige. Ob sie es nun Online verzocken oder in Casino oder sonstwo spielt meiner Meinung nach keine Rolle. Diese Leute haben ein ernsthaftes Problem und das Geld werden sie in jedem Fall verdonken. (es sei denn sie spielen, trotz ihrer Sucht, gut^^) Im Übrigen bieten auch alle großen Poker-Seiten "verantwortliches Spielen" an, womit man die maximale Summe, die man einzahlen kann, einstellen kann.


    So siehts aus. Ein Süchtiger wird das Geld in jedem Fall verspielen. Die Frage ist nur wo. Er könnte es genauso gut beim Roulette verspielen.



    Und jetzt nochmal was an alle, die unter Umständen jetzt anfangen zu denken, das Poker spielen leicht verdientes Geld ist: Nein, ist es nicht.
    Es erfordert höchste Disziplin, analytisches Denken, ein enormes Maß an Konzentration (dauerhaft, wenn man noch am Tisch sitzt) und ein Verständniss von menschlicher Psychologie. Dazu kommt noch, das man bereit sein muss auch Theorie zu lernen, um sein Spiel zu verbessern. Ausserdem muss man ein solides Bankroll-Management haben (Bankroll ist das Kapital, mit dem man spielt, und da man kurzfristig gesehen Pech haben kann, sollte man ausreichend Rücklagen besitzen, um eine Pechsträhne aufzufangen)


    P.S. Zum Thema Glücksspiel sei gesagt. Poker zählt zwar als Glücksspiel, aber es kommt nicht von ungefähr, das ziemlich viele (semi-)professionelle Schachspieler aufgrund der höheren Einnahmemöglichkeiten mit Poker anfingen und das durchaus auch erfolgreich betreiben. Ausserdem gibt es auch viele ehemalige eSport-Spieler (besonders viele aus der Starcraft Zeit), die mit Poker anfingen und aufgrund ihrer hohen Disziplin und Aufnahmefähigkeit einige Grundvorraussetzungen mitbringen.
     
    #20
    Schulle, 1 Juli 2009

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